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SP unterstützt Zertifikatspflicht +++ Absage von Gemeindeanlässen +++ Erweiterung Velounterstand in Stein +++ Teufen scheidet aus

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse im Appenzellerland: In unserem Appenzeller Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Dienstag, 21. September: 9:11 Uhr

SP unterstützt Zertifikatspflicht

Das Covid-Zertifikat ist umstritten. Die Ausserrhoder SP-Fraktion stellt sich hinter die 3G-Regel.

Das Covid-Zertifikat ist umstritten. Die Ausserrhoder SP-Fraktion stellt sich hinter die 3G-Regel.

Bild: Christian Beutler / KEYSTONE

(pd) Die SP-Fraktion im Ausserrhoder Kantonsrat stellt sich hinter die 3G-Regel für öffentliche Anlässe. Das schreibt sie in einer Mitteilung. Die bundesrätliche Verordnung schliesse zwar den Parlamentsbetrieb von der Zertifikatspflicht aus. Trotzdem will die Fraktion mit der Unterstützung des Zertifikats zeigen, dass sie sich keine Sonderrechte herausnimmt. Sie will ihre Versammlungen gemäss Schreiben weiterhin in öffentlichen Restaurants abhalten und respektiert somit die Pflicht zum Vorweisen des Zertifikats.

16:22 Uhr

Absage von Gemeindeanlässen in Wolfhalden

Der Gemeinderat Wolfhalden hat sich gemäss Medienmitteilung aufgrund der Ausweitung der Zertifikatspflicht dazu entschieden, die Jungbürgerfeier abzusagen. Zudem werden der Personalanlass wie auch der bereits einmal verschobene Kommissionsabend bis auf weiteres verschoben. Im Frühjahr wird die Situation neu beurteilt. (gk)

15:16 Uhr

Erweiterung des Velounterstandes bei der Schule

Der Velounterstand bei der Schule Stein wird erweitert. Wie die Gemeinde mitteilt, wurde von Seiten der Schule festgestellt, dass die bestehenden Fahrradplätze nicht mehr ausreichen. Zudem ist das alte System nicht auf die verschiedenen Fahrradarten ausgerichtet und die Ständer können somit nicht vollumfänglich gefüllt werden. Die Schule hat zusammen mit der Bau- und Strassenkommission möglich Standorte geprüft und die Kosten für einen weiteren Fahrradunterstand mit total 35 zusätzlichen Plätzen ermittelt. Als Standort des neuen Unterstandes wurde die Nordseite des Sekundarschulhauses (neben dem Mofa-Unterstand) ausgewählt. Für die Realisierung muss die Grünfläche entfernt und eingekiest werden. Der Gemeinderat hat die einmaligen Kosten für den zusätzlichen Fahrradunterstand und die Einkiesung von total 31'000 Franken zu Lasten der Erfolgsrechnung 2021 genehmigt und die Bau- und Strassenkommission mit der Ausführung beauftragt. (gk)

13:26 Uhr

FC Teufen: Cup-Aus gegen den FC Neukirch-Egnach

Der FC Teufen scheidet nach einer 4:2-Niederlage gegen den FC Neukirch-Egnach aus dem Cup aus. Die Teufner verspielten das Weiterkommen vor allem mit einer miserablen ersten Halbzeit.

