Appenzeller Ticker
(Archiv 29. März bis 5. Mai) SC Herisau holt zwei Talente +++ Polizeievent in Heiden +++ Jäger pflegen «Verbissgarten» +++ «Treichli» sucht neue Pächter

Was passiert gerade im Appenzellerland? In unserem Ticker finden Sie aktuelle News aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Ob ein Brand, ein Unfall, ein politischer Entscheid oder ein Promi, der für Schlagzeilen sorgt: Hier lesen Sie einen bunten Mix aus Nachrichten, Bildern und unterhaltsamen Geschichten.

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SC Herisau holt zwei Talente

Der Schlittschuh-Club Herisau meldet zwei weitere Verpflichtungen. Wie es in der Mitteilung heisst, werde die Verjüngung der Mannschaft weiter vorangetrieben.

Jan Scherle

Jan Scherle

Mit Jan Scherle und Levon Kohler wechseln zwei Spieler ins Appenzellerland, welche nicht ganz unbekannt sind. Sie haben einige Zeit im Herisauer Nachwuchs verbracht. Die Stürmer haben sich gemäss Communiqué in den letzten Saisons in der Nachwuchsorganisation der Rapperswil-Jona Lakers stetig weiterentwickelt und konnten sich letztes Jahr sogar als U20-Schweizer-Meister feiern lassen und mit ihrem Team in die U20-Elite aufsteigen. Der in Herisau geborene Jan Scherle absolvierte bereits letzte Saison einige Spiele für die 1. Mannschaft des SC Herisau. Er gelte mit seinen 19 Jahren bereits als sehr guter Skorer (46 Punkte in der letzten U20-Saison) und bringe viel Tempo ins Spiel, so der SCH. Der 18-jährige Levon Kohler überzeugte die Verantwortlichen ebenfalls mit seiner Schnelligkeit und seinem unbändigen Willen. Er passe ins Anforderungsprofil von Coach René Stüssi und werde sich unter ihm weiterentwickeln und bald eine wichtige Rolle im Appenzeller Sturm übernehmen können.

Levon Kohler

Levon Kohler

Zusätzlich wird auch noch der erst 17-jährige Davide von Osterroth in die 1. Liga Mannschaft aufrücken. Der junge Stürmer spielt bereits in der U20 des SC Herisau und konnte die Verantwortlichen auch diese Saison mit 29 Punkten aus 19 Spielen überzeugen. Davide von Osterroth wird nebenbei aber auch immer noch im Juniorenbereich aktiv sein. (pd)

Davide von Osterroth

Davide von Osterroth

Polizeievent in Heiden

Am Samstag gewährt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden der Bevölkerung einen Einblick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit. Am 7. Mai, von 10 Uhr bis 16 Uhr öffnet der Polizeiposten in Heiden  gemäss Medienmitteilung die Türen. Für Fahrradfahrer wird die Verkehrsinstruktion zusammen mit dem Touring Club der Schweiz (TCS) einen Veloparcours bereitstellen. Dieser kann auch mit dem eigenen Velo absolviert werden. Die Diensthundegruppe der Kantonspolizei wird den Besuchern in Vorführungen verschiedene Einsatzbereiche der Diensthunde präsentieren. Themen wie Betäubungsmittel- und Drogenprävention, Informationen zum Polizeiberuf und auch Zoll Ost werden den Besuchern ebenfalls nähergebracht. (kpar)

Jäger pflegen «Verbissgarten»

Kürzlich trafen sich einige Jäger des Jagdbezirks Mittelland, um den vor Jahren durch angelegten Verbissgarten in der Neppenegg in Speicher zu pflegen. Der Verbissgarten wird, wie es der Name sagt vom Rehwild im Winter genutzt, um an Nahrung zu kommen oder im Frühjahr, um frische Triebe abzuäsen. Mit diversen Sträuchern, Obstbäumen, Laubbäumen und einem Biotop ist Verbissgarten vielseitig angelegt. Die Sträucher und Obstbäume wurden zurückgeschnitten und zu Asthaufen zusammengetragen. Die Asthaufen dienen als Lebensraumaufwertung von vielen Lebewesen. Sie können Überwinterungsort, Sonn- und Versteckplatz sowie Aufzuchtkammer in einem sein. Auch Vögel nutzen sie gerne als Sitzwarte oder sogar als Brutort. Durch die Nähe zum künstlichen Biotop und nahen Bach werden diese Asthaufen auch von Amphibien gerne genutzt, speziell der Bergmolch und weitere Kleintiere überwintern gerne in diesen Asthaufen. Auch das Biotop, welches von Fröschen und Amphibien genutzt wird, wurde gesäubert. Ein Holzzaun, der den Verbissgarten von der landwirtschaftlich genutzten Fläche abgrenzt, wurde instand gestellt. Dieser Verbissgarten trägt durch seine Vielfalt zur Biodiversität in der Landschaft bei. (pd)

«Treichli» sucht neue Pächter

Ende September verlassen die jungen Gastgeber Lian-Ling und Michael Knellwolf nach vier Jahren das Restaurant Treichli in Wienacht-Tobel. Die beiden freuen sich auf mehr Zeit mit ihren Zwillingstöchtern. Für das Lokal werden neue Pächter gesucht. Während seiner Zeit im «Treichli» hat das Paar die Traditionen des Lokals weitergeführt und ihm einen eigenen Schliff verpasst. Nun geht für die Gastgeberfamilie ein Kapitel zu Ende: Sie orientieren sich neu und übergeben das «Treichli» in neue Hände. Mitarbeitende wollen bis zum Schluss bleiben Das Wirtepaar hat sich gemäss Mitteilung aus verschiedenen Gründen für diesen Schritt entschieden. Die Schwierigkeiten und Sorgen während der letzten zwei Pandemiejahre haben mit zu dem Entschluss geführt, sind aber nicht der Hauptgrund. «Wir freuen uns auf mehr Familienzeit mit unseren Zwillingen», sagen die beiden. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden sie ihre erfolgreichen Jahre im «Treichli» in bester Erinnerung behalten. Lian-Ling und Michael Knellwolf sind trotz des angekündigten Abgangs im Herbst weiterhin motiviert: «Wir wollen den Sommer nutzen, um unseren Gästen nochmals besten Genuss zu bieten und uns zu bedanken für die vier Jahre.» Die Unterstützung des Personals ist ihnen gewiss. «Alle unsere Mitarbeitenden sagten uns zu, dass sie bis zum Schluss bleiben wollen. Das freut uns sehr», lässt sich das Paar in der Mitteilung zitieren. Wie es für die beiden beruflich weitergeht, ist offen. Für das Restaurant Treichli fängt demnach im Oktober ebenfalls ein neues Kapitel unter neuer Führung an. (pd)

SC Herisau holt drei neue Spieler

Pascal Anderegg

Pascal Anderegg

Der Schlittschuh-Club Herisau meldet drei Neuverpflichtungen. Pascal Anderegg verstärkt gemäss Mitteilung in der kommenden Saison den Sturm der Ausserrhoder. Der 20-jährige Flügelstürmer kommt vom Ligakonkurrenten Pikes EHC Oberthurgau. Anderegg entstammt dem Nachwuchsbereich des HC Thurgau und hat den Übertritt in die 1. Liga vergangene Saison mit 11 Skorerpunkten bewerkstelligt. «Er möchte nun den nächsten Schritt in seiner Eishockeykarriere machen und wird mit seinem Zug auf das Tor, sowie seiner Spielintelligenz definitiv eine grosse Bereicherung im Team sein», schreibt der SCH.

Silas Heuberger

Silas Heuberger

Mit Silas Heuberger konnten die Herisauer einen Verteidiger unter Vertrag nehmen. Der 22-jährige Busswiler wechselt vom EC Wil zum SC Herisau. Er hat die Nachwuchsstufen ebenfalls bei verschiedenen Thurgauer Vereinen und in Rapperswil durchlaufen und konnte gemäss SCH in der letztjährigen 1. Liga Saison überzeugen. Heuberger werde als Defensivspezialist eine sehr wichtige Rolle im Team von René Stüssi einnehmen.

Marco Stierli

Marco Stierli

Der 26-jährige Marco Stierli stösst vom amtierenden 2. Liga-Ost-Meister, den Eisbären St. Gallen, zu den Appenzellern. Der kräftige Verteidiger weist laut Mitteilung bereits eine Erfahrung von über 100 Partien in der 1. Liga auf. Er hatte in der letzten Saison grossen Anteil an der erfolgreichen Spielzeit der Eisbären, so der SCH. Stierli sei ein sehr kampf- und schussstarker Verteidiger mit guten Skorerwerten und «ein absoluter Wunschtransfer von Sportchef Matthias Popp». (pd)

Abschlussarbeiten der Wirtschaftsmittelschule präsentiert

Kürzlich wurden an der Kantonsschule Trogen die Abschlussarbeiten der Wirtschaftsmittelschule präsentiert. Das vielfältige Themenspektrum spiegelte gemäss Medienmitteilung die Breite der schulischen und beruflichen Ausbildung, welche die Lernenden in vier Jahren durchlaufen. Gross war die Freude darüber, dass die Veranstaltung wieder öffentlich durchgeführt werden konnte. «Wir freuen uns enorm über die Rückkehr des Publikums», sagte Bena Keller, Leiterin der Wirtschaftsmittelschule: «Es ist für die Lernenden ein ganz anderes Gefühl, vor den Mitschülerinnen, Mitschülern und interessierten Personen als vor leeren Rängen zu präsentieren». Dazu sei es für sie als Prorektorin auch schön, den Stolz in den Augen der anwesenden Eltern zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Zuschauer dürfe man darin einen echten «Gamechanger» in Sachen Motivation sehen – nicht zuletzt auch für die Expertinnen und Experten.

Pro Präsentation waren jeweils zwei Expertinnen bzw. Experten anwesend und befragten die acht Lernenden der Abschlussklasse nach den viertelstündigen Präsentationen kritisch zu ihren Arbeiten und Ausführungen. IDPA steht für «Interdisziplinäre Projektarbeit», vergleichbar mit einer Maturaarbeit am Gymnasium. Der ökonomische Schwerpunkt der WMS zeigt sich hier jedoch deutlich: Themen der Arbeiten waren beispielsweise «Jugendmarketing für ein Fitnessstudio während Corona» (Fiorina Hensch), «Kryptowährungen im Universum der Anlageinstrumente» (Simon Vierbauch), «Covid-Kredite» (Izabela Nistor) oder «Sind Elektroautos unsere Zukunft?» (Mattia Melaragno). (pd)

Ruine Rosenberg aus Sicherheitsgründen teilweise gesperrt

Die westseitige Mauer der Ruine Rosenberg ist gemäss Medienmitteilung der Gemeinde Herisau statisch geschwächt. Vereinzelt brechen Steine aus. Aus Sicherheitsgründen müsse ein Bereich bei der Mauer ausgeschieden und bis auf Weiteres gesperrt werden. «Welche Massnahmen zur Festigung nötig sind, ist Teil der laufenden Abklärungen», heisst es in der Mitteilung. (gk)

Camenzind folgt im Herisauer Einwohnerrat auf Zeller

Einwohnerrat Dominik Zeller (SVP) hat aufgrund eines Wohnortswechsels seinen Rücktritt per 31. Mai erklärt. Gestützt auf das Proporzwahlreglement hat die SVP Herisau Jennifer Camenzind als Ersatz vorgeschlagen. Sie wurde vom Gemeinderat für gewählt erklärt. Ihr Amtsantritt erfolgt am 1. Juni.

Martina Koller mit Rang 4 am Käseplattenwettbewerb 

Am vergangenen Wochenende fand in Bellelay das «Fête de la Tête de Moine» statt. Traditionsgemäss findet im Rahmen der Veranstaltung jeweils ein internationaler Käseplattenwettbewerb statt. 12 Teilnehmer aus 6 verschiedenen Ländern aus Europa kämpften um den Sieg. Martina Koller vom Urnäscher Käse-Team durfte die Schweiz vertreten. Innerhalb kürzester Zeit hat die Appenzellerin gemäss Medienmitteilung eine «wunderschöne und kreative Käseplatte zum Thema Rohmilch gezaubert». Dabei wurde nicht nur das Aussehen der Platte gewertet, sondern auch beispielsweise wie viele Käseresten übrig blieben.

Die Bewertung der Jury fliess zu 50 Prozent in die Rangliste ein, die andere Hälfte wurde aus den Publikumsstimmen gesammelt. Martina Koller belegte nach der Jurybewertung einen Platz unter den besten vier. Nach der Publikum-Auswertung hat es nicht ganz aufs Podest  gereicht. Gewonnen hat den Wettbewerb schlussendlich Franziska Wenger aus Cortébert, Schweiz. (pd)

Kontroverse Diskussionen innerhalb der FDP zur Tunnel-Initiative

Die FDP unterstützt die Volksinitiative für einen Bahntunnel. Dies teilt die Partei in einer Medienmitteilung mit.  Diese Vorlage kommt am 15. Mai zur Abstimmung.

In Teufen wird am 15. Mai über die Tunnel-Initiative abgestimmt.

In Teufen wird am 15. Mai über die Tunnel-Initiative abgestimmt.

Bild: DSC

Im Anschluss an die kürzlich durhgeführte öffentliche Orientierung versammelten sich die Mitglieder der FDP Teufen zur Parolenfassung. Die anwesenden Mitglieder diskutieren das Thema angeregt und kontrovers. Die Befürworter sehen mit einem Ja zur Volksinitiative die Chance, die Bahn aus dem Dorf zu entfernen. Für die Gegner führt ein Bahntunnel hingegen nur dazu, dass die Bahn im Dorfkern nicht mehr Teil des Ortsbildes ist, nicht hingegen im übrigen Teil des Dorfes, dort bleibt die Bahn erhalten. Die Argumentation der Sicherheit, insbesondere für die Fahrradfahrer, werde durch die Befürworter der Initiative klar in den Vordergrund gestellt, heisst in der Mitteilung.

Gleiche Planungstiefe für beide Projekte angestrebt

Die Gegner kontern, dass im Dorfkern aufgrund der tatsächlichen Gegebenheiten auch mit einem Bahntunnel der Langsamverkehr nicht zusätzlich geschützt werden kann.. Neben weiteren Vor- und Nachteilen der Doppelspur beziehungsweise des Tunnels wurde vereinzelt argumentiert, dass ein Ja zur Volksinitiative den Weg öffne, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Projekte Doppelspur und Bahntunnel auf gleicher Planungstiefe vergleichen können. Dies sei aus demokratischer Sicht ein berechtigtes Ziel, auch mit Rückblick auf die kurzfristig abgesagte Abstimmung vom September 2020.

Nach der kontrovers und sachlich geführten Diskussion fassten die anwesenden FDP-Mitglieder mit einem Verhältnis von 19 : 10 Stimmen die Ja- Parole. (pd)

32 Kinder empfangen in Herisau zum ersten Mal die Heilige Kommunion

Die 32 Kinder konnten die Feier der Erstkommunion mitgestalten.

Die 32 Kinder konnten die Feier der Erstkommunion mitgestalten.

Bild: PD

In der katholischen Kirche in Herisau durften am 24. April und 1. Mai insgesamt 32 Kinder zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen. Ihr Vorbereitungsweg stand unter dem Titel «Jesus- s`Brot vom Läbä». Die Feier wurde von den Kindern aktiv mitgestaltet, in der Begrüssung, den Gebeten und dem vorgespielten Evangelium zur «Speisung der 5000». Besonders Eindrücklich waren für die Festgemeinde die voller Inbrunst vorgetragenen Lieder. (pd)

Neue Leitung für Hirslanden-Kliniken

Urs Cadruvi

Urs Cadruvi

Bild: PD

Urs Cadruvi übernimmt ab 1. November die Leitung der Hirslanden-Kliniken am Rosenberg in Heiden und Stephanshorn in St.Gallen. Diese werden zurzeit interimistisch von Rolf Gilgen geführt, nachdem sich Andrea Rütsche entschieden hatte, die Direktion nach elf Jahren abzugeben

In seiner neuen Funktion werde er den Ausbau der integrierten Versorgung in der Hirslanden-Versorgungsregion Ostschweiz weiter vorantreiben, heisst es in einer Medienmitteilung. Urs Cadruvi (49) ist seit 2017 Direktor des Spital Schiers, das über ein breites medizinisches Spektrum in der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung verfügt. Unter seiner Leitung ist das Spital weitergewachsen und hat dabei das medizinische Angebot ausgebaut. Ebenso fallen die Neupositionierung der Gefässmedizin und die Automatisierung in der Logistik in seine Amtszeit. Vor seiner Tätigkeit im Spitalbereich amtete Urs Cadruvi während zehn Jahren als Generalsekretär der Lia Rumantscha, dem Dachverband der rätoromanischen Sprache und Kultur. Davor arbeitete er von 1999 bis 2007 in verschiedenen Funktionen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur. Urs Cadruvi ist studierter Betriebsökonom HWV mit Abschluss an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur, der heutigen Fachhochschule Graubünden. Derzeit absolviert er einen Doctor of Business Administration (DBA) an der C. H. Warsaw Management University. (pd)

Knappe Niederlage für Bühlererinnen

Am Tag der Arbeit verrichtete das Heimteam vom Rotbach viel Arbeit und brachte den unangefochtenen Spitzenreiter an den Rand der ersten Saisonniederlage. Trotz erneuter Aufholjagd, fehlte am Schluss wieder das Wettkampfglück. Die Frauen des FC Bühler verlieren gegen den FC Erlinsbach mit 2:3 (0:2). 

Torraumszene bei einem Eckball für Bühler.

Torraumszene bei einem Eckball für Bühler.

Bild: PD

Beide Teams begannen hochkonzentriert. Sofort war klar, weswegen die Gäste von der aargauisch/solothurnischen Grenze ungeschlagen von Platz 1 grüssen. Technisch stark, super Kollektiv und vor allem physisch resolut. Bühler hatte dennoch die ersten Torszenen, doch Ramelli und Schöpfer blieben in Minute fünf und zehn ohne Torerfolg. Nach und nach verlagerte sich das Spiel aber in die Platzhälfte des FCB. In der 17. Minute rettete Ronja Mock gerade noch zur Ecke. Eine Minute später verlor Bühler den Ball im Spielaufbau und nach einem Steilpass auf eine Stürmerin, stand diese alleine vor Joëlle Büchler und traf mit einem Flachschuss präzis in die Ecke. Bühler monierte noch eine Abseitsposition, doch der Schiedsrichter stand gut und entschied sich, das Tor zu geben. Die Gäste drückten weiter und trafen acht Minuten später zur Doppelführung. Das Heimteam wehrte sich gut, kam aber ausser einem Schuss von Schöpfer zu keiner weiteren Chance. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel und dank zwei von drei verwerteten Chancen der effizienten Gäste, musste Bühler zur zweiten Hälfte, wie vor einer Woche im Tessin, erneut aufholen.

Spannende zweite Halbzeit

Im zweiten Spielabschnitt überstürzten sich die Ereignisse. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff wurde Tanja Schöpfer herrlich freigespielt. Mit viel Zug düste sie Richtung Tor und wurde von der Torfrau ziemlich rüde gefoult. Natürlich Penalty. Die Diskussionen um die Doppelbestrafung und rote Karte, da Tanja Schöpfer eine klare Torchance verwehrt wurde, gingen los. Na ja, grosse Reklamationen wären wohl ausgeblieben, hätte der Unparteiische die Torfrau unter die Dusche geschickt. Lisa Val verwandelte dann souverän und Bühler war wieder im Rennen. Und wie. Einen Angriff um den anderen lancierten die rot-schwarzen. Der Tabellenführer wurde regelrecht in der eigenen Hälfte eingeschnürt.

Sechs Zeigerumdrehungen nach dem 1:2, zeigte der geforderte Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Ein Handspiel ging voraus. Dieses Mal nahm Regisseurin Simone Scherrer Anlauf und knallte das Leder an den Pfosten. Den Nachschuss verwertete sie. Bühlers Jubel war von kurzer Dauer. Obwohl der Spielleiter den Treffer zuerst validierte, nahm er diesen unter den (zu) heftigen Protesten der gegnerischen Trainercrew korrekterweise zurück. Die Schützin darf gemäss Regelwerk nur zum Nachschuss anlaufen, wenn der Ball von einer Gegenspielerin berührt wird. Der Entscheid war korrekt, auch wenn Bühler das natürlich nur mit Zähneknirschen akzeptieren wollte. Jetzt war so richtig Zündstoff drin.

Traumtor von Leana Quarella

Ein richtig spannendes und gutes Spiel bekamen die fast 100 Zuschauenden von den 22 Akteurinnen geliefert. Bühler war feldüberlegen und der Ausgleich längst überfällig. Nach einem von vielen Freistössen für Bühler, nahm Aussenverteidigerin Leana Quarella in der 70. Minute aus 40 Metern Anlauf. Sie traf herrlich (siehe Video) unhaltbar ins Lattenkreuz. Was für ein Tor.

Die Gäste schafften es trotz diesem Gegentreffer zu reagieren und die letzten zwanzig Minuten waren ein Hin- und Her. Recht chaotisch, da beide Teams gewinnen wollten, aber gute Werbung für den Frauenfussball.

Erlinsbach lief in dieser Schlussphase einige Male in die hervorragend stehende Abseitsfalle des FC Bühler. Leider erwies sich diese Spielweise dann doch zu riskant, denn im letzten Spielsechstel übersah der Schiedsrichter sonnenklare Abseitspositionen von gleich vier Gästespielerinnen. Eine davon lief auf und davon und traf alleine vor Joëlle Büchler zum Siegtreffer. Trotz heftiger Proteste von Bühler-Seite und auch Unverständnis bei allen Zuschauern, denen klar war, dass dieser Treffer nie und nimmer hätte zählen dürfen, zählte das Tor. Die Zeit war dann zu knapp um doch noch, wenigstens einen verdienten Punkt mitzunehmen. So war es wie beim letzten Spiel und der FC Bühler stand, trotz einer sehr guten Leistung gegen ein Spitzenteam, wegen eines Fehlentscheides in den Schlussminuten mit leeren Händen da.

Für Bühler im Einsatz: Joëlle Büchler, Leana Quarella, Nadja Loser, Ronja Mock, Désirée Drittenbass (91. Tanja Schöpfer), Belinda Bischof, Lisa Val (54. Sina Eichrodt), Simone Scherrer (82. Felicia Harder), Selina Ramelli, Karin Mösli, Tanja Schöpfer (54. Sarina Fritsche)

Innerrhoden führt Mammografie-Screening-Programm ein

Unter dem Namen «donna» startet im Jahr 2023 im Auftrag des Kantons Appenzell Appenzell Innerrhoden ein Programm für Mammografie-Screening. Das teilte die Ratskanzlei am Montat mit. Damit werden alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr etappenweise zu einer freiwilligen Röntgenuntersuchung eingeladen. Denn: Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso grösser sind die Heilungschancen und desto weniger Therapien sind notwendig.

Die Krebsliga Ostschweiz organisiert und betreibt im Auftrag der Kantone St.Gallen, Graubünden, Bern und Solothurn seit Jahren erfolgreich das qualitätskontrollierte Mammografie-Screening-Programm «donna» zur Früherkennung von Brustkrebs. Dieses Brustkrebs-Früherkennungsprogramm soll neu ab dem Jahr 2023 auch im Kanton Appenzell Appenzell Innerrhoden angeboten werden. Die Standeskommission hat den Abschluss einer entsprechenden Leistungsvereinbarung mit der Krebsliga Ostschweiz gutgeheissen. Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart und die vierthäufigste Todesursache in der Schweiz. Jede achte Frau erhält in ihrem Leben die Diagnose Brustkrebs. In etwa 80 Prozent der Fälle sind Frauen über 50 Jahren betroffen. Die Mammografie gilt als beste Methode, um bei Frauen ab 50 Jahren frühzeitig Brustkrebs zu erkennen. Mit diesem radiologischen Verfahren lassen sich bis zu 80 Prozent aller bösartigen Tumore in der Brust orten. Je früher dies geschieht, umso grösser sind die Heilungschancen und desto weniger Therapien sind notwendig.

Um die Früherkennung von Brustkrebs zu fördern, führt Innerrhoden auf Anfang 2023 das Screening-Programm «donna» der Krebsliga Ostschweiz ein. Alle Innerrhoder Frauen zwischen dem 50. und dem 69. Altersjahr erhalten somit neu und etappenweise eine schriftliche Einladung zur Teilnahme am Mammografie-Screening. Dazu gehört ein provisorischer Termin an einem zertifizierten Röntgeninstitut in der Nähe, beispielsweise im Kantonsspital St.Gallen oder in der Klinik Stephanshorn. Die Frauen können den vorgeschlagenen Termin ohne grossen Aufwand online oder telefonisch bestätigen, verschieben oder absagen – oder auch das Röntgeninstitut wechseln. Beurteilt werden die Röntgenbilder danach unabhängig voneinander von zwei speziell ausgebildeten Radiologinnen oder Radiologen unter Wahrung des Vier-Augen-Prinzips. Bei nicht eindeutigem Befund wird eine dritte Fachperson beigezogen. Das Mammografie-Screening ist freiwillig. Die Kosten werden von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen, wobei den am Programm teilnehmenden Frauen, unabhängig von der gewählten Franchise, nur der Selbstbehalt von 10 Prozent verrechnet wird. Vor dem Start des Programms findet noch eine öffentliche Informationsveranstaltung für alle interessierten Personen statt. (rk)

Stimmfreigabe der SP für Transplantationsgesetz und Frontex-Referendum

Marcin Obara / EPA

Die Ausserrhoder SP hat an ihrer Delegiertenversammlung die Parolen zu den nationalen Vorlagen gefasst, die am 15. Mai zur Abstimmung kommen. Sie sagt Ja zum Filmgesetz. Paul Riniker als Regisseur und Produzent erläuterte gemäss Medienmitteilung die Grundzüge der Vorlage. Die SP AR teilte seine Ansicht, dass für alle Streaminganbieter die Spiesse gleich lang sein sollten. Internationalen Streaminganbieter sollten genau wie alle anderen Anbieter verpflichtet werden europäische Produktionen zu berücksichtigen und damit auch Investitionen in die Schweizer Filmszene zu tätigen. Mit dem neuen Filmgesetz werde eine markttaugliche Lösung eingeführt, die das heimische Filmschaffen Impulse verschaffen könne.

Die SP beschloss Stimmfreigabe zum Transplantationsgesetz. Mit Gret Haller und Sandro Lendi wurden die Delegierten aus zwei völlig verschiedenen Blickwinkeln informiert. Gret Haller betonte die Bedeutung der Menschenwürde als Grundrecht und deren Ausdehnung auch über den Tod hinweg. Nur ein ausdrückliches Ja zu einer Entnahme von Organen würde dem Menschenrecht Rechnung tragen. Sandro Lendi sprach aus der Sicht der Praxis, die leider so aussieht, dass zu wenige Organspenderausweise hätten und somit passende Organe für Transplantationen fehlen. Da beide Sichtweisen legitime Argumente aufweisen, entschieden sich die Delegierten für eine Stimmfreigabe.

Die Delegierten beschlossen auch Stimmfreigabe zum Frontex-Referendum. Die SP Ausserrhoden anerkennt laut Mitteilung, dass die Aussengrenzen der EU im Rahmen des Schengenabkommens geschützt werden sollen. Das Schengenabkommen sei für die Schweiz ein wichtiges Instrument der bilateralen Verträge mit der EU. Trotzdem sei es stossend, dass die Frontex immer wieder Handlungen vornimmt, die den Menschenrechten, die in der EMRK und der Bundesverfassung widersprechen. Die Delegierten gewichteten beide Ansichten gleich und entschieden sich für eine Stimmfreigabe. (pd)

Am Maimarkt Rauschbrille testen

Mit Rauschbrillen können Besucherinnen und Besucher des Maimarkts im Dorfzentrum von Appenzell sicher ausprobieren, welchen Einfluss Alkohol auf die Bewältigung verschiedener Aufgaben hat. Die Innerrhoder Beratungsstelle für Suchtfragen präsentiert sich gemäss Medienmitteilung der Ratskanzlei mit einem Stand und hat unter anderem Rauschbrillen verschiedener Stärken dabei.

Wie wirkt sich Alkoholkonsum auf den Gang aus und ab wie viel Promille wird das Schreiben einer Nachricht auf dem Smartphone unmöglich? Das können Besucherinnen und Besucher des Maimarkts in Appenzell am Mittwoch, 4. Mai, von 9 bis 17 Uhr am Stand der Innerrhoder Beratungsstelle für Suchtfragen testen. Sogenannte Rauschbrillen verschiedener Ausprägungen simulieren eindrucksvoll den Zustand der Beeinträchtigung durch Alkohol, Drogen oder Schläfrigkeit.

Die Beratungsstelle für Suchtfragen, geführt durch das Blaue Kreuz St.Gallen-Appenzell, unterstützt Klientinnen und Klienten sowie deren Angehörige bei Fragen im Zusammenhang mit Sucht und erarbeitet zusammen mit ihnen Strukturen für die Bewältigung einzelner Problemlagen. Durch die persönliche Prozessbegleitung wird eine schnelle und effektive Versorgung gewährleistet. Dabei ist eine Vernetzung mit den Ärztinnen und Ärzten, der Jugendanwaltschaft, der Bewährungshilfe sowie weiteren Fachstellen und Organisationen sehr wertvoll.

Neben detaillierten Informationen zu Suchtthemen bietet die Beratungsstelle am Maimarkt die Möglichkeit zum direkten Kontakt zu Suchtberaterinnen und Suchtberatern. Unter anderem wird Vitus Hug, der Leiter der Beratungsstelle, vor Ort sein.

Beratungsstelle für Suchtfragen, Marktgasse 10c, 9050 Appenzell, Telefon 071 788 92 59, www.ai.ch/suchtberatung

Kronbergbahn mit Rekordjahr

Die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG konnte 2021 ein Rekordjahr präsentieren. Mit einem Umsatz von rund  5,6 Millionen Franken und einem EBITDA von über 1 Millionen Franken erlebte der Familien- und Freizeitberg im Appenzellerland das finanziell erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Gründung. Die Generalversammlung fand nach zwei Jahren wieder in der Turnhalle in Gonten statt. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten gemäss Medienmitteilung allen Anträgen des Verwaltungsrats zu.

500 Aktionäre und Gäste waren an der Generalversammlung anwesend.

500 Aktionäre und Gäste waren an der Generalversammlung anwesend.

Bild: PD

Der Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger begrüsste die knapp 500 Aktionäre und Gäste: «Nach zwei herausfordernden Jahren dürfen wir ein Rekordergebnis präsentieren. Dass wir dies vor versammelter Gesellschaft tun können, freut mich besonders.» Die Strategie, welche 2019 entwickelt wurde, trage nun Früchte. Bischofberger bedankt sich bei den ehemaligen und aktuellen Verwaltungsräten und beim ganzen Kronberg-Team für den grossen Einsatz.

Die Vision, krönende Erlebnisse für alle Generationen im Takt der Natur anzubieten, komme bei den Gästen gut an. Der Zipline-Park und die Märliwelt finden gemäss Mitteilung grossen Anklang. Der Geschäftsführer Felix Merz lobte das Team: «Wir sind stolz auf die Mitarbeitenden, die dieses positive Ergebnis ermöglicht haben. Sie sind das Herz des Kronbergs und begeistern Jung und Alt.» Viele neue Gäste aus dem Raum Zürich hätten den Kronberg für sich entdeckt – im Sommer und im Winter. Die Action im Tal und die Ruhe auf dem Berg sei ein Konzept, das sich bewährt habe.

Nach den Ausführungen zum Geschäftsbericht stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre den ersten vier Traktanden einstimmig zu. Beim letzten Traktandum erfolgte eine emotionale Wortmeldung aus dem Publikum. Kritisiert wurde die fehlende Verabschiedung des ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten und einzelne Honorare an Verwaltungsräte aus den Jahren 2019 und 2020. Die anwesenden Aktionäre bestätigten ihr Vertrauen in den Verwaltungsrat deutlich und stimmten der Entlastung mit nur wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen zu. Nach den offiziellen Traktanden folgte der gemütliche Teil beim traditionellen Mittagessen. Zahlreiche Gäste folgten am Nachmittag der Einladung auf den Berg und genossen die musikalische Unterhaltung.

Nach der jährlichen Revision startete der Kronberg traditionell am Osterwochenende die Sommersaison. Zipline-Park, Märliwelt, Bobbahn und das Talrestaurant waren in den Frühlingsferien bereits gut besucht. Zahlreiche Anlässe, unter anderem ein Kinderkonzert mit «Marius & die Jagdkapelle», werden auch dieses Jahr Jung und Alt erfreuen. (pd)

OL vom Feinsten in Herisau

Daniel Hubmann, in Herisau für einmal von seinem Bruder geschlagen.

Daniel Hubmann, in Herisau für einmal von seinem Bruder geschlagen.

Bilder: EW

Herisau war am 1. Mai Austragungsort sowohl eines regionalen Orientierungslaufs als auch eines Testlaufs für die Schweizer Nationalmannschaft, im Rahmen eines «world ranking events.
Village in hilly terrain, with a small and old town centre» – so wurde das Laufgebiet Herisau in der internationalen Ausschreibung bezeichnet. Im Nachgang wird im offiziellen Wettkampfkommuniqué vom Dorf berichtet, das mit anspruchsvollen Routenwahlen und vielen Richtungswechseln Sprint-OL vom Feinsten bot. Mit den Bedingungen in Herisau kamen bei der Elite Simona Aebersold und Martin Hubmann am besten zurecht. Zusammen mit dem am gleichen Tag in Gossau ausgetragenen Testlauf zeigte aber die Tessinerin Elena Roos die beste Leistung. Diese drei Athleten werden auch an der Sprint-WM in Dänemark zum Favoritenkreis gehören.

Eine teilnehmende Familie.

Eine teilnehmende Familie.

Im gleichen Laufgebiet mit denselben Postenstandorten fand für die einheimische Bevölkerung und für OL-Begeisterte aus der näheren und weiteren Umgebung ein regionaler OL statt, das erste Mal seit fast neun Jahren wieder in Herisau. In der Ausserrhoder Gemeinde waren über 500 Läuferinnen und Läufer am Start, auch viele einheimische Familien. «Herisau spielt auch in den nächsten Jahren in unserer Planung eine wichtige Rolle, versuchen wir doch ab nächstem Jahr im Raum St.Gallen/Appenzell eine Feierabendlaufserie auf die Beine zu stellen», hält Jonas Wälter, CO-Präsident der organisierenden OL-Gruppe St. Gallen/Appenzell fest. Wer sich jetzt schon darauf vorbereiten möchte, kann sich noch für den aktuellen OL-Einsteigerkurs melden, den die OLG SGA anbietet. Am Donnerstag findet nun aber vorerst die kantonale Schülermeisterschaft der beiden Halbkantone Appenzell im Dorf Appenzell statt. (ew)

Mann stürzt auf einer Baustelle in Gonten acht Meter tief

Am späten Freitagnachmittag war ein 61-jähriger Mann mit Foto- und Filmaufnahmen auf einer Baustelle beschäftigt. Dabei stürzte er aus noch ungeklärten Gründen durch eine Decke und fiel rund acht Meter in die Tiefe. «Sofort wurde die Ambulanz und die Rega aufgeboten», wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Der Mann wurde mit unbestimmten Verletzungen in ein Zentrumsspital geflogen. Es gelte nun, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsinspektorat beider Appenzell den Unfallhergang abzuklären. (kpar)

Arbeiter nach Sturz von Leiter verletzt

Am Freitagmorgen ist es in Teufen auf einer Baustelle zu einem Arbeitsunfall gekommen. Der Mann verletzte sich und musste mit dem Rettungsdienst in ein Spital gebracht werden.

Wie die Kantonspolizei Ausserrhoden mitteilt, war kurz nach 9 Uhr ein 62-Jähriger mit Schreinerarbeiten beschäftigt. Dazu musste er auf eine Leiter steigen. Im Verlauf dieser Arbeiten stürzte er ohne Dritteinwirkung  auf den Betonboden. Der sofort aufgebotene Rettungsdienst betreute den Verletzten am Unfallort und überführte ihn anschliessend mit unbestimmten Hand-, Gesichts- und Beckenverletzungen ins Spital. (kpar)

Tagung der IPBK in Herisau

Die IPBK-Präsidentinnen und Präsidenten: (v.l.n.r.) Kantonsratspräsidentin Claudia Frischknecht, Appenzell Ausserrhoden; Grossratspräsidentin Brigitte Kaufmann, Thurgau; Landtagsvizepräsident Daniel Born, Baden-Württemberg; Vorsitzende IPBK 2022 Margrit Müller, Appenzell Ausserrhoden; Grossratspräsidentin Theres Durrer-Gander, Appenzell Innerrhoden; Kantonsratspräsident Benno Scherrer, Zürich; Kantonsratspräsident Stefan Lacher, Schaffhausen; Landtagspräsident Harald Sonderegger, Vorarlberg; Landratspräsident Albert Frick, Fürstentum Liechtenstein.

