Appenzellerland
Gelungener Saisonhöhepunkt: Appenzeller Jungschwinger mit 19 Doppelzweigen am NOS in Herisau

Am vergangenen Samstag fand mit dem Nordostschweizer Nachwuchsschwingertag der diesjährige Saisonhöhepunkt mit über 200 Jungschwinger (Jahrgänge 2004 bis 2008) in Herisau statt. Bei wechselhaften Wetterbedingungen erfreuten sich die Appenzeller Jungschwinger über 19 gewonnene Doppelzweige, wenn auch ein Kategoriensieg um Haaresbreite verpasst wurde.

Thomas Mock
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Mathias Jäger (oben) klassierte sich beim Jahrgang 2006 auf dem Ehrenplatz.

Mathias Jäger (oben) klassierte sich beim Jahrgang 2006 auf dem Ehrenplatz.

Bilder: Lorenz Reifler

In der jüngsten Kategorie mit Jahrgang 2008 hätte der Schwellbrunner Werner Rusch gar die Möglichkeit zum Kategoriensieg gehabt. Mit einer Punkteteilung und vier Siegen war hingegen ein weiterer Pflicht, war die Bilanz seines Kontrahenten bis dahin makellos geblieben. Nach knapp acht Minuten musste sich Rusch allerdings dem Zürcher Oberländer Fabio Eicher geschlagen geben, wobei ihm trotz der Schlussgangniederlage der vierte Schlussrang und der Doppelzweig nicht mehr zu nehmen waren. Sieben weitere Appenzeller erkämpften sich bei den jüngsten Teilnehmern ebenfalls die begehrte Auszeichnung (Schwingclub Appenzell: Sepp Inauen, Silvan Koch, Lukas Holderegger, Fabian Signer; Schwingclub Gais: Flavio Sutter, Reto Steuble, Raphael Freund).

Ehrenplätze für Ackermann und Jäger

In der zweitjüngsten Kategorie trumpfte ebenfalls ein Herisauer auf. Marco Ackermann musste sich einzig vom späteren Kategoriensieger das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Mit fünf teilweise hart erkämpften Siegen klassierte er sich auf dem wohlverdienten Ehrenplatz. Mit Silvan Sutter, Manuel Schweizer und Andy Stricker heimste der Schwingclub Gais drei weitere Auszeichnungen ein, wohingegen die Innerrhoder das Glück nicht auf ihrer Seite wussten.

Silvio Hinrichs (hinten) im Kampf um den Doppelzweig.

Silvio Hinrichs (hinten) im Kampf um den Doppelzweig.

Ebenfalls gut in Form zeigten sich die Nachwuchsschwinger beim Jahrgang 2006. Die Herisauer Mathias Jäger und Mario Bösch hatten während des gesamten Wettkampfes ein Mitspracherecht um den Kategoriensieg. Leider scheiterten sie am späteren Kategoriensieger Simon Fäh. Wenn auch die Schlussgangteilnahme ausser Reichweite geriet, so erkämpften sie sich doch die Schlussränge zwei und drei.

Die Appenzeller erkämpften sich am NOS 19-mal das begehrte Eichenlaub.

Die Appenzeller erkämpften sich am NOS 19-mal das begehrte Eichenlaub.

Zu diesem Duo gesellten sich mit Walter Stark und Ramon Mock zwei weitere Appenzeller in den angestrebten Auszeichnungsrängen. Mit gesamthaft drei Auszeichnungen reisten die Appenzeller in den ältesten zwei Kategorien nach Hause. Sandro Nüesch und Matthias Eisenhut blieben beim Jahrgang 2005 erfolgreich, wenngleich sie um den Kategoriensieg nicht mitreden konnten. Andere Ambitionen wären dem Gaiser Silvio Hinrichs zuzutrauen gewesen. Als Titelverteidiger aus dem Jahr 2019 wäre ein Kategoriensieg im Grundsatz auch dieses Jahr möglich gewesen. Mit je drei Siegen und drei gestellten Gängen war ihm dies zwar vergönnt, das Eichenlaub war ihm am Ende aber dennoch sicher.

Sechs Appenzeller Auszeichnungen bei den Jungaktiven

Im Anschluss an das Nachwuchsschwingfest griffen die jungaktiven Schwinger am «Herisauer Obedschwinget» ins Wettkampfgeschehen ein. Einige Schwinger fügten nach dem NOS gleich ihren zweiten Wettkampf hinzu. Die jungen Appenzeller erkämpften sich hierbei deren sechs Auszeichnungen, wobei sich der Innerrhoder Dominik Brülisauer als bester Appenzeller auf dem sechsten Schlussrang klassieren konnte.

Werner Schlegel (rechts) triumphierte am Obedschwinget mit sechs Siegen souverän.

Werner Schlegel (rechts) triumphierte am Obedschwinget mit sechs Siegen souverän.

Weiter blieben auch Daniel Schiess, Silvio Hinrichs, Rico Ackermann, Florian Giger und Raphael Schiegg in den Auszeichnungsrängen. Einmal mehr blieb der Toggenburger Teilverbandskranzer Werner Schlegel das Mass aller Dinge. Mit sechs Siegen triumphierte er auch am Obedschwinget souverän. Die beiden Schwingfeste wurden trotz der bereits stattgefundenen sanften Lockerungen ohne Publikum durchgeführt. Dennoch erfreute sich das OK unter der Leitung von Peter Rechsteiner und den Mitgliedern des Jodlerklub Herisau-Säge sowie des Schwingclubs Herisau über die zahlreiche und hochstehende Schwingerarbeit, welche in Herisau ausgetragen wurde.