Am Samstagabend startete die Partie bei herrlichem Wetter in Neukirch. Bei den Teufnern fehlten einige Stammspieler und es wurde fleissig rotiert. Vor allem der neu formierten Offensive merkte man die fehlende Spielpraxis an. Das Pressing funktionierte nicht wie gewollt und so kamen die Hausherren zu vielen Chancen. Diese spielten sie zum Glück der Gäste in der ersten halben Stunde selten gut zu Ende. Erst in der 32. Minute konnte Rico Ziegler eine der zahlreichen Möglichkeiten zum verdienten 1:0 verwerten. In der 41. und 45. Minute folgte der Doppelschlag durch Dominik Neuhauser, welcher das Resultat auf 3:0 erhöhte. In der letzten Minute der ersten 45 Minuten erlebten die Fans den einzigen Lichtblick im Spiel der Gäste. Cristian Creo schlenzte einen Freistoss aus 30 Metern perfekt in den Winkel. Mit dem 3:1 verabschiedeten sich die Teams in die Katakomben. Nach der Pause sahen die Zuschauer veränderte Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Die Teufner spielten plötzlich druckvoller und liessen den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren. Bereits nach vier Minuten spielte der eingewechselte Kern einen perfekt getimten Steilpass auf den ebenfalls eingewechselten Boppart, welcher den Ball zum Anschlusstreffer im Tor unterbrachte. Auch in der Folge dominierten die Gäste nun das Geschehen und kamen immer wieder zu Halbchancen. Die ganz grossen Möglichkeiten konnten die Spieler des FC Neukirch-Egnach aber verhindern. Bereits nach 70 gespielten Minuten setzte der FC Teufen alles darauf, noch den Ausgleich zu erzielen. Mit nur zwei Verteidigern spielten die Gäste volles Risiko. Belohnt wurden sie allerdings nicht. In der 95. Minute unterlief Claudio Fässler gar noch ein Fehler, welcher zum 4:2 und damit zur Entscheidung der Partie führte. (cfä)

13:15 Uhr

Appenzell schlägt Kloten deutlich

Die 1. Liga-Frauen des FC Appenzell waren gegen Kloten das bessere und effizientere Team. Sie gewinnen verdient 4:1.

Die Zürcherinnen starten gleich zwei Angriffe, die aber zu keinem Treffer führten. Nach fünf Minuten durften bereits die Einheimischen das erste Mal jubeln. Adriana Hörler donnerte einen Cornerball von Aline Schiegg herrlich ins Netz. Nach einer guten halben Stunde kamen auch die Zürcherinnen wieder zu zwei Möglichkeiten. Die Einheimischen wirkten zwischendurch nicht mehr so konsequent und Kloten hatte für einige Minuten etwas mehr vom Spiel. Die vorher unverständlicherweise verwarnte Elisabeth Inauen sah einen guten Weitschuss von der Hüterin zur Ecke abgelenkt, wie auch Adriana Hörler einen Kopfball. Mit Aline Schiegg - welche sich immer mehr auch zu einer Leistungsträgerin entwickelt - als Assist gelang Barbara Dorsa in der 45. Minute das 2:0.

Gleich wieder Jubel in Halbzeit zwei

In der 47. Minute lancierte Adriana Hörler mit einem langen Ball aus der Abwehr über die gegnerische Verteidigung Barbara Dorsa. Diese lief alleine auf die Torhüterin zu und bezwang diese sicher zum 3:0. In der 56. Minute lief Melissa Schenk nach einer Vorlage von Barbara Dorsa auf der linken Seite durch und schoss zum 4:0 ein. Auch nach einer Stunde boten die Innerrhoderinnen immer noch ein gutes Teamspiel mit flachen und schnellen Pässen, steil oder diagonal. In der 77. Minute versuchte ebenfalls die eingewechselte Rahel Wyss ihr Glück. Wenig später wurde den Gästen ein Elfmeter zugesprochen, der etwas gar zentral geschossen wurde und von Anna Frei bravurös abgewehrt werden konnte. Vor dem anderen Tor scheiterte Babara Dorsa. In der 84. Minute gelangten die Klotenerinnen doch noch zu ihrem durchaus verdienten Ehrentreffer. Am nächsten Samstag möchten die Innerrhoderinnen in Wil zum nächsten Erfolgserlebnis gelangen, aber Wil liegt auf Platz drei. (mk)