Die IPBK-Präsidentinnen und Präsidenten: (v.l.n.r.) Kantonsratspräsidentin Claudia Frischknecht, Appenzell Ausserrhoden; Grossratspräsidentin Brigitte Kaufmann, Thurgau; Landtagsvizepräsident Daniel Born, Baden-Württemberg; Vorsitzende IPBK 2022 Margrit Müller, Appenzell Ausserrhoden; Grossratspräsidentin Theres Durrer-Gander, Appenzell Innerrhoden; Kantonsratspräsident Benno Scherrer, Zürich; Kantonsratspräsident Stefan Lacher, Schaffhausen; Landtagspräsident Harald Sonderegger, Vorarlberg; Landratspräsident Albert Frick, Fürstentum Liechtenstein.

Auf Einladung von Appenzell Ausserrhoden tagten knapp 40 Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsländer und -kantone der Internationalen Parlamentarischen Bodenseekonferenz IPBK am Freitag in Herisau. Die grosse Teilnehmerzahl zeige, dass der internationale Austausch im Bodenseeraum gross und dass die Bodenseeregion eng verbunden und verwoben sei– wirtschaftlich, gesellschaftlich und emotional, teilt die IPBK mit.

Zu Gast bei der IPBK war alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz, der in seinem Referat die Industrievergangenheit des Kantons aufrollte und dabei auch einen Blick in die Bodenseeregion warf. Gemäss Merz braucht die Region für eine erfolgreiche Zukunft – wie schon in der Vergangenheit – Macher mit Leadership und Visionäre. Unternehmer wie Spuhler, Weiss, Escher, Sulzer, Rieter oder Suhner haben die Region entscheidend geprägt. Im Rahmen des Vorabendprogramms besuchten die Delegierten die Huber + Suhner AG. Die IPBK verabschiedete die von einer Arbeitsgruppe erarbeitete Resolution zum Fluglärm des Flughafens Zürich. Diese plädiert dafür, den grenzüberschreitenden, konstruktiven Dialog wieder aufzunehmen und eine einvernehmliche Lösung in den Streitfragen zum Fluglärm zu finden. Die IPBK regt an, dazu Beteiligungsformate wie zum Beispiel Regionalkonferenzen, unabhängige MediatorInnen, Bürgerforen und der Einbezug von Bürgerinitiativen zu prüfen. Weiter liess sich die IPBK über die Gipfelerklärung und den Strategieprozess der IBK informieren. (pd)

Gemeindeschreiberin verlässt Kanzlei Speicher

Gemeindeschreiberin Michal Herzog hat gemäss einer Mitteilung der Gemeindekanzlei Speicher ihre Anstellung mit einem Pensum von 80 Prozent gekündigt. Sie möchte sich einer neuen Herausforderung stellen und verlässt die Gemeinde per 31. Juli. Der Gemeinderat bedauere diesen Entscheid und dankt Michal Herzog für ihr grosses Engagement der vergangene drei Jahre zu Gunsten der Gemeinde. Die Stelle (80-100 Prozent) wurde öffentlich ausgeschrieben und der Rekrutierungsprozess ist am Laufen.

Sibylle Graf, Gemeindeschreiberin-Stellvertreterin, angestellt in einem 80 Prozent-Pensum, sieht im August Mutterfreuden entgegen. Sie wird in einem Teilpensum von 40 Prozent in der Funktion als Mitarbeiterin Gemeindekanzlei per 1. Februar 2023 zurück kehren und die Redaktion des Gemeindeblattes weiterführen sowie die Koordinationsstelle Frühe Kindheit aufbauen.

Als Nachfolgerin und in der Funktion als Mitarbeiterin Gemeindekanzlei / Gemeindeschreiberin-Stv. konnte Diellza Aljiji, 22-jährig, aus Gossau, gewonnen werden. Sie ist gelernte Kauffrau EFZ und hat ihre Lehre auf der Studien- und Laufbahnberatung St.Gallen absolviert. Seit April 2020 arbeitet sie als Sachbearbeiterin beim Amt für Gemeinden und Bürgerrecht des Kantons St.Gallen. Sie bringe eine grosse Motivation und gute erste Berufserfahrungen mit, heisst es in der Mitteilung. Sie absolviert eine Weiterbildung an der Gemeindefachschule. Diellza Aljiji tritt ihre Stelle per 1. Juli mit einem Pensum von 100 Prozent an.

Neu wird die Generationenkommission, wie alle anderen Kommissionen, ebenfalls administrativ durch die Verwaltung unterstützt. Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden heissen die neue Mitarbeiterin bereits jetzt herzlich willkommen. Aufgrund dieser Veränderungen hat der Gemeinderat einer Pensumserhöhung von netto 40 Prozent und den daraus resultierenden Nachtragskredit bewilligt. (gk)

Ilias Paraskevopoulos wird Leiter des Volksschulamtes AI

Iias Paraskevopoulos

Iias Paraskevopoulos

Bild: PD

Die Standeskommission hat Ilias Paraskevopoulos aus Niederteufen als neuen Leiter des Volksschulamts im Erziehungsdepartement gewählt. Ilias Paraskevopoulos erlangte nach dem betriebswirtschaftlich/juristischen 1. Vordiplom an der Universität St.Gallen das Diplom zum Sekundarlehrer (phil. I) an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG). Nach 13 Jahren als Klassenlehrer folgte ein weiterer Studienabschluss mit dem Master of Arts in Schulentwicklung und einem Certificate of Advances Studies CAS für Schulleitungen auf der Sekundarstufe II und Tertiärstufe an der Universität in St.Gallen.

Paraskevopoulos begleitet gemäss Mitteilung der Ratskanzlei seit 2010 am Institut für Weiterbildungen und Beratung der PHSG Schulentwicklungsprozesse, leitet verschiedene Entwicklungsprojekte und berät Schulleitungen und -behörden. Von 2014 bis 2018 unterstützte er das Amt für Volksschule des Kantons St.Gallen bei der Einführung und Umsetzung des Lehrplans 21 als Projektleiter der PHSG. Vor rund sechs Jahren hat er die Leitung des Instituts Weiterbildung und Beratung an der PHSG übernommen. Zudem ist er in zahlreichen Bildungsprojekten in leitender, beratender und mitwirkender Funktion tätig.

Ilias Paraskevopoulos ist verheiratet und hat eine Tochter. Er wird die neue Stelle mit einem Pensum von 100 Prozent am 1. August antreten. (rk)

Standpunkt Speicher sagt Nein zur neuen Gemeindeordnung

Die überarbeitete Gemeindeordnung in Speicher stösst auf Widerstand. Nach der SP lehnt auch der Standpunkt die Vorlage ab, die am 15. Mai an die Urne kommt.

Mit der vorgesehenen Revision würden die politischen Grundrechte eingeschränkt, heisst es in der Mitteilung. Eine Gemeindeordnung sollte die demokratische Kultur stärken und den Schutz des Volkswillens gewährleisten. Geplant sei aber die Abschaffung des obligatorischen Referendums für Gesetzes- bzw. Reglementsänderungen. Vom Gemeinderat beschlossene Vorlagen würden automatisch in Kraft treten, ohne dass das Volk darüber befragt werden müsste. Wer damit nicht einverstanden sei, müsse aktiv werden; nur wenn die notwendigen Unterschriften für ein fakultatives Referendum fristgerecht eingereicht werden, könnte das Stimmvolk sein Votum abgeben, so der Standpunkt.

Die Gruppierung geht in der Mitteilung auf die Argumente des Gemeinderats ein. Hauptgrund für die Totalrevision sei aus Sicht des Gemeinderates unter anderem ein «effizientes Erlassverfahren für kommunale Reglemente». Der Stimmbürger solle nicht mehr für «unumstrittene» Vorlagen an die Urne gebeten werden müssen. Aus Sicht des Gemeinderates gehe dies nicht mit einer Beschneidung der Volksrechte einher, da die Stimmbürgerschaft mit der Einreichung von 50 Unterschriften eine Urnenabstimmung verlangen könne.

Der Standpunkt entgegnet unter anderem, dass anders als in einem gewinnorientierten Unternehmen sich die Qualität einer Gemeinde nicht in erster Linie nach Effizienzgrundsätzen bemesse. Wichtiger als die rasche Umsetzung des politischen Willens des Gemeinderates sei die umfassende, sorgfältige Ermittlung und Berücksichtigung des Volkswillens. Der für eine Abstimmung notwendige Aufwand erscheine vor diesem Hintergrund verhältnismässig. Zudem könne der Gemeinderat ohne Durchführung einer Abstimmung gar nicht verlässlich ermitteln, ob eine Vorlage umstritten sei. Der Standpunkt schreibt: «Wer gute und überzeugende Gesetze erlässt, braucht die Meinung des Volkes nicht zu fürchten.»

Kritisiert wird auch, dass die ebenfalls geplante Streichung des Grundsatzes der Nachhaltigkeit und der Gleichstellung von Mann und Frau nicht ausreichend begründet werde. Zwar seien diese Prinzipien auch in der übergeordneten Kantons- und Bundesverfassung verankert. Die Gemeindeordnung sollte aber als Verfassung der Gemeinde lesbar sein und bleiben, ohne dass andere Erlasse beigezogen werden müssen, so der Standpunkt. (pd)

Erneuerte Feuerstelle Ramsenburg bereit für Brätel-Saison

Jeweils von Ostern bis Ende Oktober werden sechs von acht offiziellen Feuerstellen auf dem Gebiet der Gemeinde Herisau – Schochenberg, Rosenberg, Pulvertürmli, Nieschberg, Bannwald und Ramsenburg – durch den Forstbetrieb am Säntis mit Brennholz versorgt und unterhalten. Auf diese Saison hin hat der Forstbetrieb gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei ausserdem zusammen mit dem Werkhof die Feuerstelle Ramsenburg mit einem neuen Grill und neuen Sitzgelegenheiten instand gestellt. Die Gemeinde Herisau dankt allen Benutzenden, dass sie auch an die nachfolgenden denken und darum den Feuerstellen Sorge tragen, ihre Abfälle in den bereitgestellten Kübeln entsorgen oder wieder mit nach Hause nehmen und nicht übermässig Brennholz verbrauchen. Eine Übersicht über die Feuerstellen der Gemeinde Herisau findet sich unter www.herisau.ch/feuerstellen. (gk)

Chromstahlrohre bei Seealpsee-Feuerstellen müssen entfernt werden

Am Seealpsee wurden Feuerstellen errichtet und die Grillroste an Chromstahlrohren aufgehängt. Diese stören aber das Landschaftsbild, wie die Innerrhoder Standeskommission gemäss Medienmitteilung entschieden hat. Mit fixierten Steinkreisen gebildete Feuerstellen mit bodennahen Grillrosten können demgegenüber bewilligt werden.

Benjamin Manser

Der Bezirk Schwende hat im Jahr 2020 mit freiwilligen Helferinnen und Helfern am südlichen Ufer des Seealpsees zwei Feuerstellen erstellt. Diese umfassen je ein im Boden verankertes Chromstahlrohr mit an einer Kette hängendem Grillrost sowie einem Kreis aus mit Beton verbundenen Steinen. Auf nachträgliches Baugesuch für die Feuerstellen hat die Baubewilligungsbehörde eine bis Ende 2021 befristete Baubewilligung erteilt. Nach Ablauf der Bewilligung sei der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen. Der verlangte Rückbau wurde unter anderem mit einer Beeinträchtigung des natürlichen Erscheinungsbilds des Ufers durch die mit Chromstahl- und Betonelementen erstellten Feuerstellen begründet. Der Bezirksrat Schwende hat die im Baubewilligungsentscheid enthaltene Befristung der Baubewilligung und die Rückbauverpflichtung mit Rekurs bei der Standeskommission angefochten.

Die Standeskommission hat den Rekurs gemäss Medienmitteilung teilweise gutgeheissen. Betreffend die Ausgestaltung der Feuerstellen stützt sie die Auffassung der Baubewilligungsbehörde, dass die weit aufragenden, glänzenden Chromstahlrohre in der Landschaft deutlich in Erscheinung treten und sich von der Umgebung klar negativ abheben. Die Interessen des Landschaftsschutzes stehen einer Bewilligung der Feuerstellen in der derzeitigen Ausgestaltung entgegen. Demgegenüber passen sich die mit Beton leicht fixierten Steinkreise aus der Sicht der Standeskommission gut in die Landschaft ein. Diese können bewilligt werden.

Die Standeskommission hat die Baubewilligung für die beiden Feuerstellen beim Seealpsee unter der Auflage der Entfernung der Chromstahlrohre nun unbefristet erteilt. Die Steinkreise können gemäss Mitteilung belassen werden. Die Baubewilligung lässt ausdrücklich auch eine Ergänzung der Feuerstellen mit bodennahen Grillrosten zu, sofern diese und allfällige Befestigungsvorrichtungen das Terrain nicht mehr als 60cm überragen. (rk)

Gewerbeverband AR schliesst Neustrukturierung ab

Der Ausserrhoder Gewerbeverband hat an der DV seinen Vorstand um zehn Personen erweitert. Vertreten sind nun gemäss Medienmitteilung alle Branchen. Die Wahlen seien der Schlusspunkt der im letzten Jahr beschlossenen Neustrukturierung.

Künftig werden sämtliche Branchen im kantonalen Vorstand vertreten sein und auf strategischer Ebene Einfluss nehmen. «Das Einbinden des vorhandenen Wissens lässt den Gewerbeverband in seiner Rolle als Vertretung des Gewerbes zusätzlich an Gewicht erlangen», heisst es im Communiqué. Es sei die Hauptaufgabe des Gewerbeverbands, sich für die Anliegen der Gewerbetreibenden in Ausserrhoden einzusetzen. Der Vorstand des Gewerbeverbands umfasst nun 17 Personen. Ein Verband müsse sein Angebot, seine Prioritäten und seine Tätigkeiten sowie seinen Strukturen den zeitlichen Erfordernissen anpassen - statt auf starre Verbandstraditionen setzen, sagte an der DV Geschäftsführer Bruno Eisenhut. Nur so könne man den Bedürfnissen der Mitglieder gerecht werden.

Nebst den Ergänzungswahlen standen auch zwei Rücktritte bisheriger Vorstandsmitglieder an. Barbara Rusch-Müller (Teufen) reichte nach 13-jähriger Tätigkeit ihre Demission ein, Werner Aemisegger (Herisau) tat dies nach acht Jahren. Barbara Rusch-Müller wurde für ihren stetigen Einsatz von den Delegierten zum Ehrenmitglied ernannt. Die Delegierten wählten Tina Grosjean (Speicher) als Nachfolgerin von Barbara Rusch-Müller neu in den Vorstand.

Prioritär vertreten laut Mitteilung die Vorstandsmitglieder ihre Branchen. Auch das politische Spektrum sei darin breit. So sei die SVP in der Person von Nationalrat David Zuberbühler genauso vertreten wie die FDP von Kantonsrat Andreas Welz. Mit Tina Grosjean nehme nun auch die Co-Präsidentin der GLP Appenzellerland Einsitz. «Für uns steht die Sachpolitik ganz klar im Vordergrund», erklärte Verbandspräsident René Rohner an der Delegiertenversammlung. Es gehe um das Wohl des Gewerbes und nicht um parteipolitische Spiele. So wurde auf Initiative des Gewerbeverband im vergangenen Jahr erstmals eine Kantonale Lehrstellen-Tischmesse durchgeführt, welche den Ausbildungsbetrieben bei der Rekrutierung von Lernenden dienen soll. Die nächste Austragung erfolgt in diesem Herbst. Ebenso hat sich der Gewerbeverband zahlreich und fundiert zu politischen Geschäften vernehmen lassen und erstmals einen Anlass für die amtierenden Kantonsräte organisiert, welcher dem Austausch dienen soll.

Landammann Dölf Biasotto weilte genauso unter den Gästen wie Ständerat Andrea Caroni und Nationalrat David Zuberbühler. Biasotto erklärte in seiner Grussbotschaft, wie er das Verhalten der Ausserrhoder Regierung während der Pandemie wahrgenommen hat.

Weiteres Thema der DV war das Cyber-Risiko. Referent Ivan Bütler, ein gebürtiger Herisauer, gilt als anerkannter IT-Security-Experte. Er hat im Jahre 1999 die Compass Security mit Sitz in Rapperswil gegründet. Mit praktischen Beispielen zog er die Zuhörerschaft förmlich in den Bann und zeigte auf, wie einfach es für einen Hacker ist, an die Daten von Privatpersonen und Firmen zu gelangen. Der Gewerbeverband hat das Thema Cyber Risiko zum Jahresthema ernannt. (pd)

EW Heiden: Sämtliche Vorlagen genehmigt

An der diesjährigen Generalversammlung der Elektrizitätswerk Heiden AG (EWH) wurden gemäss Medienmitteilung sämtliche Vorlagen mit deutlichem Ergebnis genehmigt und der Verwaltungsrat für weitere drei Jahre bestätigt.

Nach zwei pandemiebedingten Fernabstimmungen konnte Verwaltungsratspräsident Rolf Domenig kürzlich die diesjährige GV der EWH wieder im persönlichen Rahmen eröffnen, was die zahlreich erschienenen Teilnehmenden in geselligem Rahmen wahrgenommen haben. Von insgesamt 284 Aktieneigentümerinnen und -eigentümer waren 102 persönlich erschienenen und weitere 25 liessen sich vertreten. Die Stimmbeteiligung lag mit 1‘191 Aktien bei 66 Prozent.

Mit einer Ausnahme wurden sämtliche traktandierten Geschäfte einstimmig angenommen. Bei der vorgeschlagenen Gewinnverwendung von unveränderten 75 Franken pro Aktie gab es gemäss Mitteilung von einem Aktionär mit fünf Stimmen ein Gegenvotum. So wurden nebst dem Geschäftsbericht und der Jahresrechnung auch die Gewinnverwendung, die Entlastung- und die Wiederwahl des unverändert antretenden Verwaltungsrates durchgewunken.(pd)

91-Jährige übergibt 40’000 Franken an falschen Polizisten

Am Mittwoch ist bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden eine Meldung eingegangen, wonach eine Frau von falschen Polizisten zur Geldübergabe überredet wurde. Die Kantonspolizei warnt nun dringend vor falschen Polizisten.

Am Nachmittag wurde gemäss Medienmitteilung eine 91-jährige Frau von einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgegeben hatte, angerufen. Der falsche Polizist konnte die Frau unter dem Vorwand eines Unfalls einer Familienangehörigen und durch sein geschicktes und teilweise forsches Vorgehen zur Abhebung von Bargeld überreden. Um der Geschichte Nachdruck zu verleihen und entstandenen Zweifeln entgegenzuwirken, war zwischendurch auch eine weitere, weinende Person am Telefon. Aufgrund des dreisten Vorgehens übergab die Frau anschliessend 40'000 Franken und Schmuck einer unbekannten Person.

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden rät nun dringend, keinerlei Auskünfte über Wertsachen und finanzielle Verhältnisse zu erteilen. «Beenden sie das Telefonat mit dem Unbekannten möglichst rasch und melden Sie sich umgehend beim örtlichen Polizeiposten», teilt sie in der Mitteilung mit. Ein echter Polizist der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden würde sich am Telefon nicht detailliert über verschiedene Vermögenswerte informieren. Man solle auf keinen Fall Bargeld  Bankkonto abheben. Weiter weist die Polizei darauf hin, dass die Täter ihre Betrugsmaschen laufend ändern und immer wieder neue Geschichten erfinden. Die Polizei ruft auf, stets kritisch zu bleiben.

Um sich vor der Betrugsmasche zu schützen empfiehlt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden folgendes: Echte Polizistinnen und Polizisten

• würden nie am Telefon nach finanziellen Verhältnissen fragen.

• werden nie Geld oder Wertsachen zur sicheren Unterbringung oder für eine hohe Schadensumme eines Unfalles verlangen.

Im Weiteren gilt:

• Personen sollten insbesondere misstrauisch werden, wenn sie am Telefon von jemanden unter Druck gesetzt werden und das Telefonat nicht beendet werden sollte.

• Jüngere Personen sollten ihre älteren Verwandten und Bekannten über die Betrugsmasche informieren und aktiv nachfragen bezüglich merkwürdiger Telefonanrufe.

• Warnungen von Bankangestellten sollten ernst genommen werden.

• Geld darf niemals an eine unbekannte Person übergeben werden.

Bei Unsicherheit könne man sich beim nächsten Polizeiposten oder bei der Notrufnummer 117 nachgefragt werden. «Es gilt aber: Rechtzeitig nachfragen! Ist das Geld erst einmal übergeben, ist es in der Regel verloren», so die Polizei. (kpar)

Zweiter Teil der Friedhofsanierung in Speicher

Am 25. September 2005 hat die Stimmbevölkerung der Sanierung des Friedhofes Speicher, in zwei Etappen zugestimmt. Die erste Etappe wurde im Jahr 2006 realisiert. Die zweite Etappe ist für das Jahr 2022 vorgesehen und wurde entsprechend in der Investitionsrechnung budgetiert. «Vom ursprünglichen Projektkonzept wird nicht abgewichen», teilt nun die Gemeindekanzlei mit. Zwischenzeitlich hätten sich aber einige Anforderungen oder Ansprüche verändert. Es werden Orte zum kurzfristigen Verweilen geschaffen und der Biodiversität mehr Rechnung getragen. Die Entwässerung (vor allem Schmutzwasser) sei in einem sehr schlechten Zustand, weshalb ein neuer Anschluss an die Kommunalleitung im Bogenweg nötig werde. Die mittlere Mauer (Weg beim Eingang ab Bogenweg) liegt gemäss Communiqué nicht in der Achse, des im Konzept vorgesehen Gevierts. Die letzte Mauer (gegenüber dem geplanten Brunnen) könne erst erstellt werden, sobald die angrenzende Grabreihe (ca. im 2029) geräumt sei. Der Gemeinderat genehmigte den Sanierungsplan für die zweite Etappe und gab diese zur öffentlichen Planauflage frei. Die Ausführung der Sanierungsarbeiten ist für Spätsommer 2022 geplant. (gk)

Testzentrum in Teufen schliesst

Das Testzentrum Bächli in Teufen ist am Donnerstag letztmals offen. Die beiden kantonalen Testzentren in Heiden und Herisau bleiben laut einer Mitteilung der Kantonskanzlei momentan weiter in Betrieb. Zudem können sich Impfwillige noch an zwei Samstagen Ende April und Mitte Mai in Herisau gegen Covid-19 impfen lassen.

Die Schutzmassnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sind seit einigen Wochen schweizweit aufgehoben. Die Corona-Situation in der Schweiz hat sich weiter beruhigt. Appenzell Ausserrhoden passt daher die Möglichkeiten fürs Testen und Impfen im Kanton der jeweiligen Situation und Nachfrage an.

Impfungen am 30. April und 14. Mai

An den Samstagen 30. April und 14. Mai (8 – 12 Uhr) wird das Impfzentrum Herisau zum letzten Mal offen sein. Anmeldungen für alle Covid-Impfungen sind für beide Impfvormittage wie bis anhin online möglich via www.covid19.impf-check.ch – oder telefonisch über die Infoline +41 71 353 67 97. Walk-in ist an beiden Daten ebenfalls möglich. Zu beachten ist, dass für Erstimpfungen mit den Impfstoffen von Moderna oder Pfizer/BioNTech an den genannten Tagen keine Anschlusslösung für die Zweitimpfung geboten werden kann. Es wird daher vorerst empfohlen, sich im Kanton St.Gallen für allfällige Erstimpfungen anzumelden.

Im Impfzentrum in Herisau sind Impfungen noch an zwei Samstagen möglich.

Im Impfzentrum in Herisau sind Impfungen noch an zwei Samstagen möglich.

Bild: APZ

Am Donnerstag, 28. April, werden im Testzentrum im Bächli Teufen die letzten Covid-19 Testabstriche gemacht. Aufgrund der aktuellen Lage hat der Kantonale Führungsstab beschlossen, das Angebot von Testzentren auf die beiden Standorte Herisau und Heiden zu reduzieren. Bis auf weiteres kann in Herisau am Dienstag, Donnerstag und Samstag getestet werden; in Heiden am Montag, Mittwoch und Freitag. An beiden Standorten sind die Öffnungszeiten identisch: 11 – 15 Uhr. Ausgewählte Arztpraxen und Apotheken werden ebenfalls weiterhin Testmöglichkeiten anbieten. (kk)

Weitere Informationen sind unter www.ar.ch/corona zu finden.

Einwohnerrat kehrt in seinen Saal zurück

Nach zweijährigem Exil tagt der Einwohnerrat wieder im gewohnten Umfeld.

Nach zweijährigem Exil tagt der Einwohnerrat wieder im gewohnten Umfeld.

Bild: APZ (24. Mai, 2018)

Seit zwei Jahren konnten die Sitzungen des Herisauer Gemeindeparlaments aufgrund der Coronapandemie nicht mehr im Einwohnerratssaal im Gemeindehaus stattfinden. Nun findet gemäss Mitteilung der Gemeindekanzlei die nächste Sitzung am Mittwoch, 11. Mai, 17 Uhr, wieder an gewohnter Stätte statt und auch Zuschauende sind wieder willkommen. Ein Livestream wird nicht mehr angeboten. Traktandiert sind die Jahresrechnung, der Rechenschaftsbericht und der Bericht der Geschäftsprüfungskommission. Ausserdem wird der Gemeinderat zwei Interpellationen beantworten. Alle Unterlagen sind unter www.herisau.ch/sitzungen zu finden.

Sieben Spieler verlassen den SC Herisau

Nachdem der SC Herisau zuletzt einige Vertragsverlängerungen bekannt geben konnte, meldet der Erstligist nun die Abgänge von sieben Spielern. Der Nationalliga-erfahrene Verteidiger Sandro Gartmann ist in der Saison 2020/2021 zum SC Herisau gestossen. Der Bündner half dem Team und vor allem auch den Jungen mit seiner Routine und zeigte oft im Powerplay seine Qualitäten. Gartmann hat sich entschieden, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen und mit seiner Familie in die Heimat zu ziehen.

Der 24-jährige Stürmer Rico Heinrich, der alle Junioren-Stufen beim SC Herisau durchlaufen hat, konnte verletzungsbedingt in den letzten Saisons fast keine Spiele bestreiten. Er tritt aus der ersten Mannschaft zurück und konzentriert sich auf seine berufliche Karriere.

Die B-Lizenz-Spieler Mauro Neurauter und Sebastian Roussette stehen dem SC Herisau nächste Saison nicht mehr zur Verfügung.

Die B-Lizenz-Spieler Mauro Neurauter und Sebastian Roussette stehen dem SC Herisau nächste Saison nicht mehr zur Verfügung.

Bild: PD

Der 23-jährige Verteidiger Yanneck Hofstetter tritt nach vier Saisons in der ersten Mannschaft zurück. Er sei durch seine gesellige Art in der Kabine, durch eine engagierte Spielweise und kernige Checks auf dem Eis aufgefallen, so die Mitteilung des Clubs.

Ebenfalls werden die beiden Bündner Jan Lüthi und Michael Pfranger den SCH verlassen. Die Stürmer halfen der Mannschaft spielerisch mit ihrer guten Technik und ihrem Torinstinkt in den letzten Saisons. Pfranger liebäugelt seit längerem mit einem Wechsel in die MySports League und wurde nach eigenen Aussagen von der halben 1. Liga gejagt. Nun unterschrieb er einen Vertrag beim SC Rheintal. Die nächste Station des 21-jährigen Jan Lüthi ist noch ungewiss.

Die beiden B-Lizenz Spieler vom EHC Chur, Mauro Neurauter und Sebastian Roussette, bereiteten in den letzten Saisons auf und neben dem Eis viel Freude und waren immer zur Stelle, wenn sie benötigt wurden. Sie werden sich für die kommende Spielzeit voraussichtlich einem Bündner Erstligisten anschliessen. (pd)

GPK und Kivo Walzenhausen fast vollzählig

Kürzlich fand die Kirchgemeinde-Versammlung Walzenhausen statt.Kivo-Präsidentin Claudia Frigg blickte auf das vergangenen Jahr zurück: «Wir haben gemeinsam viele Hürden genommen und schwierige Situationen gemeistert. Und so konnten wir das Gemeindeleben trotz allen Widrigkeiten lebendig und farbig gestalten.» Der Steuerfuss wird bei 0,7 Einheiten belassen. Zustimmung fand die Jahresrechnung 2021 mit einem Aufwandüberschuss von 52473 Franken und das Budget 2022, das einen Aufwandüberschuss von 53480 Franken vorsieht. Dank erfreulich vielen Spenden an die Orgelrevision fiel der Aufwandüberschuss um rund 64’000 Franken tiefer aus als budgetiert.

Nach Rechnung und Voranschlag folgten die Wahlen der Periode 2022-2026. Aus der Kivo trat Heinz Künzler nach fünf Jahren zurück. Für ihn konnte Verena Rast gewählt werden. Bestätigt wurden Präsidentin Claudia Frigg, Ressortverantwortlicher Finanzen Stefan Dürst sowie Elisabeth Lauchenauer und Susanne Jankovics. Noch wird ein siebtes Mitglied in die Kivo gesucht. 23 Jahre hatte sich Stefan Meyerhans in der GPK engagiert. Die 29 Stimmberechtigten wählten an seiner Stelle Jens de Buhr. Für eine weitere Amtsdauer in der GPK wurden Pio de Martin und Veronika Frölich bestätigt, ebenso wie die Präsidentin und Markus Kuster als Abgeordnete in die Synode. Seit Anfang Dezember war Pfarrerin Barbara Signer, St. Gallen, Verweserin. Am Sonntag wählte sie die Kirchgemeinde als Pfarrperson. Damit ist sie weiterhin Mitglied der Kivo in beratender Funktion, jedoch gemäss Kirchengesetz ohne Stimmrecht. Ihre Amtseinsetzung erfolgt am 19. Juni. Zum Schluss dankte Präsidentin Claudia Frigg allen für ihre Mitarbeit und Unterstützung. (iks)

Erstkommunion in Heiden

Am 24. April haben 19 Kinder aus Heiden, Wolfhalden, Grub AR und Walzenhausen in der Pfarrkirche Heiden zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. In der Geschichte von den langen Löffeln stellten die Kinder dar, wie wir ein Stück Himmel verschenken, wenn wir den anderen im Blick haben. Ausgehend von der Emmausgeschichte zeigte Pfarrer Wehrli im Predigtgespräch, dass Jesus unser Freund ist. Die Erstkommunikanten wurden auf dem Kommunionweg begleitet von Gabriela Gehr, Anna Stillhard und Albert Kappenthuler. (pd)

Minuten sammeln für Herisau

Der Verband Schweiz bewegt veranstaltet auch diesen Mai das «Coop Gemeinde Duell». (Bild von 2018 aus Möhlin, Aargau)

Der Verband Schweiz bewegt veranstaltet auch diesen Mai das «Coop Gemeinde Duell». (Bild von 2018 aus Möhlin, Aargau)

Bild: Michi Mahrer, André Beyeler

Im Mai findet wieder das «Coop Gemeinde Duell» vom Verband Schweiz bewegt statt. Das teilt die Herisauer Gemeindekanzlei am Mittwoch mit. Bei diesem Breitensportanlass sammelt die Bevölkerung den ganzen Monat über Bewegungsminuten, um ihrer Gemeinde zu einer möglichst guten Klassierung zu verhelfen.

Am einfachsten geht dies bei den beiden Bewegungsanlässen, die das Sportzentrum veranstaltet: Das Differenzschwimmen im Freibad am Sonntag, 22. Mai, um 14 Uhr, und das Differenzrennen auf der Rundbahn auf dem Ebnet am 29. Mai, 14 Uhr. Bewegungsminuten beim Spazieren oder beim Leistungssport können auch individuell oder in Gruppen in der «Coop Gemeinde Duell»-App gesammelt werden. Detaillierte Informationen gibt es auf der Website der Gemeinde. (gk)

Kanton plant mehr Sicherheit für Fussgänger in Schwellbrunn

Fussgängerinnen und Fussgänger müssen aktuell auf der Kantonsstrasse gehen.

Fussgängerinnen und Fussgänger müssen aktuell auf der Kantonsstrasse gehen.

Bild: PD

Das Departement für Bau und Volkswirtschaft teilt am Mittwoch mit, dass die Kantonsstrasse Schwellbrunn–Dicken auf dem Abschnitt Hirschen bis Parkplatz Sitz ausgebaut werden soll. Mit einem Trottoir soll die Sicherheit für die Fussgängerinnen und Fussgänger verbessert werden. Die Kosten des Projekts von rund 4.9 Millionen Franken werden Kanton und Gemeinde gemeinsam getragen. Schwellbrunn beteiligt sich mit rund 370’000 Franken.

Der Kanton schreibt weiter, dass die Kantonsstrasse vom Hirschen Schwellbrunn in Richtung Dicken schmal sei und die Bankette fehlen. Das Kreuzen zweier Personenwagen sei nicht überall gefahrlos möglich. Zudem sei das Strassenstück wegen Rissen und Absenkungen in einem schlechten Zustand. Die Entwässerungsleitungen seien schadhaft und müssen ersetzt werden.

Für die Fussgängerinnen und Fussgänger besteht keine separate Verkehrsfläche; sie müssen sich heute auf der Kantonsstrasse bewegen. Kanton und die Gemeinde Schwellbrunn sind sich einig, dass mit der Sanierung auf der Talseite ein schmales Trottoir erstellt werden soll, obwohl die Verkehrszahlen tief sind. Das Projekt wurde vom Departement Bau und Volkswirtschaft genehmigt und zur Planauflage freigegeben. (kk)

Den Tritt noch nicht gefunden

Viertligist Heiden tritt im Ligaalltag weiter auf der Stelle und geht im zweiten Rückrundenspiel zum zweiten Mal als Verlierer vom Platz. Gegen einen unangenehm zu bespielenden Gast aus Ruggell bringen zwei Gästetore im ersten Durchgang die Vorderländer um einen möglichen Punktgewinn. Die Heidler verlieren auf dem Sportplatz Gerbe 1:2.

Aufgrund diverser Absenzen beschränkten sich die Möglichkeit von Heiden-Trainer Koru einmal mehr. Trotzdem las sich die erste Elf durchaus kompetitiv, was in der Startphase aber nur teilweise sichtbar war. Ihnen gegenüber stand ein kompakter und zuweilen etwas überagressiver Gegner, der es verstand, die Räume eng zu machen und damit Heidens Spielfluss zu brechen. Kam hinzu, dass deren Start in die Partie nach Mass verlief. Bereits nach zehn Minuten taxierte der Unparteiische eine Intervention Thürlemanns als Foulspiel und zeigte auf den Punkt, von dem Walch Sturzenegger bezwang. Heidens Schlussmann war zwar noch dran, konnte den Ball jedoch nicht wie gewünscht entschärfen. Die Hausherren brauchten einen Moment, um im Spiel anzukommen und mussten sich bis Minute 33 gedulden, ehe Dautaj um ein Haar per Kopf der Ausgleich gelang. Doch statt Gleichstand hies es Rückstand - und dieser wurde grösser, als die Gastgeber acht Minuten vor der Pause mit dem zweiten Gegentreffer vorlieb nehmen mussten. Büchel traf für den Gast aus Liechtenstein herrlich aus der Distanz. In der Pause schien ein Ruck durch die Koru-Elf gegangen zu sein. Zwar bekundeten sie mit dem aufsässigen Gast weiterhin Mühe, konnten sich nach 55 Zeigerumdrehungen aber endlich belohnen, als Abazi eine herrliche Kombination zum Anschlusstreffer vollendete. Heiden wollte nun, spürte aber auch die schwindenden Kräfte. Trotzdem wäre Müller eine Viertelstunde vor Schluss beinahe noch der Ausgleich gelungen - er scheiterte allerdings aus kurzer Distanz an FCR-Hüter Marxer. Der Ein-Tore-Rückstand hielt letztlich bis zum Schluss, wodurch Heiden nach der Niederlage in Montlingen erneut mit leeren Händen dasteht. Bereits am Samstag geht es gegen die Reserven des FC Au-Berneck 05 weiter. Möchte die Elf aus dem Biedermeierdorf den Anschluss an Spitze wahren, sind drei Punkte Pflicht. (lua)

Michael Bless überzeugt am Toggenburger Verbandsschwingfest

Näfels, 27.6.21, Schwingen - Glarner Kantonal.
Bless Michael (L, Gais) gegen Räbsamen Marcel (Müselbach)

Näfels, 27.6.21, Schwingen - Glarner Kantonal. Bless Michael (L, Gais) gegen Räbsamen Marcel (Müselbach)

Lorenz Reifler

Mit leichter Verspätung konnte der Gaiser Eidgenosse Michael Bless am Sonntag am Toggenburger Verbandsschwingfest in Magdenau seine Saison eröffnen. Der erste Ernstkampf seit dem Kilchbergschwinget von letztem Herbst erwies sich allerdings zu Beginn noch als etwas schwierig. Mit einer Niederlage gegen den Toggenburger Teilverbandskranzer Werner Schlegel erwischte der Appenzeller nicht den erhofften Start. Bless liess sich  allerdings nicht beirren und blieb in den darauffolgenden fünf Gängen stets auf der Erfolgsspur. Beinahe wäre am Ende die Schlussgangqualifikation möglich gewesen. Mit dem zweiten Schlussrang eröffnete Bless seine Schwingfestsaison dennoch erfolgreich.

