Appenzeller Ticker
(Archiv: 20.Juli bis 1. September) 65 Jahre Gebrüder Hörler beim Alpenbitter +++ Stabwechsel bei der FDP Waldstatt +++ Sebastian Wolf neuer Chefarzt Chirurgie im Svar

Was passiert gerade im Appenzellerland? In unserem Ticker finden Sie aktuelle News aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Ob ein Brand, ein Unfall, ein politischer Entscheid oder ein Promi, der für Schlagzeilen sorgt: Hier lesen Sie einen bunten Mix aus Nachrichten, Bildern und unterhaltsamen Geschichten.

David Scarano
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65 Jahre Gebrüder Hörler beim Alpenbitter

Am 1. September 1987 trat Edi Hörler die Arbeitsstelle als Mitarbeiter Fabrikation bei der Firma Appenzeller Alpenbitter AG an. Als heutiger Leiter Fabrikation ist Edi Hörler nebst der Herstellung des Alpenbitters auch für die Produktion und die Entwicklung aller Eigenprodukte, wie Rahmlikör, Abbacella oder GIN27 verantwortlich. Zusammen mit den Geheimnisträgern zählt er zu den wichtigsten Personen im Unternehmen. «Seit 35 Jahren stecken in jeder Flasche Alpenbitter sein grosses Wissen, seine Leidenschaft und seine Präzision», schreibt das Unternehmen in der Medienmitteilung. 

Just Hörler ist seit dem 1. Juni 1992 bei der Appenzeller Alpenbitter AG angestellt. Sein Stellenbeschrieb lautet seit 30 Jahren «Allrounder mit Einsatz in diversen Abteilungen». Ein Allrounder bedeutet eine «wendige, vielseitig interessierte Person, die Kenntnisse und Fähigkeiten auf zahlreichen Gebieten besitzt und anwendet». Wenn handwerkliches Geschick, praktische Lösungen oder die zündende Idee gefordert sind, dann sei Just die erste Adresse. Es gebe kaum eine Abteilung in der Firma, in der Just noch nicht geglänzt habe. (pd)

Stabwechsel bei der FDP Waldstatt

Monika Gessler, Präsidentin FDP AR, rechts Ursula Weibel, abtretende Präsidentin FDP Waldstatt.

Monika Gessler, Präsidentin FDP AR, rechts Ursula Weibel, abtretende Präsidentin FDP Waldstatt. 

Bild: PD

Der Höhepunkt der diesjährigen Hauptversammlung der FDP Waldstatt war der Rücktritt der langjährigen Präsidentin Ursula Weibel. 23 Jahre, davon 17 Jahre als Präsidentin, wirkte sie im Vorstand. Bei ihr war die Begeisterung und das Engagement für gesellschaftliche und politische Fragen stets spürbar, heisst es in der Medienmitteilung So war sie bereits Ende der 1980-er Jahre Präsidentin des Krankenpflegevereins (heute Spitex). 1990 bis 1998 Gemeinderätin, 1996 bis 2011 Kantonsrätin, davon die letzten drei Jahre als Fraktionspräsidentin der FDP AR. «Ihre freundliche und gewinnende Art, gepaart mit einer liberalen Grundhaltung, wurde überall sehr geschätzt.» Das erreiche man nicht nur mit guter Dossierkenntnis, sondern indem man auf die Leute zugehe, den Weg für Kompromisse ebnet, aber auch verlässlich und konsequent handle. Gleichzeitig war «Ursi» Webeil laut Communiqué eine «wunderbare Botschafterin gegenüber den Medien». Ihre Statements waren stets originell, gut verständlich und auch mit Witz gespickt.

Auch die FDP-Kantonalpräsidentin Monika Gessler bedankte sich bei Ursi Weibel für ihr Wirken auf kantonaler Ebene und ihre grosse Arbeit für die FDP AR. Sie stellte mit Genugtuung und grossem Dank fest, dass die Ortspartei Waldstatt auf der kantonalen Ebene einen sehr guten Ruf geniesst. Als Nachfolger wurde einstimmig Jürg Langenegger gewählt.

Vor der Hauptversammlung genossen über 20 Personen eine Führung in der Schellenschmiede von Peter Preisig. Er hat sich in jahrelanger aufwendiger Arbeit das Handwerk des Schellen- und Rollenschmiedes von Grund auf erarbeitet. In früheren Jahren wurde dieses Handwerk im Tirol von drei Schellenschmieden betrieben. Leider haben sie ihr Wissen und Können nicht weitergegeben. Ohne die enormen Bemühungen und jahrelangen Versuche von Peter Preisig wären heute Senntumschellen und Chlausenrollen in der früheren Qualität nicht mehr erhältlich. (pd)

Sebastian Wolf ist neuer Chefarzt Chirurgie im Svar

Sebastian Wolf

Sebastian Wolf

Bild: PD

Der Verwaltungsrat des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden (Svar) hat Sebastian Wolf zum neuen Chefarzt und Departementsleiter Chirurgie gewählt. Vorausgegangen war ein umfassendes Auswahlverfahren mit mehreren Kandidaten. Der 41-jährige tritt gemäss Medienmitteilung sein Amt am 1. November an. Er ist der Nachfolger von Wolfgang Nagel, der das Departement Chirurgie seit März 2022 interimistisch leitet.