11:58 Uhr

FC Herisau: Verdienter 3:0-Sieg im Cup

Exakt vier Wochen nach dem Auftaktspiel in der 2. Liga mussten die Herisauer 2.Ligisten wieder den weiten Weg auf sich nehmen und wurden zum Cupspiel beim US Schluein-Ilanz empfangen. Damals trennten sich beide Teams mit 2:2-Unentschieden. Bereits vor dem Spiel war klar, dass es heute einen Sieger geben musste, da es bekanntlich im Cup immer einen Sieger geben muss. Die Startphase war ausgeglichen, beide Mannschaften wollten nicht zu viel Risiko eingehen, da viel auf dem Spiel stand. Klar wollten beide Teams in den Viertelfinal einziehen. Mehr und mehr übernahmen die Gäste aus dem Appenzellerland das Spieldiktat. Mehrmals tauchte man gefährlich im Strafraum des Heimteams auf, konnte jedoch das Tor (noch) nicht treffen. Kurz vor der Pause erlebten die Fans ein Déjà-vu, denn Cristian Tolino sah, dass der Torhüter von Schluein-Ilanz etwas gar weit vor dem Tor stand. Schon im Meisterschaftsspiel düpierte er von der Mittellinie aus den gegnerischen Torwart. Und auch heute musste der Torhüter den Ball aus dem Netz fischen. So ging man mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause. In der 2. Halbzeit griff man den Gegner schon früh an und konnte die gegnerische Verteidigung zu Fehlern zwingen. Etwa 10 Minuten waren gespielt, als Marko Susic mit einem Blitzgedanken die ganze Abwehr des Heimteams düpierte. Aus der eigenen Hälfte spielte er einen Traumpass quer übers Feld auf Joel Kurzbauer. Dieser blieb cool vor dem Tor und erzielte das 2:0. Das Spiel wurde nun von den Herisauern dominiert. In der ganzen 2. Halbzeit konnte das Heimteam aus dem Bündnerland keinen einzigen Schuss aufs Tor verzeichnen. Kurz vor Schluss wurde Marco Schmid mit einem weiteren Traumpass von David Bischof in Szene gesetzt. Schmid überwand den Schlussmann ohne Probleme und traf zum 3:0-Endstand. Eine souveräne und geschlossene Teamleistung waren der Erfolg zum Einzug in den Viertelfinal der Cup-Vorrunde. Weiter geht es dann erst wieder im neuen Jahr im Cup. Der Fokus liegt nun bereits auf dem nächsten Meisterschaftsspiel, welches nächsten Sonntag in Mels stattfinden wird. Anpfiff ist um 14.00. (eng)

10:55 Uhr

Abbruch Liegenschaft Jägerhüsli in Teufen

Aufgrund der geklärten Rahmenbedingungen rund um die Liegenschaft Oberfeld hat der Gemeinderat Teufen den Abbruch des Jägerhüslis beschlossen. Das teilte die Gemeindekanzlei kürzlich mit.

Das Jägerhüsli in Teufen.

Das Jägerhüsli in Teufen.

Bild: PD

Einerseits ist nach dem Departement Bau und Volkswirtschaft eine dauerhafte Wohnnutzung entgegen der bisherigen Beurteilung nicht rechtskonform und andererseits hat das Bundesgericht die Rechtsprechung, auf welche sich der Gemeinderat bezüglich Erschliessung stützte, aufgehoben. Zudem haben die beim ursprünglichen Erwerb durch die Gemeinde vordergründigen ökologischen Aspekte (Aufforstung) heute einen noch höheren Stellenwert.