Ein geglückter Auftritt gelang auch dem Schwellbrunner Kranzschwinger Roman Wittenwiler. Zwar musste er im Verlaufe des Tages gegen das Thurgauer Schwergewicht Domenic Schneider eine Niederlage einstecken, allerdings gelang es ihm mit einem gestellten Gang gegen den späteren Festsieger Werner Schlegel als einzigem Schwinger, sich den Angriffen des Toggenburgers erfolgreich zur Wehr zu setzen. Mit ansonsten vier einwandfreien Siegen sicherte sich der Ausserrhoder den vierten Schlussrang. Mit je drei Siegen fanden sich mit Dominik Schmid und Thomas Kuster zwei weitere Appenzeller auf dem achten Rang wieder. (tm)

Wartesaal am Bahnhof Waldstatt wird geschlossen

Per 30. April wird der Wartesaal am Bahnhof Waldstatt der Appenzeller Bahnen (AB) geschlossen. Die Filiale der Post CH AG erweitert ihre Mietfläche. An den Räumlichkeiten werden baulichen Anpassungen vorgenommen. Die AB prüfen eine allfällige Ersatzvornahme, wie das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hat.

Das Mietverhältnis zwischen den Appenzeller Bahnen und der Post CH AG, Filiale Waldstatt, habe sich verändert. Unter anderem habe die Post das Bedürfnis einer Flächenerweiterung am Standort Waldstatt geäussert. In diversen Gesprächen und Planungsschritten haben die Appenzeller Bahnen laut Communiqué versucht, eine Lösung ohne eine Schliessung des Wartesaals anzustreben. «Für das weitere bestehen des Mietverhältnisses und dem Erhalt der Arbeitsplätze der Post war es jedoch unumgänglich, die aktuelle Mietfläche zulasten des Wartesaals zu erweitern.»Aufgrund eines sehr straffen Zeitplans und den anstehenden Anpassungsarbeiten erfolgt die Schliessung bereits per 30. April. (pd)

Kirchgemeinde Stein ohne Vakanzen

Astrid Schoch Hugener (Synodale bisher), Heinz Mauch-Züger (Synodaler neu), Astrid Krüsi (Kivo neu), Monika Tanner (Kivo bisher), Ernst Heeb (GPK neu) – (es fehlt Marlies Longatti-Preisig, GPK bisher)

Astrid Schoch Hugener (Synodale bisher), Heinz Mauch-Züger (Synodaler neu), Astrid Krüsi (Kivo neu), Monika Tanner (Kivo bisher), Ernst Heeb (GPK neu) – (es fehlt Marlies Longatti-Preisig, GPK bisher)

Bild: PD

Im Anschluss an den humorvoll-tiefgründigen Gottesdienst mit Pfarrer Johannes Stäubli, fand die Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirche Stein statt. Die Co-Präsidentin Helene Löffel-Meier führte gemäss Medienmitteilung routiniert durch die Versammlung. Diese stand ganz im Zeichen der Gesamterneuerungs- und  Ergänzungswahlen. Aus der Kirchenvorsteherschaft hatte Monika Tanner ihren Rücktritt eingereicht. Sie war für das Ressort Erwachsene zuständig. Als Synodale trat Astrid Schoch Hugener und aus der GPK Marlies Longatti-Preisig zurück. Sie wurden für ihren grossen Einsatz gewürdigt und verdankt. Für alle Chargen konnte ein Ersatz gefunden werden. Die Versammlung wählte Astrid Krüsi in die Kirchenvorsteherschaft. Sie wird das frei gewordene Ressort Erwachsene übernehmen. Als Synodaler stellte sich der aktuelle Co-Präsident Heinz Mauch-Züger zur Verfügung und für die GPK der ehemalige Gemeinderat, Ernst Heeb. Sie alle wurden einstimmig und mit grossem Applaus gewählt. Auch die Jahresrechnung 2021 und das Budget 2022, mit gleichbleibendem Steuerfuss von 0,70 Einheiten boten keinen Anlass für Diskussionen. Die Jahresrechnung schloss dank eines Erbvorganges mit einem Gewinn von 309‘000 Franken ab, anstelle der budgetierten 8‘230 Franken. Im Budget 2022 schlägt auf der Aufwandseite die Erneuerung der Glockensteuerung, welche hälftig von der politischen Gemeinde mitgetragen wird, mit 9‘500 Franken zu Buche. Trotzdem konnte ein kleiner Gewinn von 4’600 Franken budgetiert werden. Zwei Mitarbeiterinnen wurden für ihre runden Jubiläen geehrt: Heidi Müller leitet seit 15 Jahren das «Fiire mit de Chliine» und Sonja Räss ist seit 10 Jahren in der GPK aktiv. (pd)

Kirchenvorsteherschaft in Wolfhalden wieder komplett

Nach intensiver Suche durfte die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wolfhalden an ihrer Kirchgemeindeversammlung zwei neue Mitglieder in die Vorsteherschaft wählen: Roland Zimmermann (Aktuar) und Jörg Tobler. In ihrem Amt bestätigt wurden gemäss Medienmitteilung Miriam Sieber als Präsidentin, Urs Buff als Kassier und Trudi Zeitz.

Nach 28 Jahren Amtstätigkeit hat sich Urs Buff aufgrund fehlender Nachfolge dazu entschieden, das Amt ein weiteres Jahr auszuüben. Nach zwölfjähriger Tätigkeit konnte Michael Schwarz hingegen seine Nachfolge sichern. Er konnte somit erleichterten Herzen aus der Vorsteherschaft verabschiedet werden, wie es in der Mitteilung heisst. Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden Felix Sonderegger, Gabi Zürcher und Roger Abderhalden als GPK-Mitglieder sowie Urs Sturzenegger und Miriam Sieber als Synodale der Landeskirche beider Appenzell. Ein aktuelles Thema bleibt in Wolfhalden zum einen die Pfarrsuche. Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Communiqué die zukünftige Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Heiden. Ebenfalls den Aufbau von Freiwilligenarbeit in verschiedensten Bereichen und ein geselliges kirchliches Leben will die Kirchgemeinde vorantreiben. (pd)

«Bierquelle» bleibt erhalten

Die «Bierquelle» an der Obereggerstrasse gehört zu den beliebten Wirtschaften im Vorderland. Nach dem Tod von Werner Willi hat sich Gattin Lucia für die Weiterführung des Restaurants entschieden.

1991 hat Sanitärunternehmer Werner Willi, Wolfhalden, das Restaurant «Bierquelle» ersteigert und später umfassend umgebaut. Geführt wurde das Restaurant von Pächtern. 2017 entschloss er sich gemeinsam mit seiner Gattin Lucia fürs Wirtefach. Beide standen seither als Gastgeber im Einsatz. Nach dem Hinschied von Werner am 12. März hat Lucia das Restaurant dieser Tage wieder eröffnet. Offen ist das Restaurant von Montag bis Donnerstag von 14 bis 24 Uhr, am Freitag von 14 bis 02 Uhr und am Samstag von 10 bis 02 Uhr. Am Sonntag bleibt die Wirtschaft geschlossen. (pe)

Bronze an Biologie-Olympiade für Anton Weiss

Blütenblätter zählen, Schweinefüsse sezieren, Gene manipulieren: An der Biologie-Olympiade treffen junge Talente auf vielseitige Herausforderungen. Vom 19. bis 24. April nahmen gemäss Medienmitteilung die besten 17 von ursprünglich über 1800 Kandidatinnen und Kandidaten am nationalen Finale in Bern teil. Vier von ihnen haben Gold gewonnen und werden die Schweiz im Juli an der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) in Armenien repräsentiere. Eine Bronzemedaille ging an Anton Weiss vom Gymnasium St. Antonius. (pd)

Fünf Medaillen für Trogen-Speicher

Die Juniorinnen und Junioren des BC Trogen-Speicher und der Sportschule Appenzellerland überzeugen am nationalen Turnier in Arlesheim.

Das dritte nationale Juniorenturnier fand am Wochenende in Arlesheim (BL) statt. Dabei bestätigten die Juniorinnen und Junioren des BC Trogen-Speicher und der Sportschule Appenzellerland einmal mehr ihre starken Leistungen in der laufenden Saison. Fünf Medaillen in den Kategorien U15 und U17 sind die stolze Bilanz des Appenzeller Badmintonvereins. Im U17-Doppel waren die zweiten Plätze von Leander Züst/Keishin Rimmer (BC Adliswil) und Anic Metzger/Gael Fuchs (BC Oympica-Brig) absolute Topresultate. Züst und seinem Zürcher Partner gelang dank einer Revanche gegen Noel Tappeiner (BC Uzwil)/Arnaud Boschung (Badminton Lausanne Association) – in Vevey zogen sie gegen die beiden noch den Kürzeren – der Finaleinzug. Nach einer knappen Endspiel-Niederlage gegen die Gebrüder Chanthakesone (BC Orbe) durfte sich das Duo über den tollen 2. Rang freuen.

Für Anic Metzger/Gaelle Fux (BC Olympica-Brig) war es im Damendoppel-U17 der erste Finaleinzug. Im Halbfinal konnten sie sich in einem hart umkämpften klubinternen Duell gegen Vivien Schläpfer und Julia Cecchinato, die am Ende Platz drei belegten, äusserst knapp in drei Sätzen durchsetzen. Im Final vergaben sie dann eine 18:16-Führung im Entscheidungssatz und so landeten sie auf dem tollen 2. Rang. Im Dameneinzel-U17 ist die Leistung von Vivien Schläpfer hervorzuheben, die einmal mehr mit dem 3. Rang auf dem Siegerpodest zu finden war. In einem hart umkämpften Halbfinal verlor sie gegen Sofia Uvarova (Neuchâtel BC) im 3. Satz mit 21:23 höchst unglücklich. Auch Leander Züst und Julia Cecchinato zeigten in ihren Einzel-Viertelfinals sehr gute Leistungen. Ebenfalls bis in den Viertelfinal spielte sich mit Lian Ubieto (im Einzel und im Doppel) ein weiter Spieler des BC Trogen-Speicher. Im Damendoppel-U13 gab es für Yara Ubieto mit Sarah Krishna einen tollen vierten Rang. Madita Züst und Melia Ubieto erreichten im Damendoppel-U15 den Viertelfinal. Alles in allem haben die Appenzeller Juniorinnen und Junioren in Arlesheim sehr gute Leistungen gezeigt. Zudem hat das Turnier gezeigt, woran in den Trainings für die Weiterentwicklung der Juniorinnen und Junioren gearbeitet werden muss.

Pfarrhaus Heiden erstrahlt in neuem Glanz

Die gesamte Kirchenvorsteherschaft vor dem renovierten Pfarrhaus.

Die gesamte Kirchenvorsteherschaft vor dem renovierten Pfarrhaus.

Bild: PD

Am Sonntag fand die Jahresversammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Heiden statt. Präsidentin Simone Kolb konnte 40 stimmberechtigte Personen begrüssen und über das vergangene Jahr berichten. Besonders erfreulich sei, dass die Renovationsarbeiten am Pfarrhaus mehrheitlich abgeschlossen seien und das Gebäude neben der Kirche in neuem Glanz erstrahle. Dank einer sorgfältigen Planung, viel Eigenleistung und professioneller Handwerksarbeiten konnte das Baubudget eingehalten werden und es bleiben sogar noch Reserven, um den Dachboden zu isolieren und so den Energiehaushalt zu optimieren. Auch die von Kivo-Mitglied Elisabeth Bruderer neu gestalteten Printprodukte seien ein wahrer Hingucker. «Die Karten mit den passenden Bildern und Texten werden in Zukunft viele Konfirmandinnen und Konfirmanden, Brautpaare, Eltern von Neugeborenen und junge Familien erfreuen.»

Die Jahresrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 13’869 Franken ab. Der ordentliche Steuerertrag liegt um einiges höher als budgetiert und um 23’000 Franken höher als zum Vorjahr. Auch wenn gewisse Veranstaltungen wieder stattfinden durften, war das Jahr 2021 immer noch stark geprägt von Corona. Die Rechnung 2021 sowie das Budget 2022 mit 0,6 Einheiten Kirchensteuer gaben keinerlei Wortmeldungen oder Einwände und wurden einstimmig genehmigt.

Die Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft und der GPK sowie die Abgeordneten in die Synode wurden in ihren Ämtern bestätigt und für eine weitere Amtsdauer wiedergewählt. Vorläufig pendent bleibt ein Sitz in der Synode und auch für die GPK muss auf die nächste Versammlung hin ein neues Mitglied gefunden werden.

Simone Kolb informierte über den Stand der Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Wolfhalden. Der Prozess sei am Laufen und erste Schritte wie zum Beispiel monatliche Doppelgottesdienste oder die Mitarbeit der Sozialdiakonin im Nachbardorf seien bereits ab der zweiten Jahreshälfte geplant.

Am 19. Juni findet die Urnenabstimmung über die neue Verfassung der Landeskirche statt. Claudia Gebert, die Tagesverantwortliche für den Wahlsonntag, informierte am Schluss der Kirchgemeindeversammlung über den Ablauf und die Organisation der Abstimmung. (pd)

SC Herisau verlängert mit Torhüter-Duo

Der Schlittschuh-Club Herisau kann weitere Vertragsverlängerungen bekannt geben. Die Torhüter Flavio Allenspach und Sandro Mischler werden auch nächste Saison dem Kader angehören. Das teilte der Verein am Montag mit.

Flavio Allenspach

Flavio Allenspach

Der in Herisau geborene Flavio Allenspach geht in die 4. Saison mit dem 1.Liga-Team der Appenzeller. Nach der Grundausbildung beim SC Herisau, einigen Spielen in den Schweizer Junioren-Nationalmannschaften und mehreren Jahren in der Nachwuchsorganisation des HC Davos, ist der Goalie auf die Saison 2019/2020 wieder ins Unterland zurückgekehrt. «Der 22-jährige besticht durch seine Technik, seine Körpermasse und seine Konzentration sowie Ruhe auf und neben dem Feld», so der SCH. Der 23-jährige Sandro Mischler hat alle Nachwuchsstufen beim SC Herisau durchlaufen. Er geht bereits in seine 5. Saison als Teil der 1. und 2. Mannschaft. Sandro überzeugt mit seiner Reaktionsfähigkeit, seiner Wendigkeit und seinem Fleiss. Er sei immer zur Stelle, wenn es ihn braucht, und erledige die ihm übertragenen Aufgaben jederzeit souverän. (pd)

Sandro Mischler

Sandro Mischler

Schwellbrunner Pfarrhaus mit neuer Besitzerin

Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Schwellbrunn haben am Sonntag dem Vertrag zur Abtretung des Pfarrhauses an die Einwohnergemeinde mit 109 Ja- gegen 20 Nein-Stimmen zugestimmt. Ebenfalls Ja-Mehrheiten erhielten die Rechnung 2021 und das Budget 2022. Bei den Gesamterneuerungswahlen waren keine Rücktritte zu verzeichnen, alle Behördenmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Mit der Abtretung des Pfarrhauses an die Einwohnergemeinde per 1. Januar 2023 wird erreicht, dass der Mehrzweckraum im Erdgeschoss nicht nur von der Kirchgemeinde, sondern auch von anderen Interessierten in der Gemeinde vermehrt genutzt werden kann. Die Kirchgemeinde bleibt mit dem Pfarrbüro weiterhin im Pfarrhaus eingemietet. Die Jahresrechnung, die mit einem Ertragsüberschuss von 39’500 Franken abschliesst, wurde mit 127 gegen 3 Stimmen gutgeheissen. Dem Budget 2022, das einen Ertragsüberschuss von 2’000 Franken vorsieht, stimmten 123 Kirchbürger zu, 8 lehnten es ab. Mit grossem Mehr wurden folgende Behördenmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Marcel Steiner, Präsident der Kirchenvorsteherschaft; Heidi Lutz, Vizepräsidentin der Kirchenvorsteherschaft; Karin Signer, Kassierin: Margreth Alder, Walter Zellweger, Rosmarie Waldburger und Sibylle Keller als Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft; Kurt Langenauer, Claudia Schweizer und Hansueli Schweizer als Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission: Vreni Lutz und Marcel Steiner als Schwellbrunner Abgeordnete in die Synode. (pd)

Andreani ist Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Herisau

Der neue Präsident der Kirchenvorsteherschaft (Kivo) der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Herisau heisst Renzo Andreani. An der Urnenabstimmung vom Wochenende erhielt der ehemaliger Herisauer Gemeindepräsident 508 Stimmen.

Renzo Andreani ist neuer Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde.

Renzo Andreani ist neuer Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde.

Bild: PD

Als neue Kassierin gewählt wurde mit 570 Stimmen Ursi Baumann. Klar in ihrem Ämtern bestätigt wurden zudem die übrigen Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft sowie jene der Synodale und der Geschäftsprüfungskommission. Klar angenommen wurde zudem die Rechnung 2021. Bei dieser Vorlage gab es 521 Ja- und 20-Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug bei beiden Abstimmungsvorlagen 13.89 Prozent. (cal)

Bahnersatz während der Totalsperre der Strecke Appenzell-Wasserrauen

Von morgen Sonntag, ab 19 Uhr, bis Sonntag, 8. Mai, Betriebsbeginn, ist die Bahnstrecke Appenzell-Wasserauen gesperrt. Dies teilen die Appenzeller Bahnen (AB) in einer Medienmitteilung mit. Die zweiwöchige Totalsperrung wird für Bau- und Unterhaltsarbeiten genutzt.

Eine Walzer-Komposition der Appenzeller Bahnen auf der Höhe der Kirche Schwende.

Eine Walzer-Komposition der Appenzeller Bahnen auf der Höhe der Kirche Schwende.

Bild: PD

Zwischen Steinegg und Weissbad wird gemäss AB eine Fahrbahnerneuerung (Oberbau- und Unterbauerneuerung) durchgeführt. Bestehendes Gleis werde entfernt, Schotter und Unterbau abgetragen und ein komplett neuer Aufbau erstellt, heisst es in der Mitteilung. In Wasserauen werden zudem die Weichen und Gleise der Abstellanlagen erneuert.

Erste Vorarbeiten für das Servicezentrum

Die Hauptarbeiten des Projekts Servicezentrum Appenzell beginnen im Sommer. Im April und Mai werden nach Angaben der AB erste Vorarbeiten umgesetzt. Dazu gehören Strassenbauarbeiten für den Einlenker in das künftige Servicezentrum und die Erstellung des Bahnübergangs Weissbadstrasse 40 mit Vollschrankenanlage. Entlang des Streckengleises wird ein Schutzzaun und ein rund 10 Meter hohes Schutzgerüst erstellt.

Alle unmittelbar neben und unter der bestehenden Gleisanlage nötigen Bauarbeiten werden während der Totalsperrung der Linie Appenzell-Wasserauen ausgeführt. Ein wegweisendes Element dieser Vorarbeiten ist zudem der geplante Bachdurchlass, der die Weissbadstrasse unterquert und an die Sitter anschliesst.

Bahnersatzbus mit geänderten Abfahrtszeiten

Während der Totalsperrung der Bahnstrecke verkehren Ersatzbusse. Die Abfahrtszeiten weichen teils vom regulären Fahrplan ab. Die AB empfehlen den Fahrgästen, vorab den Online-Fahrplan der SBB zu konsultieren. Abfahrtsplakate informieren die Fahrgäste vor Ort über die geänderten Fahrtzeiten und Bahnersatzbusse. Die Anschlussverbindungen werden gewährleistet. Die Beförderung von Fahrrädern ist im Bus nicht möglich.

Postautos mit geänderten Abfahrtszeiten

Durch die geänderten Fahrzeiten der AB passt PostAuto den Fahrplan 192 zwischen Weissbad und Brülisau an. Vom 25. April bis 7. Mai fahren die Postautos sieben Minuten früher ab Brülisau, Kastenbahn beziehungsweise treffen aus Weissbad acht Minuten später ein. In Weissbad werden die Anschlüsse von und nach Appenzell gewährleistet. Durch den Bahnersatz dauert die Fahrt von/nach Appenzell einige Minuten länger. Die Online-Fahrpläne sind angepasst. (pd)

Kündigung als Schätzer

Rainald Stark, Appenzell, hat seine Anstellung als Schätzer beim Schatzungsamt auf den 30. Juni 2022 gekündigt. Das freiwerdende Teilzeitpensum wird gemäss Mitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. (rk)

Ertragsüberschuss in Wald

Die Rechnung der Gemeinde Wald schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 282 000 Franken bei einem Gesamtertrag von 5,7 Millionen Franken.  Dies vor allem wegen der Sondersteuern, wie die Gemeindekanzlei mitteilt. Das Eigenkapital werde gestärkt. Im 2021 war zudem eine sehr tiefe Investitionsquote zu verzeichnen. Der Gemeinderat Wald hat die Rechnung 2021 genehmigt und ins fakultative Referendum verabschiedet. (gk)

Feierliche Erstkommunion

Am Ostermontag durften 8 Kinder aus Waldstatt und Schwellbrunn ihre Erstkommunion feiern. «Jesus – s’ Brot vom Läbe» begleitete die Kinder auf dem Vorbereitungsweg und im festlichen Gottesdienst. Freudig sangen die Kinder ihre geübten Lieder und lasen die Texte vor. Die Sonne lachte vom Himmel und zu Ehren der Kinder spielte die Musikgesellschaft Waldstatt auf. Bei einem feinen Apéro, serviert von Mitgliedern der Ortsgruppe Waldstatt, fand im Anschluss ein reger Austausch statt. (pd)

Neues Hallenbad Appenzell öffnet Mitte Juni seine Türen

Der Innenausbau des neuen Hallenbades in Appenzell samt Wellnessteil wird gemäss Medienmitteilung wie geplant Ende April fertiggestellt. Die Anlagen der Gebäude- und Bädertechnik wurden bereits in Betrieb genommen. Auch die Schwimmbecken sind mit Wasser gefüllt. Bis Ende Mai werden alle technischen Anlagen auf ihre Funktionstauglichkeit geprüft, getestet und im Betrieb optimiert. Parallel dazu werden die Umgebungsarbeiten abgeschlossen. Am Wochenende vom 11. und 12. Juni finden die Eröffnungsfeierlichkeiten mit geführten Besichtigungen und verschiedenen Events im und um das Hallenbad herum statt. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten werden mit den Kindern und Jugendlichen die zukünftigen Hauptnutzerinnen und -nutzer des Hallenbads stehen. Nach einer abschliessenden Reinigung ist das neue Hallenbad mit Saunaangebot für die Bevölkerung ab Mittwoch, 15. Juni, geöffnet.›

Marco Keller als Grossrat in Appenzell

Marco Keller

Marco Keller

Die Arbeitnehmervereinigung (AVA)  schlägt Marco Keller als Grossrat von Appenzell vor. Keller ist gemäss Mitteilung 40 Jahre alt und mit drei jüngeren Geschwistern in Oberegg aufgewachsen. Der gelernte Schreiner arbeitet seit 2003 bei der M Mazenauer AG. Seit neunzehn Jahren wohnt er in im inneren Landesteil von Appenzell Innerrhoden und seit 12 Jahren in Meistersrüte. Er ist mit Nicole Keller-Kölbener verheiratet, die als schulische Heilpädagogin tätig ist und im Schulrat Meistersräte Einsitz hat. Das Ehepaar hat drei Kinder im Alter von zwölf, neun und sieben Jahren. Seit 2010 arbeitet Marco Keller in einem Teilzeitpensum und betreut als Hausmann die Kinder.

Marco Keller sei vielseitig engagiert. Nun wolle er auch politisch seinen Dienst für die Öffentlichkeit erbringen, schreibt die AVA. Der Grosse Rat solle die Bevölkerung von Appenzell Innerrhoden möglichst gut repräsentieren, damit die richtigen Entscheide für den Kanton gefällt werden. Dafür seie eine Durchmischung von Personen mit unterschiedlichen Ausbildungen sowie Berufs- und Lebenserfahrungen notwendig. Die AVA freue sich, einen engagierten Familienvater vorschlagen zu können. (pd)

Die SP Speicher sagt Nein zur neuen Gemeindeordnung

Bild: Urs Bucher

Die SP Speicher ist von der total revidierten Gemeindeordnung nicht überzeugt. Sie lehnt diese nun aus mehreren Gründen ab, wie die Ortssektion mitteilt. So werde die demokratische Mitwirkung erschwert. Zwar habe der Gemeinderat aufgrund der Volksdiskussion im Bereich der Mitwirkungsrechte zurückbuchstabiert, dennoch werde in der neuen Gemeindeordnung die demokratische Mitwirkung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eingeschränkt. So werden laut SP beispielsweise verschiedene Abstimmungsgeschäfte dem obligatorischen Referendum entzogen und neu lediglich dem fakultativen Referendum unterstellt. Der Gemeinderat begründe diesen Schritt mit einem «ressourcenschonenden und effizienten Arbeiten der Behörden». Die SP ist gemäss Mitteilung dezidiert der Meinung, «dass demokratische Mitwirkung nicht dem Effizienzdenken unterstellt werden darf». Zudem seien die Einsparungen der Gemeinde in Bezug auf Aufwand und Kosten gering, müssten doch nur alle paar Jahre solche Abstimmungen durchgeführt werden. «Die SP findet es wichtig und politisch klug, über allgemeinverbindliche Reglemente obligatorisch abzustimmen. Auch für die Mitgliedschaft in Zweckverbänden soll wie bis anhin das obligatorische Referendum gelten, zumal Zweckverbände schon per se der Mitsprache der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger weitgehend entzogen sind», heisst es in der Mitteilung.

Zudem kritisiert die SP die Lesbarkeit. Das Ziel des Gemeinderates, die Gemeindeordnung zu verschlanken und daher Bestimmungen aus dem übergeordneten Recht nicht zu wiederholen, führe dazu, dass die Gemeindeordnung  an Lesbarkeit einbüsst. Als dritten Punkt erwähnt die SP, dass die Nachhaltigkeit und Gleichstellung in die Gemeindeordnung gehörten. Mit dem Entscheid, Bestimmungen aus dem übergeordneten Recht in der Gemeindeordnung nicht zu wiederholen, seien auch die in der Kantonsverfassung verankerten Grundsätze der Nachhaltigkeit und Gleichstellung aus der Gemeindeordnung entfernt worden. Um diese Handlungsgrundsätze auch im Bewusstsein der Behörden und der Bevölkerung zu verankern, gehören diese nach Auffassung der SP in die Gemeindeordnung. Grundsätzlich ist die SP Speicher der Meinung, dass der Zeitpunkt für eine Totalrevision der Gemeindeordnung unglücklich gewählt sei. Die laufende Totalrevision der Kantonsverfassung tangiere wichtige Bereiche, die unmittelbar die Stimmberechtigten betreffen. Auch stünden mögliche Veränderungen der Gemeindelandschaft im Raum.«Unter diesen Umständen wäre nach Ansicht der SP Speicher die Beschränkung auf eine Teilrevision mit den nötigen Anpassungen an die kantonalen Vorschriften sowie der Regelung der Kompetenz für die Festlegung der Entschädigung des Gemeinderates der richtige Weg.» (pd)

Auszeichnung für den Appenzeller Alpenbitter

Der Appenzeller Alpenbitter wird beim Meininger's International Spirits Award ISW mit dem Titel «Kräuterlikör des Jahres 2022» ausgezeichnet. Der ISW gehört gemäss Mitteilung des Innerrhoder Unternehmens zu den renommiertesten Spirituosenawards. Für die aktuelle Prämierung verkostete eine 30-köpfige Expertenjury 562 Spirituosen. «Der Appenzeller Alpenbitter überzeugt seit Jahren in den Verkostungen und hat nun den Gipfel erklommen», schreiben die ISW-Verantwortlichen zur Sonderauszeichnung «Kräuterlikör des Jahres 2022».

Kräuter erleben und kennenlernen: Der Besuch der Kräuterwelt des Appenzeller Alpenbitter ist ein Erlebnis für alle Sinne.

Kräuter erleben und kennenlernen: Der Besuch der Kräuterwelt des Appenzeller Alpenbitter ist ein Erlebnis für alle Sinne.

Bild: PD

Aussehen, Aroma, Harmonie im Geschmack, Gesamteindruck: Bei sämtlichen Beurteilungskriterien erhielt der Appenzeller Alpenbitter Bestnoten. Die Jury hält fest: «Die volle Frische und aromatische Bandbreite der Alpenkräuter kommt hier zusammen und erinnert an die schmackhafteste Medizin, die man sich vorstellen kann.»

Geschenk zum 120-Jahr-Jubiläum

In der 120-jährigen Geschichte des Appenzeller Alpenbitters haben sich die Highlights wie Perlen aneinandergereiht. Ein erster Höhepunkt war das Diplom d’Honneur an der Exposition Internationale des Sports in Paris 1907. Seither wurde der Appenzeller Alpenbitter immer wieder mit Goldmedaillen und Awards ausgezeichnet. Die Freude über die internationale Auszeichnung ist gross. Geschäftsführer Pascal Loepfe-Brügger: «Dass der Appenzeller Alpenbitter genau 120 Jahre nach seiner Entstehung die Auszeichnung ‹Kräuterlikör des Jahres› gewinnt, ist ein wunderbares Jubiläumsgeschenk und eine weitere wertvolle Anerkennung, auf die wir stolz sind.» Den Vergleich mit einem Heilmittel sehe er positiv: «‹Schmackhafteste Medizin, die man sich vorstellen kann› ist schön gesagt. Zumal der Appenzeller Alpenbitter früher ja tatsächlich von Ärzten als Heilmittel empfohlen wurde.» (pd)

Kein Platz für Sexismus: Überregionale Kampagne gegen sexuelle Belästigung auch in Ausserrhoden

Sexismus ist auch in der Ostschweiz weit verbreitet.

Sexismus ist auch in der Ostschweiz weit verbreitet.

Christophe Petit Tesson / EPA

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden engagiert sich gegen Sexismus. Das Amt für Soziales, Abteilung Chancengleichheit, lanciert mit dem Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung des Kantons St.Gallen und der infra Liechtenstein die Kampagne «Kein Platz für Sexismus». Sie startet mit einer Plakatkampagne vom 25. April bis 8. Mai. Die Auftaktveranstaltung zum Thema «Street Harassment – Sexismus im öffentlichen Raum» findet am 12. Mai online statt.

Eine Umfrage bei der Bevölkerung im vergangenen Sommer hat das Ausmass der sexuellen und sexistischen Belästigung in der Ostschweiz gezeigt. Sexuelle Belästigung findet den Umfragen zufolge zu einem grossen Teil im öffentlichen Raum statt. Die teils schockierenden Sprüche und Kommentare, die sich vor allem Frauen und Mädchen anhören müssen, werden nun während zwei Wochen überall im öffentlichen Raum auf Plakaten sichtbar gemacht. Eine der Aussagen, die bald auf einem Plakat zu lesen sein wird, ist zum Beispiel «De geil Arsch hani jo fascht müese aalange.».

Plakat Kein Platz Fur Sexismus Bar Pdf

Sensibilisierung und Förderung der Zivilcourage

Die breit angelegte Kampagne sensibilisiert gemäss Communiqué der Kantonskanzlei mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Massnahmen, um ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung zu setzen und zum Nachdenken anzuregen. Neben der Plakataktion und einer kantonalen Website mit Hilfestellungen zum Umgang mit sexueller Belästigung sind Workshops mit Amnesty International geplant («Hände weg – Zivilcourage bei sexueller Belästigung»).

Sexistische Verhaltensweisen werden nicht selten als «harmlos» oder «tolerierbar» eingestuft. Indem sie öffentlich gemacht werden, werde das Bewusstsein gefördert, wie verletzend und teils bedrohlich dieses Verhalten sein kann. Die Kampagne will einen Beitrag leisten, dass sich alle Menschen sicher und frei fühlen können.

Nebst Sichtbarmachung, Sensibilisierung und Reflexion stehen für die Projektträgerinnen die Stärkung einer gemeinsamen Haltung in der Gesellschaft sowie das Empowerment betroffener Personen im Fokus. Doch wie reagiert man wenn man einen Übergriff beobachtet oder gar selber betroffen ist? Die kantonale Website informiert dazu immer aktuell und vielfältig.

Mit dieser überregional koordinierten Kampagne werden konkrete Massnahmen ergriffen, um Sexismus mit all seinen Erscheinungsformen im öffentlichen und privaten Raum zu bekämpfen. Appenzell Ausserrhoden leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, einem von der Schweiz ratifizierten Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Gewaltprävention und der Opferschutz sind zentrale Eckpfeiler des Übereinkommens.

Digital-Talk am 12. Mai

Einblick und Überblick ins Thema «Street Harassment – Sexismus im öffentlichen Raum» gibt Manuela Hofer, Politikwissenschaftlerin und Sozialarbeiterin, die an der FH Campus Wien forscht und lehrt. Sie beantwortet Fragen wie: Was ist Street Harassment und welche Forschung gibt es dazu? Warum ist es für Betroffene so schwierig, sich zu wehren? Welche Lösungsansätze braucht es, um gegen Street Harassment vorzugehen? Am 12. Mai von 18 – 19.30 Uhr findet der Digital Talk mit anschliessender Fragerunde statt. Anmeldungen sind über keinplatzfuersexismus.sg.ch möglich.

Workshop «Hände weg – Zivilcourage bei sexueller Belästigung»

Amnesty International bietet zum Thema Workshops an. In vier Stunden werden nicht nur theoretische Möglichkeiten erläutert, sondern direkt mit Schauspielerinnen und Schauspielern getestet, wie es sich anfühlt, sich zu behaupten. Diese Workshops können bei Amnesty International gebucht werden. Zwei Termine in der Ostschweiz sind fixiert: 7. Juni, 18-22 Uhr, Altes Zeughaus Herisau und 12. September, 18-22 Uhr, Kleintheater Altstätten. (kk)

SC Herisau bindet drei Spieler

Der Schlittschuh-Club Herisau kann weitere Vertragsverlängerungen bekannt geben. Der Stürmer Marc Inauen sowie die beiden Verteidiger Isaiyah Hug und Joel Bohlhalder werden auch in der nächsten Saison die Farben der Appenzeller tragen.

Marc Inauen.

Marc Inauen.

Bild: PD

Der 21-jährige Teufner Marc Inauen hat sich gemäss Mitteilung in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Spieler für das Team von Trainer René Stüssi entwickelt und geht trotz seines jungen Alters bereits in die sechste Saison mit der ersten Mannschaft des SC Herisau. Der Powerstürmer pflegt ein körperbetontes und intelligentes Spiel. Er erledige offensiv wie auch defensiv seinen Job tadellos.

Joel Bohlhalder

Joel Bohlhalder

Bild: PD

Der Verteidiger Joel Bohlhalder konnte sich in der vergangenen Saison auf ein Neues in der ersten Mannschaft etablieren und zeigte konstante Leistungen. In der Mitteilung schreibt der Verein: «Der 29-jährige Herisauer erledigt die ihm übertragenen Aufgaben souverän und wir sind sicher, dass er dieses Jahr nochmals einen Schritt vorwärts macht.»

Isaiyah Hug

Isaiyah Hug

Isaiyah Hug, der 20-jährige Thurgauer mit jamaikanischen Wurzeln, hat sich letzte Saison gut in die Mannschaft eingefügt und bereits einige Male sein Können aufblitzen lassen. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass er sich weiter entwickeln wird und der Verein und die Fans künftig viel Freude an ihm haben werden. (pd)

Trotz Leistungssteigerung verliert Bühler gegen Spitzenteam

Nach dem Debakel vor zweieinhalb Wochen in Wil wählte Bühler gegen Staad eine etwas defensivere Taktik. Die Erstligistinnen konnten gut mithalten, verloren dennoch 1:3.

Die Anfangsphase war nicht spektakulär. Staad hatte Ballbesitz, Bühler war sehr gut organisiert. Der Strafraum war eine Tabuzone für die Gäste. Es dauerte 20 Minuten, ehe die Favoritinnen vom See eine erste Möglichkeit hatten. Sie fanden aber in Joëlle Büchler ihre Meisterin.

Nach und nach kam auch der FC Bühler offensiv besser ins Spiel. So kam Leandra Heeb in Minute 25 zur ersten Chance, sie schoss volley aber knapp über das Tor. Die Gäste schafften es kurz vor dem Pausenbreak dann doch noch den starken Abwehrriegel der rotschwarzen zu knacken. Ein guter Steilpass erlief eine schnelle Flügelspielerin über Bühlers linke Seite, passte zur aufgerückten Mittelfeldspielerin, die aus 20 Meter über Torfrau Büchler einnetzte.

Nach der Pause wollte Bühler die Offensive forcieren. Es kamen Lisa Val und Juniorin Julia Riedener (mit ihrem offiziellen Debüt in der 1. Liga). Die erste Torgelegenheit bot sich aber wieder den Gästen. Joëlle Büchler konnte den Schuss aus kurzer Distanz erneut sicher halten. Als Bühler Feldanteile gewann, erzielte Staad das 2:0. Bühler zeigte sofort eine Reaktion und verkürzte wenig später mit einem ebenso sehenswerten Treffer. Désirée Drittenbass erkämpfte auf Höhe Mittellinie einen Ball, lief einige Meter vorwärts und passte auf Leandra Heeb. Diese umkurvte eine Verteidigerin und chippte den Ball über die herauseilende Torfrau.

