APPENZELLERLAND: Im neuen Doppeldecker unterwegs

Postauto Schweiz stellte gestern die neuen Fahrzeuge vor. Im Appenzellerland werden sie auf der Strecke St. Gallen–Heiden verkehren. Die Fahrgäste können sich auf mehr Komfort freuen.

Merken
Drucken
Teilen

Postauto ersetzt ihre 19 in die Jahre gekommenen Doppelstöcker in der Ostschweiz (Ausgabe vom 21. April). Die neuen Fahrzeuge werden erstmals in Grossbritannien hergestellt. Sie eignen sich speziell für kurvenreiche, gut frequentierte Strecken wie jene von St. Gallen nach Heiden. Den ersten britischen Doppelstöcker präsentierte Postauto gestern in Engelburg. Heute kann der neue gelbe Doppelstöcker am «Tag der offenen Tür» in Engelburg besichtigt werden.

Geliefert werden die Fahrzeuge von der Firma Alexander Dennis, die ihr Modell Enviro 500 an die besonderen Bedürfnisse in der Schweiz angepasst hat. Bisher hatte Postauto die Doppelstockbusse stets bei einer deutschen Firma bestellt, doch diese produziere die Fahrzeuge nicht mehr, ist seitens Postauto Schweiz zu erfahren. Die neuen Doppelstöcker sind nicht nur für Postauto, sondern auch für die Schweiz eine Premiere – für den Einsatz hierzulande werden sie etwas niedriger gebaut.

Die 13 Meter langen und vier Meter hohen Busse bieten 78 Sitz- und 55 Stehplätze. Laut Postauto sind sie für die Fahrgäste bequemer als die einstöckigen Gelenkbusse, die überwiegend Stehplätze aufweisen. Der Komfort hat seinen Preis: Mit je rund 600000 Franken sind die Fahrzeuge etwa ein Drittel teurer als Gelenkbusse. Bei Postauto sind ausserhalb der Ostschweiz nur fünf Doppelstöcker unterwegs: vier in Graubünden und einer in der Zentralschweiz. Die Doppeldecker aus Grossbritannien werden wie bisher in drei Regionen der Ostschweiz eingesetzt. Hauptlinie bleibt Engelburg–St. Gallen–Heiden, wo Postauto auch die ersten Doppelstöcker ersetzt. Später sollen sie auch im Obertoggenburg und in der Region Rorschach und Goldach zum Einsatz kommen.

Die Ostschweiz sei mit 19 Fahrzeugen «Doppelstock-Hochburg von Postauto», heisst es im Communiqué. Seit 1995 gehören hier Doppelstöcker zur Flotte. Bis Ende 2018 werden alle 19 alten Busse schrittweise durch neue ersetzt.

Graubünden folgt in den nächsten zwei Jahren

Die vier Fahrzeuge in Graubünden werden in den nächsten zwei Jahren ebenfalls durch neue Doppelstöcker ersetzt, während in der Zentralschweiz ab Ende 2017 nur noch einstöckige Postautos fahren werden.

Postauto Schweiz wollte den ersten Doppelstöcker einer neuen dritten Generation bereits im April in St. Gallen präsentieren. Daraus wurde allerdings nichts. Die dreiachsigen Busse mussten im Fertigungswerk im südenglischen Guildford noch letzte technische Hürden nehmen. (cz/sda)