Die Gemeinde Teufen hat die Liegenschaft 1963 zu Aufforstungszwecken erworben. Von Beginn weg wurde es über mehrere Jahrzehnte hinweg als Ferienhaus vermietet. 2014 hat der Gemeinderat den Abbruch der Liegenschaft beschlossen und den Entscheid unter Berücksichtigung der damaligen Finanzkompetenzen für einmalige Ausgaben dem fakultativen Referendum unterstellt. Dieses wurde in der Folge mit der Begründung ergriffen, dass man das baufällige Haus nicht abbrechen und damit Finanzvermögen über rund 140'000 Franken vernichten dürfe. Dies mit dem Ziel, das Haus wieder einer dauerhaften Wohnnutzung zuzuführen. Der Gemeinderat hat anschliessend den Abbruchentscheid zurückgezogen, womit eine Volksabstimmung hinfällig wurde. Nachdem eine Bauermittlung beim Departement Bau und Volkswirtschaft im Jahre 2017 die Möglichkeit einer dauerhaften Wohnnutzung bestätigte, hat der Gemeinderat die Liegenschaft zum Verkauf ausgeschrieben. Im Rahmen dieses Ausschreibungsverfahrens haben sich interessierte Personen wegen der Erschliessung direkt an die kantonalen Amtsstellen gewandt. Es wurde offensichtlich, dass zwischen Kanton und Gemeinde eine unterschiedliche Beurteilung betreffend die Erschliessung bestand. Der Gemeinderat war der Auffassung, dass die heutige Erschliessung über den Forst-Maschinenweg von der Oberfeldstrasse infolge der langjährigen Nutzung in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt sei. Bereits beim Bau des Maschinenweges vor rund 50 Jahren hätte bei der gelebten Zufahrt zum Wohnhaus ein Rodungsgesuch eingereicht werden müssen. Die nach der Bundesrechtsprechung allgemein anerkannte absolute Verjährungsfrist für die Wiederherstellung eines rechtmässigen Zustandes von 30 Jahren war längst abgelaufen. Im Zuge der sachlichen Themenbearbeitung zwischen Kanton und Gemeinde wurde die Zufahrt im bestehenden Ausmass zwar akzeptiert, aber die dauerhafte Wohnnutzung aufgrund der langjährigen Ferienhausnutzung vom Departement Bau und Volkswirtschaft nicht mehr als rechtskonform erachtet. Daraufhin hat der Gemeinderat ein Baugesuch eingereicht. Dies mit der Zielsetzung eines Weiterzuges für eine dauerhafte Wohnnutzung. Erwartungsgemäss hat die Gemeinde die Baubewilligung für eine temporäre Nutzung erhalten. In Zusammenhang mit einer dauerhaften Wohnnutzung wurde ebenfalls wie erwartet eine Nutzungsbeschränkung verfügt. Nach den Bestimmungen der eidgenössischen Raumplanungsverordnung dürfen bauliche Veränderungen keine wesentlich veränderte Nutzung ursprünglich bloss zeitweise bewohnter Bauten ermöglichen. Das Departement Bau und Volkswirtschaft verweist in seiner Begründung auf den Zeitpunkt des Erwerbes durch die Gemeinde im Jahre 1963 und auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Raumplanungsgesetzes (RPG) am 1. Juli 1972. Nach der vom Gemeinderat veranlassten rechtlichen Beurteilung bezieht sich das «ursprünglich» nach Auffassung des Gemeinderates in vorliegendem Fall aber auf den Zeitpunkt der Erstellung des Wohnhauses und nicht auf den Zeitpunkt der letzten Veräusserung oder auf das Inkrafttreten des RPG. Aufgrund der vorab erwähnten Beurteilung hat der Gemeinderat an und für sich den Weiterzug des Entscheides geplant. Doch ist nun eine Änderung der Bundesrechtsprechung dazwischengekommen. Das Bundesgericht hat in diesem Jahr in einem Leitentscheid die anerkannte Praxis betreffend die Verjährungsfrist aufgehoben. Dies hat zur Folge, dass die Argumentation des Gemeinderates betreffend die Erschliessung dahinfällt und diese wiederum nicht mehr gesichert ist. Aufgrund der raumplanerischen Beurteilung kann nicht mehr damit gerechnet werden, dass eine neue Erschliessung noch bewilligungsfähig ist. Damit hat sich die Situation entscheidend verändert. Nachdem ein Nutzungsverbot für eine dauerhafte Wohnnutzung auferlegt wurde, die Erschliessung aufgrund der neuen Bundesgerichtspraxis nicht mehr ausreichend gesichert ist und unter Berücksichtigung der ökologischen Aspekte hat der Gemeinderat den Abbruch der Liegenschaft beschlossen. Dieser liegt heute in der abschliessenden Kompetenz des Gemeinderates. Aufgrund des Gebäudezustandes wird das Baugesuch für einen Abbruch zeitnah eingereicht. (gk)

10:52 Uhr

Neue Ausgabe «Unser Innerrhoden in Zahlen»

Die neue Ausgabe der Innerrhoder Statistikbroschüre ist ab sofort erhältlich. Die Publikation wurde überarbeitet und in einem handlichen Hochformat produziert, wie die Ratskanzlei mitteilt. Die Zahlen liefern Informationen zu verschiedenen Themen; von der Anzahl der Lehrbetriebe über Logiernächte bis Bevölkerungszahlen.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden veröffentlicht alle zwei Jahre die wichtigsten Statistikdaten in einer Broschüre. Die neue Ausgabe wurde inhaltlich überarbeitet und liefert wichtige Informationen zu den Themen Bevölkerung, Volkswirtschaft, Bildung, Gesundheit, Arbeit, Volkswirtschaft, Tourismus, Verkehr, Umwelt, Bauen und Wohnen, Land- und Forstwirtschaft, Steuern, Kantonsfinanzen, Appenzeller Kantonalbank und Behörden. Die Zahlen für das Jahr 2020 mit Vergleichswerten von Vorjahren geben einen Eindruck über die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen.