Aufgewachsen in Süddeutschland, chirurgisch ausgebildet in der Schweiz, hat der zweifache Familienvater seinen familiären und beruflichen Lebensmittelpunkt seit über zehn Jahren in der Ostschweiz. Sebastian Wolf ist Facharzt für Chirurgie FMH mit Schwerpunkt Viszeralchirurgie FMH und wechselt zum Svar vom Kantonsspital St. Gallen, wo er zurzeit als Oberarzt mit besonderer Funktion an der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin- und Transplantationschirurgie tätig ist. Seine Schwerpunkte und Spezialgebiete liegen gemäss Medienmitteilung im Bereich der allgemeinen Chirurgie, der onkologischen Chirurgie und der Hernienchirurgie sowie bei der minimal invasiven roboterassistierten Chirurgie. Zusätzlich ist Wolf in der Ausbildung der Assistenz- und Oberärzte engagiert.

In der Findungskommission, die Sebastian Wolf dem Verwaltungsrat zur Wahl empfohlen hat, waren laut Communiqué nebst Mitgliedern des Verwaltungsrates auch Svar-Kaderärzte, die Departementsleiterin Pflege des Spitals Herisau sowie ein Mitglied der Appenzellischen Ärztegesellschaft vertreten. (pd)

Auto brennt auf Schwägalpstrasse

Am Dienstag ist es auf der Schwägalpstrasse in Urnäsch zu einem Fahrzeugbrand gekommen. Personen wurden keine verletzt. Am Auto entstand Totalschaden.

Ein Autofahrer lenkte gemäss Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei sein Auto kurz vor Mittag von Urnäsch in Richtung Schwägalp. Im Bereich Steinchräzeren stellten der Autofahrer und seine Fahrzeuginsassen im Fahrzeug Rauchgeruch wahr. Der Autofahrer hielt an und bemerkte, dass im Bereich des Fahrzeughecks Feuer war. Die sofort alarmierte Feuerwehr Urnäsch konnte den Fahrzeugbrand löschen. (kpar)

Abteilungsleiterin Sport verlässt Gemeinde Herisau

Kathrin Weber, die Leiterin der Abteilung Sport, hat sich entschieden, die Gemeinde Herisau per Ende November 2022 zu verlassen. Das teilte die Gemeindekanzlei am Mittwoch mit. Weber übernimmt die Geschäftsführung des Weiterbildungszentrums Holzweid der Universität St. Gallen.

Kathrin Weber war seit August 2020 Abteilungsleiterin Sport. Sie habe mit ihrem grossen Einsatz dazu beigetragen, dass das Sportzentrum während der Coronapandemie der Bevölkerung, wenn immer möglich, die Türen öffnen konnte, so die Gemeindekanzlei. Unter ihrer Führung wurden im Sportzentrum zahlreiche Modernisierungen an Anlagen und in der Kundenbetreuung realisiert. Zudem habe Kathrin Weber das Projekt Gemeindesportanlagenkonzept durchgeführt, dessen Ergebnisse in Bälde dem Gemeinderat vorgelegt werden. (gk)

Faustball: Walzenhausen schafft Ligaerhalt

Mit einer weiteren Vollrunde kämpfen sich die Walzenhausener Faustballer auf den 5. Schlussrang in der Nationalliga B Ost und schaffen den Klassenerhalt ohne Probleme.

Walzenhausen startete solide in den ersten Satz gegen den drittplatzierten Jona. Es war ein hin und her und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzten. Gegen Ende hielt Jona allerdings die Oberhand und die Vorderländer vermochten dies nicht mehr zu ändern. Jona entschied den ersten Satz mit 11:9 für sich. Im zweiten Satz nahmen die Vorderländer eine kleine Änderung am eigenen Spiel vor und wechselten den Service. Defensiv agierte Walzenhausen stark und nun kam auch entscheidend mehr Druck im Service was den Vorderländer den Sieg im zweiten Satz mit 11:9 einbrachte. Ein ähnliches Bild gab es im dritten Satz zu sehen. Defensiv Stark und Offensiv mehrheitlich fehlerlos und mit genügen Druck, um die Punkte zu machen. Jona steigerte sich allerdings auch noch mal und somit war dieser Satz hart umkämpft und bis zum Schluss offen. Walzenhausen behielt die Nerven und entschied auch den dritten Satz mit 12:10 für sich. Der vierte Satz verlief nicht wunschgemäss aus Sicht von Walzenhausen. Bis Mitte des Satzes war es wieder sehr ausgeglichen. Dann allerdings unterliefen den Vorderländer Defensiv einige unnötige Fehler womit Jona entscheidend weg kam und diesen Vorsprung auch nicht mehr hergab. Schlussendlich entschied Jona den Satz mit 11:8 für sich. Im letzten Satz liess Walzenhausen dann aber nichts mehr anbrennen. Nun funktionierte wieder alles und die Vorderländer liessen Jona keine Chance mehr. Walzenhausen entschied den letzten Satz klar mit 11:4 für sich und schafften mit diesem Sieg den definitiven Ligaerhalt.