Die Freude dauerte nicht lange, denn die Gäste trafen ähnlich wie beim zweiten Tor aus spitzem Winkel zur 1:3-Entscheidung. Trotz Niederlage waren die FCB-Trainer zufrieden mit der Leistung. Die Steigerung gegenüber dem letzten Spiel war enorm. Nach den Spitzenteams Wil und Staad geht’s am Samstag zum viertrangierten Gambarogno ins Tessin, ehe dann am 1. Mai auch noch Spitzenreiter Erlinsbach in Bühler zu Gast ist. (ro)

GLP will attraktivere Velowege

Bild: LZ

Am Dienstag fand in Herisau die Mitgliederversammlung der GLP Appenzellerland statt.  Zurzeit erarbeitet die Partei gemäss Medienmitteilung ein Programm mit kurz- bis mittelfristig umsetzbaren Zielen für die kantonalen Wahlen 2023. Als erstes wurde nun mit den Mitgliedern der Programmentwurf zur Mobilität im Appenzellerland diskutiert. Dabei standen drei Themen im Vordergrund:  kantonale Förderung von Lademöglichkeiten für E-Autos in Mehrfamilienhäusern und Firmen; eine Umgestaltung der Strassenverkehrssteuer, die auch die Emissionen berücksichtigt sowie die zügige Umsetzung des nationalen Veloweggesetzen, damit das Appenzellerland sehr bald attraktivere Velo-wege erhält. Nach einer angeregten Diskussion mit vielen Inputs wurde das Wahlprogramm zur Mobilität im Appenzellerland gemäss Communiqué einstimmig verabschiedet.

Bereits bei der Gründung der GLP Appenzellerland im vergangenen Jahr wurde festgelegt, dass kantonale Abstimmungen gemeinsam diskutiert werden, die Parolenfassung dann aber den Mitgliedern aus dem jeweiligen Halbkanton vorbehalten bleibt. So stellten die Grünliberalen aus Innerrhoden die fünf Sachgeschäfte der diesjährigen Landsgemeinde vor. Dabei sprachen sich die anwesenden Innerrhoder fünf Mal für die Ja-Parole aus.

Auch die nationalen Vorlagen waren ein Thema. Beim Transplantationsgesetz wurde vor allem über den Punkt diskutiert, ob diese Änderung ein zu starker Eingriff in die Selbstbestimmung ist. Trotz einzelner Bedenken sprach sich die GLP Appenzellerland grossmehrheitlich für die Ja-Parole aus. Klarer war die Abstimmung zu Frontex. Da stimmten die Mitglieder einstimmig, bei nur einer Enthaltung, für die Übernahme der EU-Verordnung. Bei der Änderung des Filmgesetzes gab es viele Voten dafür, die eine stärkere Förderung des Schweizer Films begrüssen. Jedoch gab es genauso zahlreiche Bedenken, welche die Änderung als zu starken Eingriff in den freien Markt ansehen. Daher hat sich die GLP Appenzellerland beim Filmgesetz zur Stimmfreigabe entschlossen.

Da der bisherige Generalsekretär Sacha Lüthi aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt gab, musste ein Nachfolger gesucht werden. Mit Thomas Burgos aus Appenzell konnte ein Nachfolger präsentiert werden, der von den Mitgliedern einstimmig in den Vorstand gewählt wurde. Er wird auch die Aufgaben als Generalsekretär von seinem Vorgänger übernehmen. (pd)

Sachschaden nach Auffahrkollision zweier Autos

Am Mittwochmorgen kurz nach 7.00 Uhr lenkte ein 64-jähriger Mann sein Auto auf der Speicherstrasse von Teufen Richtung Speicher.

In Teufen fuhr ein 26-jähriger Autolenker auf das Fahrzeug eines 64-Jährigen auf.

In Teufen fuhr ein 26-jähriger Autolenker auf das Fahrzeug eines 64-Jährigen auf.

Bild: KPAR

Er beabsichtigte gemäss Mitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei links auf den Parkplatz einer Firma abzubiegen. Aufgrund des Gegenverkehrs hielt er dazu sein Auto an. Zur selben Zeit fuhr ein 26-jähriger Autolenker mit seinem Fahrzeug ebenfalls von Teufen in Richtung Speicher. In der Folge kam es zu einer Kollision zwischen den beiden Personenwagen. Es entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken. Verletzt wurde niemand. (kpar)

Gruppe für Innerrhoden: Ja zu Wildruhegebieten

Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) spricht sich einhellig für die Schaffung von Wildruhegebieten aus. Bei der Sanierung und Erweiterung des Bürgerheimes hat sie Stimmfreigabe beschlossen. Dies schreibt die GFI in einer Mitteilung. Alle weiteren Sachgeschäfte empfiehlt sie zur Annahme. Für die Wahl ins Kantonsgericht unterstützt sie Vincenzo Del Monte und Dominik Ebneter.

Dass auch Innerrhoden als letzter Gebirgskanton Wildruhebereiche einrichten soll, war an der Landsgemeindeversammlung unbestritten. Die Vorlage sei ein minimaler Kompromiss, bei dem alle involvierten Parteien Entgegenkommen zeigen. Auch den Anliegen von Umwelt und Wild solle Rechnung getragen werden. Der Einbezug von Sonnenhalb sei wichtig und vertretbar; die Einschränkungen begrenzt auf die schwierige Winterzeit, ausser im Brugger Wald mit seinen Auerhühnern von Mitte Dezember bis Mitte April. Die Wildruhegebiete dürfen auch während der Schutzzeiten weiterhin betreten und begangen werden, allerdings nur auf den offiziellen Wegen und Routen. Der Grosse Rat kann Ausnahmen festlegen, etwa für die Land- und Forstwirtschaft oder die EigentümerInnen von Gebäuden in den Wildruhegebieten. Die meisten Winterwanderer seien wohl bereit, zielorientiert etwas mehr Rücksicht zu nehmen auf Natur und Tierwelt und zu helfen, die Wald-Hirsch-Problematik zu entschärfen, so die GFI.

Bürgerheim: offene Fragen – Stimmfreigabe

Mehr Anlass zu Diskussionen könne das Projekt für eine Sanierung und Erweiterung des Bürgerheimes geben. Für viele komme es überraschend, mit dem Eindruck eines Ersatzes für den Verzicht auf das AVZ+, mindestens was das Kredit- und Bau-Volumen betrifft. Das Vorhaben sei vermutlich tatsächlich im Windschatten des Krankenhauses gesegelt, wenn man es auch parallel vorbereitet hat, vermutet die GFI. Bei der Gruppe für Innerrhoden wurde – neben den sehr hohen Planungskosten – das Fehlen einer Gesamtplanung für verschiedene grosse Aufgaben bemängelt. Eine schonende zeitgemässe Sanierung des baugeschichtlich wertvollen Bürgerheimes wird nicht in Frage gestellt, hingegen ob eine Erweiterung überhaupt nötig ist angesichts einer Zunahme von externer Betreuung. Die Analysen und Prognosen in den Unterlagen für Grossen Rat und Stimmvolk sehen Bedarf in absehbarer Zeit.

Bedenken tauchen zudem auf zur Richtigkeit des Standortes in Anbetracht der Tatsache, dass im Krankenhaus-Areal viel brachliegt bzw. offen ist, was dort für die ambulante Grundversorgung noch benötigt wird oder noch entstehen soll. Würde eine Einrichtung mit den heutigen Zielsetzungen für das Bürgerheim nicht besser dorthin passen? Werden nicht zu früh Fakten geschaffen?, fragt die GFI. Die Landsgemeindeversammlung der GFI hat angesichts der zahlreichen offenen Fragen Stimmfreigabe beschlossen und unterstützt einen allfälligen Rückweisungsantrag.

JA zu den übrigen Sachgeschäften

Die weiteren Sachgeschäfte werden grossmehrheitlich befürwortet, wenn auch kritische Anmerkungen nicht fehlen. Die Anpassungen für die Fusion der Bezirke Schwende und Rüte werden nicht bekämpft. Die zentrale Frage der Grenzen mitten durch ein immer verflochteneres Siedlungsgebiet wird durch den Zusammenschluss allerdings immer noch nicht gelöst. Einmal mehr wurde erinnert an die Idee der Schaffung einer einzigen Gemeinde im inneren Land, wie das die GFI schon 1972 und später erneut postuliert hat, mit analogen Vorstössen von weiteren Initianten.

Das Einführungsgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen findet Zustimmung, trotz und im Bewusstsein gewisser juristisch offener kantonaler Spezialkriterien. Dem Bau eines Geh- und Radweges entlang der Strasse nach Haslen wird nicht opponiert. Leider müsse auch hier wieder Boden geopfert werden. Es wird erwartet, dass die Eingriffe in die Landschaft möglichst schonend erfolgen.

Del Monte und Ebneter als Kantonsrichter

Die Kandidaten aus Oberegg bzw. Appenzell für das Kantonsgericht werden gemäss delegiertem Vorstandsbeschluss unterstützt. Vincenzo del Monte hat nicht nur juristischen Hintergrund, sondern bringt bereits Erfahrung aus dem Bezirksgericht ein. Auch Dominik Ebneter ist im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Versicherungsfachmann mit gewissen spezifischen Rechtsfragen schon bestens vertraut.

Karin Keller-Sutter besucht die Innerrhoder Landsgemeinde

Letztmals fand die Landsgemeinde Appenzell 2019 statt.

Letztmals fand die Landsgemeinde Appenzell 2019 statt.

Bild: Hanspeter Schiess
Bundesrätin Karin Keller-Sutter besucht die Innerrhoder Landsgemeinde.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter besucht die Innerrhoder Landsgemeinde.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (St.Gallen, 8. April, 2022)

Nach zwei Jahren coronabedingtem Ausfall, findet am Sonntag in Appenzell Innerrhoden wieder eine Landsgemeinde statt. Die Reihe der Ehrengäste wird durch Bundesrätin Karin Keller-Sutter angeführt.

Wie die Ratskanzlei mitteilt, werden zudem der gesamte Regierungsrat des Kantons St.Gallen und Vertreter des Militärs erwartet. Die Landsgemeinde mitverfolgen werden der St.Galler Regierungspräsident Marc Mächler, die Regierungsräte Bruno Damann, Fredy Fässler, Stefan Kölliker, Beat Tinner, Susanne Hartmann, Laura Bucher sowie Staatssekretär Benedikt van Spyk. Korpskommandant Thomas Süssli und Brigadier Peter Baumgartner zählen ebenso zu den Ehrengästen wie Christine Bolt, Direktorin Genossenschaft Olma Messen St.Gallen, Anne Challandes, Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband, sowie Annette Dolge, Präsidentin des Obergerichts Schaffhausen. (rk/red)

SC Herisau organisiert ersten «Xtreme Run»

«Wir wollen der Region etwas zurückgeben», sagt Christine Eugster. Sie ist Co-Präsidentin des «Xtreme Run Herisau». Wie alle im neunköpfigen OK hat sie starke Verbindungen zum SC Herisau - von dort stammt auch die Idee zum Hindernislauf am 10. September: «Zum 80-jährigen Jubiläum des Vereins wollten wir einen Anlass schaffen, an dem alle teilnehmen können: ob Hockey-Fan oder nicht.» So entstand das Projekt «Xtreme Run»: Ein Rennen mit 14 bis 20 Hindernissen und Distanzen von 3 bis 10 Kilometern. Anmeldungen sind jetzt schon möglich.

Das OK des ersten Herisauer «Xtreme Run».

Das OK des ersten Herisauer «Xtreme Run».

Bild: PD

Der Start ist für alle Laufenden auf dem Ebnet. Hier beginnt ein 5 Kilometer langer Rundlauf durch Herisau - gespickt mit herausfordernden und überraschenden Hindernissen. «Vom Spaziergänger bis zum Marathonläufer sind alle willkommen», sagt Christine Eugster. Für das Publikum und für den Spass nach dem Rennen werde mit Verpflegung, Feststimmung und Abendprogramm in der Chälblihalle gesorgt.

Einzel- und Teamwertung

Der «Xtreme Run Herisau» kann in der Einzel- oder Teamwertung absolviert werden. Die Standard-Distanz beträgt 5, die grössere Runde 10 Kilometer. Für die jüngeren Teilnehmenden (ab Jahrgang 2014/15) wurden vier Junior-Kategorien mit angepassten Lauf-Distanzen und Hindernissen geschaffen. «Wie beim SC Herisau wollen wir auch beim ‹Xtreme Run› den Nachwuchs fördern», sagt Christine Eugster. Wie die bis zu 20 Hindernisse auf der Strecke aussehen werden, bleibt vorläufig ein Geheimnis. Klar ist: «Einfach wird es nicht. Und die Klamotten bleiben bestimmt nicht sauber und trocken!» (pd)

Die Anmeldung für den «Xtreme Run Herisau» erfolgt online unter www.xtreme-run.ch

Der SC Herisau verlängert mit hoffnungsvollen Talenten

Die Kaderplanung für die kommende 1.-Liga-Saison des SC Herisau läuft. Der Verein gibt die Vertragsverlängerung mit vier Spielern bekannt. Die drei Stürmer Max Baumer, Yanick Hägele und Ramon Hohl sowie der Verteidiger Luca Noser werden auch in der Saison 2022/2023 für die Appenzeller auflaufen. Alle Spieler hätten sich unter Coach René Stüssi sehr gut entwickelt und seien definitiv in der 1.Liga angekommen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Max Baumer

Max Baumer

Bild: PD

Der 19-jährige Max Baumer hat alle Juniorenstufen beim SC Herisau absolviert und geht nun in die dritte Saison in der ersten Mannschaft. Nach kleinerem Verletzungspech zum Ende der vergangenen Spielzeit kann er nun wieder voll angreifen.

Yanick Hägele

Yanick Hägele

Bild: PD

Yanick Hägele wurde auf die letzte Saison aus der U20 des EHC Winterthur verpflichtet. Der 20-jährige Stürmer konnte sich ohne grossen Anlauf im Herisauer Team festsetzen. Er ist bekannt dafür, nie aufzugeben und überrascht die Fans auch nach längeren Einsätzen immer wieder mit seinem konsequenten Back-Checking.

Ramon Hohl

Ramon Hohl

Bild: PD

Das ebenfalls erst 19-jährige Eigengewächs Ramon Hohl geht in seine dritte Saison bei den Appenzellern. Der Stürmer wurde zu einem soliden 2-Weg Center aufgebaut und kann sich weiter entwickeln.

Luca Noser

Luca Noser

Bild: PD

Der 20-jährige Verteidiger Luca Noser steht ebenfalls vor seiner dritten Saison im Herisauer Fanionteam. (pd)

Martin O. gewinnt Kleinkunstpreis in Deutschland

Der in Appenzell lebende Stimmartist, Beatboxer und Musiker Martin O. gewinnt einen der bedeutendsten Kleinkunstpreise in Deutschland. Martin O. holt gemäss einer Medienmitteilung den begehrten Publikumspreis und Platz zwei der «Tuttlinger Krähe» in die Schweiz.

Martin O. gewinnt Platz 2 bei den «Tuttlinger Krähe» und den Publikumspreis.

Martin O. gewinnt Platz 2 bei den «Tuttlinger Krähe» und den Publikumspreis.

Bild: PD

Die «Tuttlinger Krähe»  findet alljährlich im Frühjahr in der Angerhalle Tuttlingen- Möhringen statt. Am letzten Wochenende sind die Tuttlinger Krähen nun davon geflattert. Von allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern habe Martin O. bei den Ausscheidungen und im Finale beim Publikum am meisten gepunktet, heisst es in der Mitteilung der Organisatoren. (pd)

48 Fahrzeuglenker sind in Urnäsch zu schnell unterwegs

Am Ostermontag hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden auf der Ausserortsstrecke Urnäsch – Schwägalp eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt. Während der Kontrollzeit passierten 48 Fahrzeuglenker die Messstelle mit übersetzter Geschwindigkeit, 38 konnten im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden und zehn Lenker werden zur Anzeige gebracht.

Bei der Verkehrskontrolle auf der Strecke von Urnäsch auf die Schwägalp waren 48 Fahrzeuglenker zu schnell unterwegs.

Bei der Verkehrskontrolle auf der Strecke von Urnäsch auf die Schwägalp waren 48 Fahrzeuglenker zu schnell unterwegs.

Bild: Walter Christen

Zwei Motorradfahrer passierten die Messstelle mit einer Geschwindigkeit von über 120 Kilometer pro Stunde. Die verantwortlichen Fahrzeuglenker konnte angehalten und befragt werden. Die Führerausweise wurden ihnen zuhanden der Administrativbehörde auf der Stelle abgenommen. Zudem werden sie bei der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden zur Anzeige gebracht. (kpar)

In Trogen gerät eine Fassade in Brand

Das Feuer beim Brand in Trogen konnte rasch gelöscht werden.

Das Feuer beim Brand in Trogen konnte rasch gelöscht werden.

Bild: KPAR

Am Sonntag kurz nach 20.45 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass im Bereich Bach in Trogen eine Fassade eines Hauses brenne. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnten diese feststellen, dass die zu Hilfe geeilten Anwohner und Nachbarn das Feuer bereits löschen könnten. Insgesamt standen rund 40 Funktionäre der Feuerwehr Trogen, der Polizei und der Assekuranz im Einsatz, wie es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei AR heisst. Zur Klärung der Brandursache wurde der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei AR beigezogen. (kpar)

Späte Resultatkosmetik half Teufen nicht mehr

Am Ostermontag trafen im Espenmoos der FC Besa und der FC Teufen aufeinander. Die Hausherren dominierten das Spiel über die gesamte Spielzeit und gewannen verdient mit 4:2.

Das Spiel Besa gegen Teufen wurde im Espenmoos ausgetragen.

Das Spiel Besa gegen Teufen wurde im Espenmoos ausgetragen.

Bild: PD

Aufgrund des Schneefalls vor zwei Wochen wurde das Spiel zwischen den beiden Teams am Ostermontag nachgeholt. Der FC Besa spielte von Anfang an dominant und liess den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Der FC Teufen stand tief und liess durch eine gute Raumaufteilung keine Chancen zu. Allerdings versandeten auch die Konter der Gäste meistens bereits im Mittelfeld.

Gastgeber erzielen Tor aus 50 Meter

In der 32. Minute nutzten die Hausherren eine Unkonzentriertheit der Teufner Hintermannschaft und Vukadin erzielte aus sieben Metern das 1:0. Kurz vor der Pause konnten die St. Galler die Führung ausbauen. Cekaj profitierte davon, dass die Gäste den Ball nicht aus dem Strafraum klären konnten und erzielte das 2:0.

Nach der Pause zeigte sich im Espenmoos das gleiche Bild. Die St. Galler kontrollierten den Ball und der FC Teufen lauerte auf Konter. Auf den nächsten Torerfolg warteten die Zuschauer aber bis in die 81. Minute. Dann fasste sich Sadiku ein Herz und versenkte den Ball von der Strafraumgrenze zum 3:0 im Tor. Nur sechs Minuten später folgte der nächste Treffer für die Heimmannschaft. Aus gut 50 Metern zog Cekaj ab und erzielte seinen zweiten persönlichen Treffer an diesem Nachmittag.

Die Partie war damit entschieden. Doch die Teufner konnten zumindest die Härte des Resultats noch etwas vermindern. Lukas Kern erzielte nach einem herrlichen Solo in der 89. Minute das 4:1 und zwei Minuten später blieb Fabrice Höhener vor dem Tor eiskalt und netzte zum 4:2 ein. Wenige Augenblicke später war die Partie zu Ende. (clf)

Wolfhalden erzielte 2021 einen Gewinn von 1,3 Millionen Franken

Die Erfolgsrechnung der Gemeinde Wolfhalden schliesst bei einem Gesamtertrag von rund 10,7 Millionen Franken und einem Gesamtaufwand von 9,4 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1,3 Millionen Franken ab. Gegenüber dem Voranschlag 2021 beträgt der Besserabschluss gemäss einer Medienmitteilung über 2,1 Millionen Franken. Im Voranschlag 2021 war ein Aufwandüberschuss von 853 000 Franken budgetiert.

Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Wolfhalden schliesst gegenüber dem Voranschlag um 2,1 Millionen Franken besser ab.

Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Wolfhalden schliesst gegenüber dem Voranschlag um 2,1 Millionen Franken besser ab.

Bild: Ralph Ribi

Der unvorhersehbare Besserabschluss ist schwergewichtig darauf zurückzuführen, dass diverse Posten Mehrerträge respektive Minderaufwände aufweisen. In der Verwaltung haben personelle Wechsel zwar zu erhöhten Lohnkosten, zeitgleich aber auch zu tieferen Ausgaben für externe Berater geführt. Seitens Schule hat der Wechsel der Informatik im Rechnungsjahr 2021 zu grösseren internen Verschiebungen im Nutzungsaufwand geführt, welche im Voranschlag noch nicht im Detail absehbar waren.

Viele Unsicherheitsfaktoren

Der Unterhaltsaufwand der Liegenschaften fiel tiefer aus, dafür gab es aber bei der internen Verrechnung der Hauswartung grössere Abweichungen im Vergleich zum Voranschlag. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Organisation der Hauswartdienste im Umbruch befindet.

Im Bereich Soziales sind ebenfalls grössere Abweichungen zu verzeichnen, wie die Gemeinde in der Mitteilung schreibt.  Aufgrund der nur schwer vorhersehbaren Entwicklungen im Bereich Pflegefinanzierung, ambulante Krankenpflege, der Alimentenbevorschussung wie auch in der übrigen Fürsorge wird im Voranschlag jeweils auf der Basis der Vorjahre eine Prognose erstellt.

Das seit 1. Januar 2021 in Kraft gesetzte kommunale Strassenreglement inkl. Strassenverzeichnis zeigt erstmals seine Auswirkungen auf den Anteil an den Strassenverkehrssteuern. Hier wird ein Rückgang von rund 26 Prozent verzeichnet.

Im Bereich Wasserversorgung führen planmässige Abschreibungen und höhere Einnahmen bei den Anschlussgebühren zu grösseren Abweichungen. Bei der Abwasserbeseitigung sind Folgearbeiten beim Generellen Entwässerungsplan (GEP) sowie Zustandsbeurteilungen mit geringerem Aufwand ausgefallen als budgetiert. Wie auch in der Wasserversorgung konnten Mehreinnahmen bei den Anschlussgebühren ausgewiesen werden. Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Ortsplanungsrevision konnten noch keine Abschreibungen getätigt werden.

Der grösste Einflussfaktor auf den Besserabschluss haben einmal mehr die Steuereinnahmen. Der Steuerertrag bei den natürlichen und juristischen Personen wie auch bei den Sondersteuern fiel jeweils um rund 840’000 Franken höher aus als budgetiert.

Jahresrechnung unterliegt dem Referendum

Die Jahresrechnung 2021 weist wie bereits in den Vorjahren grössere Abweichungen bei diversen Posten auf. Der Gemeinderat sei stets bemüht, den Einwohnerinnen und Einwohnern eine möglichst genaue und korrekte Budgetierung zu unterbreiten, heisst es in der Mitteilung. Die in letzter Zeit gehäuften, unerwarteten Entwicklungen wie die Corona-Pandemie oder aktuell der Ukrainekrieg haben vermehrt auch direkten Einfluss auf die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde.

Die Jahresrechnung unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Frist für das fakultative Referendum läuft vom 5. Mai bis 6. Juni. Wenn mindestens 30 Stimmberechtigte innert dieser Frist dies verlangen, ist das Geschäft der Volksabstimmung zu unterbreiten. Die Veröffentlichung der ausführlichen Jahresrechnung erfolgt anfangs Mai auf der Webseite der Gemeinde. Eine Kurzfassung wird in der Mai-Ausgabe des Gemeindeblattes vorab publiziert. Auf die Durchführung einer öffentlichen Informationsveranstaltung zur Jahresrechnung wird wie in den vergangenen Jahren verzichtet

Im Kantonsgericht von Appenzell Innerrhoden ist unter anderem Elvira Hospenthal aus Oberegg zurückgetreten. Für ihre Nachfolge portiert die Arbeitnehmervereinigung Oberegg (AVO) als weitere Vertretung aus Oberegg Vincenzo Del Monte, der heute als Bezirksrichter amtet. Diest tiel die AVO in einer Medienmitteilung mit.

Vincenzo Del Monte will Kantonsrichter werden.

Vincenzo Del Monte will Kantonsrichter werden.

Bild: PD

Vincenzo Del Monte ist 28 Jahre alt und in Oberegg aufgewachsen. Er studierte in St.Gallen Rechtswissenschaften und arbeitet aktuell als Jurist beim Bau- und Umweltdepartement des Kantons St.Gallen. Zuvor sammelte er Erfahrung in der Advokatur, bei einer Jugendanwaltschaft und einer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. In seiner Freizeit engagiert sich Vincenzo Del Monte als Unihockeytrainer und als J+S Leiter beim Sport- und Turnverein Oberegg. Ausserdem musiziert er gerne.

Kandidat ist seit 2019 nebenamtlicher Bezirksrichter

Seit drei Jahren ist Vincenzo Del Monte am Bezirksgericht nebenamtlicher Richter. Vincenzo Del Monte sei als Jurist eine kompetente Ergänzung des Kantonsgerichts, heisst es in der Medienmitteilung. Die AVO empfiehlt ihn deshalb überzeugt zur Wahl. Im Fall seiner Wahl als Kantonsrichter wird an der nächsten Urnenwahl in Oberegg seine Nachfolge im Bezirksgericht bestellt. (pd)

Monika Rüegg Bless feiert Ostern mit der Familie und Freunden

Frau Statthalter Monika Rüegg Bless.

Frau Statthalter Monika Rüegg Bless.

Bild: PD

Frau Statthalter Monika Rüegg Bless freut sich am Osterwochenende auf einige erholsame Tage mit ihren Liebsten und auf die Zeit zum Auftanken in der Natur, wie sie in einer Umfrage der Appenzeller Zeitung sagt. «Ich bewege mich gerne draussen und stärke mich so wieder für die kommenden Wochen.» Ostern feiere sie mit ihrer Familie sowie Freundinnen und Freunden zuhause in Appenzell, im Toggenburg bei ihren Eltern und in Arbon. Ins Ausland reist die Innerrhoder Gesundheitsdirektorin nicht. Traditionell gibt es bei Monika Rüegg Bless an Karfreitag kein Fleisch. Am Ostersonntag versucht sie sich das erste Mal an einem Gitzirezept - und obwohl ihre Kinder schon Teenager sind, gehört die Suche des Osterkörblis dazu. Ostern verbindt Rüegg Bless stark mit Hoffnung und Neubeginn. In diesem Sinne wünscht sie allen friedliche Feiertage. (red.)

Herisauer Wohnbaugenossenschaft rüstet ihre Häuser mit Ladestationen aus

In der Schweiz sind immer mehr Elektroautos unterwegs. 2021 gab es bei den Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von rund 62 Prozent. Die geplante Energiewende und der wegen des Ukraine-Kriegs steigende Ölpreis dürften diese Entwicklung noch verstärken. Die Herisauer Wohnbaugenossenschaft Hemetli hat bereits letztes Jahr auf den Trend zur Elektromobilität reagiert und bei ihren Liegenschaften in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. «Wir wollten damit nicht zuwarten, bis die ersten Mieter auf uns zukommen», sagt Ernst Bischofberger, Vizepräsident der Hemetli-Verwaltung. Zudem erhofft man sich davon, dass die Wohnungen durch das zusätzliche Angebot auf dem Markt attraktiver werden.

In neun Tiefgaragen der Hemetli-Liegenschaften könnten nun Elektroautos betankt werden.

In neun Tiefgaragen der Hemetli-Liegenschaften könnten nun Elektroautos betankt werden.

Bild: PD

Konkret sind 2021 rund 75 Parkplätze in neun Tiefgaragen mit einer Ladestation ausgerüstet worden. Gemäss Bischofberger können somit auf bis zu einem Drittel aller Tiefgaragenplätze der Liegenschaften des Hemetli Autos mit Strom betankt werden.

Lastenmanagement verhindert Überlastung

Ernst Bischofberger ist Vizepräsident der Hemetli-Verwaltung.

Ernst Bischofberger ist Vizepräsident der Hemetli-Verwaltung.

Bild: PD

Die Wohnbaugenossenschaft investierte rund 150000 Franken in dieses Vorhaben. Dabei spannte sie mit der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) AG zusammen. Die Grundinstallation der Ladeinfrastruktur bezahlt das Hemetli, die Wohnungsmieter wiederum mieten die Station vom Hemetli. Die einmaligen Installationskosten und der Stromverbrauch wird dem Mieter von der SAK fakturiert.

Die grösste Herausforderung bei solchen Projekten in Mehrfamilienhäusern ist gemäss Marcel Kellenberger, Verkaufsberater E-Mobilität bei der SAK, der hauseigene Stromanschluss. «Werden mehrere Autos gleichzeitig betankt, kommt dieser schnell an den Anschlag.» Um diese Gefahr bei Verbrauchsspitzen in den Griff zu bekommen, sei ein intelligentes Lastenmanagement von grosser Bedeutung. Mit der Lösung der SAK können bis zu 30 Ladestationen gleichzeitig betrieben werden, ohne dass der Hausanschluss vergrössert werden muss. Das Hemetli setzt verstärkt auf erneuerbare Energien – nicht nur bei der Elektromobilität. So wird mittlerweile etwa ein Drittel des verbrauchten Stroms mit eigenen Fotovoltaikanlagen produziert. Die Mieter schliessen sich dabei zu einer Eigenverbrauchsgemeinschaft zusammen, was die Wirtschaftlichkeit der Anlagen erhöht. Wenn der Solarstrom für Elektroautos verwendet wird, könne diese zusätzlich gesteigert werden, sagt Bischofberger. Dies trifft auch auf die Batterien zu, welche das Hemetli als Stromspeicher angeschafft hat. (cal)

52-jährige Frau bleibt bei Selbstunfall in Appenzell unverletzt

Der Selbstunfall ereignete sich nach dem Dorfausgang in Appenzell.

Der Selbstunfall ereignete sich nach dem Dorfausgang in Appenzell.

Bild: KPAI

Am Karfreitag fuhr eine 52-jährige Frau von Appenzell her kommend in Richtung Enggenhütten. Kurz nach dem Dorfausgang Appenzell verlor sie gemäss einer Medienmitteilung der Kantonspolizei AI aus noch nicht vollständig geklärten Gründen die Herrschaft über ihr Fahrzeug. Es kam zu einer heftigen Kollision mit mehreren, am rechten Strassenrand stehenden Betonpfählen, wobei erheblicher Sachschaden entstand. Der ausgerückte Rettungsdienst Appenzell stellte keine Verletzungen infolge des Unfalles fest. (kpai)

Appenzeller Stürmer Sepp Peterer trifft gegen Neckertal-Degersheim doppelt

Nach einer guten ersten Halbzeit und einer 1:0 Führung geriet die 1. Mannschaft des FC Appenzell gegen Neckertal-Degersheim in der zweiten Hälfte in Rückstand, konnte aber in den letzten Sekunden immerhin noch den verdienten Ausgleich 2:2 erzielen.

Doppeltorschütze Sepp Peterer vom FC Appenzell.

Doppeltorschütze Sepp Peterer vom FC Appenzell.

Bild: Martin Kradolfer

Trainer Alexandro Isler war insgesamt mit der Leistung seiner Spieler nicht zufrieden. Gegenüber dem (schlechten) Spiel vom letzten Wochenende in Wittenbach konnten sich die Innerrhoder in der ersten Halbzeit steigern, waren die bessere Mannschaft und hatten Chancen für eine noch grössere Führung. In den zweiten 45 Minuten agierten die Einheimischen auf dem Kunstrasen Wühre nicht mehr so konzentriert und kamen - auch durch eine ab der 40. Minute notwendig gewordene Umstellung - nicht mehr richtig ins Spiel. Die Gäste konnten ihr Spiel mit weiten Bällen und Kopfballverlängerungen ausnutzen und die Partie drehen. Insgesamt boten die Appenzeller nach dem Pausentee aber zu wenig. Obwohl sie das Spiel eigentlich mehrheitlich im Griff hatten, mussten sie am Ende auch froh sein, noch den Ausgleich erzielt zu haben.

Führung durch Sepp Peterer

In der 10. Minute wurde Simon Baumann mit einem langem Ball von Michael Dörig lanciert, konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen und in der Mitte Sepp Peterer bedienen, welcher gegen den Torhüter und einen Abwehrspieler zum 1:0 einschiessen konnte. In der Folge gelangte Simon Baumann nach seinem Schuss zu einem Eckball und auf der anderen Seite rettete der aufmerksame Torhüter Michael Räss herauslaufend. Nach einem Eckball streifte in der 20. Minute ein Kopfball von Lars Schneider die Latte. Nach einer guten Kombination strich ein Schuss von Sepp Peterer am Tor vorbei. Nach einer runden halben Stunde setzten sich die Untertoggenburger im Strafraum der Einheimischen kurzfristig fest, erzielten aber den Ausgleich nicht. In der 37. Minute scheitere Jonas Signer nach einem Angriff über die linke Seite am gegnerischen Torhüter. Fünf Minuten vor dem Pausentee musste sich Michael Büchler verletzungshalber auswechseln lassen. Kurz vor dem Seitenwechsel rettete der Gästetorwart herlaufend vor Sepp Peterer, welcher insgesamt mit viel Einsatz spielte. Die Innerrhoder verzeichneten bis hierher mehr gefährliche Angriffe und mehr Tormöglichkeiten als die besser rangierten Gäste.

Ausgleich durch Sepp Peterer

Nach Wiederbeginn gelang es den Gästen mehr Druck zu erzeugen. Nach einem Freistoss und einem Kopfball flog ein erster Schuss deutlich über das Gehäuse. In der 55. Minute rettete zuerst Hüter Michael Räss mit einer sehr guten Parade zur Ecke. Beim anschliessenden Cornerball gelangte die gegnerische Nummer drei, Dimitri Büchler, nach einem verlängerten Kopfball eines Mitspielers mit dem Kopf aus kurzer Distanz zum 1:1 Ausgleich. Freistehend traf ein Degersheimer mit einem weiteren Ball per Kopf das Ziel nicht.

Nach dem den Platzherren einige Zeit nicht viel gelang, konnten sie in der Folge selber wieder etwas mehr Druck nach vorne erzeugen. Bei Möglichkeiten der Einheimischen zielte zuerst Jonas Signer zu hoch und wenige Zeit danach rettete die Gästeabwehr in höchster Not. Gegenüber konnte sich auch Keeper Michael Räss mit zwei guten Abwehren auszeichnen. In der 76. Minute war er dann machtlos als Ron Lieberherr wenige Meter vor dem Tor zum 1:2 einschiessen konnte. Einige Akteure sahen eine Abseitsposition, wobei gemäss dem Schiedsrichter-Inspizienten der Treffer korrekt und der Unparteiische insgesamt ein guter 3. Liga-Schieds richter war, vor allem läuferisch. Appenzell gelang es wieder vermehrt Akzente nach vorne zu setzen, während Degersheim vor allem durch viele Spielerwechsel versuchte den Spielfluss zu hemmen.

In der 85. Minute zielte der gut ins Spiel integrierte Simon Baumann zu hoch und 180 Sekunden weiter scheiterte er am Gästetorwart. In der 92. Minute durften die Einheimischen doch noch jubeln. Nach einem Zuspiel von Simon Baumann wehrte der Torhüter der Neckertaler einen ersten Schuss von Sepp Peterer noch ab, aber der Nachschuss landete zum 2:2 im Netz. (mk)

Appenzell spielte gegen Necktal-Degersheim mit: Michael Räss; Andrej Hörler, Leon Keller, Lars Schneider, Mario Breitenmoser (ab 83. Minute Luca Kid); Michael Dörig, Fabian Koller (ab 70. Minute Sokol Shabani); Michael Büchler (ab 40. Minute Mohamed Omar Ali), Jonas Signer, Simon Baumann; Sepp Peterer.

Neuer Wildhüter für Appenzell Innerrhoden

Die Standeskommission hat Mathias Müller aus St.Gallen als Wildhüter im Bau- und Umweltdepartement des Kantons Appenzell Innerrhoden gewählt.

Mathias Müller ist gelernter Bauspengler und absolvierte die Ausbildung zum Transportsanitäter, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Seit 2020 ist er als Berufsfeuerwehrmann in St.Gallen tätig. Die Jagdprüfung absolvierte Müller im Jahr 2014 im Kanton Thurgau.

Die neue Stelle mit einem Pensum von 80 Prozent wird Mathias Müller am kommenden 1. August antreten. (rk/red.)

Heftiger Auffahrunfall bei Bahnübergang in Herisau

Am Donnerstag ist es in Herisau zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen gekommen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Bild: Kapo AR

Um 15.10 Uhr fuhr eine 37-jährige Automobilistin auf der St.Gallerstrasse in Richtung Winkeln. Vor dem Bahnübergang bemerkte sie im Kolonnenverkehr zu spät, dass das voranfahrende Auto angehalten hatte. In der Folge kam es zu einer heftigen Auffahrkollision, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei meldet. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken. (kapo/dwa)

Bild: Kapo AR

SVP AR gibt Parolen bekannt

Die Delegierten der SVP AR haben an der Versammlung vom 12. April im Kronensaal Wolfhalden die Parolen für die kommenden Abstimmungen vom 15. Mai gefasst. Dies kommuniziert die SVP AR in einer entsprechenden Mitteilung.