Die Innerrhoder Bevölkerung ist im Jahr 2020 um 0.7% leicht angestiegen. Die Bezirke Schwende, Rüte und Oberegg konnten 2020 ein Wachstum verzeichnen. In den Bezirken Appenzell, Schlatt-Haslen und Gonten waren die Bevölkerungszahlen dagegen leicht rückläufig.

Die Entwicklung der letzten Jahre setzt sich weiter fort. Der Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft ist zugunsten des dritten Sektors «Dienstleistungen» weiter leicht gesunken. Der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft hat zur Folge, dass sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe weiter reduziert.

Seit 2016 steigen die Logiernächte stetig leicht an. Im Gegensatz zur restlichen Schweiz verzeichnete Appenzell I.Rh. trotz der Corona-Pandemie im Jahr 2020 einen Anstieg bei den Logiernächten. Die Frequenzen aller Luftseilbahnen haben sich jedoch aufgrund der zwischenzeitlichen Schliessungen negativ entwickelt. (rk)

Montag, 20. September - 09:49 Uhr

Velofahrer übersehen

Am Montag ist es in Heiden zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad gekommen. Der Fahrradfahrer verletzte sich dabei leicht.

Kurz vor 05.00 Uhr fuhr gemäss Medienmitteilung der Kantonspolizei Ausserrhoden ein 33-jähriger Mann mit seinem Auto von einem Parkplatz auf die Gruberstrasse und beabsichtigte in Richtung Grub zu fahren. Dabei übersah er einen Fahrradfahrer, welcher im selben Moment in Richtung Heiden fuhr. In der Folge kam es zu einer Kollision, wobei der Velofahrer stürzte und sich leicht verletzte. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden von circa 2000 Franken. (KapoAR)

16:10 Uhr

Punktgewinn trotz Personalnot für FC Heiden

Dass es für die Vorderländer nach zuletzt überzeugenden Leistungen gegen Rebstein 2 kein Selbstläufer wird, war schon vor Anpfiff klar. Gleich drei nominelle Stammspieler fehlten an diesem Nachmittag und mit dem bis anhin überzeugenden Braunwalder nahm ein angeschlagener Spieler auf der Bank Platz. Seinen Part übernahm Nachwuchsmann Thürlemann, was verdeutlicht, wie es um Heidens Personalsituation steht. Dem gegenüber hatte Rebstein-Trainer Torregrosa mehr Möglichkeiten. Solche hatte auch sein Angreifer Emini, doch in der ersten halben Stunde liess Rebsteins Nummer Elf gleich drei sogenannte „Hundertprozentige“ liegen. Richtig eng wurde es auch nach 32 Minuten, als der äusserst präsente Abwehrchef Gächter mittels Kopfball nur die Latte traf.

Strittiges Tor zur Führung
Auf der anderen Seite machten die Gastgeber vor allem in der Startphase ordentlich Druck. Eine erste Chance durch Fessler (7.) blieb ungenutzt, ehe Gächter nach knapp zehn Minuten eine abgefälschte Hereingabe Köberls auf der Torlinie klärte. Derweil schnappte die Abseitsfalle von Heiden Mal für Mal zu, was bei den Gästen für Unmut in Form von Reklamationen sorgte. So schoss der Puls der Torregrosa-Schützlinge fünf Minuten vor der Pause nochmals in die Höhe, als Fessler aus stark abseitsverdächtiger Position zur schmeichelhaften Führung für die Hausherren traf. Die Halbzeitpause kam kurze Zeit später wohl zum richtigen Zeitpunkt.