Trotz des bereits erreichten Ziels den Klassenerhalt, wollten die Appenzeller natürlich auch gegen Dägerlen gewinnen.  Der Auftakt gelang nach Mass. Walzenhausen erspielte sich gleich zu Beginn einen komfortablen Vorsprung und gab diesen auch nicht mehr her. Die Vorderländer entschieden den ersten Satz mit 11:6. Im zweiten sowie im dritten Satz funktionierte dann vor allem im Angriff nicht mehr viel. Die Bälle waren zu wenig druckvoll und schlecht platziert. Dies bescherte Dägerlen einen enormen Aufschwung. Was bei den Vorderländer nicht funktionierte, klappte bei Dägerlen dafür umso besser. Damit kehrte Dägerlen das Spiel und entschieden den zweiten Satz mit 11:7 und den dritten Satz mit 11:6. Nun erforderte es dringend eine Reaktion von Walzenhausen. Diese kam in eindrucksvoller Weise. Der Service war nun wieder enorm druckvoll und führte meist direkt zum Punkt. Defensiv spielte Walzenhausen weiterhin sehr konstant dadurch gelang es Walzenhausen den vierten Satz mit 11:6 für sich zu entscheiden und mit gutem Gefühl den Entschiedungssatz in Angriff zu nehmen. In eben diesen startete Walzenhausen wieder gut. Beim Seitenwechsel lagen die Vorderländer bereits mit 2 Punkten in Front. Nach dem Wechsel bauten sie den Vorsprung kontinuierlich aus. Kurz vor Schluss erlebte Walzenhausen aber nochmals eine unnötige Schwächephase und liessen den Gegner nochmals nahe herankommen. Trotz allem schafften es die Appenzeller auch diesen in extremnis noch mit 12:10 zu gewinnen und entschieden das Spiel für sich. (lzü)

Herisau: Solarstrom vom Klärbecken

Die ARA Bachwis soll künftig dank eines Solarfaltdachs über den Klärbecken 40 Prozent ihres Strombedarfs selber decken. Der Gemeinderat beantragt gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei dem Einwohnerrat dafür gut eine Million Franken aus der Spezialfinanzierung Abwasser.

Die ARA Bachwis verbraucht jährlich rund 875’000 Kilowattstunden (kWh) Strom und ist damit nach dem Sportzentrum der Gemeindebetrieb mit dem zweitgrössten Verbrauch. Nebst stetigen Effizienzsteigerungen auf der Verbrauchsseite wurde 2018 auf dem Betriebsgebäude eine Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen, die jährlich rund 44’500 kWh Solarstrom produziert. Mit einem Solarfaltdach über den Klärbecken soll nun die Eigenproduktion um rund 293’500 kWh pro Jahr gesteigert werden.

Der durch die Photovoltaikanlage erzeugte Strom kann grösstenteils direkt durch die ARA genutzt werden. In den Spitzenzeiten während der Sommermonate produzierte die Anlage 113’500 kWh mehr als benötigt werden. 39 Prozent des jährlich produzierten Stroms werden deshalb ins öffentliche Netz eingespeist. Daraus kann mit einem jährlichen Ertrag von rund 32’000 Franken gerechnet werden.

Solarfaltdächer haben sich gemäss Mitteilung bereits in verschiedenen ARA bewährt, in der Ostschweiz etwa in Flums, Romanshorn, Münsterlingen und Steinach. Ihr Vorteil liegt darin, dass grosse Flächen doppelt genutzt werden können. Auch auf dem Parkplatz der Kronbergbahn wurde 2020 ein Solarfaltdach in Betrieb genommen. Dank integrierter Wetterstation funktionieren die Systeme autonom und sind vor Witterungsschäden geschützt.

Die Kosten für die Installation der Photovoltaikanlage belaufen sich auf 1’050’000 Franken. Dank Förderbeiträgen kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kosten um rund 200’000 Franken reduzieren. Die Finanzierung der Investition läuft über die Spezialfinanzierung Abwasser und hat keinen Einfluss auf die Nettoverschuldung der Gemeinde Herisau.

Auf Basis der aktuellen Einspeisevergütung, der Strompreise sowie der Amortisation des Solarfaltdachs über 25 Jahre ist von jährlichen Mehrkosten von 7’860 Franken zulasten der Spezialfinanzierung auszugehen. Angesichts des von Branchenvertretern prognostizierten Anstiegs der Strompreise könnten die Mehrkosten bereits 2023 nahezu kompensiert sein.

Als Trägerin des Labels Energiestadt verfolgt die Gemeinde Herisau eine aktive Energiepolitik. Entsprechend einem Einwohnerratsbeschluss bezieht sie für eigene Bauten und Anlagen ausschliesslich Naturstrom. Die guten Erfahrungen mit der Eigenproduktion von Naturstrom auf dem Schulhaus Ebnet West und dem Betriebsgebäude der ARA Bachwis bestärken den Gemeinderat darin, dass die Gemeinde Herisau als Produzentin von Naturstrom eine aktive Rolle in der Energiewende spielen kann. Auch die derzeitige geopolitische Lage zeigt die Dringlichkeit, einheimische Energiepotenziale zu nutzen.

Der Einwohnerrat entscheidet am 21. September über das Geschäft. Bei einem Ja könnte die Installation ab Januar 2023 und die Inbetriebnahme frühestens im Frühling 2023 erfolgen. (gk)

Komitee der Initiative «Selbstbestimmte Gemeinde» regiert auf Ablehnung 

Die Regierung lehnt die Initiative «Selbstbetimme Gemeinden» ab.

Die Regierung lehnt die Initiative «Selbstbetimme Gemeinden» ab.

Bild: Ralph Ribi

Das Komitee der Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» nimmt Stellung zum kürzlich kommunizierten Entscheid der Ausserrhoder Regierung. Die Regierung lehne die Initiative ohne stichhaltige Argumente, aber mit belehrendem Unterton ab, kritisiert das Komitee in einer Medienmitteilung. Sie begegne damit nicht nur der Initiative respektlos, sondern auch jenen Stimmbürgern, die in lediglich 30 Tagen über 1200 Unterschriften sammelten. Das Volksbegehren stellt sich damit gemäss Komitee gegen die Absicht der Regierung, dass die Stimmbevölkerung des Kantons insgesamt über die Bildung von vier Gemeinden befinden soll. Das Ansinnen der Regierung entspricht nicht der politischen Kultur des Kantons, bei dem grössere auf kleinere, stärkere auf schwächere Gemeinden Rücksicht nehmen, heisst es in der Stellungnahme. Vielmehr will die Regierung nach Ansicht des Initiativkomitees, dass grosse Gemeinden über die Zukunft der kleinen befinden. Sie respektiert damit die Gemeindeautonomie in keiner Weise. (pd) 

Unachtsamkeit führt zu Unfall in Urnäsch

Der 17-jährige Motorradfahrer verletzte sich beim Unfall leicht.