Am 15. Mai wird abgestimmt.

Am 15. Mai wird abgestimmt.

Bild: Archiv

Änderung Bundesgesetzes über Filmproduktion und Filmkultur – mehrheitlich NEIN
Nach einer überaus leidenschaftlich geführten Diskussion durch die beiden Referenten Joël Jent (Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz) sowie Lukas Huber (Präsident JSVP SG), stimmten die Delegierten klar gegen das Filmgesetz und empfehlen der Stimmbevölkerung ein Nein. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, ob das neue Gesetz eine neue Steuer für Streaming-Dienste oder doch eher einen Investitionszwang darstellt, überwiegt das Argument der freien Marktwirtschaft. Demnach soll es nicht Aufgabe des Staates sein, für jede technologische Neuerung direkt ein neues illiberales Gesetz zu erlassen.

Delegierte empfehlen Transplantationsgesetz äusserst knapp zur Annahme
Die Argumente zu diesem eher emotionalen Thema wurden von Markus Schmidli (Stv. Kantonsarzt AI) sowie Niklaus Herzog (Komitee nur mit Zustimmung) präsentiert. Obwohl die Widerspruchslösung einen mutmasslichen Eingriff in die Selbstbestimmung bedeutet, gewichten die Delegierten das Wohl der Patienten stärker. Entgegen der Stossrichtung der SVP Schweiz beschliessen sie mit einer Stimme unterschied, die JA-Parole. Im wesentlichen wurde das Argument zur Willensäusserung diskutiert. Auch wenn die Systematik diesbezüglich grundsätzlich geändert wird, so hat doch jeder die Möglichkeit seinen Willen zu äussern und als letzte Möglichkeit haben auch die Angehörigen ein Einspruchsrecht.

Bundesbeschluss über Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands – grossmehrheitlich JA
Nach der Präsentation der Vorlage durch Kantonsrat Christian Oertle, wurde eine kritische Diskussion zu Frontex respektive dem Schengen-Abkommen geführt. Dennoch haben sich die Anwesenden grossmehrheitlich für das Gesetz ausgesprochen. Mit dieser Gesetzesvorlage müsse man mit jährlichen Kosten von rund 61 Millionen Franken rechnen. Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile vom Schengen-Vertrag die zu erwartenden Mehrkosten aus dem Frontex-Ausbau. «Jeder zusätzliche Gewinn an Sicherheit, gerade in diesen verrückten Zeiten, ist wichtig für unser Land und muss uns auch etwas Wert sein», schliesst die SVP AR ihre Mitteilung.

Beim Abbrennen von Unkraut geriet die Thujahecke in Brand

Beim Brand der Thujahecke in Heiden entstand Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Franken.

Beim Brand der Thujahecke in Heiden entstand Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Franken.

Bild: KPAR

Am Mittwoch kurz nach 15 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass an der Bachstrasse in Heiden eine Hecke in Brand geraten sei. Ein 60-jähriger Mann war mit dem Abbrennen von Unkraut beschäftigt. Dazu benutzte er einen Gasbrenner. Während den Arbeiten geriet eine ungefähr 10 Meter lange, Thujahecke in Brand. Die avisierte Feuerwehr der Regi-Wehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Franken, wie es in der Medienmitteilung heisst. (kpar)

Luchs von Aut

In der Nacht von Sonntag auf Montag ist in Lutzenberg ein Luchs von einem Auto erfasst worden. Das Tier sei noch auf der Unfallstelle verstorben, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt.

Der Luchs in Lutzenberger wurde beim Überqueren der Kantonsstrasse von einem Auto erfasst.

Der Luchs in Lutzenberger wurde beim Überqueren der Kantonsstrasse von einem Auto erfasst.

Bild:
JMH Distributions

Der männliche Luchs wanderte in der erwähnten Nacht im Raum Lutzenberg umher. Dort querte das Tier die Kantonsstrasse zwischen Rheineck und Wolfhalden und wurde dabei von einem Auto erfasst. Der Lenker des Fahrzeugs reagierte gemäss Mitteilung korrekt und vorschriftsgemäss: Er kontaktierte unverzüglich die Polizei. Diese hat den an der Unfallstelle verstorbenen Luchs noch in der Nacht geborgen und der Wildhut Appenzell Ausserrhoden übergeben.

Alle tot aufgefundenen, geschützten Grossraubtiere in der Schweiz – so auch dieser Luchs – werden dem Institut für Fisch und Wildtiergesundheit (FIWI) zur Untersuchung eingereicht. Das FIWI untersucht nun den Luchskadaver und stellt die genaue Todesursache fest. Dabei wird auch der Gesundheitszustand des Tieres erhoben. Das Resultat der Analyse wird in einigen Wochen vorliegen.

Drei bis vier Luchse im Appenzellerland

Rund drei bis vier Luchse durchstreifen seit mehreren Jahren das Appenzellerland. Von Menschen werden Luchse kaum bemerkt. Als stille und heimliche Jäger sind sie mehrheitlich nachts unterwegs. Während der Ranzzeit (Paarungszeit) im Frühjahr nehmen die Wanderungen der männlichen Luchse auf der Suche nach einer Partnerin zu. (kk)

1.-Liga-Handballer des TV-Appenzell unterliegen nach spannendem Spiel

Dano Waldburger setzt zu einem Drehwurf an.

Dano Waldburger setzt zu einem Drehwurf an.

Bild: Fabian Koller

Es ist hinlänglich bekannt, dass mit «hätte» und «wäre» keine Spiele zu gewinnen sind. Diese schmerzliche Erfahrung musste am Mittwochabend auch der TV Appenzell in der heimischen Wührehalle machen. Wären die Grosschancen, die sich den Appenzellern in den letzten drei Minuten boten, in Treffer umgemünzt worden und hätte der Siebenmeter, der ihnen zwanzig Sekunden vor der Schlusssirene zugesprochen wurde, erfolgreich verwandelt werden können. Doch es hat nicht sollen sein.

Es gab in diesem hart umkämpften Match aus Sicht des TVA zwei je sechsminütige Phasen, die das eine Mal positiv und das andere Mal negativ ins Gewicht fielen. Zwischen der 5. und der 11. Minute der ersten Halbzeit zogen die Innerrhoder vom 3:3 zum 8:3 davon. Das nötigte den Stäfner Coach zu einem Time-out, das zunächst ohne Wirkung blieb, sollte doch der Fünf-Tore-Vorsprung in der Folge noch weitere fünf Mal zustandekommen. Erst ab der 22. Minute fand Stäfa zurück ins Spiel, als es hintereinander vier Tore erzielte.

Niederlage ist kein Grund zur Panik

Die zweite bemerkenswerte – und nun leider negative – Phase waren zwischen der 54. und der 60. Minute zu registrieren. Lukas Manser hatte zum 29:27 getroffen, was die Hoffnung nährte, dass fast über die ganze zweite Halbzeit sehr ausgeglichen verlaufene Spiel kippe doch noch zugunsten des TVA. Aber der 29. Appenzeller Treffer war zugleich auch der letzte, wogegen Stäfa noch dreimal punkten konnte. Womit wir dann eben beim «hätte» und «wäre» angekommen wären.

Die 1.-Liga-Handballer unterliegen 29:30. Der doppelte Punkteverlust ist ärgerlich und lässt für den TVA den Schritt zum Ligaerhalt rein rechnerisch noch nicht definitiv vollziehen. Ein Unentschieden hätte für den definitiven Ligaerhalt gereicht. Der Blick auf Tabelle und Spielplan vermag aber zu beruhigen. Der TVA geht mit acht Punkten und 19 Plustoren in die letzten drei Partien. (hü)

Innerrhoderinnen mit Einbruch in den letzten zehn Minuten

Das Handball-Frauen 1 Team des TV Appenzell lag in Arbon bis zehn Minuten vor Schluss mit bis zu acht Toren Differenz vorne, verlor dann aber noch mit 26:27. So ging in der Saison 21/22 auch das vierte Spiel gegen das Team vom Bodensee verloren.

Ronja Manser mit erfolgreichem Durchbruch.

Ronja Manser mit erfolgreichem Durchbruch.

Bild: PD

Nach einer hervorragenden ersten Halbzeit liess die Leistung der Innerrhoderinnen aber schon ab der 31. Minute nach. In der ersten halben Stunde liessen die acht Appenzellerinnen die Thurgauerinnen kaum ins Spiel kommen und zwangen diese zu vielen Fehlern. Die Angriffe wurden sauber fertig gespielt und der Ball laufen gelassen. Schon zu Beginn schossen sich die Gäste in Führung, gerieten aber zwischenzeitlich nach dem 3:3 nach einer Viertelstunde mit 3:6 ins Hintertreffen. Dieser Rückstand war aber schnell wieder aufgeholt und nach 19 Minuten stand die gute Partie wieder Unentschieden. Und nach dem 7:7 führte Appenzell nach 300 Sekunden wieder mit 11:7. Und zur Pause stand es 15:9 für die Gäste.

Zum Vergessen

Die ersten zwei Treffer der zweiten Halbzeit erzielten noch die Gäste und führten mit acht Treffern Differenz 17:9. Warum anschliessend eine Leistung «zum Vergessen» folgte, kann sich Coach Julian Clavien nicht erklären. Fühlten sich «seine Frauen» in falscher Sicherheit? Es folgten immer mehr technische Fehler und auch unnötige Zweiminutenstrafe. Und so kamen die Gegnerinnen immer näher und beim Stand von 17:13 für Appenzell war der Vorsprung bis zur 36. Minute schon halbiert. Appenzell konnte zwar nochmals auf 20:14 erhöhen. Aber auch diese Differenz verkürzte sich schnell wieder auf «nur» noch drei. Aber immer noch konnte sich Appenzell einen Vorsprung erhalten. Beim Stande von 22:19 kassierten die Gäste innert 12 Sekunden zwei Zeitstrafen und in der 49. Minute erzielten die Arbonerinnen den 22:22 Ausgleich bevor die Innerrhoderinnen letztmals mit einem Treffer führten. Die Einheimischen erspielten sich dann nach 53 Minuten einen Zweitore-Vorsprung. Appenzell konnte sich bis zum Ende nur noch auf ein Tor verkürzen und verlor schlussendlich beim Spitzenreiter mit 26:27.

Insgesamt wussten bei den Innerrhoderinnen besonders Celine Oberle und Andrina Inauen (auch) in der Abwehr gut zu gefallen. Ronja Manser erwies sich als hundertprozentige Werferin der Siebenmeter und auch die frühere Fussballerin Giulia Maselli steuerte ein halbes Dutzend Treffer bei. In der 2. Liga-Abstiegsrunde belegen die Innerrhoderinnen neu den fünften Rang.

Appenzell spielte in Arbon mit: Ronja Haudenschild; Andrina Inauen (6), Celine Oberle (5), Ursina Bless, June Fritsche (1), Giulia Maselli (6), Ronja Manser (8/5), Sarah Inauen, Katja Müller. Gegen Appenzell wurden sechs und gegen Arbon 2 vier Zweiminutenstrafen verhängt. (mk)

Nach Corona: Gastro AR ehrt langjährige Mitglieder

Am Montag hat der Verband Gastro Appenzellerland AR seine 113. Generalversammlung im Landgasthaus Bären abgehalten. Anwesend waren rund 50 Personen, davon 20 Mitglieder. Unter den Gästen befanden sich Daniel Lehmann, Leiter des Ausserrhoder Amts für Wirtschaft und Arbeit, Maurus Ebneter, Trésorier von Gastro Suisse und Andreas Frey, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AR.

Ehrung für langjährige Mitglieder. (Symbolbild)

Ehrung für langjährige Mitglieder. (Symbolbild)

Christian Beutler

Der Vorstand, bestehend aus Paddy Schai, Adrian Höhener, Ralph Frischknecht, Gabi Hafner und Emil Mock wurde einstimmig wiedergewählt und Präsident Markus Strässle für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Als Anerkennung und Dank wurde der langjährige Kassier und Vizepräsident Beat Barmettler (Hohe Lust, Lutzenberg) zum Ehrenmitglied ernannt. Chläus Dörig (Waldegg, Teufen) gab seinen Rücktritt als Beisitzer des Vorstands bekannt. Weil die Versammlung die vergangenen beiden Jahre nur virtuell stattgefunden hatte, gab es zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Die Jahresrechnung 2021 von Gastro Appenzellerland AR schloss bei Einnahmen von knapp 44'500 Franken mit einem Verlust von 7000 Franken. Das Budget 2022 sieht bei Einnahmen von 47'000 Franken einen Verlust von 11'500 Franken vor. (ker)

Unfall auf Trasse der Appenzeller Bahnen

Die 57-jährige Frau geriet mit ihrem Auto auf die Trasse der Appenzeller Bahnen.

Die 57-jährige Frau geriet mit ihrem Auto auf die Trasse der Appenzeller Bahnen.

Bild: KPAR

Am Dienstag lenkte eine 57-Jährige ihr Auto nach der Nachtschicht um 7.50 Uhr von St. Gallen in Richtung Teufen. Kurz vor dem Dorfzentrum, im Bereich der Liegenschaft Hauptstrasse 17, geriet die Frau mit ihrem Auto aufgrund Übermüdung über die Gegenfahrbahn und kam schliesslich auf dem Trassee der Appenzeller Bahnen zum Stillstand. Die Lenkerin blieb unverletzt. Am Auto entstand Sachschaden von einigen tausend Franken. Für die Fahrzeugbergung musste ein Kranfahrzeug aufgeboten werden. Der Bahnbetrieb blieb für rund eine Stunde unterbrochen. (kpar)

Angetrunkener Autofahrer in Heiden beschädigt Metallzaun

Ohne sich um den Schaden zu kümmern, fuhr der Autofaher weiter nach Heiden.

Ohne sich um den Schaden zu kümmern, fuhr der Autofaher weiter nach Heiden.

Bild: KPAR

Am Dienstag kurz nach 11 Uhr lenkte ein 56-jähriger Mann sein Auto auf der Nebenstrasse von Thal in Richtung Heiden. In einer Linkskurve geriet der Autofahrer über den rechten Fahrbahnrand und fuhr gegen den Metallzaun. Ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern, fuhr der Mann weiter in Richtung Heiden, wo dieser durch eine Polizeipatrouille angehalten werden konnte. Bei der Kontrolle stellte die Patrouille beim Autofahrer Alkoholsymptome fest, worauf eine Beweissichere Atemalkoholprobe angeordnet wurde. Der Führerausweis wurde dem Mann abgenommen. Am Personenwagen und am Metallzaun entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kpar)

Hoher Kasten eröffnet Saison am Karfreitag

Der Hohe Kasten ist aufgrund der letzten Schneeschauer wieder schneebedeckt.

Der Hohe Kasten ist aufgrund der letzten Schneeschauer wieder schneebedeckt.

Bild: PD

Nach umfangreichen Revisionsarbeiten bei der Seilbahn während der letzten acht Wochen, starten das Hoher Kasten Drehrestaurant und die Seilbahn zusammen am Karfreitag mit dem Berggasthaus in die bevorstehende Saison. Das teilen sie am Mittwoch mit.

Von Mitte Februar bis Mitte April wurde die alljährliche Revision der Seilbahn Hoher Kasten durchgeführt und dauerte acht statt vier Wochen. Grund dafür war, dass die Revision des Laufwerks und aller tragender Teile sowie eine Komplettrevision der beiden Seilbahnkabinen anstanden. Die Kabinen erlebten seit dem Bau des Europarundwegs 2016 und der Tunnelerweiterung im letzten Jahr einiges mit. Sie wurden nun auf Herz und Nieren geprüft und optisch aufgefrischt.

Aktion mit Zeitungsinserat

Auch die Seilbahn wurde ordnungsgemäss kontrolliert und revidiert. Die Stützen, die beiden Kabinen, alle Seile und die Sicherheitsanlage wurden kontrolliert und revidiert. Die Revision wird am Donnerstag planmässig abgeschlossen.

Pünktlich auf Ostern werden wieder Gäste auf dem Hohen Kasten willkommen geheissen. Nach zwei Jahren herrscht endlich wieder Normalzustand und damit Normalbetrieb. Auch wenn wegen der aktuellen Schneeverhältnisse auf dem Berg noch nicht gewandert werden kann, sind das Drehrestaurant und die Seilbahn ab Karfreitag wieder täglich geöffnet.

Die Seilbahn weist auf das Inserat «2-für-1» in dieser Zeitung hin, das nächstens erscheinen wird. Gegen Abgabe des Inserates fahren zwei Personen zum Preis von einer Person. Falls eine der beiden Personen ein Halbtax-Abo oder ein GA besitzt, wird der günstigere Tarif verrechnet, auch wenn die zweite Person den Vollpreis bezahlen müsste. Die Aktion gilt vom 19. bis zum 30. April. Das ganze Jahr hindurch fahren alle Kinder bis und mit 15 Jahre gratis mit der Seilbahn. Die Kinderaktion gilt auch für Gruppen, egal ob Schulklassen, Verein oder Pfadilager. (pd)

Sanierung der Herisauer Eggstrasse beginnt am Dienstag

Ab dem 19. April wird die Eggstrasse auf dem Abschnitt Postrasse bis Untere Steinegg saniert.

Ab dem 19. April wird die Eggstrasse auf dem Abschnitt Postrasse bis Untere Steinegg saniert.

Bild: PD

Am kommenden Dienstag beginnt gemäss Mitteilung der Gemeinde Herisau die Sanierung der Eggstrasse mitsamt Werkleitungen und Kanalisation auf dem Abschnitt Poststrasse bis Untere Steinegg. Im selben Zug werden fünf Bushaltestellen der Linie 176 entsprechend dem Behindertengleichstellungsgesetz angepasst. Die Arbeiten werden etappiert erfolgen und, wenn notwendig, mit Lichtsignalbetrieb. Die Gemeinde warnt, dass mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Alle Projektbeteiligten versuchen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und danken für das Verständnis. (gk)

Freisinnige wollen Steuererhöhung von 2018 rückgängig machen

Die Staatsrechnung 2021 des Kantons Appenzell Ausserrhoden schliesst viel besser ab als budgetiert. Das löst bei der FDP Freude aus, aber auch intensive Diskussionen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Nach Jahren von düsteren Prognosen und Sparmassnahmen befinden sich die Kantonsfinanzen wieder in einem ausgezeichneten Zustand.

Nachdem der Kanton für ein 2021 Jahresabschluss mit einem hohen Überschuss präsentierte, gibt es Forderungen nach einer Steuersenkung.

Nachdem der Kanton für ein 2021 Jahresabschluss mit einem hohen Überschuss präsentierte, gibt es Forderungen nach einer Steuersenkung.

Bild: Ralph Ribi

Hauptursache dafür sind die ausserordentlichen Beiträge aus den Ausschüttungsreserven der Nationalbank. Dieser Umstand sei im Hinblick auf die nachhaltig richtigen Massnahmen zu berücksichtigen, schreiben die Freisinnigen. Der Kanton verfügt nach Einschätzung der FDP über ein solides Polster und eine tiefe Verschuldung. Daher hat sich die Parteileitung dieser Tage mit dem Thema Steuerreduktion befasst. Diese Forderung geniesst in der FDP Sympathien. Allerdings mit der Einschränkung, dass diese Steuerreduktion im Hinblick auf langfristige strategische Entwicklung und Handlungsfähigkeit des Kantons erfolgen soll.

FDP will an Investitionen festhalten

Keine Hand bietet die FDP hingegen für Begehrlichkeiten um Ausbau von wiederkehrenden, laufenden Aufwänden – im Gegenteil, diese sollten gerade aus der Position der Stärke heraus kritisch hinterfragt werden. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Finanzflüsse zwischen Kanton und Gemeinden eingehend zu analysieren. Nachstehende Gründe sprechen für eine Steuersenkung mit Augenmass.

Als Beispiel nennt die FDP die Investitionen in die ökologische Zukunft des Kantons. So hat der Kantonsrat beispielsweise kürzlich ein fortschrittliches Energiegesetz verabschiedet, mit welchem Appenzell Ausserrhoden zum Vorzeigekanton in Sachen erneuerbarer Energien wird. Der Regierungsrat ist gemäss der FDP gefordert mit der Klimastrategie 2023 – 2026 einen Mittelbedarf aufzuzeigen. Ein anderes Projekt ist die familienergänzende Betreuung. Damit der Kanton langfristig von diesen Vorhaben profitieren kann, sind Investitionen nötig. Der FDP sind diese Investitionen in die Zukunft unseres Kantons eminent wichtig.

Investition in zukunftsfähige Gemeindestrukturen

Als weiteres Beispiel werden in der Mitteilung die Diskussionen über die künftigen Gemeindestrukturen genannt. Die laufende Diskussion um Gemeindefusionen zeigt für die FDP-Fraktion in erster Linie eines auf: Es fehlt an einem Fusionsgesetz und entsprechenden Mittel, um Fusionen zu unterstützen. Die FDP fordert die Regierung auf, in der Verfassungsdiskussion aufzuzeigen, in welchem Umfang Mittel für Gemeindefusionen bereitgestellt werden müssen, ob nun für vier Gemeinden oder einzelne bilaterale Fusionsprojekte.

Die Corona-Krise ist demgegenüber bereits etwas aus dem Fokus geraten. Dennoch stellt die Bewältigung dieser Krise immer noch eine Herausforderung bzw. ein Fragezeichen für die Zukunft dar. Mit dem Krieg in der Ukraine hat eine neue Krise Europa erfasst hat. Niemand kann aktuell prognostizieren, welche Auswirkungen dieser Krieg menschlich und auch wirtschaftlich bringen wird. Neben den Flüchtlingsströmen haben die rigorosen Sanktionen Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft und können für die Kantonsfinanzen zu einer Belastung werden. Der Kanton muss also nicht mit jedem «gewonnen» Franken die Steuern senken, sondern in erster Linie seine Handlungsfähigkeit bewahren.

Kanton kann sich tiefere Steuern leisten

Unter Berücksichtigung der Krisen und der dringend notwendigen strategischen Investitionen zur Entwicklung des Kantons gilt bei der FDP für das Thema Steuerreduktion deshalb das Motto «Ja, aber mit Augenmass». Sie fordert aktuell in erster Linie eine Korrektur: Die Steuererhöhung für natürliche Personen von 2018 soll rückgängig gemacht werden. Damals hatte der Kantonsrat aufgrund der schlechten Prognosen gegen den Willen der Regierung eine Steuererhöhung von 0,1 Einheiten beschlossen. Heute zeigt sich jedoch: Die Kantonsfinanzen sind gesund, deshalb kann der Kantonsrat nun im Voranschlag 2023 den Steuerfuss wieder um 0,1 Einheiten senken und damit die Bevölkerung entlasten. Diese Steuersenkung kann sich der Kanton leisten und behält damit trotzdem seine Handlungsfähigkeit. Sollten sich die unklaren Vorzeichen bis zum Zeitpunkt der Voranschlagsdiskussion im Dezember verändern, kann sich die FDP vorstellen eine höhere Reduktion zu fordern – immer mit Augenmass und ohne das langfristige Ziel aus den Augen zu verlieren, zum bevorzugten Wohnkanton in der Ostschweiz zu werden, (pd)

Am Donnerstag ziehen Ukrainische Geflüchtete im «Pfand» ein

Das Gebäude des ehemaligen Alters- und Pflegeheimes Pfand in Hundwil wurde als Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine angemeldet und in den letzten Wochen eingerichtet. Dies teilt die Gemeinde in einer Medienmitteilung mit.

Im Altersheim Pfand in Hundwil werden Ukrainische Flüchtlinge einziehen.

Im Altersheim Pfand in Hundwil werden Ukrainische Flüchtlinge einziehen.

Bild: APZ

Dank Spenden konnte die Bereitstellung zu diesem Zweck erfolgen. Die Gemeinde Hundwil ist Mitglied der regionalen Asylstelle HSSW (Hundwil, Schönengrund, Schwellbrunn und Waldstatt). Dabei hat die Gemeinde Hundwil, mit der Vertreterin aus dem Gemeinderat für das Ressort Asyl und Soziales, Einsitz in der Kommission. Die Zuweisung durch die kantonale Stelle erfolgt via Asylstelle HSSW. In der aktuellen Situation müssten zusätzliche Ressourcen und Kräfte mobilisiert werden, was auch der Bevölkerung der Gemeinde Hundwil gelungen sei, wie es in der Mitteilung heisst. Diesen Donnerstag trifft die erste Flüchtlingsgruppe aus der Ukraine ein. Sie wurden vorerst beim Kinderdorf Pestalozzi in Trogen einquartiert. Die Gemeinde Hundwil stellt gemäss Mitteilung das Haus «Pfand» gerne für diese Aufgabe zur Verfügung.

Abstimmung findet voraussichtlich am 25. September statt

Bezüglich dem Verkauf der Liegenschaft des Alters- und Pflegeheimes Pfand hat der Gemeinderat kommuniziert, dass die Abstimmung auf den 15. Mai angesetzt wird. An der öffentlichen Versammlung wurde darauf hingewiesen, dass der Abstimmungstermin nur eingehalten werden kann, sofern die nötigen Abklärungen getätigt werden können. Besonders die Abklärungen für die Optionen zum Bau in der Landwirtschaftszone sind nach Auskunft der Gemeinde sehr aufwendig und bieten wenig Spielraum respektive geben ein enges Korsett vor. Der Gemeinderat konnte nach eigenen Angaben noch nicht alle offenen Fragen abschliessend klären und noch keine vertieften Verhandlungen führen. Somit fehlen für ein fundiertes Abstimmungsedikt sowie eine weitere Informationsveranstaltung wichtige Fakten. Aus diesem Grund verschiebt der Gemeinderat die Abstimmungsvorlage zum Verkauf des Alters- und Pflegeheimes Pfand voraussichtlich auf den 25. September. (gk)

Ehemaliges Altersheim war innerhalb kurzer Zeit bezugsbereit

Der Gemeinde Stein werden die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine zugewiesen. Vier Mütter mit insgesamt sieben Kindern sowie eine Grossmutter haben mittlerweile das ehemalige Altersheim Büel bezogen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Im ehemaligen  Altersheim Büel in Stein leben bereits die ersten Geflüchteten aus der Ukraine.

Im ehemaligen  Altersheim Büel in Stein leben bereits die ersten Geflüchteten aus der Ukraine.

Bild: KER

Die neu gegründete Arbeitsgruppe Ukraine, bestehend aus Rita Steingruber, Gabriela Schwarzkopf, Fabienne Wick, Zita Glaus und Urs Wieland, habe auf Hochtouren sämtliche Vorbereitungen getroffen, damit das Altersheim Büel innert kürzester Zeit einzugsbereit ist. Da das Gebäude komplett leer stand, musste das gesamte Mobiliar, dartuner Betten, Schränke, Tische, Stühle und Matratzen organisiert, gezügelt und aufgestellt werden. Auch die Küche musste neu ausgestattet werden und kleinere Reparaturen und Installationen waren ebenfalls erforderlich. In der Mitteilung dankt die Gemeinden den Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie allen Helferinnen und Helfer für ihren motivierten Einsatz.

Grosszügige Geldspenden eingegangen

Der Verein Stein für Stein sammelte bereits vorab Hilfsangebote aus der Bevölkerung. Mit dieser Liste konnte das Altersheim Büel in nur fünf Tagen fast vollständig ausgestattet werden. Das meiste Mobiliar wurde von den Einwohnerinnen und Einwohner gratis zur Verfügung gestellt. Das restlich benötigte Inventar konnte durch grosszügige Geldspenden angeschafft werden. Es sei überwältigend, wie viele Steinerinnen und Steiner bereit seien, in irgendeiner Form zu helfen und die Arbeitsgruppe zu unterstützen. In kurzer Zeit habe viel geleistet werden können. (gr)

Martin Studerus wird neuer Betriebsleiter des EW Urnäsch.

Bei der Elektrizitätswerk Urnäsch AG kommt es zu einem Wechsel in der Geschäftsführung. Am 1. Mai übernimmt Martin Studerus die Aufgaben des Betriebsleiters und ab dem 1. Juni ist Andrea Frick für die Administration verantwortlich. Die Neubesetzung wurde nötig, weil sich René und Susanne Brandenberger beruflich neu orientieren.

Martin Studerus und Andrea Frick sind neu für die Führung des Elektrizitätswerks Urnäsch verantwortlich.

Martin Studerus und Andrea Frick sind neu für die Führung des Elektrizitätswerks Urnäsch verantwortlich.

Bild: PD

Während der vergangenen sechs Jahre waren René Brandenberger als Betriebsleiter und Susanne Brandenberger in der Administration beim Elektrizitätswerk Urnäsch tätig. In seiner Mitteilung bedankt sich der Verwaltungsrat der Elektrizitätswerk Urnäsch AG beim Ehepaar Brandenberger für die Zusammenarbeit sowie für ihr Engagement für das EW Urnäsch und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Andrea Frick ist Urnäscherin, Martin Studerus wohnt in Teufen

Der EW-Verwaltungsrat freut sich in einer Medienmitteilung, dass mit Martin Studerus als neuem Betriebsleiter und mit Andrea Frick als neue Leiterin Administration qualifizierte Persönlichkeiten für die Führung des Elektrizitätswerks gewählt werden konnten.

Der neue EW-Betriebsleiter Martin Studerus, wohnt in Teufen und ist gelernter Elektriker. Während seiner beruflichen Tätigkeit hat er sich Fachkenntnisse im Bereich der Niederspannung wie auch in der Mittelspannung angeeignet. Die letzten elf Jahre war er Kadermitarbeiter bei einem kantonalen Energieversorgungsunternehmen. Martin Studerus habe gute Marktkenntnisse und sei in der Branche vernetzt, heisst es in der Mitteilung.

Die Urnäscherin Andrea Frick ist kaufmännische Angestellte und hat sich im Bereich des Rechnungswesens weitergebildet. Sie führte über mehrere Jahre die Finanzbuchhaltung eines Handelsbetriebes und bringt Erfahrung im Bereich der Finanzen und Administration mit. (pd)

FC Appenzell verliert 1:4 gegen den FC Wittenbach

In Wittenbach konnten die Ziele der 1. Mannschaft des FC Appenzell klar nicht erreicht werden. Die Innerrhoder mussten mit einer eindeutigen 1:4 (0:2) Niederlage nach Hause zurückkehren. Damit konnte die gute Leistung vor gut zwei Wochen in Zuzwil nicht bestätigt werden.

Fabian Koller (weisses Leibchen) und ein Wittenbacher versuchen einen hohen Ball zu erreichen.

Fabian Koller (weisses Leibchen) und ein Wittenbacher versuchen einen hohen Ball zu erreichen.

Bild: PD

«Obwohl vielfach nur Kleinigkeiten gefehlt haben, war die Niederlage gerechtfertigt. Vor allem in der ersten Hälfte haben wir zu viele Fehler bei Ballbesitz gemacht, und konnten so kaum Zugriff auf das Spiel nehmen und nennenswerte Chancen herausspielen. So gerieten wir mit zwei Toren in Rückstand. In der zweiten Hälfte haben wir uns gesteigert und nahmen mehr Risiko, was dann auch mit dem Anschlusstreffer belohnt wurde. Es gelang uns dann aber nicht genügend Druck aufzubauen und den Ausgleich zu erzielen und die Wittenbacher wussten die Konter und Freiräume gut zu nutzen und dann vorentscheidend ihre Führung wieder auszubauen», so das Resümee von Trainer Alexandro Isler.

Baldiger Rückstand

Nicht vor Vorteil war wohl auch, dass die Abwehr wegen Abwesenheit von Leon Keller (sehr gute Leistung vor zwei Wochen) erneut umgestellt werden musste. Aber auch einige weitere Akteure standen nicht zur Verfügung, sodass dieses Mal «nur» vier Spieler auf der Ersatzbank sassen. Aggressiv und mutig wollten die Innerrhoder nach vorne spielen. In der 7. Minute wurde aber in einer unübersichtlichen Situation der starke Neuzuzug der Wittenbacher - Diego Cassani von ehemaligen 2. Liga-Club Dardania - innerhalb des Strafraumes der Appenzeller gefoult und so lagen die Innerrhoder nach dem verwandelten Elfmeter schon mit 0:1 zurück. Die Gäste versuchten mit einigen Angriffen zu reagieren und ein Schuss von Sepp Peterer wurde vom Torhüter gehalten.

In der 19. Minute wurde dann aber ein Schuss eines St.Gallers von links durch Lars Schneider unglücklich abgelenkt und flog über Torhüter Michael Räss ins Gehäuse. Appenzell lag mit 0:2 zurück. Nach einem schönen Spielzug sah Sepp Peterer seinen Schuss vom Torhüter abgewehrt. Knapp vor der ersten halben Stunde wehrte Michael Räss gekonnt ab, als die gegnerische Nummer 11 alleine vor ihm auftauchte. Vor und nach dem Pausentee fielen zwei Schüsse der St.Galler zu hoch aus. Bereits beim Seitenwechsel hatte der Innerrhoder Trainer hinten und vorne zwei Wechsel vorgenommen. Die Appenzeller standen nun etwas höher, erzeugten etwas mehr Druck nach vorne. Sie verloren aber nach wie vor mehr Zweikämpfe als sie gewannen. In der 54. Minute wurde ein Ball von Lars Manser gehalten. Nach einer Stunde wehrte der Wittenbacher-Torhüter einen guten Schuss von Simon Baumann nach vorne ab und der eingewechselte Mohammed Omar Ali konnte ins leere Tor einschieben. Die Gäste lagen nur noch 1:2 zurück. Ein Freistoss der Einheimischen der St.Galler fiel zu hoch aus und auf der anderen Seite wurde ein Weitschuss des vorangegangen Innerrhoder-Torschützen abgewehrt. Statt dem angestrebten Ausgleich mussten dann die Innerrhoder in der 72. Minute nach einem Seitenwechsel das 1:3 hinnehmen.

Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte der bereits erwähnte «Star» der St.Galler gekonnt seine Klasse und es hiess aus Innerrhoder Sicht 1:4. Obwohl die Appenzeller bis zum Schluss kämpften und guten Willen zeigten, kam es zu keinem zählbaren Erfolg mehr.

Appenzell spielte in Wittenbach mit: Michael Räss; Andrej Hörler, Luca Kid (ab 46. Minute Florian Dörig), Mario Breitenmoser, Lars Schneider (ab 83. Minute Luca Kid); Michael Dörig, Fabian Koller (ab 76. Minute Sokol Shabani); Simon Baumann (ab 76. Minute Andreas Rusch), Jonas Signer, Lars Manser; Sepp Peterer (ab 46. Minute Mohamed Omar Ali).

Trotz Niederlage bleibt Teufen auf Rang 3

Am Sonntagnachmittag trafen im Paul-Grüninger-Stadion der SC Brühl 2 und der FC Teufen aufeinander. In einer ausgeglichenen Partie siegten die St. Galler nach einem Treffer in der 93. Minute mit 2:1. Im Verfolgerduell der 3. Liga ging es für beide Mannschaften darum, das Unentschieden vom Leader FC Flawil auszunutzen und den Abstand zu verringern. Den besseren Start in die Partie erwischten die Hausherren. Die Brühler hatten in der Startphase mehr Ballbesitz und bereits mehrere Halbchancen. Dennoch waren es die Teufner, welche in Führung gingen. In der 17. Minute spielte Captain Panella, welcher überraschenderweise im Sturm aufgeboten wurde, Lukas Kern im Strafraum an. Dieser wusste was mit dem Ball anzufangen ist und netzte ein. Ein schlechter Lohn für den SC Brühl, der bis zu diesem Zeitpunkt das klar bessere Team war.

Nur sechs Minuten später belohnten sich die Hausherren doch noch. Nach einem Freistoss an der Strafraumgrenze verwertete Adzijaj den Abpraller zum 1:1. In der Folge war die Partie ausgeglichen und die Teufner verdienten sich ihren Treffer nachträglich mit einigen Chancen, welche sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Bis zur Pause blieb es daher beim 1:1.

Die ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs dominierten wieder die Hausherren, ohne dabei zu klaren Torchancen zu kommen. Ab der 60. Minuten drehten die Gäste aus dem Appenzellerland noch einmal etwas auf und kamen zu der einen oder andere Tormöglichkeit, darunter auch eine 100%, welche vom Brühler Torwart mirakulös pariert werden konnte. Die Heimmannschaft blieb vor allem durch Standards gefährlich.

Als sich die Zuschauer und vermutlich auch schon einige der Spieler auf ein Unentschieden eingestellt hatten, fiel doch noch einmal ein Tor. Mit einem hohen Ball wurde ein Brühler Stürmer im Strafraum in abseitsverdächtiger Position angespielt, dieser legte den Ball sauber zurück und Zulic dreschte den Ball in der 93. Minute in die Maschen. Das 2:1 für den SC Brühl. Sekunden später war dir Partie zu Ende. (cfa)

Mit dem Sieg festigt der SC Brühl den 2. Tabellenplatz mit nun 27 Punkten. Mit 23 Zählern liegt der FC Teufen noch immer auf Rang 3. Der FC Flawil rangiert mit 32 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz.

3:3 nach Pausenführung für den FCA

Die Frauen des FC Appenzell waren in Balerna am Sonntagnachmittag in der ersten Halbzeit die bessere Elf und führten mit 3:1. Nach 90 Minuten hatten aber die zunehmend hart spielenden Tessinerinnen den Rückstand aufgeholt und die beiden Tabellennachbarn trennten sich 3:3.