Sturzenegger hält vieles, aber nicht alles
Den Gästen bekam der Pausentee wohl besser. Shahini bot sich nach 55 Zeigerumdrehungen die nächste dicke Möglichkeit, doch auch ihm war das Glück an diesem Nachmittag nicht hold. Es muss aber auch gesagt werden, dass Heiden-Hüter Sturzenegger einen prächtigen Tag erwischte. Die Partie wurde indes immer ruppiger und bot nebst Fussball auch Provokationen und Rudelbildungen, an denen beide Mannschaften ihren Anteil hatten. Richtig bitter wurde es für die Gäste in Minute 69, als Kapitän Hüppi nach einem unglücklichen Foulspiel seine zweite gelbe Karte sah und folgerichtig vom Platz musste. Doch der Platzverweis beflügelte eher die Gäste wie die Gastgeber. Da Heiden-Stürmer Eyiden bei seiner Chance (77.) ausserdem im dümmsten Momentan ins Straucheln geriet, klappte es in Minute 81 doch noch mit dem ersten – und letztlich einzigen – FCR-Treffer. Einen Querpass Shahinis drückte Kamalanathan zum vielumjubelten Ausgleich und gleichzeitigen Endstand über die Linie. (lua)

Sonntag 19. September - 15:19 Uhr

Aktive Bodenpolitik im Zentrum

Die Baubehördentagung fand dieses Jahr in Urnäsch statt. Sie setzte den Akzent auf das Thema «Aktive Bodenpolitik», wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei mitteilt. Fachleute aus der Praxis zeigten den Nutzen einer aktiven Bodenpolitik. Anschliessend erfolgte ein Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und der Planenden.
Rund 50 Mitglieder von Gemeindebehörden, Bauverwaltungen, Organisationen und Unternehmungen nahmen am Anlass teil. Eröffnet wurde die Tagung durch Landammann Dölf Biasotto, Vorsteher des Departementes Bau und Volkswirtschaft. «Appenzell Ausserrhoden entwickelt sich zum bevorzugten Wohnkanton der Ostschweiz» – lautet die Vision im Ausserrhoder Regierungsprogramm 2020–2023. Eine aktive Bodenpolitik spielt gemäss Mitteilung eine zentrale Rolle, um bestehende Innenentwicklungsreserven zu aktivieren. Mit den Projekten Arealentwicklung und Hausanalyse unterstütze der Kanton eine aktive Bodenpolitik bereits. Zudem werden im kantonalen Baugesetz verschiedene Instrumente den Gemeinden zur Förderung einer aktiven Bodenpolitik als Grundlage zur Verfügung gestellt. Im Austausch mit den Gemeinden sollen diese Instrumente für eine aktive Bodenpolitik jedoch im Hinblick auf die heutigen Voraussetzungen überprüft, weiterentwickelt und allenfalls ergänzt werden, schreibt das Baudepartement. Eine aktive Bodenpolitik gehe über den reinen Kauf und Verkauf von Liegenschaften hinaus. Drei Referenten gingen den Fragen nach, was eine aktive Bodenpolitik überhaupt ist und mit welchen planerischen Ansätzen eine solche angestossen werden kann. Als Einstieg spannte der Ausserrhoder Kantonsplaner Markus Fäh, erläuterte das Thema aus Sicht des Kantons. Anschliessend referierte Paul Dominik Hasler, Team Netzwerk Altstadt, welche planerischen Herausforderungen in der Entwicklung der Ortskerne bestehen und welche partizipativen Ansätze anzugehen sind, um die Entwicklung der Ortskerne gemeinsam mit der Bevölkerung anzustossen.
Matthias Wehrlin, Atelier Wehrlin, betonte in seinen Ausführungen die Wichtigkeit einer klaren Vorstellung für die Innenentwicklung einer Gemeinde. Nur anhand von konkreten planerischen Vorstellungen und basierend auf eindeutigen Spielregeln könne die Entwicklung aktiv durch die öffentliche Hand gesteuert werden. Je früher die planerischen Rahmenbedingungen bekannt seien, desto grösser sei der Einfluss der öffentlichen Hand in einem Entwicklungsprozess.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde in einem Austausch mit den Gemeinden und den Planenden die Möglichkeiten und Instrumente für eine aktive Bodenpolitik erarbeitet und diskutiert. (kk)




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