Der 17-jährige Motorradfahrer verletzte sich beim Unfall leicht.

Bild: KPAR

Am Montag um 17.45 Uhr fuhr ein 17-jähriger Mann mit seinem Motorrad von Urnäsch in Richtung Schwägalp. Auf Höhe des Feuerwehrdepots in Urnäsch bemerkte er zu spät, dass ein 58-jähriger Mann sein Auto vor dem Fussgängerstreifen abbremste, um einem Fussgänger den Vortritt zu gewähren. In der Folge kam es zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen, wobei der Motorradfahrer stürzte. Dabei zog sich der 17-Jährige leichte Verletzungen zu und musste mit dem Rettungsdienst ins Spital überführt werden. Es entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kpar) 

Sachschaden nach Kollision auf der Alpsteinstrasse 

Beim Unfall in Herisau gab es keine Verletzte. |

Beim Unfall in Herisau gab es keine Verletzte. |

Bild: KPAR

Am Montag um 16.20 Uhr fuhr ein 65-jähriger Mann in Herisau mit seinem Auto auf der Erlenbachstrasse in Richtung Alpsteinstrasse. Dort beabsichtigte er nach links in Richtung Zentrum abzubiegen. Zur Selben Zeit fuhr eine 20-jährige Frau mit ihrem Personenwagen auf der Alpsteinstrasse in Richtung Waldstatt. In der Folge kam es zu einer Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen. Die am Unfall beteiligten Personen blieben unverletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kpar) 

Spezialgeräte für Zahnarztpraxen geklaut 

Die Täter erbeuteten beim Einbruch in Herisau Spezialgeräte für Zahnarztpraxen.

Die Täter erbeuteten beim Einbruch in Herisau Spezialgeräte für Zahnarztpraxen.

Bild: Keystone

Unbekannte verschafften sich über das vergangene Wochenende, während der Abwesenheit der Geschäftsbetreiber, gewaltsam Zutritt in eine Zahnarztpraxis in Herisau. Die Täterschaft durchsuchte gemäss einer Medienmitteilung der Kantonspolizei AR die Räumlichkeiten nach Wertsachen und öffnete verschiedene Behältnisse und Schränke. Dabei entwendete die unbekannte Täterschaft Spezialgeräte für Zahnarztpraxen. Für die Sicherung der Einbruchspuren wurde der Kriminaltechnische Dienst aufgeboten. Der Wert des Diebesgutes und der angerichtete Schaden werden auf mehrere zehntausend Franken geschätzt. (kpar) 

Neuerungen für die briefliche Stimmabgabe in Herisau

In diesen Tagen treffen bei den Herisauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Unterlagen für die kantonale und die eidgenössischen Volksabstimmungen vom 25. September ein. Es ist die erste Abstimmung, bei der die Gemeinde vorfrankierte Stimmzettel für die briefliche Stimmabgabe zur Verfügung stellt, wie es in einer Medienmitteilung der Gemeindekanzlei heisst. Das Abstimmungscouvert kann nach dem Ausfüllen der Abstimmungsunterlagen wiederverschlossen und ohne Briefmarke in einen Briefeinwurf der Post geworfen werden. Voraussetzung dafür sei, dass der Stimmausweis korrekt ins Couvert eingelegt worden ist, schreibt die Gemeinde. 

Die Stimmberechtigten in Herisau haben erstmals vorfrankierte Couverts erhalten.

Die Stimmberechtigten in Herisau haben erstmals vorfrankierte Couverts erhalten.

Bild: PD

Weiterhin möglich bleiben der Einwurf in den Briefkasten des Gemeindehauses und die persönliche Stimmabgabe. Diese ist möglich am Schalter der Einwohnerkontrolle von Mittwoch bis Freitag zu den Schalteröffnungszeiten sowie in der Vorhalle des Gemeindehauses jeweils am Freitag (17 bis 18.30 Uhr) oder Samstag (10.30 bis 11.30 Uhr und 12.30 bis 14.30 Uhr) vor der Abstimmung sowie am Abstimmungssonntag (8.15 bis 11 Uhr). Nicht wieder eingeführt wird nach zweijähriger Coronapause die persönliche Stimmabgabe an den Aussenstandorten, wie der Gemeinderat im Mai mitgeteilt hat. Um dennoch eine möglichst einfache Stimmabgabe zu gewährleisten, wurde gemäss Mitteilung beschlossen, das Porto für die briefliche Stimmabgabe zu übernehmen. (gk) 

Öffentlicher Empfang von Simon Ehammer

Simon Ehammer in Aktion.

Simon Ehammer in Aktion.

Bild: Peter Staub.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Teufen und in Koordination mit Appenzellerland Sport lädt der TV Teufen zu einem öffentlichen Empfang von Mehrkämpfer Simon Ehammer. Der Anlass findet am Donnerstag, 1, September, ab 18.15 Uhr im Lindensaal in Teufen statt. (pd)

FC Herisau verliert gegen Abtwil-Engelburg mit 2:3 

Flutlichtspiel im Ebnet, super Rasen und perfekte Temperatur zum Fussballspielen. Unter diesen perfekten Bedingungen empfing der FC Herisau am Samstagabend den FC Abtwil-Engelburg. Beide Mannschaften starteten mit Niederlagen in die neue Saison, weshalb beide Teams heiss auf die ersten Punkte waren. Die Herisauer wurden bereits nach wenigen Minuten kalt geduscht.