Appenzell (helles Tenue) und Balerna beim Einlaufen.

Appenzell (helles Tenue) und Balerna beim Einlaufen.

Bild: PD

Die Innerrhoderinnen starten mit schönen Spielzügen gut. Und so gingen die Gäste bereits in der 6. Minute in Führung, als Melissa Schenk einen von Elisabeth Inauen hinter die Mauer getreten Freistoss schön ins hintere Eck versenkte. Appenzell befand sich mehrheitlich in der gegnerischen Hälfte und die Abseitsfalle funktionierte top. Ein Distanzschuss von Chiara Lardelli hielt die Tessiner-Hüterin souverän. Als in der 16. Minute das Abseitsstellen für einmal misslang, nutzte dies Balerna mit einem «Lupfer» und es hiess 1:1. In der Folge gelangten beide Teams zu keinen Torchancen. In der 29. Minute folgte ein schönes Zusammenspiel zwischen Chiara Lardelli über Larissa Mazenauer zu Melissa Schenk, welche mit einem ins obere Eck gezielten Ball Appenzell mit 2:1 in Führung brachte. Nur drei Minuten weiter war die Reihe an Salome Rohner, welche den Ball direkt mit einem wuchtigen Schuss in den Tormaschen versenkte. Dies nach dem Brigitte Koster nach einer schönen Kombination im Strafraum an den Ball gelangte und die nachfolgende Torschützin bediente. Als einige Minuten vor der Pause Barbara Dorsa im Sechszehner-Raum gefoult wurde, blieb ein Elfmeterpfiff aus.

In der 51. Minute lief eine Balerna-Dame allein auf Torhüterin Anna Frei zu, zielte aber zu hoch. Vier Minuten später machte es eine Tessiner-Kollegin besser und versenkte den Ball im langen oberen Eck. Appenzell führte nur noch mit 3:2. Nach gut 70 Minuten knallte Chiara Lardelli einen Freistoss in die Abwehrmauer von Balerna und es kam zu einem Eckball. Etwas später fiel ein Schuss von Melissa Schenk zu zentral aus und konnte von der einheimischen Torhüterin behändigt werden. Dann schoss Barbara Dorsa nach einer Flanke von Tamara über das Gehäuse. Appenzell führte also weiterhin nur mit einem Tor Vorsprung, und in der 86. Minute düpierten die Balerna-Damen die umgestellte Defensive der Gäste und erzielten so noch den 3:3 Ausgleich. Nach einer Verletzung von Barbara Dorsa verhielten sich die einheimischen Fans nicht besonders fair. In der sechsminütigen hitzigen Nachspielzeit flogen die Bälle hin und her. Beide Teams versuchten den Lucky-Punch, was aber niemanden gelang.

So blieb es bei der Punkteteilung und Balerna liegt im Mittelfeld weiterhin zwei Zähler vor Appenzell, welches noch eine Partie weniger ausgetragen hat. (mk)

Appenzell spielte in Balerna mit: Anna Frei; Vanessa Keel (ab 81. Minute Zoe Fässler), Janica Fässler (ab 74.Minute Tamara Müller), Elisabeth Inauen, Fabienne Weissinger, Chiara Lardelli, Brigitte Koster, Salome Rohner (ab 67. Minute Aline Schiegg), Melissa Schenk, Larissa Mazenauer (ab 61. Minute Anja Eugster), Barbara Dorsa.

Kantonspolizei AR gewährt in Teufen Einblicke hinter die Kulissen

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden feiert dieses Jahr das 50-jährige Bestehen. Am vergangenen Samstag hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Teufen der Bevölkerung einen Einblick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit gewährt.

In Teufen konnten sich die Besucherinnen und Besucher unter anderem über die IT-Forensik informieren.

In Teufen konnten sich die Besucherinnen und Besucher unter anderem über die IT-Forensik informieren.

Bild: KPAR

Der Event, welcher den ganzen Tag um und im Regionalpolizeiposten Teufen stattgefunden hatte, stiess bei der Bevölkerung auf grosses Interesse. Die Besucher konnten sich an verschiedenen Infoständen über Cyberkriminalität, IT-Forensik, Sicherheitsberatung, Informationen über Pyrotechnik, Sprengstoff und Waffen, die Einsatzbewältigung spezieller Ereignisse und über den Polizeiberuf informieren. Am Event in Teufen waren auch die Feuerwehr Teufen/Bühler/Gais und die Assekuranz mit dabei. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden dankt den Besucher für das Interesse und freut sich schon jetzt, viele Besucher an den nächsten Events in Heiden, Trogen und Herisau begrüssen zu können. (kpar)

Junges Personal verkauft eher alkoholische Getränke an Jugendliche

Für Jugendliche sei es in Appenzell Innerrhoden immer noch erschreckend leicht, an Alkohol zu kommen, auch wenn sie unter 16-jährig sind. Dies stellt der Kanton in einer Medienmitteilung mit. Oft werde weder nach dem Alter gefragt, noch ein Ausweis verlangt. Dies ergaben Testkäufe, die das Blaue Kreuz St. Gallen-Appenzell im Auftrag des Innerrhoder Gesundheitsamts durchgeführt hat.

In Innerrhoden kommen die Jugendliche relativ einfach zu Alkohol.

In Innerrhoden kommen die Jugendliche relativ einfach zu Alkohol.

Bild: Raphael Rohner

Während der diesjährige Fasnacht führte das Blaue Kreuz St.Gallen-Appenzell  mehrere Testkäufe in Oberegg und Appenzell durch. Getestet wurden unterschiedliche Betriebe der Gastronomie und des Detailhandels am gleichen Tag innerhalb eines vorher definierten Zeitfensters: Restaurants, Cafés, Bars genauso wie Einkaufsläden und kleinere Shops. Die jugendlichen Testkäuferinnen und Testkäufer waren alle unter 16 Jahre alt. In der Hälfte aller Fälle kamen gemäss Mitteilung die Jugendlichen ohne Weiteres an alkoholische Getränke. In einem Fall wurde zwar ein Ausweis verlangt, der Alkohol wurde aber dennoch ausgehändigt. Im Vergleich zum Jahr 2020 seien mehr Alkohol an Jugendliche verkauft worden, schreibt der Kanton. Damals haben sich fünf von sechs getesteten Verkaufsstellen an die Jugendschutzgesetzgebung gehalten.

Information und Schulungsmöglichkeiten

Ob es im Detailhandel oder in der Gastronomie einfacher ist, an alkoholische Getränke zu kommen, konnte aufgrund der Datenlage nicht ermittelt werden. Deutlich wurde jedoch, dass jüngeres Personal eher darauf verzichtet, das Alter der Kundschaft zu verifizieren und alkoholhaltige Getränke ohne Kontrolle verkauft. Dies kann damit zusammenhängen, dass gegenüber dem älterem Detailhandels- und Gastronomiepersonal weniger Erfahrung vorhanden ist und das Personal daher im Umgang mit Jugendlichen nicht genügend sensibilisiert ist. Auch deshalb werden allen Betrieben entsprechende Schulungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeitenden angeboten. Generell werden alle getesteten Betriebe und Läden durch das Gesundheitsamt über die Ergebnisse der Testkäufe informiert. Betriebe, welche Interesse haben, ihr Personal hinsichtlich des Jugendschutzes oder des attraktiven Anrichtens von alkoholfreien Getränken Schulen lassen möchten, können sich an die Beratungsstelle für Suchtfragen wenden unter Tel. 071 788 92 59 oder suchtberatung@gsd.ai.ch. (rk)


Appenzeller Schwinger an mehreren Schwingfesten im Einsatz

Rund acht Monate nach seiner Schulteroperation stand der Herisauer Eidgenosse Martin Roth erstmals wieder im Wettkampftenue bereit. Am Rapperswiler Verbandsschwingfest in Wagen glückte ihm der Auftakt allerdings nicht nach Wunsch. Mit der Niederlage gegen den Teilverbandskranzer Tobias Riget hiess es nun, den Anschluss nicht zu verlieren. Dies gelang dem Herisauer mit vier anschliessenden Siegen ausgezeichnet.

Martin Roth (oben) sichert sich mit dem Festsieg ein gelungenes Comeback.

Martin Roth (oben) sichert sich mit dem Festsieg ein gelungenes Comeback.

Bild: Lorenz Reifler

Nach fünf Gängen rangierte der Sennenschwinger zusammen mit dem Toggenburger Werner Schlegel gleichauf auf dem zweiten Zwischenrang. Die Einteilung gab allerdings dem Appenzeller den Vorrang in den Schlussgang. Dort traf er auf den bisher führenden Wiler Marcel Räbsamen. Nach knapp sieben Minuten gelang es Roth seinen Kontrahenten mittels Kniestich zu bezwingen und sich vor den rund 1000 angereisten Zuschauerinnen und Zuschauer zum Festsieger ausrufen zu lassen. Ein besseres Comeback wäre für den zweifachen Familienvater kaum möglich gewesen. Schlegel zog mit einer abschliessenden Maximalnote zu Roth auf und teilte mit ihm den Festsieg. Einen weiteren erfreulichen Einsatz zeigte der Urnäscher Andrin Poltera. Mit vier Siegen und zwei Punkteteilungen klassierte er sich unweit hinter Roth auf dem dritten Schlussrang. Auch Roman Wittenwiler und Werner Keller ergatterten sich mit je drei Siegen die erhoffte Auszeichnung.

Orlik ungefährdet zum Sieg

Mit insgesamt vier Regionalfesten blieb das jeweilige Teilnehmerfeld nicht nur in Wagen sonder auch in Cazis beim Bündner Frühjahrsschwingen tendenziell klein. Im Gegensatz zu den Herisauern, standen im Bündnerland ein Teil der Gaiser und Innerrhoder Schwinger im Einsatz. Der Gontner Reto Koch zeigte hierbei den erfolgreichsten Wettkampf. Obwohl zur Wettkampfhälfte erst mit einem Sieg dastehend, drehte er in den restlichen Gängen auf und grüsste im Endeffekt vom guten fünften Schlussrang.

Als nominell stärkster Gast stand der Gaiser Teilverbandskranzer Thomas Kuster gleich zu Beginn dem Topfavoriten Armon Orlik gegenüber. Doch leider konnte weder Kuster, noch im zweiten Gang der Eggerstandner Patrick Schmid der Stärke Orliks etwas entgegensetzen. Mit je drei Siegen, zwei Niederlagen und einem gestellten Gang erreichten sie dennoch die angestrebte Auszeichnung. Auf dem gleichen Rang und mit einem identischen Notenblatt klassierte sich mit Thomas auch der Jüngere der Gebrüder Koch.

Fuster bester Appenzeller am Thurgauer Frühjahrsschwinget

Ein äusserst erfreuliches Resultat wies auch der junge Bühler Livio Büchler auf. Ähnlich wie die drei vor ihm genannten Schwinger reüssierte auch er dreimal und komplettierte das Appenzeller Quartett auf dem achten Schlussrang. Als zweitbester Nichtkranzer darf dieser Ausgang durchaus positiv bewertet werden. Gleich zu Beginn des Festes konnte man davon ausgehen, dass der Tagessieg über den einzigen angetretenen Eidgenossen Armon Orlik führen wird. Seiner Favoritenrolle wurde er indes auch mehr als gerecht. Im Schlussgang traf er auf seinen Verbandskollegen Christain Biäsch, wobei Orlik auch hier das bessere Ende für sich behalten konnte. Einen bewegenden Abschied feierte der 36-jährige Bündner Ursin Battaglia, welcher mit einem sechsten Schlussrang seine Schwinghosen an den Nagel hängte. Battaglia war sowohl für den Bündner als auch für den Nordostschweizer Schwingerverband über Jahre hinweg eine wichtige Stütze.

Am Thurgauer Frühjahrsschwinget waren ebenfalls einige Appenzeller im Einsatz, wobei Sepp Fuster im neunten Schlussrang das beste Resultat vorzuweisen hatte. Samuel Giger triumphierte im Schlussgang gegen seinen Klubkollegen Domenic Schneider.

In Herisau wurde ein Mann um 3 Uhr nachts im seinem Wohnzimmer überfallen

In Herisau wurde ein Mann um 3 Uhr nachts im seinem Wohnzimmer überfallen

Bild: APZ

Verhaftung nach Überfall in Herisau

Am frühen Montagmorgen, kurz nach 3 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale in Herisau die Meldung ein, dass Personen in eine Wohnung in Herisau eingedrungen sind und den Meldeerstatter bedroht und beraubt haben. Dies teilt die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung mit. Dieser wurde zur Kontrolle ins Spital überführt. Durch die ausgerückten Polizeikräfte konnte im Verlauf der ausgelösten Polizeiaktion eine verdächtige Person angehalten und in Haft genommen werden. Die genauen Tatumstände werden durch die Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft ermittelt. (KPAR)

25 Herbarien und 3298 Pflanzenteile zu bestaunen

Die stolzen Lernenden: Rang 3, Adrian Frischknecht, Forstbetrieb am Säntis; Rang 1, Justin Löhrer, Forstgemeinschaft Altstätten; Rang 2,  Ramon Eggenberger; Forstgemeinschaft Grabus.

Die stolzen Lernenden: Rang 3, Adrian Frischknecht, Forstbetrieb am Säntis; Rang 1, Justin Löhrer, Forstgemeinschaft Altstätten; Rang 2,  Ramon Eggenberger; Forstgemeinschaft Grabus. 

Bild: PD

Im zweiten Lehrjahr ihrer dreijährigen Ausbildung erstellen die Forstwarte eine Pflanzensammlung, ein sogenanntes Herbarium, mit selbst gesammelten einheimischen Hölzern. Dabei sind Blätter, Knospen und Holz aufzubereiten und korrekt zu bestimmen. Danach sind die mindestens 30 Arten ansprechend zu präsentieren. Auch dieses Jahr liessen gemäss Medienmitteilung die Lernenden ihrer Kreativität freien Lauf und es entstanden Herbarien in Koffer-, Spielhaus-, Tisch- oder Sitzbankform und in vielen plakativen Präsentationsformen. Am Donnerstagabend wurden die Werke in der Ausstellung am BBZ Herisau von einer Fachjury, einer Laienjury und vom Publikum bewertet. Zusammen mit 150 Gästen wurde das Gelingen der Werke beim Fachsimpeln und einem Apéro auch ausgiebig gefeiert. Unter den Gästen waren Alfred Stricker, Regierungsrat, René Rohner, Mitglied der Berufsbildungskommission, sowie die gesamte Schulleitung. Die grösste je am BBZ beschulte Forstwartklasse F 20-23 mit 25 Lernenden sorgte mit der Ausstellung ihrer Herbarien für Rekordwerte bei den Besucherzahlen und den Herbarien selbst. In der Ausstellung gab es in den 25 Herbarien 3298 Pflanzenteile zu bestaunen und zu bestimmen. Davon wurden nur gerade 39 falsch bestimmt. Mit einer resultierenden Quote richtig bestimmter Pflanzenteile von 98.8 Prozent war dieser Jahrgang gemäss Medienmitteilung nicht nur in der Menge, sondern auch bezüglich Qualität hervorragend. (pd)

Arbeitslosenquote in Ausserrhoden gesunken

Ein Jugendlicher liest im Gang des Arbeitsamtes Stelleninserate.

Ein Jugendlicher liest im Gang des Arbeitsamtes Stelleninserate.

Urs Jaudas

Das Total der Stellensuchenden hat in Ausserrhoden gegenüber dem Vormonat um zwölf Personen abgenommen. Neu sind gemäss Medienmitteilung der Kantonskanzlei 831 Personen beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) eingeschrieben, wovon 432 ganz ohne Beschäftigung sind. Von den 399 nicht-arbeitslosen Stellensuchenden befinden sich 101 in der Kündigungsfrist. Weitere 238 Betroffene haben eine Aushilfs- oder Teilbeschäftigung, mit der sie einen Zwischenverdienst erzielen. Die übrigen 60 nicht-arbeitslosen Stellensuchenden sind in eine arbeitsmarktliche Massnahme eingebunden oder stehen dem Arbeitsmarkt aus andern Gründen nicht unmittelbar zur Verfügung. Die Arbeitslosenquote, die nur die arbeitslosen Stellensuchenden berücksichtigt, liegt mit 1,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte tiefer als im Vormonat.

Von Arbeitslosigkeit betroffen sind 456 Männer und 375 Frauen. 353 Stellensuchende (Vormonat 346) sind über 50-jährig. 17,3 Prozent aller Betroffenen sind bereits länger als ein Jahr ohne feste Anstellung und fallen somit in die Kategorie der Langzeitarbeitslosen. In der Altersklasse der 15- bis 24-jährigen (Jugendarbeitslosigkeit) sind unverändert 68 Personen beim RAV gemeldet. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse liegt mit 1,2 Prozent um 0,2 Prozentpunkte tiefer als die allgemeine Quote über alle Altersklassen. Der Bedarf an Kurzarbeit ist weiterhin stark rückläufig. Per Monatsende verfügten noch 18 Betriebe mit 239 betroffenen Personen über eine Bewilligung für Kurzarbeit. Im Vormonat waren es 56 Betriebe mit 430 betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. (kk)

Neue WC-Anlage für den Rosengarten

Mit dem Saisonstart im Herisauer Rosengarten wurde kürzlich auch eine neue, barrierefreie WC-Anlage mit Wickeltisch in Betrieb genommen. Diese befindet sich gemäss Medienmitteilung nicht in der Gartenanlage selber, sondern in der gemeindeeigenen Liegenschaft Windegg 4 in unmittelbarer Nachbarschaft. Geöffnet hat die WC-Anlage während der Öffnungszeiten des Rosengartens: Im April sowie im September und Oktober von 8 bis 18 Uhr, in den Sommermonaten Juni bis August von 8 bis 20 Uhr. Weil die neue Toilettenanlage insbesondere für den Rosengarten einen Mehrwert bringt, kommt die Steinegg Stiftung für die Baukosten auf. Die Gemeinde Herisau stellt die Liegenschaft zur Verfügung und übernimmt den Unterhalt. (gk)

Entwicklungsstrategie Dorfkern Appenzell: Start zum Arbeitsprozess

Im Februar 2022 wurde das Projekt «Entwicklungsstrategie Dorfkern» gestartet. Mit einem gemeinsamen Arbeitsprozess wollen die Standeskommission, die Bezirke Appenzell und Rüte sowie die Feuerschaugemeinde Appenzell die mittel- und langfristige Entwicklung des erweiterten Dorfkerns von Appenzell gemeinsam an die Hand nehmen. Mit einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise werden gemäss Medienmitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei gestalterische, verkehrliche, raumplanerische, touristische, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte zusammengebracht. Eine solche breite Perspektive kann nur entstehen, wenn unterschiedliche Sichtweisen in die Erarbeitung der Strategie einfliessen. Dazu wurde eine Begleitgruppe geschaffen, die den Arbeitsprozess begleitet. Unter den rund 20 Personen finden sich nebst Vertreterinnen und Vertretern aus Gewerbe, Detailhandel, Tourismus und weiteren Interessengruppen auch Vertretungen der Jugend sowie gut vernetzte Einzelpersonen.

Am 2. April traf sich die Begleitgruppe im grossen Ratssaal zu einem ersten halbtägigen Workshop. Im ersten Teil der Veranstaltung stand die aktuelle Situation im Fokus. Nach einer Einschätzung aus der Sicht der externen Projektbegleitung waren die anwesenden Appenzellerinnen und Appenzeller gefragt. Was macht Wohnen im Dorfkern attraktiv? Für welche Einkäufe gehen die Appenzellerinnen und Appenzeller in den Dorfkern? Wo halten sie sich im Dorfkern gerne auf? Wo trifft und begegnet man sich? Wo ist es attraktiv, sich zu Fuss oder mit dem Velo zu bewegen? Und wo nicht? Solche Fragen wurden in Gruppen engagiert diskutiert. Trotz durchaus auch unterschiedlicher Standpunkte und Ansichten wurde deutlich, dass ihr Dorfkern den Appenzellerinnen und Appenzellern am Herzen liegt.

Das Projekt richtet seinen Fokus jedoch nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Wie soll der Dorfkern morgen funktionieren? Und an welchen Orten gilt es in den nächsten Jahren besonders anzusetzen? In den Diskussionen wurden verschiedene Themen wie etwa Begegnungsmöglichkeiten, attraktive Fusswege oder Parkierung genannt, die es in der weiteren Arbeit zu vertiefen gilt.

In zwei weiteren Veranstaltungen wird sich die Begleitgruppe bis zum Herbst 2022 mit den Zielvorstellungen sowie den notwendigen Massnahmen zur Umsetzung beschäftigen. Zusätzlich soll auch die breite Bevölkerung ihre Vorstellungen und Anliegen in die Entwicklungsstrategie einbringen können. Am 18. Juni 2022 werden die Vertreter der Projektleitung mit einem Marktstand im Dorfkern präsent sein. Die Bevölkerung kann sich dort über den Arbeitsstand informieren, mitdiskutieren und ihre Anliegen und Bedürfnisse für einen attraktiven Dorfkern Appenzell einbringen. (rk)

Marc Wellauer wird Präsident der KESB AI

Marc Wellauer

Marc Wellauer

Die Innerrhoder Standeskommission hat Marc Wellauer, Gais, als Präsident der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde im Gesundheits- und Sozialdepartement gewählt. Marc Wellauer ist gemäss Mitteilung in Appenzell aufgewachsen und hat einen Masterabschluss in Sozialer Arbeit. In den vergangenen Jahren war er unter anderem als stellvertretender Bereichsleiter von zwei Betrieben der Stiftung Suchthilfe sowie als Fachperson Abklärungsdienst bei der Ausserrhoder Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde tätig. Seit 2017 ist er Behördenmitglied der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Region Rorschach. Er wird die neue Stelle mit einem Pensum von 80 Prozent am 1. Juli 2022 antreten. (rk)

Velofahrer fährt in Lastwagen

Am Donnerstagnachmittag sind in Lutzenberg ein Velofahrer und ein Lastwagen kollidiert. Ein 69-Jähriger fuhr gemäss Medienmitteilung um 14.40 Uhr mit seinem Rennrad von Wolfhalden kommend auf der Hauptstrasse in Richtung Rheineck. Im Bereich Haufen kam er im Verzweigungsbereich über den rechten Fahrbahnrand und kollidierte dort mit einem wartenden Lastwagen. Am Rennrad entstand Schaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken. Der 69-Jährige wurde durch die Rettungssanität zur Kontrolle ins Spital überführt. (kpar)

Walter Raschle wird GPK-Präsident in Schwellbrunn

Trotz intensiver Suche der Parteien hat sich auf den Wahlgang vom 3. April keine Kandidatin oder Kandidat für das Amt des GPK-Präsidiums in Schwellbrunn gefunden. Im Nachgang ist es der Findungskommission gemäss Medienmitteilung gelungen, Walter Raschle, Tüfi 968, für das Amt zu gewinnen und fristgerecht die Kandidatur bei der Gemeindekanzlei einzureichen. Stehen im zweiten Wahlgang gleich viele Kandidaten oder Kandidatinnen zur Wahl, so gelten die zur Wahl stehenden Personen ohne Wahlakt als gewählt. «Der Gemeinderat ist erfreut, dass die Geschäftsprüfungskommission ab dem Amtsjahr 2022/2023 vollzählig ist und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der GPK», heisst es abschliessend in der Mitteilung. (gk)

Wolfhalden hat seine Ärzte verloren

Bis vor kurzem standen der Bevölkerung von Wolfhalden zwei allgemeinmedizinische Arztpraxen zur Verfügung. Mit dem Wegzug der Praxis von Dr. Thomas Langer sind jetzt auch die entsprechenden Räume im präsentablen Haus «Schlössli» verwaist.

2017 trat Dr. Andreas Moser, Dorf, nach 33-jähriger Praxistätigkeit in den verdienten Ruhestand. Per Ende März 2022 schloss nun auch die Praxis von Dr. Thomas Langer im Vorderdorf. Er wechselte mit seinem Team ins ehemalige Kantonsspital Heiden, wo neu ein medizinisches Ambulatorium mit erweiterten Dienstleistungen eröffnet worden ist. Damit geht in Wolfhalden eine lange Tradition zu Ende, hat doch das vor 121 Jahren erbaute Haus «Schlössli» während Jahrzehnten als Domizil verschiedener Ärzte gedient. (pe)

Härtefallprogramm in Ausserrhoden wird fortgesetzt

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat beschlossen, Unternehmen rückwirkend auf den 1. Januar mit dem Härtefallprogramm 2022 finanziell zu unterstützen, wenn sie zu Jahresbeginn unter den behördlich angeordneten Corona-Massnahmen noch Umsatzeinbussen verzeichnen mussten. Das teilte die Kantonskanzlei am Donnerstag mit.

Michel Canonica

Die Bundesversammlung hat am 17. Dezember die gesetzliche Grundlage für die kantonalen Härtefallprogramme bis Ende 2022 verlängert. Damit können Unternehmen finanziell unterstützt werden, welche im laufenden Jahr durch die behördlichen Covid-Massnahmen Umsatzeinbussen zu verzeichnen haben. Der Regierungsrat hat die kantonalen gesetzlichen Grundlagen erlassen und per 5. April in Kraft gesetzt. Damit ermöglicht er den Unternehmen weiterhin, ihre ungedeckten Fixkosten im Jahr 2022 wegen Umsatzeinbussen finanziell auszugleichen. Der Regierungsrat anerkennt mit dem Härtefallprogramm 2022 die immer noch herausfordernde Situation in bestimmten Branchen aufgrund der Covid-19-Massnahmen.

Gelder beantragen können Unternehmen, die in einer 12-Monatsperiode zwischen März 2020 und Juni 2021 einen Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Jahresumsatz 2018 und 2019 zu verzeichnen haben; oder aber seit dem 1. November 2020 für mehr als 40 Tage behördlich geschlossen wurden. Entschädigt werden ungedeckte liquiditätswirksame Fixkosten bis zu einem Verhältnis von höchstens 9 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der Jahre 2018 und 2019. Es werden auch mit diesem Unterstützungsprogramm keine Umsatzrückgänge ausgeglichen. Beurteilt werden die Gesuche wiederum durch ein Expertengremium. Auch Unternehmen, die bereits eine Vergütung der ungedeckten Fixkosten bis Ende Jahr 2021 erhalten haben, können ein Gesuch für die Zeit ab Januar 2022 einreichen. Ein Gesuch muss mindestens die Betrachtungsperiode von einem Quartal abdecken.

Gesuche können ab Mitte April 2022 beim Amt für Wirtschaft und Arbeit eingereicht werden. Die erforderlichen Formulare sind ab diesem Zeitpunkt auf der Homepage unter www.ar.ch/awa aufgeschaltet. (kk)

Besserabschluss in Trogen

Die Rechnung 2021 der Gemeinde Trogen weist einen Ertragsüberschuss von rund 79’300 Franken aus. Der Voranschlag der Erfolgsrechnung sah gemäss Medienmitteilung einen Aufwandüberschuss von 318'000 Franken vor. Die Rechnung schliesst damit um rund 400’000.00 besser ab als erwartet.

Die Steuereingänge natürlicher und juristischer Personen fielen um rund 195’000 Franken tiefer aus als budgetiert. Bei den Sondersteuern (Erbschafts-, Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern) resultierten hingegen Mehrerträge von  660’088.90 Franken. Insgesamt ergibt sich bei den Steuereinnahmen ein Mehrertrag von über CHF 460’000 Franken gegen über dem Voranschlag. Anstelle des budgetierten Betrages von 220’000 Franken erhielt die Gemeinde Trogen im 2021 lediglich 71’100 Franken aus dem Finanzausgleich. Sofort nach Bekanntwerden dieser Beitragsreduktion hatte der Gemeinderat während des Jahres Sparmassnahmen beschlossen. Dadurch konnte ein Teil des um 150’000 Franken tiefer ausgefallenen Beitrages aus dem Finanzausgleich aufgefangen werden.

Durch den positiven Rechnungsabschluss ist der Bilanzüberschuss um das Ergebnis auf 2.47 Mio. Franken gestiegen. Ferner verfügt die Gemeinde über Fonds mit Eigenkapitalcharakter in der Höhe von 0.79 Mio. Franken. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist gegenüber 2020 leicht (90 Franken) gestiegen und beträgt neu 6’105 Franken. Der Nettoverschuldungsquotient hat sich von 147,39 auf 148.12 Prozent erhöht. Gemäss Finanzhaushaltgesetz darf der Nettoverschuldungsquotient 200 Prozent nicht überschreiten.

Der Gemeinderat sei sich der Finanzlage bewusst. Im Rahmen der Erstellung der künftigen Voranschläge und Finanzplanungen werden die vorgeschriebenen Kennzahlen weiterhin mitberücksichtigt werden, damit vor allem der Nettoverschuldungsquotient in einer Bandbreite von höchstens 170 bis 180 Prozent gehalten werden kann. «Ziel soll es gleichzeitig sein, die Pro-Kopf-Verschuldung trotz weiterem Investitionsbedarf in Schranken zu halten. Das hat zur Folge, dass jedes Jahr die Investitionen angemessen sein müssen», heisst es abschliessend in der Mitteilung. (gk)

Neuer Präsident für Handwerker- und Gewerbeverein Oberegg

Elias Tobler und Pius Federer

Elias Tobler und Pius Federer

Bild: PD

Nachdem im letzten Jahr über die Hauptgeschäfte des Vereinsjahres 2021 online abgestimmt wurde, hielt kürzlich der Handwerker- und Gewerbeverein Oberegg HGO seine jährliche Hauptversammlung wieder physisch ab. Unter Mutationen wurden fünf Neumitglieder willkommen geheissen. Zudem wurden das Aussteller-Reglement der Oberegger Gewerbeausstellung 2024 von den 39 anwesenden Mitgliedern genehmigt, ebenso das Reglement Lehrberufsvorstellung Oberegg-Reute. Dies soll anlässlich der Tischmesse an der Schule Oberegg künftig zum Tragen kommen. Die nächste Tischmesse findet am 16. September 2022 statt. Aus dem Vorstand war der bereits vor einem Jahr angekündigte Rücktritt des Präsidenten zu verzeichnen. Pius Federer stand während 13 Jahren dem HGO vor. Er wusste die Oberegger Gewerblerinnen und Gewerbler stets für den Verein zu begeistern und prägte diesen mit seinem Engagement massgeblich. Der Aktuar und Vize-Präsident Elias Tobler würdigte entsprechend den abtretenden Präsidenten. Elias Tobler wurde sodann von der Versammlung einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Für das nun frei gewordene Amt des Aktuars beliebte der Versammlung Arie Thür. Unter dem Traktandum «Wahlgeschäfte der öffentlichen Hand» informierte der scheidende Präsident über die Kandidaten der freiwerdenden Sitze. Der HGO unterstützt Vincenzo Del Monte als Kantonsrichter, Johannes Sonderegger als Grossrat, Stefan Eugster als Bezirksrat und Anita Menzi als Mitglied für die Rechnungsprüfungskommission im Bezirk. (pd)

Wintersportzone Trogen wird aufgelegt

Im September 2020 hatte der Gemeinderat den Teilzonenplan «Zone für Wintersport» beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Im Anschluss daran fand im Spätsommer 2021 das öffentliche Mitwirkungsverfahren statt. Aufgrund dieser Verfahren mussten die Planunterlagen nochmals überarbeitet werden. Nun kann der Teilzonenplan «Zone für Wintersport» mit einer reduzierten Wintersportzone öffentlich aufgelegt werden. Baupräsident Marc Fahrni wird den Teilzonenplan an der öffentlichen Versammlung vom 28. April vorstellen. Die Auflagefrist beginnt am 22. April . Die Planunterlagen werden ab diesem Zeitpunkt im Erdgeschoss der Gemeindeverwaltung ausgehängt.

18 Stimmcouverts in Urnäsch am Sonntag nicht mitgezählt

Neu-Kantonsrat Jörg Schmid

Neu-Kantonsrat Jörg Schmid

Bild: PD

Bei den Ergänzungswahlen in Urnäsch vom 3. April sind 18 Stimmcouverts wegen eines technischen Defekts im neuen Gemeindebriefkasten am Sonntag nicht mitgezählt worden, da sie erst nachträglich entdeckt wurden. Das Zählbüro ist gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei erneut zusammengekommen und hat die Couverts nachträglich geöffnet und eine neue Ermittlung der Wahlresultate vorgenommen. Das neue Resultat hat eine Bestätigung der gewählten Personen ergeben. Jörg Schmid erhält laut Communiqué zu den erreichten 325 zusätzliche 14 Stimmen und wird somit neu mit total 339 Stimmen zum neuen Kantonsrat gewählt. Das neue absoluten Mehr liegt bei 326 Stimmen. Patricia Ulmann erhält zu den erreichten 300 Stimmen zusätzliche 4 Stimmen und hat das absolute Mehr verpasst. Hans Peter Bösch erhält weitere 10 Stimmen und wird neu mit total 610 Stimmen als Gemeinderat gewählt. Das neue absolute Mehr liegt bei 324 Stimmen. «Die Gemeinde sorgt dafür, dass der technische Defekt am neuen Gemeindebriefkasten umgehend behoben wird und dieses Problem somit nie mehr vorkommen kann», heisst es abschliessend. (gk)

Hoher Sachschaden nach Kollisionen in Waldstatt

Blechschaden nach Verkehrsunfall in Waldstatt

Blechschaden nach Verkehrsunfall in Waldstatt

Bild: KPAR

Am Dienstagabend kurz nach 22 Uhr fuhr eine 18-jährige Automobilistin von Herisau in Richtung Waldstatt. Bei der Mooshaldenkreuzung beabsichtigte sie, links abzubiegen. Zur gleichen Zeit fuhr eine 24-jährige Frau mit ihrem Auto von Waldstatt kommend in Richtung Herisau. In der Folge kam es laut Mitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei im Verzweigungsbereich zur Kollision zwischen diesen beiden Fahrzeugen.

Die Lenkerinnen blieben unverletzt. An den zwei Personenwagen entstand Sachschaden von mehreren Zehntausend Franken. (kpar)

Herisau: Fassade der Kreuzkapelle wird saniert

Der Herisauer Gemeinderat hat einen Kredit über 285’000 Franken für die Fassadensanierung an der Kreuzkapelle gesprochen. Die Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein.

Der Verputz der Kreuzkapelle hat gelitten.

Der Verputz der Kreuzkapelle hat gelitten.

Bild: PD

Die Fassade der Kreuzkapelle auf dem Friedhof Herisau muss gemäss Mitteilung der Gemeindekanzlei saniert werden. Im Januar und Februar 2020 haben Stürme einen grossen Teil des Verputzes an der Westfassade abgelöst, was auf einen schlechten Zustand der Fassade hindeutete. Eine Untersuchung zeigte, dass West- und Südfassade grossflächig saniert werden müssen. An der Nord- und Ostfassade kann der Putz grösstenteils restauriert werden. Die Vorgehensweise wurde mit der kantonalen Denkmalpflege abgesprochen und die Ausführung wird durch diese eng begleitet.

Für die nötige Sanierung hat der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit über 285’000 Franken gesprochen. Die Arbeiten sollen im Sommer und Herbst dieses Jahres ausgeführt und bis November abgeschlossen sein. Der Betrieb der Kreuzkapelle kann während der Sanierungsarbeiten aufrechterhalten werden. Während Abdankungen, Beerdigungen oder Urnenbeisetzungen werden die Arbeiten ausgesetzt. (gk)

Friedenstauben bringen 25'000 Franken für die Ukraine ein

Zahlreiche Frauen verkauften selbst gebackene Friedenstauben.

Zahlreiche Frauen verkauften selbst gebackene Friedenstauben.

Bild: PD

Der Verkauf von Zopf-Friedenstauben auf Initiative der Frauenzentrale Appenzellerland war erfolgreich: Rund 25'000 Franken wurden an die Glückskette zu Gunsten der Ukraine gespendet. Die Frauenzentrale Appenzellerland hatte Anfang März dazu aufgerufen, Zopfteigtauben für den Frieden in der Ukraine zu backen. An zwei Wochenenden verkauften Frauen aus dem Appenzellerland an diversen Ständen Tauben. Der Bäcker-Confiseurverband Appenzell Innerrhoden schloss sich der Aktion an und verkaufte vom 12. bis 19. März in den Bäckereien Tauben. Auch diverse Ausserrhoder Bäckereien boten die Friedenstauben an.

Die Frauenzentrale teilt mit, dass bei der Glückskette unzählige Spenden für die Ukraine eingehen. Es habe daher etwas länger gedauert, bis der Spendenstand bekannt war. Dank der Aktion konnten rund 25'000 Franken an die Glückskette gespendet werden, über 10'000 Franken kamen durch den Verkauf in den Bäckereien zusammen. Die Frauenzentrale Appenzellerland, die Bäcker und Confiseure aus Appenzell Innerrhoden und die Ausserrhoder Bäckereien bedanken sich bei allen Bäckerinnen, Verkäuferinnen, Spenderinnen und Spendern sowie der Kundschaft für die grosse Solidarität. (pd)

Rekordjahr für Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG

Die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG verzeichnet für das Geschäftsjahr 2021 mehrere Rekorde: Mit einem Umsatz von rund 5,6 Millionen Franken und einem Ebitda von über einer Million Franken habe der Familien- und Freizeitberg das finanziell erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Gründung erlebt, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Generalversammlung findet nach zwei Jahren Unterbruch in der Mehrzweckhalle in Gonten statt.

