Appenzellerland
Keine Feuerwerksverbote: In beiden Appenzell darf an Silvester geböllert werden

Im In- und Ausland wurden vielerorts Silvesterfeuerwerke wegen einer allfälligen Verletzungsgefahr verboten. Die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sehen im Böllern kein Problem.

Margrith Widmer
Merken
Drucken
Teilen
Grosse und kleine Kinder dürfen es im Appenzellerland knallen lassen.

Grosse und kleine Kinder dürfen es im Appenzellerland knallen lassen.

Bild: Britta Gut

In Holland wird an Silvester 2020 nicht geböllert. Das Verbot soll verhindern, dass sich das ohnehin schon wegen Covid-19 stark beanspruchte Pflegepersonal auch noch um Personen kümmern muss, die sich durch Feuerwerkskörper verletzten. Am vergangenen Silvester waren es rund 1300 Verletzte. In Zürich wurden die Silvesterfeuerwerke abgesagt, auch in Basel bleibt es ruhig.

Nicht so in der Ostschweiz: «Die Standeskommission hat im Einklang mit den Nachbarkantonen auf den Erlass eines Feuerwerksverbots verzichte», sagte der Innerrhoder Ratsschreiber Markus Dörig auf Anfrage. Seine Begründung: «Da im Kanton keine zentralen Feuerwerke geplant sind und überhaupt ein Versammlungsverbot gilt, sollten sich im Zusammenhang mit dem Abfeuern von Feuerwerk keine nennenswerten epidemiologischen Probleme ergeben.»

Ebenso in Ausserrhoden: «Ja, genau, es gibt kein Feuerwerksverbot», sagt Georg Amstutz, Leiter des Ausserrhoder Kommunikationsdienstes, auf Anfrage: «Menschenansammlungen wegen Abbrennen von Feuerwerk werden nicht erwartet.»

Umweltschützerinnen und Umweltschützer verweisen derweil auf die jeweils enorme Feinstaubbelastung durch Böller und Raketen. Und Tierschutzorganisationen geben zu bedenken, dass Wildtiere, Nutztiere und Haustiere durch die Knallerei in Panik geraten können.