Nach einem unnötigen Ballverlust im Aufbauspiel schloss der letztjährige Topscorer der Gäste, Reto Nef, aus 20 Metern trocken ab und brachte sein Team früh in Führung. Doch die Herisauer zeigten eine Reaktion und kamen nach einer guten Viertelstunde durch ein Missverständnis in der Hintermannschaft von den Gästen zum Ausgleich. Mattia Sbocchi schoss bei seiner Rückkehr auf dem Ebnet den Ausgleichstreffer. Die Partie war recht ausgeglichen, die Troccoli-Elf versuchte das Spiel an sich zu reissen, die Abtwiler lauerten auf Konter und konnten durch schnelles Umschaltspiel immer wieder Nadelstiche setzen. Durch zwei Standards konnten die Gäste die Partie bis zur Pause zu ihren Gunsten kippen. Der 1:3-Rückstand aus Herisauer Sicht war bitter, da man vor der Partie vom Trainerstaff noch extra gewarnt und aufmerksam gemacht wurde auf die Standardstärke der Gäste.

Erstes Tor für Paolo Tolino für die 1. Mannschaft 

Nach der Pause war das Heimteam klar das bessere Team. Mehrere Chancen blieben ungenutzt, bis schliesslich Einwechselspieler Paolo Tolino mit seinem 1. Tor für die 1. Mannschaft zum 2:3-Anschlusstor traf. Der Ausgleich konnte leider trotz teils hochkarätigen Chancen nicht erzielt werden, das Wettkampfglück war auch heute leider nicht auf Seiten der Herisauer. Weiter geht es nächsten Freitag mit dem schwierigen Auswärtsspiel gegen den FC Mels. (pen) 

Niederlage für Innerrhoderinnen trotz Halbzeitführung

Da die 1. Liga-Frauen des FC Appenzell in den zweiten 45 Minuten nicht mehr so spielten wie in der ersten Halbzeit, verloren sie gegen einen keineswegs unschlagbaren FC Baar nach einer 3:1 Führung noch mit 3:5.

Die Frauen des FC Appenzell verloren ihr Heimspiel gegen Baar mit 3:5.

Die Frauen des FC Appenzell verloren ihr Heimspiel gegen Baar mit 3:5.

Bild: PD

Von den bisher in dieser Saison vier gespielten Halbzeiten, war die zweite gegen Baar die Schlechteste. Trainer Juan Isler musste auch feststellen, dass verschiedene gestandene Spielerinnen unter ihren Verhältnissen spielten und die vor einer Woche in Schwyz festgestellten Fehler noch nicht eliminiert werden konnten. Das Team spielte am Sonntagabend auf dem Sportplatz Schaies zu wenig konsequent und fehlerhaft. Es gelte jetzt weiter zu schaffen und den Kopf nicht hängen lassen, rief der Trainer seinen Frauen am Ende zu. Die Meisterschaft geht ja noch lange.

Appenzellerinnen mit frühen Auswechslungen 

In der 4. Minute konnte die neue Torhüterin Vanessa Tickert eine Hereingabe abfangen. Appenzell hielt gut mit und setzte auch Akzente nach vorne. Und in der 14. Minute verwertete Neuzuzug Pascale Engetschwiler eine Hereingabe von Elisabeth Inauen zum 1:0. Drei Minuten später klärte die einheimische Keeperin zur Ecke. Auf der anderen Seite sah die Torschützin des ersten Treffers einen Schuss ebenfalls in Corner gelenkt. Ein Freistossball von Baar verfehlte das Ziel knapp. Bei einem Eckball nach einer halben Stunde liess die Gäste-Hüterin das Leder fallen und Aline Schiegg konnte zum 2:0 einschiessen, wobei auch Melissa Schenk an diesem Erfolg beteiligt war. Wegen Schwindelgefühlen zweier Einheimischen musste Trainer Juan Isler schon früh auswechseln. Baar liess in der Folge einige Möglichkeiten aus oder scheiterte an der einheimischen Torhüterin.

In der 48. Minute gelangten die Gäste zum 2:1 Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite sah Livia Anderauer einen Schuss zu Ecke gelenkt. Die Einheimischen hielten in der Folge zu wenig Sorge zum Ball. In der 57. Minute durften die Appenzellerinnen nochmals jubeln. Die kämpferische «Bibo» Dorsa wurde im gegnerischen Sechszehner gefoult und verwandelte den Penalty zum 3:1. Nun kam aber die Zeit der Zugerinnen. Zuerst konnte Vanessa Tickert noch klären. In der 66. Minute wurde eine Gegnerin nach einem Fehler der Einheimischen zu wenig gestört und konnte zum 3:2 ins rechte Eck einschiessen. Als sich Salome Rohner verletzte mussten die Einheimischen einige Minuten mit zehn Frauen auskommen. Und nach einem Eckball unterlief der Genannten in der 76. Minute ein Eigentor zum Ausgleich. Gleich hatten die Platzherrinnen mit einem Pfostenschuss von Barbara Dorsa Pech. Drei Minuten später fiel das 3:4 als die Einheimischen zu wenig eingriffen. In der 85. Minute liess sich die Abwehr von Appenzell ausspielen. Vanessa Tickert wehrte zuerst ab, aber im Nachschuss hiess es 3:5. Barbara Dorsa versuchte es noch einmal, aber der Goalie lenkte zur Ecke ab. Und so blieb es bei der zweiten Niederlage im zweiten Spiel. (mk) 

Appenzell spielte gegen Baar mit: Vanessa Tickert; Salome Rohner (ab 85. Minute Corinne Schiegg), Pascale Engetschwiler (ab 64. Minute Elisabeth Inauen), Fabienne Weissinger (ab 81. Minute Liana Dörig), Elisabeth Inauen (ab 30. Minute Vanessa Keel, ab 81. Minute Larissa Mazenauer); Chiara Lardelli, Aline Schiegg, Melissa Schenk (ab 74. Minute Feruz Semereab), Corinne Schiegg (ab 40. Minute Livia Anderauer); Barbara Dorsa, Larissa Mazenauer (ab 38. Minute Zoe Fässler).