Mit der Eröffnung der neuen Freizeitanlagen im August 2020 sei die Attraktivität des Gesamtangebots am Kronberg entscheidend gesteigert worden. Die Umsetzung der durch den Verwaltungsrat lancierten «Strategie 2025» trage weiter Früchte. Im Zentrum der positiven Entwicklung steht die Erlebniswelt mit dem Zipline-Park und der Märliwelt. Diese bilden die ideale Ergänzung zu den vorhandenen Anlagen im Tal mit den Gratis-Kinderspielplätzen, dem Talrestaurant sowie der Bobbahn. «Wir sind zu einer Tagesdestination geworden. Bei uns finden alle Generationen krönende Erlebnisse im Takt der Natur», erklärt Geschäftsführer Felix Merz den Erfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch die Verknüpfung der Freizeitaktivitäten, den Restaurants auf dem Berg und im Tal, dem imposanten Solarfaltdach sowie der Luftseilbahn als verbindendes Element sei ein abwechslungsreiches Gesamtpaket entstanden.

Das Geschäftsjahr 2021 sei durch die eingeschränkte Reisetätigkeit infolge der Pandemie beeinflusst worden. Die hohen Buchungszahlen in der Appenzeller Hotellerie brachten insbesondere im Sommer und Herbst zusätzliche Gäste aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland ins Jakobsbad. Dem gegenüber standen die Beschränkungen in der Gastronomie und bei der Kapazität der Luftseilbahnkabinen, welche zu Beginn des Jahres die Umsätze beträchtlich schmälerten.

Gäste schätzen Erlebnisse im Freien

Auf das Bedürfnis der Gäste nach Erlebnissen im Freien hatten die Beschränkungen keinen Einfluss. «Die Pandemie hat zu einer vermehrten Nachfrage nach Freizeitangeboten in der Natur geführt. Dieser Trend ist nachhaltig», zeigt sich Merz überzeugt. Mit dem Schlittelweg sowie Routen für Schneeschuhwanderungen und dem vielfältigen Angebot im den Sommermonaten, fanden die Gäste 2021 am Kronberg ein sicheres Umfeld. Für die Aktivitäten im Freien galt keine Zertifikatspflicht.

In der Summe resultiert 2021 für das Unternehmen ein Rekordjahr mit einem Gesamtumsatz von rund CHF 5,6 Mio. (+20 Prozent im Fünfjahresvergleich). Mit einem Ebitda von CHF 1,04 Mio. verbucht das Unternehmen erstmals seit der Gründung 1964 einen Ertrag über der Marke von einer Million Franken. Die positive Entwicklung des Unternehmens zeige sich auch anhand der Entwicklungen in den Bereichen Luftseilbahn und Gastronomie, die sich nach dem kompletten Lockdown 2020 stetig erholen. Bei der Luftseilbahn resultierte 2021 mit 150’934 eine Gesamtfrequenz, die sich wieder dem Niveau im Fünfjahresvergleich nähert. Dasselbe gilt für die beiden Restaurants auf dem Berg und im Tal. Durch die hohe Anzahl an Gästen bei den Freizeitaktivitäten profitierte insbesondere das Talrestaurant mit einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von über 60 Prozent.

Die Sommersaison startet am Kronberg an 15. April. Bei trockener Witterung sind die Attraktionen im Tal bereits am Samstag, 9. April, geöffnet. Die Luftseilbahn sowie das Berggasthaus bleiben bis zum Saisonstart geschlossen. Einer der Höhepunkte des Sommers bildet das grosse Kinderkonzert im Jakobsbad von «Marius & die Jagdkapelle» am 10. September. Die Generalversammlung der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG findet nach zwei Jahren in schriftlicher Form am Samstag, 30. April in der Mehrzweckhalle und Turnhalle in Gonten statt. (pd)

Visiere beim Bahnhof Herisau stehen

Seit Anfang April stehen die Visiere für das neue Verwaltungsgebäude der Appenzeller Bahnen (AB) und das Betriebsgebäude der Regiobus in Herisau. Wie die Appenzeller Bahnen mitteilen, ist der Baustart in diesem Jahr geplant.

Drei Verkehrsunternehmen unter einem Dach: Geplanter Neubau beim Bahnhof Herisau.

Drei Verkehrsunternehmen unter einem Dach: Geplanter Neubau beim Bahnhof Herisau.

Visualisierung: PD

Die Bauherrschaft mit den Appenzeller Bahnen und der Regiobus habe mit der Baueingabe einen ersten Meilenstein in der Erstellung des neuen Gebäudes am Bahnhof Herisau erreicht, teilen die Unternehmen mit. Am heutigen Standort des Busdepots der Regiobus soll ein Gebäude als neue Buseinstellhalle der Regiobus sowie das Verwaltungsgebäude der AB entstehen. Das Gebäude ist Teil der Arealentwicklung Herisau. Der fünfgeschossige Bau bietet ausserdem Mietflächen für Dienstleistungsbetriebe. Derzeit sind gemäss Mitteilung noch Räumlichkeiten verfügbar.

Mit der geplanten Fertigstellung 2024 beziehen die Mitarbeitenden der AB die neuen Arbeitsplätze auf dem ersten Stockwerk. Von den heutigen Räumlichkeiten im Fluora Immopark an der St.Gallerstrasse in Herisau ist die Verwaltung mit dem Neubau näher beim Bahnhof Herisau. Die bisher in St.Gallen angesiedelte Betriebszentrale wird im zweiten Stock des neuen Gebäudes eingerichtet. Die SOB wird sich mit der bisher im Bahnhofgebäude untergebrachten Betriebsführung im neuen Gebäude der AB einmieten. AB und SOB sind überzeugt, so die Grundlagen zu schaffen, um Synergien in der Betriebsführung nutzen zu können.

Das neue Gebäude ermöglicht der Regiobus mehr Busse abzustellen als bisher. Geplant ist eine Einstellhalle für zehn Busse im Erdgeschoss. Um für zusätzliche Bedürfnisse in der Zukunft gewappnet zu sein, kann das Gebäude gegen Osten um weitere vier Einstellplätze erweitert werden. Die Buseinstellhalle deckt die räumlichen Bedürfnisse für eine künftige Umstellung auf Busse mit alternativen Antrieben, beispielsweise der Elektromobilität, ab. Für das Personal der Regiobus werden Räumlichkeiten in einem Zwischengeschoss realisiert. Der Hauptsitz der Regiobus AG verbleibt in Gossau.

Regionale Unternehmer beauftragt

Als Ergebnis eines Wettbewerbsverfahrens hat die Bauherrschaft das Unternehmen Blumer Lehmann AG, Gossau, als Totalunternehmerin mit dem Bau beauftragt. Entworfen hat das Gebäude das Architekturbüro K&L Architekten AG, St.Gallen. Es wird in Holz erstellt. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage vorgesehen. Deren Einfahrbauwerk ist so ausgerichtet, dass diese in Richtung Westen erweitert werden kann. Auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dachgeschoss ist Teil der Planungen.

Thomas Baumgartner, Direktor der AB, freut sich über diesen Schritt: «Die Zusammenarbeit zwischen den Transportunternehmen ist den AB wichtig. Dass wir mit diesem Bauprojekt drei öV-Unternehmen integrieren können, zeigt, wie dies möglich ist. Vor allem aber freue ich mich besonders, unseren Mitarbeitenden neue und zeitgemässe Arbeitsplätze zu bieten, die der stetig verändernden Arbeitswelt gerecht werden».

Auch Bruno Huber, Geschäftsführer der Regiobus, ist dankbar: «Mit der Baueingabe schliesst sich ein Kreis, der im Jahr 2010 mit dem einfachen Plan begann, das bestehende Busdepot um drei Plätze zu erweitern. Die Gemeinde Herisau verwies damals auf eine bevorstehende Arealentwicklung der Güterstrasse und ein bevorstehendes Bushofprojekt. Nach jahrelang extrem beengten Verhältnissen für uns ist nun Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Mit dem neuen Betriebs- und Verwaltungsgebäude werden Ressourcen optimal genutzt, die Arealentwicklung an der Güterstrasse mit einem richtungsweisenden Bau gestartet und neue Antriebsformen für die Busse ermöglicht. Dies erfüllt mich mit grosser Freude.»

IG Starkes Ausserrhoden zieht Initiative nicht zurück

Mit Interesse habe die IG Starkes Ausserrhoden die Beiträge der Volksdiskussion zur Volksinitiative «Starke Ausserrhoder Gemeinden» und zum Gegenvorschlag des Regierungsrates zur Kenntnis genommen, schreibt sie in einer Medienmitteilung. Die IG hat im Vorfeld ihre Meinung bereits öffentlich kundgetan und deshalb auf eine Teilnahme an der Volksdiskussion verzichtet.

Sie begrüsse grundsätzlich jegliche Bemühungen, die bestehenden Gemeindestrukturen anzupassen und den Weg für Strukturveränderungen zu ebnen. Auch mit dem genehmigten Eventualantrag der FDP.Die Liberalen, der ebenfalls die Streichung der Gemeindenamen vorsieht, bei Bestandes- und Gebietsänderungen hingegen die Zustimmung der Stimmberechtigten jeder betroffenen Gemeinde verlangt, kann sich die IG anfreunden.

Wie kommuniziert, wird die IG ihre Volksinitiative bis auf Weiteres nicht zurückziehen – jedenfalls nicht vor der 3. Lesung im Herbst 2022, die hinsichtlich Abstimmung im kommenden Frühjahr alsdann Klarheit schaffen sollte.

Zwischenzeitlich hat die IG ihre Mitglieder befragt. 75 Prozent befürworten die Volksinitiative «Starke Ausserrhoder Gemeinden». 56 Prozent begrüssen ebenfalls den Gegenvorschlag des Regierungsrates und gegen 60 Prozent den eingangs erwähnten Eventualantrag der FDP. Einig sind sich die Befragten auch darüber, dass bei der Abstimmung die Möglichkeit bestehen sollte, zwischen Volksinitiative oder Eventualantrag und Gegenvorschlag des Regierungsrates auszuwählen. Unbestritten sei die Tatsache, dass die IG mit ihrer Volksinitiative «Starke Ausserrhoder Gemeinden» einen wichtigen Impuls für die erforderten Strukturreformen gegeben habe. (pd)

Stefanie Gschwend löst Roland Scotti ab

Stefanie Gschwend wird neue Direktorin des Kunstmuseums Appenzell und der Kunsthalle Ziegelhütte.

Stefanie Gschwend wird neue Direktorin des Kunstmuseums Appenzell und der Kunsthalle Ziegelhütte.

Bild: PD

Der Stiftungsrat der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell hat Stefanie Gschwend zur neuen Direktorin des Kunstmuseums Appenzell und der Kunsthalle Ziegelhütte ernannt. Sie tritt die Stelle am 1. Oktober 2022 an. Dr. Roland Scotti, der heutige und langjährige Direktor der beiden Institutionen, geht Ende November 2022 in Pension. Stefanie Gschwend setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren für die Stelle der Direktorin des Kunstmuseums Appenzell und der Kunsthalle Ziegelhütte durch. Wie die Heinrich Gebert Kulturstiftung in einer Mitteilung schreibt, überzeugte Geschwend die Findungskommission durch ihre breite Erfahrung und ihren grossen Leistungsausweis im Museums- und Ausstellungsbereich, durch ihre offene und reflektierte Persönlichkeit sowie durch ihre Führungskompetenz.

Stefanie Gschwend studierte Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften in Basel und Modern and Contemporary Art an der University of Glasgow, Schottland. Aktuell leitet sie interimistisch das Kunsthaus Centre d’art Pasquart in Biel, wo sie zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Zuvor war sie im Kunsthaus Zug als Ausstellungsorganisatorin tätig. (pd/gen)

Zeugenaufruf nach Raubüberfall in Niederteufen

Die Täterschaft forderte vom 56-jährigen Oper in Niederteufen die Herausgabe von Bargeld.

Die Täterschaft forderte vom 56-jährigen Oper in Niederteufen die Herausgabe von Bargeld.

Bild: Paul Bradbury / OJO Images RF

Am Montag kurz nach 17 Uhr wurde im Bereich der Rütihofstrasse 1 in Niederteufen ein 56-jähriger Mann von Unbekannten angegangen und beraubt. Die Täterschaft forderte gemäss der Medienmitteilung der Kantonspolizei AR unter Androhung von Gewalt die Herausgabe von Bargeld. Dabei erbeutete die unbekannte Täterschaft einen Bargeldbetrag und floh anschliessend in unbekannte Richtung. Durch die aufgebotenen Polizeipatrouillen der Kantonspolizei AR wurde eine Fahndung eingeleitet, welche erfolglos blieb. Die Kantonspolizei hat die Ermittlung aufgenommen und sucht nach Personen, welche möglicherweise verdächtige Feststellungen von Personen und Fahrzeugen im Bereich des Tatortes gemacht haben. Personen, welche sachdienliche Hinweise machen können, werden gebeten, sich mit dem Regionalpolizeiposten Teufen in Verbindung zu setzen. Die Nummer lautet 071 353 93 33. (kpar)

Zwei unterschiedliche Halbzeiten zwischen Appenzell und BS

Beim 2. Liga-Abstiegsrunden-Handballspiel der Frauen des TV Appenzell zuhause gegen die BSG Vorderland sahen die Zuschauer in den beiden Hälften zwei komplett verschiedene Gesichter der Einheimischen. Nach einer ungenügenden ersten Hälfte zeigten die Innerrhoderinnen in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Gesicht und gewannen nach einem 10:10 zur Halbzeit noch mit 28:17 gegen den Tabellenletzten Gegner.

Andrina Inauen gegen Vorderland bei einem Torwurf.

Andrina Inauen gegen Vorderland bei einem Torwurf.

Bild: PD

Coach Julien Clavien stellte in den ersten 30 Minuten keine Spannung im Team fest. Ihm schien es fast, dass seine Spielerinnen «es könnten aber gar nicht recht wollten». Obwohl die Abwehr der Gäste recht offen stand, fehlte bei den Angriffen der Einheimischen die Geduld und auch in der Abwehr funktionierte es nicht wunschgemäss. Bis zur 30. Minute stand die Partie Unentschieden oder es führten einmal die Gäste mit einem Tor und dann wieder die Einheimischen.

Umstellung in der zweiten Halbzeit 

Nach der ersten lahmen Halbzeit stellten die Innerrhoderinnen Verteidigung um und stellten eine Abwehrspielerin - entweder Andrina Inauen oder Leoni Hehli - vor. Mit der 5:1 Abwehr ging es nun besser und auch im geduldigeren Spiel nach vorne wurden die Angriffe zu Ende spielt. Auch dank der guten Vorarbeit gelangen so zum Beispiel Ronja Manser aus dem Rückraum mehrere Tore. Ab der 34. Minute vergrösserte sich denn auch zusehends der Vorsprung gegen die insgesamt halt doch eher bescheidenen Gäste. Nach 38 Minuten führte Appenzell schon mit fünf Treffern, nach gut 50 Minuten mit acht und am Ende waren es beim Stand von 28:17 elf Tore Differenz und Appenzell gewann doch noch klar und deutlich.

Es zeigte sich aber einmal mehr, dass das Frauen 1 Team in der Regel nur gewinnen kann, wenn die Leistung des gesamten Teams von hinten bis vorne stimmt. Wenn nur einzelne Akteurinnen ihre Normalform erreichen, reicht es nicht. Gegen Vorderland konnten auch alle 13 Akteurinnen eingesetzt werden und zehn warfen mindestens einen Treffer. Nach der ersten Hälfte der Abstiegsrunde - es folgen noch sechs Partien - sind die Innerrhoderinnen auf den vierten Platz empor geklettert. Nächsten Samstag geht es aber beim Spitzenreiter Arbon 2 weiter. (mk)

Liberty Brass Band trat mit der Cellistin Cécile Güebler auf

Die Liberty Brass Band hat unter der Leitung von Stefan Roth zusammen mit der international bekannten Cellistin Cécile Grüebler eine dreiteilige Konzerttournee einstudiert. Das Programm wurde nach den Konzerten in Alterswilen TG und Jona SG zum Abschluss am Sonntag im Casino Herisau vor begeistertem Publikum gespielt.

Die Liberty Brass Band spielte am Sonntag im Casino Herisau.

Die Liberty Brass Band spielte am Sonntag im Casino Herisau.

Bild: PD

Bei diesem Konzertprogramm verschmelzen verschiedenste Klänge von Perkussion- und Blechblasinstrumenten mit den sanften Tönen des Cellos und führen somit zu einem einmaligen Konzerterlebnis. Cécile Grüebler trat bereits als Solistin in China, Tschechien, Deutschland und Chile auf. Daher war es für die Liberty eine grosse Ehre mit Cécile auftreten zu dürfen und mit ihr gemeinsam ein Konzertprogramm zu bestreiten. Zum Konzertanlass wurden das Saint-Saëns Cello Concerto und die Sergio Leone Suite extra für Brass Band und Cello arrangiert.

Zwei Zugaben zum Abschluss

Das Projekt Brass Meets Classics bietet für alle Zuhörenden etwas, eben von Brass bis Klassik. Der erste Konzertteil war gefüllt von französischen Komponisten, wobei es im zweiten Konzertteil dann zu italienischen Komponisten überging. Das Publikum war so begeistert, dass noch zwei Zugaben gespielt werden durften. Den krönenden Abschluss bot das Stück «Nessun Dorma», wozu die Solistin nochmals auf der Bühne erschien und gemeinsam mit der Liberty Brass Band das Publikum mit ihren Klängen verzauberte.

Christian Oertle tritt als Präsident der SVP Herisau zurück

Christian Oertle, zurückgetretener Präsident der SVP Herisau

Christian Oertle, zurückgetretener Präsident der SVP Herisau

Bild: pd

An der Hauptversammlung der SVP Herisau in der «Kantonsgrenze» vom Montag haben zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt bekannt gegeben. Das schreibt die SVP Herisau in einer Medienmitteilung. Christian Oertle gab sein Amt als Präsident ab, er bleibt dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Die Regelung seiner Nachfolge sei in Vorbereitung. Hans Stricker trat ebenfalls aus dem Vorstand zurück. Einwohnerrätin Anita Hug wurde als neue Beisitzerin in den Vorstand aufgenommen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Peter Erny, Florian Hunziker, Werner Messmer, Kai Nagel, Reto Sonderegger und David Zuberbühler wurden bestätigt.

Neben den statuarischen Geschäften war die Totalrevision der Gemeindeordnung ein Traktandum. Unter anderem waren vor allem das Stimm- und Wahlrecht für Ausländer, sowie die hohe Anzahl nötiger Unterschriften für das Finanzreferendum in der Kritik. Ausländer, die sich politisch betätigen wollen, haben heute die Möglichkeit, ein einfaches Einbürgerungsverfahren zu absolvieren. 500 Unterschriften für ein Referendum werden als unverhältnismässig angesehen. Die Versammlung beauftragte den Vorstand einstimmig, die vorliegende Revision zu bekämpfen.

Für einen Höhepunkt des Abends sorgte der Nationalrat von Appenzell Ausserrhoden, David Zuberbühler, als er von den Vorkommnissen der vergangenen Session in Bern berichtete. Für den infolge Wegzugs zurücktretenden Einwohnerrat Dominik Zeller konnte die SVP Jennifer Camenzind nominieren. Sie wird das Amt voraussichtlich im kommenden Juni antreten. (pd)

FC Montlingen II überholt den FC Heiden in der Tabelle 

An einem nass-kalten Freitagabend lieferten sich die Montlinger Reserven und der FC Heiden ein zuweilen hitziges Duell. Das bessere Ende für sich behielten die kämpferisch starken Gastgeber. Damit überholen sie die Vorderländer in der Tabelle und stehen neu auf dem zweiten Platz.

Der FC Heiden verliert auswärts gegen Montlingen II.

Der FC Heiden verliert auswärts gegen Montlingen II.

Bild: PD

Während die Hausherren von Beginn weg präsent waren, schien es, als bräuchten die Gäste eine gute Viertelstunde, ehe sie im Spiel ankamen. Doch zu diesem Zeitpunkt lagen sie bereits zurück. Nach einem Corner von Wüst war es Meier, der im Gewusel um Heiden-Schlussmann Sturzenegger zur Führung einköpfte. Ein Paukenschlag, der die Partie so richtig lancieren sollte. Denn nun mussten die Vorderländer reagieren. Sie taten dies beherzigt, doch einzig im Abschluss agierten sie oftmals unglücklich. Exemplarisch dafür steht die Möglichkeit von Dautaj (37.), der Montlingen-Hüter Weder aus kürzester Distanz und mehr oder weniger unbedrängt anschoss. Es wäre der unterdessen verdiente Ausgleich gewesen, nach dem bereits seine Kollegen Müller (27.) und Fessler (32.) diesem nahe kamen. Auf der Gegenseite bekundete der FCH mit dem früheren Captain des Montlinger Fanionteams, Fabian Wüst, oftmals Mühe.

Zweimal ausgeglichen, doch am Ende jubelt der FCM
Dass sich die Gäste in Halbzeitpause nicht über einen Rückstand ärgern mussten, verdanken sie Lotrim Hajrullahu. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde jener Hajrullahu lanciert und bezwang Weder zum unterdessen verdienten Ausgleich. Es war augenscheinlich: Die Pause kam für die beiden Teams wie gerufen. Neu sortiert und aufgewärmt spielten beide Mannschaften mit offenem Visier und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Dieser war dann und wann auch geprägt von Nicklichkeiten auf beiden Seiten, welche vom unparteiischen des öfteren mit einer gelben Karte quittiert wurden. Tore fielen übrigens auch noch: Auf die neuerliche Führung durch Dietrich (66.) antwortete Heiden postwendend mit dem Ausgleich durch Abazi (67.), ehe Thurnheer rund zehn Minuten vor Schluss nach einem Standard den Ball zum dritten Mal für Montlingen über die Linie drückte. Der Gast versuchte nochmals alles, schwächte sich in der Nachspielzeit allerdings unnötig selbst, als Köberl nach seiner zweiten Verwarnung in einer unübersichtlichen Ruderbildung vorzeitig vom Feld musste. Es änderte nichts mehr am Spielausgang, denn kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Sehr zur Freude der Hausherren, die dank einer geschlossenen Teamleistung auf Rang zwei klettern, während dem die Mannschaft von Yusuf Koru vom dritten auf den fünften Rang zurückfällt. (lua)

4. Liga, Gruppe 3, Sportanlage Kolbenstein, Montlingen

FC Montlingen II - FC Heiden 3:2 (1:1)


14. 1:0 Meier, 45. 1:1 Hajrullahu, 66. 2:1 Dietrich, 67. 2:2 Abazi, 81. 3:2 Thurnheer

FC Montlingen II: Weder; Seitz, J.Baumgartner; Räss, F.Baumgartner, Dietrich, Kühne; Wüst, Meier
Eingewechselt: M.Baumgartner, Eugster, Lüchinger, Shajnoski

FC Heiden: Sturzenegger; Braunwalder, Boller, Fessler; A.Müller, L.Köberl; P.Köberl, Krizevac, M.Müller; Hajrullahu, Dautaj
Eingewechselt: Thürlemann, Knöpfler, Abazi, Bischoff

Gelb: 58. Räss, 72. M.Baumgartner, 84. Wüst (alle Foul), 90. Bischoff, 90. P.Köberl (beide Unsportlichkeit)
Gelb-Rot: 90. P.Köberl (zweite Verwarnung)

Bühlerinnen verlieren beim FC Wil mit 0:7

Beim Tabellenzweiten Wil musste Bühler einen «Lehrblätz» zahlen, wurde von den Äbtestäderinnen von A-Z dominiert und mit einer 7:0-Klatsche nach Hause geschickt.Die Spielerinnen von der Gösbimühle wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde, nicht des Wetters wegen, sondern weil Wil seine Aufstiegsambitionen noch nicht begraben hatte und nach mehreren sieglosen Spielen unbedingt gewinnen wollte.

So begannen die Gastgeberinnen auch; Gaspedal runter und los. Nach sieben Minuten klingelte es erstmals hinter Joëlle Büchler. Mit einem Seitenwechsel wurde Bühlers Hintermannschaft düpiert und mit einem präzisen Flachschuss gelang das 1:0. Auch in der Folge gelang es der Romano-Elf nicht, sich Spielanteile zu erkämpfen. Das Heimteam war präsenter, gewann die Zweikämpfe und kannte nur eine Richtung: Vorwärts. Nach einer Viertelstunde konnte Ronja Mock nach einem schnellen Gegenstoss des FC Wil das 2:0 gerade noch verhindern. Eine ähnliche Situation spielte sich in der 25. Minute ab. Da fehlte dem FCB auch etwas Glück, denn die Torschützin, welche via Innenpfosten flach zum 2:0 traf, sprintete aus abseitsverdächtiger Position los.

Und endlich, nach genau einer halben Stunde, durfte Bühler im Strafraum der Gastgeberinnen schnuppern. Die kurz zuvor für die verletzte Claudia Ferreira eingewechselte Sina Eichrodt, traf den Ball nicht ideal, worauf das Spielgerät in den verschneiten Wiler Nachthimmel folg. Kurz darauf traf Wil den Pfosten und Bühlers Chiara Quarella beschäftige die Wiler Schlussfrau mit einem Flachschuss. In der zweiten Nachspielminute der ersten Halbzeit gelang den Gastgeberinnen das 3:0. Man liess den Wilerinnen zuviel Raum und Zeit und der dritte Gegentreffer war Tatsache. Bitter enttäuscht ging es danach in die warmen Katakomben.

Kurzes Aufbäumen nach der Pause aber Wil war zu gut

Das Trainertrio war überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung des Teams. Für die nächsten 45 Minuten wurde eine klare Leistungssteigerung verlangt. Und zusammen mit dem Anpfiff zu Halbzeit zwei, wurde auch das Spiel des FCB besser. Man stand etwas höher und spielte endlich auch mit. Die erste Chance gehörte aber wieder dem Heimteam. Der Schuss in Minute 56 aus guter Position ging über das Tor. Vier Minuten später prüfte Lisa Val aus 18 Metern die Torfrau des FC Wil. Auch Chiara Quarella kam mit ihrem Schuss an der Wiler-Schlussfrau nicht vorbei.

Das Schneegestöber wurde heftiger und bei Bühler schwanden die Kräfte. Wil hingegen hatte noch Reserven und erzielte in der 72. Minute mit einem Weitschuss der Joëlle Büchler durch die Hände flutschte das 4:0. Das war dann die endgültige Entscheidung und Wil erhöhte in den letzten Minuten das Score auf ein, aus Sicht des FC Bühler, brutales 7:0.

Am kommenden Sonntag ist das drittplatzierte Staad in der Göbismühle Bühler zu Gast. Ein weiterer schwerer Prüfstein für das Team vom Rotbach. Anpfiff ist um 13 Uhr. (rom)

Für Bühler im Einsatz:

Joëlle Büchler, Leana Quarella (76. Felicia Harder), Nadja Loser, Ronja Mock, Désirée Drittenbass (55. Lisa Val), Simone Scherrer, Belinda Bischof, Claudia Ferreira (20. Sina Eichrodt), Selina Ramelli (77. Chiara Quarella), Leandra Heeb, Tanja Schöpfer (25. Chiara Quarella, 67. Tanja Schöpfer)

Diebe klauen auf Herisauer Baustelle diverse Maschinen

Die Diebe brachen in einen Baustellencontainer an der Gossauerstrasse in Herisau ein.

Die Diebe brachen in einen Baustellencontainer an der Gossauerstrasse in Herisau ein.

Bild: Benjamin Manser

Am Sonntag, kurz vor 16.30 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass sich zwei Personen an einem Baustellencontainer an der Gossauerstrasse in Herisau zu schaffen machen. Die ausgerückten Patrouillen konnten nach der eingeleiteten Fahndung zwei Männer in der Nähe des Tatortes lokalisieren und nach einer kurzen Verfolgung zu Fuss anhalten und festnehmen. Die Abklärungen haben ergeben, dass die beiden Portugiesen im Alter von 40 und 47 Jahren, den Container gewaltsam öffneten und diverse Maschinen behändigten. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden hat die Ermittlungen aufgenommen und klärt ob die beiden Männer noch für weitere Delikte in Fragen kommen. (kpar)

Bruno Walser ist neues Ehrenmitglied des Bauernverbandes AR.

Nach zwei Jahren Unterbruch konnte die Delegiertenversammlung des Bauernverbandes Appenzell Ausserrhoden (BVAR) am Samstag in Wolfhalden wieder in Anwesenheit der Mitglieder durchgeführt werden. Der Verband setzt sich sowohl regional als auch national für die Interessen der Landwirtschaft ein.

Bruno Walser erhält nach 13 Jahren im Vorstand, davon 12 Jahre als Kassier, die Ehrenmitgliedschaft.

Bruno Walser erhält nach 13 Jahren im Vorstand, davon 12 Jahre als Kassier, die Ehrenmitgliedschaft.

Bild: PD

In den drei Jahren seit der letzten Delegiertenversammlung hat sich viel verändert, stellt der Präsident Beat Brunner fest. «Covid-19 und die Lage im Osten haben deutlich gemacht, dass wir wieder mehr für unsere einheimische Nahrungsmittelproduktion machen müssen». Es dürfe nicht sein, dass zusätzliche 3,5 Prozent Biodiversitätsförderflächen auf offenem Ackerflächen geschaffen werden muss. «Für uns ist es entscheidend, dass man die Produktion nicht weiter einschränkt, sondern dass wir eine produzierende Landwirtschaft haben», betonte Brunner.

Verband beteiligt sich an Rehkitzrettung 

Geschäftsführerin Priska Frischknecht weist auf wichtige Anlässe des Verbandes hin, wie der Tag der offenen Hoftüren vom 12. Juni. Weiter beteiligt sich der Verband finanziell an der Anschaffung von neuen Drohnen für die Rehkitzrettung. Diese Dienstleistung können die Bauernbetriebe kostenlos in Anspruch nehmen. In der Vergangenheit gab es viele Unfälle im Zusammenhang mit Hebe- und Staplerfahrzeuge. Stefan Freund, zuständig für die Bildungskommission, informiert über Kurse für Staplerfahrer und die ab diesem Jahr obligatorischen Holzerkurse für Lehrlinge, wenn sie im Wald mitarbeiten. Diese Kurse werden in die Ausbildung integriert.

Stacheldrähte sollen im Kanton Appenzell Ausserrhoden nicht unter ein Verbot gestellt werden. Zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft und dem Wildhüter werden Alternativlösungen erarbeitet, um die Stacheldrähte zu ersetzen. Dafür engagiert sich Christian Brunner, er ist zuständig für die Alpwirtschaft. Ruth Tanner von der Landfrauenvereinigung, ebenfalls im Vorstand des Bauernverbandes AR arbeitet in der Kommission für Öffentlichkeitsarbeit mit und bewirbt den Messestand und die Lockpfosten. Die Banner zu acht verschiedenen Themen können beim Bauernverband AR und die Lockpfosten für die Feldränder beim Schweizer Bauernverband SBV ausgeliehen werden.

Priska Frischnecht ist seit 10 Jahren Geschäftsführerin 

Ein weiteres Thema an der Delegiertenversamlung waren Ehrungen. So tritt Reto Preisig nach neun Jahren als Rechnungsrevisor zurück. Als Nachfolger wird Koni Meier aus Herisau gewählt. Bruno Walser, der während 13 Jahren, davon zwölf Jahre als Kassier amtete, wird von der Versammlung zum Ehrenmitglied gewählt. Beat Brunner gratuliert Priska Frischknecht zum 10-Jahr-Jubiläum als Geschäftsführerin des Verbandes und dankt ihr für den engagierten Einsatz. Urs Schneider, stellvertretender Direktor des SBV, liegt ein geschlossenes Auftreten der Landwirtschaft gegen die Massentierhaltungsinitiative (MTI) sehr am Herzen. «Diese Initiative ist unnötig und absurd», sagte Schneider. «Wir müssen die Produktion herunterfahren und den ohnehin schon hohen Standard nochmals erhöhen. Was nicht selber produziert werden kann, muss importiert werden.» Das ist aufgrund der aktuellen Lage ein schlechtes Signal. Die Vorkampagne startet mit Fahnen. Mit Emojis wird gegen die MTI angetreten. Über die MTI wird wahrscheinlich im September abgestimmt. (pd)

Wintereinbruch führte zu Spielabsagen

Der FC Heiden verlor gegen die 2. Mannschaft des FC Montlingen mit 2:3.

Der FC Heiden verlor gegen die 2. Mannschaft des FC Montlingen mit 2:3.

Bild: PD

Die grosse Mehrheit der regionalen Meisterschaftsspiele wurde am Wochenende aufgrund der winterlichen Verhältnisse verschoben. Nur je ein Frauen- und Männer-Team aus dem Appenzellerland kam zum Einsatz. Die 1.-Ligistinnen des FC Bühler mussten auswärts gegen das zweitplatzierte Wil eine 0:7-Niederlage entgegennehmen. In der 4. Liga verlor der FC Heiden bei der zweiten Mannschaft Montlingens 2:3. (pf)

SVP AR will sich für eine Steuerreduktion einsetzen

In einer Medienmitteilung teilt die SVP AR ihre Freude über die Staatsrechnung 2021 mit. Der Abschluss der Staatsrechnung weist einen überaus erfreulichen Überschuss von 40.9 Millionen, respektive im operativen Ergebnis von 13.7 Millionen Franken aus. Der nun erzielte Überschuss fällt somit deutlich höher aus, als die erwarteten 29 Millionen Franken. Die SVP AR prognostizierte dies bereits anlässlich der Diskussion rund um den Voranschlag 2022, wie sie in der Mitteilung schreibt. Umso unverständlicher sei es, dass der Kantonsrat noch im Dezember nicht bereit war, eine von der SVP AR geforderte Steuerreduktion zu unterstützen, welche die Bevölkerung steuerlich entlastet hätte.

Bevölkerung und Wirtschaft leiden seit geraumer Zeit an einer erhöhten Inflation, vor allem aber an massiv steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten. Zugleich verzeichnet der Kanton mit rund plus 12 Millionen Franken deutlich höhere Steuereinnahmen, womit natürlichen und juristischen Personen dringend benötigtes Kapital unnötig abgezogen werde, wie die SVP AR schreibt. Insbesondere die Nationalbankgelder im Umfang von nahezu 26 Millionen Franken, senken die Verschuldung auf einen Tiefststand von 170 Franken pro Einwohner. Es sei zu erwarten, dass der Kanton auch in den folgenden Jahren Besserabschlüsse erzielen wird. Darum sei es nun endlich an der Zeit, die Bevölkerung substanziell zu entlasten und einen angemessenen Anteil Nationalbankgelder zurückzugeben.

Die SVP AR werde sich im Zusammenhang mit dem Voranschlag 2023 vehement für eine Steuerreduktion bei den natürlichen und juristischen Personen stark machen. Im Weiteren erlaube die sehr positive Finanzsituation eine längst überfällige Reduktion bei den Strassenverkehrssteuern, um die steigenden Kosten für Berufspendler ein wenig zu lindern. Auf Basis der bisher kommunizierten Gemeindeabschlüsse muss klar festgehalten werden, dass der Kanton finanziell deutlich bessergestellt ist, als die meisten Gemeinden. Im Hinblick auf die Teilrevision des Steuergesetzes erwartet die SVP AR eine aktualisierte Beurteilung bezüglich dem Verteilschlüssel bei der Gewinnsteuer juristischer Personen. Im Grundsatz sehe man hier eine Verteilung der Gewinnsteuer von 60 Prozent an die Gemeinden. «Wir erwarten von der Regierung, dass sie ihre Versprechen aus dem Regierungsprogramm umsetzen, zeitnah Massnahmen ergreifen und das frei verfügbare Einkommen der Bevölkerung substanziell erhöhen wird» so die SVP AR.

Streifkollision in Wienacht-Tobel

Am Sonntag ist es in Wienacht-Tobel zu einer Streifkollision zwischen zwei Autos gekommen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken.

Um 9.25 Uhr fuhr ein 38-Jähriger laut Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei von Staad kommend bergwärts in Richtung Wienacht. In der Linkskurve eingangs des Ortsteils Tobel kam es beim Kreuzen mit einem abwärtsfahrenden Personenwagen zur Kollision.

Paraden-Premiere in Herisau ein voller Erfolg

Obwohl der Winter ein Comeback hinlegt, findet in Herisau das erste Frühlingserwachen statt. Die erste Frühlingsparade lockt viele Zuschauende an.

Am Wochenende fanden in Herisau gleich mehrere Veranstaltungen statt. Während die Autoshow bereits das zwanzigste Mal durchgeführt wurde, war es für das Frühlingserwachen eine Premiere. Bei winterlichen Wetterverhältnissen präsentierte sich das Herisauer Gewerbe der Bevölkerung. Ein Highlight war die erste Frühlingsparade am Sonntag. Zwischen Obstmarkt- und Migros-Kreisel präsentierten die Betriebe ihre Autos, Fahrräder, Rasenmäher und vieles mehr. Auch Vereine wie der Cevi machten bei der Parade mit. Moderator Lukas Pfiffner fühlte den Teilnehmenden auf den Zahn und so erfuhren die trotz der widrigen Wetterumstände zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher allerhand Interessantes.

