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APPENZELLERLAND: Fast 100 Bahnübergänge der Appenzeller Bahnen sind noch nicht saniert

Die Frist für die Sanierung der gefährlichen Bahnübergänge lief Ende 2014 ab. Bis heute sind aber 230 Eisenbahnkreuzungen immer noch nicht entschärft. Knapp 100 davon befinden sich auf dem Netz der Appenzeller Bahnen.
Auf dem Netz der Appenzeller Bahnen (ABB) gibt es 363 Bahnübergänge, 98 davon müssen noch saniert werden. (Bild: Paul Broger)

Auf dem Netz der Appenzeller Bahnen (ABB) gibt es 363 Bahnübergänge, 98 davon müssen noch saniert werden. (Bild: Paul Broger)

Eigentlich müssten Bahnübergänge, welche die Sicherheitsvorschriften nicht erfüllen, bis Ende 2014 entweder aufgehoben oder so mit Signalen ausgerüstet werden, dass sie sicher befahren und betreten werden können. Das sieht die Eisenbahnverordnung von 2003 vor.

Es sei jedoch absehbar, dass "mehrere hundert Bahnübergänge" nicht bis Ende 2014 saniert werden können, hielt das Bundesamt für Verkehr (BAV) im Mai 2014 fest. Auch vier Jahre später hat sich das Problem nicht in Luft aufgelöst. "Rückstand bei der Sanierung gefährlicher Bahnübergänge" titelte der "Tages Anzeiger" am Donnerstag.

Einsprachen gegen Sanierungen

Aktuell gibt es in der Schweiz 4404 Bahnübergänge. Davon entsprachen Ende letzten Jahres 4174 den gesetzlichen Vorgaben. 230 sind noch zu sanieren beziehungsweise deren Sanierungsstatus ist zu überprüfen.

Auf dem Netz der Appenzeller Bahnen (ABB) gibt es 363 Bahnübergänge, 98 davon müssen noch saniert werden. Es gebe viele Einsprachen gegen Sanierungen, sagte ABB-Direktor Thomas Baumgartner gegenüber dem "Tages Anzeiger". Hinzu kämen Bahnprojekte bei den auch Übergänge saniert werden, die etwas länger dauerten.

Unfälle vermeiden

Seit der Jahrtausendwende wurden rund 2600 Bahnübergänge saniert oder aufgehoben. Dank dem Sanierungsprogramm ist die Zahl der Unfälle auf Bahnübergängen in den letzten zehn Jahren trotz zunehmendem Verkehr auf Schienen und Strassen merklich zurückgegangen.

Im internationalen Vergleich habe sich die Schweiz dank des Sanierungsprogramms bezüglich Sicherheit auf Bahnübergängen deutlich verbessert und belegte heute einen Spitzenplatz, so das BAV.

2016 gab es auf Bahnübergängen zwei Todesopfer. Damit wurde die geringste Zahl seit fünf Jahren erreicht. Die 2004 ins Leben gerufene Task Force Bahnübergänge, welche die Sanierung der ungesicherten Bahnübergänge vorantrieb, erreichte ihre Ziele und löste sich 2016 auf. (sda)

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