Schwellbrunner Faustballer bestätigen den Vizemeistertitel

Die 1.-Liga-Faustballer aus Schwellbrunn sicherten sich im letzten Spiel der Saison gegen den Absteiger die Silbermedaille und konnte somit den Vizemeistertitel von 2021 bestätigten.

Silbermedaillengewinner: (hinten von links) Tobias Ruckstuhl, Silvano Huber, Martin Berger, Peter Rohner. (Vorne von links): Bichsel, Florian Nagel, Manuel Brunner, Patrick Soldera

Silbermedaillengewinner: (hinten von links) Tobias Ruckstuhl, Silvano Huber, Martin Berger, Peter Rohner. (Vorne von links): Bichsel, Florian Nagel, Manuel Brunner, Patrick Soldera

Bild: PD

Wie die gesamte Saison kämpfte Schwellbrunn auch zum Schluss mit Absenzen. Nach dem verletzungsbedingten Aus für Rohner wurde auch Huber wegen Nackenbeschwerden zum Zusehen gezwungen. Die Hinterländer mussten deshalb leihweise auf die Dienste von Patrick Soldera zurückgreifen. Der Beginn der ersten Partie gegen Flums gestaltete sich wegen zu vieler Fehler im ganzen Team nicht nach dem Gusto der Hinterländer. Erst kurz vor Satzende fand der Favorit zu seinem Spiel und vermochte den Startabschnitt beinahe zu wenden. Mit einer fulminanten und geschlossenen Leistung konnte ein deutlicher Satzgewinn und somit der Ausgleich erspielt werden. Doch im dritten wie auch im vierten Satz gerieten die Appenzeller wieder ins alte Fahrwasser und verloren wegen ihrer Unkonstanz gegen den Zweitletzten der Tabelle mit 1:3. Wollten die Schwellbrunn den lange belegten zweiten Rang noch verteidigen, musste ein Sieg gegen Schlusslicht Jona her. Denn Elgg-Ettenhausen gewann seinerseits beide Partien und wäre bei einer weiteren Niederlage Schwellbrunns auf den zweiten Rang vorgerückt. Die Hinterländer verschliefen auch hier den ersten Abschnitt komplett. So ging man mit einem Rückstand in den zweiten Satz. Schwellbrunn fing sich wieder etwas auf und konnte den Satzausgleich herbeiführen. Den Appenzellern gelang es auch in den folgenden zwei Sätzen nicht, befreit aufzuspielen. Es war ein Kampf um jeden Ball. Schwellbrunn zeigte jedoch Moral und erkämpfte sich mühsam diesen wichtigen Sieg und verteidigte somit die Silbermedaille vom vergangenen Jahr.

Und dies, obwohl die Voraussetzungen zum Saisonstart nicht sehr gut standen. Mit Hagen (Kreuzbandriss) und Ruckstuhl (Teilabriss der Schultersehne) fielen gleich zwei der drei Angreifer aus. Zur Unterstützung des verbleibenden Angreifers Nagel, wurde Rohner fix aus der zweiten Mannschaft rekrutiert und S. Berger für einzelne Einsätze reaktiviert. Da beim Saisonstart von Berufes wegen einzelne Abwehrspieler abwesend waren, wurde auch Huber von der zweiten Mannschaft definitiv in die ersten Mannschaft beordert. Aufgrund dessen wurde das ursprüngliche Saisonziel, den zweiten Rang in der 1. Liga von 2021 zu bestätigen, etwas heruntergeschraubt und mit einem Rang im Mittelfeld neu definiert. In der neuen Zusammensetzung musste sich das Team erst finden, doch bereits die Startpartien liessen aufhorchen, dass Schwellbrunn diese Saison ebenfalls vorne mithalten konnte. Zur Meisterschaft-Halbzeit wurde die optimal harmonierende Aufstellung gefunden und der Start zur Rückrunde gab dem Team quasi die Initialzündung. Auf heimischen Boden zeigten sie erstmals eine top Leistung und kündigten mit ihrer dominanten Vollrunde ihre Ambitionen auf einen Medaillenplatz an, wenn auch zum Schluss nicht mehr ganz so überzeugend gespielt werden konnte. Insbesondere Manuel Brunner auf der Mittelposition und Florian Nagel im Angriff steigerten sich im Laufe der Saison zusehens und mauserten sich zu Leaderfiguren. (prh)

Schwellbrunn spielte mit: Manuel Brunner, Florian Nagel, Samuel Bichsel, Martin Berger, Patrick Soldera

Es fehlten: Cyrill Hagen (rekonvaleszent), Tobias Ruckstuhl (verletzt), Peter Rohner (verletzt), Silvano Huber (krank)

Kanton investiert in erneuerbare Energien 

Auf den Dächern des Werkhofs Furt, Urnäsch, und des Werkhofs Wilen, Herisau, werden zwei weitere Photovoltaik-Anlagen montiert. Der Regierungsrat hat dafür 310’000 Franken bewilligt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. 