Weniger vom Wetter beeinflusst waren die Garagen und die Näf Service und Maschinen AG. Die Auto Baier AG begrüsste zahlreiche Kunden, um mit ihr das 50-Jahr-Jubiläum der Markenvertretung für Nissan zu feiern. Bei der Näf Service und Maschinen AG folgten zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Einladung zur traditionellen Frühlingsausstellung. (rak)

Heiden sagt Ja zum Voranschlag

In Heiden hat der Gemeinderat den Voranschlag für 2022 im zweiten Anlauf durchgebracht – und dies deutlich. 642 Personen sagten Ja, 204 Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp über 31 Prozent. Im November hatte das Volk den Voranschlag noch wuchtig abgelehnt. Allerdings sah er damals noch eine Steuererhöhung um 0,2 Einheiten vor. Die finanzielle Situation von Heiden hat sich jüngst dank zusätzlicher Steuermillionen aber drastisch verbessert. (dsc)

Reute: Linda-Maria Grünenfelder neu im Gemeinderat

Bei den Ersatzwahlen vom Sonntag wurde Linda-Maria Grünenfelder aus Schachen in den Gemeinderat von Reute gewählt. Die Buchhändlerin erzielte bei einem absoluten Mehr von 67 Stimmen deren 127 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 26,7 Prozent.

Drei neue Gemeinderäte in Wald

Die drei vakanten Gemeinderatssitze in Wald können mit Eva Helg Waidelich, Pascal Démarais und Elvis Bischof besetzt werden. Helg Waidelich erzielte 160 Stimmen, Démarais 158 und Bischof 145. Auf Vereinzelte entfielen 20 Stimmen.

Gemeinderat von Urnäsch komplett

Hans Peter Bösch, neuer Gemeinderat von Urnäsch.

Hans Peter Bösch, neuer Gemeinderat von Urnäsch.

Bild: PD

Mit der Wahl von Hans Peter Bösch konnte der freie Sitz im Gemeinderat von Urnäsch besetzt werden. Seine Kandidatur war von sämtlichen lokalen politischen Parteien und Gruppierungen unterstützt worden. Bösch erzielte 600 Stimmen, das absolute Mehr lab bei 317 Stimmen.

Petra Hanel Sturzenegger ist Gemeindpräsident von Stein

Petra Hanel Sturzenegger ist die neue Gemeindepräsidentin von Stein.

Petra Hanel Sturzenegger ist die neue Gemeindepräsidentin von Stein.

Bild: Astrid Zysset

In Stein wurde Petra Hanel Sturzenegger als Nachfolgerin von Siegfried Dörig zur Gemeindepräsidentin gewählt. Sie erzielte 395 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 209 Stimmen. Für Vereinzelte wurden 23 Wahlzettel eingelegt. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,46 Prozent.

In Stein galt es zudem zwei Sitze im Gemeinderat zu besetzen. Stefan Tanner, mit 394 Stimmen, und Reto Meier, mit 368 Stimmen, erreichten das absolute Mehr im ersten Wahlgang. Auf Vereinzelte entfielen 56 Stimmen.

Grub lehnt FDP-Initiative ab

Die Gemeinde Grub hatte in der jüngsten Vergangenheit Mühe, Kandidaten für den Gemeinderat zu finden. Die FDP hat eine Volksinitiative als einfache Anregung lanciert, die eine Verkleinerung des Gemeinderats von derzeit sieben auf fünf Sitze verlangte. Das Volk hat diese am Sonntag aber knapp abgelehnt. 149 Personen legten ein Nein in die Urne, 138 sagten Ja. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,4 Prozent.

Die vier Kandidaten Nicole Näf, Marco Streuli, Franziska Senn und Mathias Züst wurden hingegen klar in den Gemeinderat gewählt. Die Stimmbeteiligung lag bei 40,99 Prozent.

Mehrere Verkehrsunfälle in Appenzell Ausserrhoden

Hoher Sachschaden ist vom Samstag auf Sonntag bei verschiedenen Verkehrsunfällen in Appenzell Ausserrhoden entstanden. Personen wurden nicht verletzt.

In Herisau fuhr ein 22-jähriger Lenker kurz nach 18 Uhr mit seinem Personenwagen, welcher mit Sommerreifen ausgerüstet war, von Herisau kommend auf der Hubstrasse in Richtung Schachen. Im Bereich Stuel verlor er, auf der mit Schnee bedeckten Strasse, die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einer Strassenlaterne. Gemäss Mitteilung der Polizei entstand ein Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken. Als ein weiterer Personenwagen die Unfallstelle passierte, blieb er im abschüssigen Wiesenbord in der Schneemauer stecken, als er dem Unfallfahrzeug ausweichen wollte. Wenig später rutschte ein Schneeräumfahrzeug ebenfalls etwas von der Fahrbahn ab und musste durch den Abschleppdienst geborgen werden.

Ein Schneeräumfahrzeug rutschte ebenfalls etwas von der Fahrbahn ab.

Ein Schneeräumfahrzeug rutschte ebenfalls etwas von der Fahrbahn ab.

Bild: Kapo AR

In Rehetobel lenkte ein 44-Jähriger seinen Personenwagen um 18.45 Uhr auf der Hauptstrasse vom Dorf in Richtung St.Gallen. In der Rechtskurve bei der Örtlichkeit Midegg geriet er auf der mit Schnee bedeckten Strasse auf die Gegenfahrbahn und es kam mit einem entgegenkommenden Auto zu einer Kollision. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Franken.

Bei der Kollision entstand erheblicher Sachschaden.

Bei der Kollision entstand erheblicher Sachschaden.

Bild: Kapo AR

In Niederteufen fuhr ein 44-jähriger Lenker mit seinem Personenwagen um 19.30 Uhr in Richtung Lustmühle. In der Linkskurve, Höhe Hauptstrasse 128, verlor er die Herrschaft über sein Fahrzeug. Er rutschte, auf der mit Schnee bedeckten Strasse auf die Gegenfahrbahn und es kam mit einem entkommenden Auto zu einer Kollision. Gemäss Polizeimeldung entstand den beiden Fahrzeugen Schaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken.

Auf der schneebedeckten Strasse kamen die Fahrzeuge ins Rutschen.

Auf der schneebedeckten Strasse kamen die Fahrzeuge ins Rutschen.

Bild: Kapo AR

In Herisau fuhr kurz vor 1 Uhr, ein 15-Jähriger mit seinem Motorfahrrad auf der Kasernenstrasse in Richtung Heinrichsbad. Auf Höhe Kasernenstrasse 64 wurde er von einem Personenwagen überholt. Während dem Überholvorgang schwenkte der Mofalenker gegen die Fahrbahnmitte aus und es kam zu einer seitlichen Kollision. Der Mofalenker blieb unverletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand Schaden in der Höhe von mehreren Hundert Franken. Da beim Lenker des Motorfahrrades der Verdacht auf Fahrunfähigkeit bestand, verfügte die Staatsanwaltschaft eine Blut- und Urinprobe. (kapo/chs)

Beim Mofalenker bestand der Verdacht auf Fahrunfähigkeit.

Beim Mofalenker bestand der Verdacht auf Fahrunfähigkeit.

Bild: Kapo AR

Trogen: Autofahrer baut Selbstunfall und landet im Bachbett

Bild Kapo AR:

Ein 20-jähriger war am Samstagmittag mit seinem Auto von Trogen in Richtung Landmark unterwegs, als er in der Linkskurve vor der Bruderbackbrücke die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Um eine Kollision mit dem Brückengeländer zu vermeiden, lenkte er sein Auto nach rechts und stürzte in der Folge das steile Bachbord hinunter. Das Auto überschlug sich und landete auf den Rändern im Bachbett, wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Samstag mitteilt.

Der Mann konnte selbstständig und unverletzt aus seinem Auto steigen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. (kapo/elo)

Herisau: Fahrunfähiger Lenker entfernt sich von Unfallstelle

In Herisau ist es am Samstag zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Der Lenker entfernte sich von der Unfallstelle ohne sich um den Schaden zu kümmern. Es entstand Sachschaden.

Bild: Kapo AR

Um ca. 2.50 Uhr fuhr ein 49-jähriger Mann mit seinem Personenwagen von Herisau-Dorf kommend die Schützenstrasse abwärts in Richtung St.Gallerstrasse. In der Linkskurve vor der Eisenbahnbrücke verlor er auf der mit Schnee bedeckten Fahrbahn die Beherrschung über sein Fahrzeug und kam rechtsseitig von der Strasse ab. Er überfuhr einen Leitpfosten und rutschte die abfallende Böschung hinunter und kam schliesslich zum Stillstand. Anschliessend entfernte sich der Lenker zu Fuss von der Unfallstelle ohne sich um angerichteten Schaden zu kümmern.

Wie die Polizei mitteilt, konnte der verantwortliche Lenker im Verlauf des Vormittags ermittelt werden. Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft. Er musste auf Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden eine Blut- und Urinprobe abgeben. Sein Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kapo/chs)

Kollision zwischen zwei Personenwagen – eine Person verletzt

In Urnäsch ist es am Samstag zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen gekommen. Es entstand hoher Sachschaden.

Beim Unfall wurde eine Autolenkerin leicht verletzt.

Beim Unfall wurde eine Autolenkerin leicht verletzt.

Bild: Kapo AR

Um 7.15 Uhr fuhr ein 25-jähriger Automobilist auf der Hauptstrasse von Waldstatt in Richtung Urnäsch. Auf der mit Schnee bedeckten Fahrbahn verlor er in einer Rechtskurve im Bereich Saien die Beherrschung über sein Fahrzeug und geriet ins Rutschen. In der Folge kam es mit einem entgegenkommenden Personenwagen einer 23-jährigen Frau zu einer Frontalkollision. Die 23-jährige Fahrzeuglenkerin wurde leicht verletzt und konnte sich gemäss Mitteilung der Polizei selbständig ins Spital begeben. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kapo/chs)

Bild: Kapo AR

Heiden: Kontrolle verloren und in anderes Auto geprallt

Am Samstag ist es in Heiden zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Es entstand Sachschaden.

Beim Unfall entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken.

Beim Unfall entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren Tausend Franken.

Bild: Kapo AR

Kurz vor 8 Uhr fuhr ein 23-jähriger Autolenker vom Scheidweg/Kaien kommend auf der Obereggerstrasse in Richtung Oberegg. Im Bereich Gstalden verlor er, auf der mit Schnee bedeckten Fahrbahn, die Herrschaft über seinen Personenwagen und es kam mit einem entkommenden Auto zu einer Kollision. Nach der Kollision kam der entgegenkommende Wagen rechtseitig von der Strasse ab und blieb im Wiesenbord stehen. Gemäss Mitteilung der Polizei entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kapo/chs)

Eines der beiden Unfallfahrzeuge.

Eines der beiden Unfallfahrzeuge.

Bild: Kapo AR

21-jähriger verliert Kontrolle über Auto

Am Freitag ist es in Urnäsch zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen. Es entstand Sachschaden.

Der Autolenker wurde beim Unfall nicht verletzt.

Der Autolenker wurde beim Unfall nicht verletzt.

Bild: Kapo AR

Ein 21-jähriger Automobilist fuhr um 18.45 Uhr von Urnäsch kommend in Richtung Schwägalp. Bei der Örtlichkeit Rossfall verlor er gemäss Mitteilung der Kantonspolizei auf der schneebedeckten Fahrbahn, in einer Linkskurve, die Herrschaft über sein Fahrzeug und geriet über den rechten Strassenrand hinaus. Dabei kollidierte er frontal mit einem Röhrenzaun. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kapo/chs)

Der Sachschaden beträgt einige Tausend Franken.

Der Sachschaden beträgt einige Tausend Franken.

Bild: Kapo AR

Mit Hydranten in Hundwil kollidiert

Am Freitag ist es in Schwellbrunn zu einem Selbstunfall gekommen. Es entstand hoher Sachschaden. Wie die Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilt, fuhr um 5 Uhr ein 19-jähriger Automobilist auf der Hauptstrasse von Schönengrund in Richtung Waldstatt. Im Bereich Rotschwendi, kurz vor der der Örtlichkeit Linde-Trückli, geriet er mit seinem Personenwagen gegen den Strassenrand und fuhr rechts über die Fahrbahn hinaus. Dabei kollidierte er mit einem Hydranten. Die genauen Umstände werden durch die Regional- und Verkehrspolizei abgeklärt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. Für die Reparatur des Hydranten wurde die Wasserversorgung der Gemeinde aufgeboten.

Ausserrhoden reduziert Impf- und Testangebot

Appenzell Ausserrhoden reduziert sein Impf- und Testangebot. Das teilte die Kantonskanzlei am Freitag mit. Nur noch das Impfzentrum in Herisau wird an drei Samstagen öffnen. Auch werden die Öffnungszeiten der kantonalen Testzentren angepasst.

Die Schutzmassnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden schweizweit aufgehoben. Appenzell Ausserrhoden erlässt derzeit auch keine eigenen Corona-Schutzmassnahmen. Vor diesem Hintergrund passt der Kanton das Impf- und Testangebot an. Das Impfzentrum in Herisau ist noch an drei Samstagen von 8 – 12 Uhr offen, und zwar am 2. April, 30. April und 14. Mai. Impfwillige können dann alle möglichen Covid-Impfungen (1., 2., 3. Impfung / Kinderimpfung) vornehmen lassen. Die Vereinbarung für einen Impftermin ist weiterhin via online-Anmeldung https://covid19.impf-check.ch/ oder telefonisch über die kantonale Infoline unter +41 71 353 67 97 möglich (Montag – Freitag, 8.30 –12.15 und 13 – 14 Uhr). Walk In-Impfungen sind an diesen drei Samstagen auch möglich. Impfwillige können sich auch im Kanton St. Gallen impfen lassen. Die vier Impfzentren in St. Gallen, Rapperswil-Jona, Buchs und Wil werden bis auf weiteres betrieben.

Im Impfzentrum Herisau können sich an diesen drei Samstagen auch Geflüchtete aus der Ukraine impfen lassen. Die Sprachbarrieren werden dank dem online-Anmeldetool in Englisch sowie englischsprechenden Mitarbeitenden bei der kantonalen Infoline möglichst klein gehalten. Das kantonale Impfzentrum in Heiden ist geschlossen und wird nach über 15 Monaten Betrieb in den nächsten Tagen abgebaut. An 180 Tagen wurden in Heiden 13’104 Arbeitsstunden geleistet und 31’535 Impfungen durchgeführt.

Die kantonale Infoline zu Corona ist bis auf Weiteres aktiv. Es gelten aber neue Erreichbarkeiten: Montag bis Freitag, 8.30 – 12.15 und 13 – 14 Uhr. Die Infoline ist via E-Mail (hotline@ar.ch) und telefonisch (+41 71 353 67 97) erreichbar. Auch weiterhin aktualisiert wird die Corona-Informationsseite www.ar.ch/corona. Die kantonalen Testzentren in Herisau, Teufen und Heiden setzen ihren Betrieb mit reduzierten Öffnungszeiten fort. Alle symptomatischen Personen sowie Kontaktpersonen können sich weiterhin mit einem PCR-Test oder Antigen-Schnelltest kostenlos testen lassen. Die Öffnungszeiten der Testzentren in Herisau und Heiden bleiben wie bisher: Montag bis Samstag, 11 – 14 und 15 – 19 Uhr. Das Testzentrum in Teufen ist neu offen von Montag bis Freitag, 10 – 14 Uhr und am Samstag von 9 – 13 Uhr. Testtermine können für alle drei Standorte online gebucht werden, in Teufen ist auch eine telefonische Buchung möglich. Walk-in (ohne Voranmeldung) ist an allen Standorten jederzeit möglich. In den Monaten Februar und März 2022 wurden in den drei Ausserrhoder Testzentren insgesamt 12’201 Tests durchgeführt.

Seit Februar 2020 – mit einem kurzen Unterbruch im Sommer 2020 – ist der kantonale Führungsstab (KFS) verantwortlich für die operative Bewältigung der Pandemie. Geplant ist, dass der KFS Mitte Jahr aus der Corona-Verantwortung entlassen wird; in welcher Form, wird gemäss Mitteilung derzeit diskutiert. Ziel sei, für eventuelle weitere Corona-Ereignisse gut vorbereitet zu sein. (kk)

30 Autofahrer am Handy erwischt

In den vergangenen Tagen führte die Ausserrhoder Kantonspolizei im Hinterland verschiedene Verkehrskontrollen durch, bei welchen das Augenmerk auf Ablenkung mit Mobiltelefone gelegt wurde. Über 30 Fahrzeuglenkende wurden gemäss Mitteilung mit einer Ordnungsbusse belegt, da sie während der Fahrt ein Mobiltelefon bedient hatten. Ein weiterer Autofahrer war trotz Führerausweisentzug.

Die Kantonspolizei weist im Communiqué darauf hin, dass Ablenkungen wie zum Beispiel SMS- oder WhatsApp Nachrichten schreiben, beim Führen von Fahrzeugen im Strassenverkehr gemäss Verkehrsregelverordnung nicht gestattet ist. «Fahrzeugführende müssen die Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Es darf beim Fahren keine Verrichtung vorgenommen werden, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert und die Aufmerksamkeit beeinträchtigt.» (kpar)

Baustart der Kreuzungsstelle Eggli

Am Montag, 4. April, beginnen die Appenzeller Bahnen (AB) mit dem Bau der neuen Kreuzungsstelle Eggli zwischen Bühler und Gais. Diese Kreuzungsstelle dient der Fahrplanstabilität und ermöglicht gemäss Medienmitteilung eine Reisezeitreduktion des Schnellzuges zwischen Appenzell und St. Gallen.

Ort der künftigen Kreuzungsstelle Eggli.

Ort der künftigen Kreuzungsstelle Eggli.

Bild: pd

Mit der Durchmesserlinie wurde zwischen St. Gallen und Teufen der Viertelstundentakt eingeführt. Die Kreuzungsstelle Eggli zwischen Bühler und Gais erlaubt eine günstige Eintaktung von Schnellzugskreuzungen und sichert laut Appenzeller Bahnen die Fahrplanstabilität insbesondere für den Viertelstundentakt. «Das Bauprojekt ermöglicht eine beschleunigte Fahrlage des Schnellzuges und somit eine Reisezeitreduktion.»

Die Bauarbeiten dauern bis Ende November 2022. Das Gleis­trasse wird im gesamten Bereich neu erstellt. Die Nebenarbeiten können unter laufendem Bahnbetrieb ausgeführt werden. Die bestehenden Bahnübergänge «Untere Blatten 496» und «Mühlpass 497» werden nach Erstellung einer rückwärtigen Erschliessungsstrasse aufgehoben. Die betroffenen Parzellen werden neu über den Bahnübergang «Mühlpass 520» erschlossen, welcher mit einer Schrankenanlage gesichert wird. Während der Totalsperrung zwischen Gais und Teufen in den Sommerferien 2022 finden die Arbeiten am Gleisoberbau und Gleisunterbau statt. Die Sicherungs- sowie die Fahrleitungsanlagen werden angepasst. Diese Totalsperrung wird zudem für die Umsetzung weiterer Bahnbauprojekte genutzt. Geplant sind der Umbau der Haltestelle Steigbach und die Fahrbahnerneuerungen zwischen Bühler-Strahlholz sowie zwischen Steigbach-Bühler. Das Tiefbauamt des Kantons Appenzell Ausserrhoden löst im Zusammenhang mit dem Bau der Kreuzungsstelle Eggli die Hochwasser- beziehungsweise Offenlegungsproblematik des kleinen Seitengewässers im Bereich Mühlpass. Der Bach hat infolge zu geringer Abflusskapazität schon mehrfach zu Überschwemmungen geführt. Geplant ist eine Renaturierung und Optimierung der Gewässerführung und -ableitung mit Einbezug eines erweiterten Durchlasses unter der neuen Kreuzungsstelle Eggli. Die Realisierung dieses Drittprojektes erfolgt gleichzeitig und koordiniert mit der Ausführung der Kreuzungsstelle Eggli. (pd)

Ausbau Kantonsstrasse Urnäsch-Hemberg

Auf der Schönaustrasse in Urnäsch soll eine weitere Ausbauetappe umgesetzt werden. Zwischen Halten und der Egglibachbrücke wird die Kantonsstrasse gesamthaft erneuert. Die heutige Fahrbahn ist mit Breiten zwischen 4.20 und 5.30 zu schmal, ein gefahrloses Kreuzen ist nicht möglich. Zudem ist die Strecke Bestandteil der nationalen Veloroute Nr. 4.

Die Fahrbahn wird aut Medienmitteilung auf eine Breite von 5.50 Meter ausgebaut. Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt genehmigt und zur Planauflage freigegeben. Die Gesamtkosten betragen rund eine Million Franken. Daran beteiligt sich die Gemeinde Urnäsch mit 50’000 Franken. (kk)

Drei Fotovoltaik-Anlagen für kantonseigene Liegenschaften

Auf dem Zeughaus-Annex in Herisau, der Sporthalle der Kantonsschule Trogen und dem Werkhof Bissau in Heiden werden Fotovoltaik-Anlagen montiert. Dafür hat der Regierungsrat 450’000 Franken bewilligt, wie die Kantonskanzlei am Freitag mitteilte.

DIe Kantonsschule in Trogen.

DIe Kantonsschule in Trogen.

Hanspeter Schiess

Einen Schwerpunkt im Regierungsprogramm 2020–2023 legt der Ausserrhoden Regierungsrat auf die Eigenproduktion von Wärme und Strom. Auch soll bis 2030 sämtlicher Strom, den die kantonale Verwaltung benötigt, aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Nun hat das Amt für Immobilien die kantonseigenen Gebäude auf die Eignung für PV-Anlagen geprüft. Drei Dächer werden in einem ersten Schritt mit Photovoltaik-Anlagen bebaut, für die der Regierungsrat 450’000 Franken bewilligt hat.

Die Module auf dem Dach des Annex-Gebäudes des Zeughauses in Herisau (153m2) werden jährlich ca. 32’000 kWh Strom generieren; die Anlage auf der Sporthalle der Kantonsschule in Trogen (712m2) ca. 124’000 kWh und das Werkhofdach in Heiden/Bissau (61m2) rund 12’000 kWh Strom. Die Montage wird zeitnah erfolgen. Auf über 900 m2 produziert der Kanton damit jährlich 168’000 kWh sauberen Strom; also etwa 10 Prozent des gesamten Verbrauchs der kantonalen Verwaltung.(kk)

100. Todestag von Hermann Rorschach

Vor 100 Jahren verstarb in Herisau der Erfinder des weltberühmten Rorschach-Tests. Die Gemeinde Herisau und das Museum Herisau rufen gemäss Medienmitteilung das Leben und Wirken Hermann Rorschachs mit einem Gedenkanlass in Erinnerung.

Seine zehn Karten mit Tintenklecksen sind weltbekannt und entwickelten sich zu einem der meistverwendeten Persönlichkeitstests: Hermann Rorschach verstarb am 2. April 1922 mit 37 Jahren in Herisau an einer zu spät erkannten Blinddarmentzündung. Damit konnte er nicht miterleben, wie sein Test weltweite Verbreitung fand. Rorschachs Werk «Psychodiagnostik» war kein halbes Jahr vor seinem Tod erschienen. Fertig entwickelt und publiziert hat Rorschach sein Verfahren in Herisau, wo er ab 1915 als Sekundärarzt in der damaligen psychiatrischen Klinik arbeitete.

Zur Erinnerung an das Leben und Wirken Hermann Rorschachs organisieren die Gemeinde Herisau und das Museum Herisau am 1. Mai – zur Saisoneröffnung des Museums – einen Gedenkanlass. Um 11 Uhr findet im Museum, wo der Rorschach-Test neben anderen medizinischen Innovationen aus dem Appenzellerland einen Platz einnimmt, ein Referat mit anschliessendem Apéro statt. (gk)

Knapper Sieg zum Start der Rückrunde für den FC Teufen

Der FC Teufen gewinnt am Dienstagabend auf der Göbsimühle in Bühler mit 3:2 gegen den FC Rorschach-Goldach.

Nachdem die Teufner am vergangenen Wochenende im Trainingslager im Südtirol verweilten waren sie als eingeschworene Truppe hochmotiviert. Der Gegner wurde hoch angegangen und hatte in den ersten zehn Minuten Probleme damit. Die ersten Torchancen hatten die Teufner. Allerdings konnten sie keine der beiden in ein Tor ummünzen. Nach elf Minuten waren es die St.Galler, welche zur Führung trafen. Die Hausherren waren vom Gegentor keineswegs geschockt. Nur acht Minuten später erzielten sie den verdienten Ausgleich. Nach einer Kombination über sechs Stationen setzte Roman Ehrbar Ramon Germann mit einem Hackenpass herrlich in Szene. Dieser bezwang den Keeper mit der Fussaussenseite.

Nur drei Minuten später folgte die Führung für die Heimmannschaft. Nach einem Eckball köpfte die Abwehr den Ball aus dem Strafraum. Dort stand Ehrbar, welcher den Ball volley aus 15 Metern unhaltbar im Netz zappeln liess. Nach der Führung liessen die Teufner etwas nach und so kamen die Gäste zu mehreren Chancen. Diese blieben aber bis kurz vor der Halbzeit ungenutzt. Dann folgte das nächste Traumtor. Die Szene glich dem zweiten Treffer der Teufner. Nach einer Ecke klärten die Hausherren den Ball aus dem Strafraum. Moritz Schäfer setzte aus 25 Metern zum Volley an und versenkte den Ball unter dem Querbalken. Das 2:2 und damit der Pausenstand. Nach der Pause vergingen knapp zehn Minuten, bis die Teufner wieder in Führung gehen konnten. Nach einem Einwurf setze sich Rohner im Strafraum gekonnt gegen den Verteidiger durch und bezwang den St.Galler Torwart. Danach zogen sich die Appenzeller zurück und konterten aus einer kompakten Defensive. Der FC Rorschach-Goldach bestimmte infolgedessen das Spielgeschehen. Dennoch hatten sie Mühe, zu Möglichkeiten zu kommen. Es blieb beim 3:2 für den FC Teufen. (cfä)

Männerchor Tobel-Teufen löst sich auf

Kürzlich hielt der Männerchor Tobel-Teufen seine 117. und zugleich letzte ordentliche Hauptversammlung ab. Aktuar Georg Winkelmann – er hat zusammen mit den noch verbliebenen Vorstandsmitgliedern Hermann Strübi und Werner Giger den Verein durch die schwierige, letzte Zeit geführt – eröffnete die Versammlung. Der Rückblick auf die letzten beiden Jahre fiel entsprechend kurz aus. Sie waren geprägt durch wiederholte Probenausfälle, geringen Probenbesuch von durchschnittlich knapp zehn Sängern, Absagen von Auftritten und Anlässen, manchmal unterbrochen von leisen und konkreten Hoffnungsschimmern, aber doch schlicht katastrophal für die Sänger. Ähnliches wie diese Corona-Pandemie hat der Chor in seiner über 100-jährigen Geschichte noch nie erlebt. Zur aktuell schwierigen Gesamtsituation gesellt sich die Tatsache, dass Ehrendirigent Benno Walser wie schon länger angekündigt, nach über 30 Jahren Einsatz für den Chor, seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten hat. So wäre ein kompletter Neuanfang unabdingbar geworden und dazu fehlten dem Chor mehr und mehr die nötige Energie und Inspiration. So haben die Sänger einstimmig beschlossen, den Chor und Verein mit dieser HV nach 117 Jahren erfolgreichen Bestehens, aufzulösen. Dass dabei nicht nur dem Versammlungsleiter, sondern auch vielen Kameraden bei ihren Voten etliche Worte in den Tränen erstickten, war sicher den jetzt aufkommenden Emotionen zuzuschreiben. (pd)

Bekannter Gastrobetrieb wurde Wohn- und Praxishaus

Das seit Jahren geschlossene Restaurant «Ochsen» in Reute wurde zum Wohnhaus umgebaut. Im Haus haben zudem zwei ärztliche Praxen Einzug gehalten.

Landesweit berühmt wurde der «Ochsen» dank Wirt und Metzgermeister Albert Kellenberger, der den Doppelbetrieb mit seiner Gattin von 1959 bis 1983 führte. Kellenberger war ein Kenner der Schweizer Geschichte, der mit seinem Wissen im Schweizer Fernsehen brillierte. Am 19. September 1968 bestritt er in der beliebten, von Mäni Weber moderierten Sendung «Dopplet oder nüt» in Brig VS die Endrunde. Der grosse Bekanntheitsgrad des Rüütiger Metzgers bescherte dem kleinen Dorf Sonntag für Sonntag Publikum aus der halben Schweiz. Ale wollten den schwergewichtigen, schlagfertigen und geschichtskundigen Appenzeller sehen und in seiner Wirtschaft einkehren. Später aber verblasste der Ruhm, und mit dem Verkauf des Hauses wurde die Metzgerei geschlossen. Die Wirtschaft blieb noch einige Jahre bestehen. Dann stand das stattliche Haus leer, in dem jetzt aber neues Leben eingekehrt ist.

Bahnhofknoten in Herisau: Baustart gefeiert

Der «Spatenstich» wurde musikalisch umrahmt.

Der «Spatenstich» wurde musikalisch umrahmt.

Bild: rak

Am Mittwoch trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Regierung, des Kantons, der Gemeinde und der beteiligten Firmen zur Feier des Baustarts des neuen Verkehrsknotens in Herisau. Auch einige Anwohnende folgten der Einladung in den Tunnel. Philipp Langenegger moderierte und fühlte Landammann Dölf Biasotto und Gemeindepräsident Max Eugster auf den Zahn. Anschliessend waren die Beteiligten zu einem Apero eingeladen. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von Werner Alder am Hackbrett und Maya Stieger an der Geige.

Das Bahnhofareal in Herisau ist aktuell das wichtigste Entwicklungsgebiet des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Die Umgestaltung und Aufwertung des Bahnhofplatzes mit einem neuen Bushof soll Herisau zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe für den öffentlichen Verkehr machen. Als Vorleistung dazu muss bekanntlich eine Neukonzeption der Strassenanlage realisiert werden. Der Kanton hat ein Projekt für die Anpassung der Strasseninfrastruktur ausgearbeitet, das beide heutigen Kreuzungen zu einem niveaugleichen Knoten in Kreiselform vereint. Nach der Zustimmung der Ausserrhoder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu diesem Grossprojekt im Herbst 2020 wurden die Vorbereitungen so weit vorangetrieben, dass die Hauptarbeiten nun offiziell starten konnten.

Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» zustande gekommen

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat das Zustandekommen der kantonalen Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» festgestellt. Eingereicht wurden gemäss Medienmitteilung 1253 gültige Unterschriften.

Am 16. Februar hat ein überparteiliches Initiativkomitee unter Präsident Siegfried Dörig die kantonale Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» eingereicht. Die notwendige Anzahl von 300 Unterschriften wurde mit 1’253 gültigen Unterschriften erreicht. Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat nun das Zustandekommen der Initiative festgestellt und die Initiative zur Vorbereitung einer Vorlage zuhanden des Kantonsrates – insbesondere zur Frage der Gültigkeit – dem Departement Inneres und Sicherheit zugewiesen.

Das Ziel der Initiative besteht gemäss Angaben auf der Unterschriftenliste darin, dass Gemeinden eigenständig über Fusionen entscheiden können. Konkret verlangt das Begehren mit einer entsprechenden Änderung der Kantonsverfassung, dass für Zusammenschlüsse neben der Zustimmung der Stimmberechtigten des Kantons auch die Zustimmung der Stimmberechtigten jeder betroffenen Gemeinde erforderlich ist. (kk)

In Herisau wird wieder «usegstuehlet»

«Usegstuehlet», das vergnüglich-gemütliche Zusammensein im Dorfzentrum Herisau, wird am Samstag, 27. August 2022 stattfinden. Dies hat das Organisationsteam beschlossen. Nachdem «Usegstuehlet» 2020 wegen der Corona-Situation und 2021 wegen schlechtem Wetter nicht durchgeführt werden konnte, sind die Verantwortlichen optimistisch, dass «Usegstuehlet» dieses Jahr im üblichen Rahmen stattfinden wird.

Am 27. August wird von 14 bis 24 Uhr auf Strassen und Plätzen im Herisauer Dorfzentrum eine gemütliche Atmosphäre mit echt südländischem Flair herrschen. Interessante Begegnungen und spontane Gespräche, Freunde treffen, flanieren und verweilen, das ist «Usegstuehlet». Das Organisationsteam freut sich, wenn Ladenbesitzer, Gastronomiebetriebe, Vereine und Privatpersonen am Anlass teilnehmen. Ob Spieltisch, Jam-Session, Zaubershow oder einfach Kaffee und Kuchen, die Ideen der Teilnehmenden machen eine unscheinbare Strassenecke zum lebendigen Treffpunkt.

Unter dem Motto «Vom Dorf fürs Dorf» hoffen die Verantwortlichen auf möglichst viele aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie neugierige Besucherinnen und Besucher – auch Kinder sind herzlich willkommen. In diesem Tagen wird ein Flyer in alle Haushaltungen verteilt, der auf «Usegstuehlet» aufmerksam macht. Wer an «Usegstuehlet» im August teilnehmen will, meldet sich bis am 31. Mai 2022 per Mail (info@usegstuehlet.ch) oder über die Homepage www.usegstuehlet.ch/anmeldung-2022/ an.

«Usegstuehlet» hat 2015 erstmals stattgefunden. Auch in den folgenden zwei Jahren herrschte jeweils am letzten August-Samstag auf Gassen und Plätzen bis weit in den Abend hinein gute Stimmung und viel Betrieb in südländischer Atmosphäre. Im Jahre 2018 musste der Anlass wetterbedingt abgesagt werden und 2019 klappte es dann wieder mit der Durchführung. (pd)

Das audiovisuelle Erbe in den Kantonen erfassen

Memoriav hat zusammen mit den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden das Projekt «Kantonale Übersichtsinventare des audiovisuellen Erbes» lanciert. Das Projekt hat gemäss Medienmitteilung zum Ziel, das audiovisuelle Kulturerbe aller Schweizer Kantone zu erfassen. Nach den beiden Appenzell folgen weitere Kantone.

Memoriav, die Kompetenzstelle für das audiovisuelle Erbe, hat im Anschluss an die beiden erfolgreichen Pilotprojekte mit den Kantonen Aargau und Wallis (2020/21) nun die Hauptphase des Projekts «Kantonale audiovisuelle Übersichtsinventare der Schweiz» lanciert. Ziel ist es, eine Gesamtübersicht der in den Kantonen vorhandenen audiovisuellen Bestände (Fotos, Videos, Filme, Tondokumente) zu erstellen und ihren jeweiligen Erhaltungszustand zu ermitteln. Erfasst werden sowohl analoge als auch digitale Bestände. Die beiden Appenzell arbeiten im Rahmen dieses Inventarprojekts zusammen. Die Leitung vor Ort übernimmt die Leiterin der Kantonsbibliothek Heidi Eisenhut. Für die Datenerhebung ist Gabriela Falkner zuständig. Sie wird die Befragung bei den Appenzeller Archiven, Bibliotheken, Museen und Privatsammlungen durchführen. Die Gesamtprojektleitung liegt bei Memoriav.

Dieses kulturpolitisch wichtige Projekt wird im Auftrag des Bundesamtes für Kultur von Memoriav geleitet und in Zusammenarbeit mit den Kantonen durchgeführt. Die Resultate der Erhebung dienen Bund und Kantonen als Grundlage für die Präzisierung und Ausweitung ihrer Sammlungs- und Erhaltungsstrategien auf spezifische Erfordernisse des audiovisuellen Kulturerbes. Memoriav gewinnt durch das Projekt eine noch vertieftere Übersicht über das audiovisuelle Kulturerbe, seinen Zustand und die vorhandenen bzw. auszubauenden Erhaltungsstrategien. Die Kartographie ermöglicht eine umfassende Sicht einerseits auf den Reichtum des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz und andererseits auf die Herausforderungen, die dessen langfristige Erhaltung und Nutzbarmachung stellen. Die geplante Projektlaufzeit für das Gesamtprojekt erstreckt sich von Januar 2022 bis Ende Dezember 2024. (pd)

Töfflifahrerin verletzt sich bei Kollision mit Lieferwagen

In Appenzell Innerrhoden kam es zu einer Kollision zwischen einem  Lieferwagen und einem Mofa. Gemäss Medienbericht zog sich die 14-jährige unbestimmte Verletzungen zu.

Wie die Innerrhoder Kantonspolizei mitteilt, fuhr am Dienstagnachmittag ein 72-jähriger Mann mit seinem Lieferwagen von der Liststrasse her und beabsichtigte links in die Dorfstrasse in Richtung Haslen einzufahren. Gleichzeitig fuhr eine 14-jährige Schülerin mit ihrem Mofa von Haslen her in Richtung Appenzell. Es kam zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen, wobei sich die Schülerin verletzte. Sie wurde mit dem Rettungsdienst Appenzell in Spitalpflege gebracht.

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