Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

APPENZELLERLAND: «…und voll in den Eisberg»

Die Jugend-Brass-Band Appenzellerland gibt zwei Konzerte. Das Projekt des Appenzeller Blasmusikverbands begeistert die jungen Musikanten und fördert die Vernetzung.
Karin Steffen
Voller Konzentration üben die Musikanten der Jugend-Brass-Band Appenzellerland für die zwei Konzerte in Brülisau und Speicher. (Bild: kst)

Voller Konzentration üben die Musikanten der Jugend-Brass-Band Appenzellerland für die zwei Konzerte in Brülisau und Speicher. (Bild: kst)

APPENZELLERLAND. «Du bist zu früh gesprungen, Lea. So verfehlst du das Rettungsboot.» Andi Carniello spricht mit den rund 30 jungen Musikantinnen und Musikanten eine bildliche Sprache. Der ausgebildete Berufsmusiker, Musikpädagoge und Dirigent übernimmt bereits zum zweiten Mal die musikalische Leitung der Jugend-Brass-Band Appenzellerland (JBBA). Und den Teilnehmern macht es sichtlich Spass. «Ich bin hier, weil ich gerne mit anderen zusammen spiele», sagt die 12jährige Anja aus Appenzell. Und obwohl die längeren Musikstücke noch sehr streng zu spielen sind, ist sie zuversichtlich, dass die Konzerte gut kommen. «Die Literatur habe ich auch nach pädagogischen Grundsätzen ausgewählt», sagt Carniello. Demnach sollen sie die Aufmerksamkeit fördern und eben auch eine Herausforderung darstellen.

Perfektes Team

Dieses Jahr organisiert Maya Niedermann aus Flawil das Projekt JBBA unter dem Dach des Appenzeller Blasmusikverbands (ABV). Sie ist Sozialpädagogin und leitet eine Tagesstätte für Kinder. Carniello und Niedermann haben miteinander bereits mehrere Projekte dieser Art im Kanton St. Gallen durchgeführt. Und das Team funktioniert offensichtlich. Sehr aufmerksam und still sitzen die Kinder und Jugendlichen auf ihren Stühlen und lauschen den Worten ihres Dirigenten: «Nochmals drei Takte vor I und dann voll in den Eisberg», verlangt Carniello, und so erklingt es dann auch.

Vernetzung fördern

«Unser grösstes Ziel ist es, die Jugendlichen für das Spielen in einer Band zu begeistern», erklärt Maya Niedermann das Engagement des ABV. Natürlich damit sie den Musikvereinen in den Dörfern auch später erhalten bleiben. Niedermann spielt selber in zwei Vereinen und kennt die Problematik. Die Teilnehmer kommen aus vielen verschiedenen Dörfern aus Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden. Aber schon nach kurzer Zeit hat sich aus den einzelnen Musikanten eine homogene Gruppe gebildet. «Uns ist die Vernetzung der Jugendlichen wichtig. Durch die Kontakte untereinander bleiben sie in der Szene verankert», ist Niedermann überzeugt.

Zwei Konzerte

Die JBBA probt an fünf Samstagen, dann sind die jungen Musikanten bereit für die zwei Konzerte. Das erste findet am 19. März in Brülisau statt. Als Vorband fungiert die Stegreifgruppe der Musikgesellschaft Brülisau. Am 20. März konzertiert die JBBA im Buchensaal in Speicher. Voraus ist die Beginner Band der Musikschule Appenzeller Mittelland zu hören.

Konzerte: Samstag, 19. März, 19.30 Uhr, Mehrzweckgebäude Brülisau; Sonntag, 20. März, 11 Uhr, Buchensaal, Speicher.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.