Der Regierungsrat hat 300 000 Franken für Fotovoltaik-Anlagen bewilligt.

Der Regierungsrat hat 300 000 Franken für Fotovoltaik-Anlagen bewilligt.

Bild: Keystone

Der Regierungsrat legt in seinem Regierungsprogramm 2020–2023 einen Schwerpunkt auf die Eigenproduktion von Wärme und Strom. Der Kanton will durch die energetische Sanierung und den ökologischen Betrieb nach eigenen Angaben seiner Liegenschaften eine Vorbildfunktion übernehmen.

Anlagen produzieren insgesamt 275'000 kWh Strom 

Schon im März dieses Jahres sprach der Regierungsrat in einer ersten Tranche 450’000 Franken für die Erstellung von drei Photovoltaik-Anlagen auf kantonseigenen Liegenschaften. In einer zweiten Tranche werden nun zwei weitere Photovoltaik-Anlagen demnächst realisiert, wie es in der Medienmitteilung heisst. 

Die neuen Module auf dem Dach der Werkhalle im Werkhof Furt, Urnäsch, werden auf 370 Quadratmetern jährlich ungefähr 78’000 kWh Strom generieren; die Anlage auf der Einstellhalle des Werkhofs Wilen, Herisau, wird auf 150 Quadratmetern jährlich ungefähr. 28’500 kWh produzieren. Zusammen mit der ersten Tranche können auf 1’400 Quadratmeter  Dachfläche der kantonalen Liegenschaften jährlich rund  275’000 kWh sauberer Strom produziert werden. Dies entspricht etwa 17 Prozent des gesamten Verbrauchs der kantonalen Liegenschaften. (kk) 

FC Heiden kassiert in Rheineck eine 0:5-Klatsche

Der FC Heiden verlor am Samstag auswärts gegen den  FC Rheineck
0:5 (0:3). Just in dem Moment, als Heiden das Spiel besser in den Griff bekam und auch offensiv aktiver wurde, luden die Vorderländer die Hausherren zum Toreschiessen ein. Dies, nachdem sie ihren Torhüter Angelo Sturzenegger mittels Rückpass etwas gar arg in Bedrängnis brachten. Baumann konnte dessen missglückten Abschlag unter Kontrolle bringen und aus grosser Distanz im verwaisten Heiden-Tor unterbringen. Weil davor bereits Bektasi (9.) und Zinko (19.) für den FCR erfolgreich waren, konnte dieser Treffer bereits als Vorentscheidung verbucht werden. Die Gäste blieben vor allem in der Startphase vieles schuldig und kamen kurz vor dem dritten Gegentreffer zur besten Chance. Müller scheiterte jedoch nach 29 Zeigerumdrehungen vor und an FCR-Schlussmann Hüttenmoser.

Der FC Heiden hatte in Rheineck keine Chancen und verlor mit 0:5.

Der FC Heiden hatte in Rheineck keine Chancen und verlor mit 0:5.

Bild: PD

Rheineck lässt nichts mehr anbrennen
Die Städtli-Elf schuf damit im ersten Durchgang beste Voraussetzungen für Halbzeit zwei. Auch wenn sie in dieser phasenweise etwas gar viel Tempo aus dem Spiel nahmen, reichte es am Ende noch für noch für zwei Tore. Zunächst traf Bektasi in der 56. Minute zum vier zu null, ehe der unterdessen 39 jährige Lapp in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt besorgt war. Dass Heidens Kovacevic in Minute 69 mit einem Lattenschuss dem Ehrentreffer am nächsten kam, verkam an diesem Nachmittag schon fast zur Randnotiz. (lua)

FC Rheineck – FC Heiden 5:0 (3:0)

Stapfenwis – 100 Zuschauer – SR: Christian Tassile

9. Min. 1:0 Bektasi, 19. Min. 2:0 Zinko, 34. Min. 3:0 Baumann, 56. Min. 4:0 Bektasi, 90. Min. 5:0 Lapp

Gelbe Karten: 48. Zinko (reklamieren), 70. Braunwalder (Foul), 90. A.Müller (Unsportlichkeit)

Rheineck: Hüttenmoser; Müller, Rodrigues, Jankovics; Baumann, S.Krasniqi, Braun, Krämer, Zinko; Yürekli, Bektasi
Eingewechselt: Lapp, Kevely, Buzimkic, V.Krasniqi, Koch

Heiden: Sturzenegger; Braunwalder, Boller, R.Fessler, Thürlemann; L.Köberl, Bischoff; Dautaj, A.Müller, M.Müller; S.Fessler
Eingewechselt: P.Köberl, Tscherne, Kovacevic

FC Bühler erreicht Unentschieden gegen SC Schwyz

Der FC Bühler und der SC Schwyz trennen sich torlos.

Der FC Bühler und der SC Schwyz trennen sich torlos.

Bild: Hans Mathys / COOLPIX

Mit einem 0:0 geht die erste Heimpartie der Saison des FC Bühler gegen den SC Schwyz torlos aus.

Mit einer leicht veränderten Startformation und einer gut gefüllten Ersatzbank geht es in die erste Halbzeit. Von beiden Seiten kommt nicht viel. Die Zuteilung muss bei den Bühlerinnen wie auch den Schwyzerinnen zuerst gefunden werden. In den ersten 45 Minuten der Partie geschieht nicht mehr viel. Mit einem 0:0 geht es in die Pause. Positives Fazit der ersten Halbzeit, die Bühlerinnen haben den Ball in den eigenen Reihen gehalten. Offensiv hat sich aber keine bemerkenswerte Chance abgezeichnet.

Klare Priorität in der zweiten Halbzeit haben die Torabschlüsse, die in der ersten Halbzeit mangelhaft waren. Nach knapp 60 Minuten der erste Abschluss der ganzen Partie. Simone Scherrer zieht aufs Tor, doch kann den Ball nicht sauber verwerten. Die Bühlerinnen werden offensiv stärker und lassen sich Strafraumpräsenz gutschreiben. Nadja Loser kann sich in einem Kopfballduell behaupten und bringt den Ball gefährlich aufs Tor, allerdings steht die Torhüterin der Schwyzerinnen richtig und kann den Ball abwehren. In der Schlussphase haben die Gäste ein paar Vorstösse in die bühlerische Hälfte, doch Ersatztorhüterin für die abwesende Nummer 1, Olivia Grosset Grange, kann die Angriffe gut parieren. Nach 85. Minute war das Spiel so gut wie vorbei. Larissa Zehnder konnte sich aber freilaufen und hatte eine letzte Chance auf ein Tor. Doch die Abwehr der Schwyzerinnen war zur Stelle und aus dem Abschluss ergab sich leider auch kein Treffer. Die Bühlerinnen und ihre Trainer können zufrieden sein mit dem gezeigten, denn eine Steigerung zum Spiel gegen Gambarogno war zu sehen. Doch für drei Punkte müssen die offensiven Aktionen noch besser verwertet werden.

Blöchlinger WM-Fünfte

Ronja Blöchlinger – hier am Weltcuprennen in der Lenzerheide.

Ronja Blöchlinger – hier am Weltcuprennen in der Lenzerheide.

Bild: pd / Swiss Cycling

Mountainbike. Die aus Heiden stammende Ronja Blöchlinger errang an den Weltmeisterschaften in der Kategorie U-23 der Cross-Country-Fahrerinnen den starken fünften Platz. Die 21-jährige ehemalige Absolventin der Sportschule Appenzellerland führte am Sonntagmorgen im französischen Les Gets noch nach zwei der fünf Runden. Sie kam mit einem Rückstand von 1:51 auf die Siegerin Line Burquier (Fr) als beste Schweizerin ins Ziel. Die Goldmedaillengewinnerin legte die Strecke von 17,15 Kilometern in 1:11:09 zurück. 52 Sekunden trennten Blöchlinger, die in Biel wohnt, vom Bronzemedaillenplatz. 57 Fahrerinnen wurden klassiert. (pd)

Betrunken mit Traktor mehrere Verkehrstafeln touchiert

Am Samstag ist es auf der Strecke zwischen St. Peterzell und Schönengrund zu mehreren Beschädigungen durch einen Traktor gekommen. Der Lenker war alkoholisiert. Bei der polizeilichen Kontrolle verhielt sich der 56-Jährige sehr unkooperativ. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen. Der Führerausweis wurde dem Mann abgenommen.

Wie Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilt, ging um 20.15 Uhr bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei St. Gallen eine Meldung ein, wonach auf der Strecke zwischen St. Peterzell und Schönengrund ein Traktor unterwegs sei, welcher unsicher gelenkt werde und bereits mehrere Verkehrstafeln touchiert habe. Eine ausgerückte Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden konnte das Fahrzeug in der Folge auf dem Gemeindegebiet von Schwellbrunn antreffen und den Lenker einer Kontrolle unterziehen. Beim 56- jährigen Mann stellte die Polizeipatrouille Alkoholsymptome fest, worauf eine Blutprobe durch die Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden angeordnet wurde. Weitere Abklärungen werden durch Spezialisten der Kantonspolizei St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden getätigt. (kpar)

Neuer Fussgängerübergang für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Der Wolfhäldler Ortsteil Mühltobel hat sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt, wodurch auch die Schülerzahlen zunahmen. Daher wurde nun an der Kantonsstrasse Wolfhalden–Zelg–Walzenhausen im Hinterbühle ein neuer Fussgängerübergang erstellt.

Die Kantonsstrasse Wolfhalden–Zelg–Walzenhausen wurde gemäss Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei vor 14 Jahren ausgebaut und mit einem Gehweg versehen. Der Gehweg verläuft bis zur Einfahrt Hinterbühle nördlich der Kantonsstrasse. Die Fortsetzung des Gehwegs in Richtung Westen liegt auf der Südseite der Kantonsstrasse. Bei der Einfahrt Hinterbühle musste die Strasse zuvor ohne Hilfsmittel überquert werden. Das Querungsbedürfnis bei dieser Einfahrt sei in den letzten Jahren aber gestiegen, denn das Mühltobel hat sich baulich weiterentwickelt. Das spiegelt sich gemäss Communiqué auch in den Schülerzahlen aus diesem Gebiet. Die Querungsstelle sei auf dem Weg von Primarschülerinnen und –schülern zum Schulhaus Zelg. Es zeige sich nun, dass die für einen Fussgängerstreifen erforderlichen Querungsfrequenzen heute erreicht werden. So wurde nun 25 Meter östlich der Einfahrt Hinterbühle ein neuer Fussgängerstreifen erstellt. Dazu wurde auf der Nordseite das Trottoir verlängert. Die Sichtweiten konnten mit der Verschiebung verbessert werden. Zudem wurde ein neuer Kandelaber auf der Nordseite erstellt. Mit der neuen Beleuchtung sieht man den Fussverkehr auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 105’000 Franken. Die Gemeinde Wolfhalden beteiligt sich mit einem Beitrag von 52’500 Franken. Die Bauarbeiten wurden durch das kantonale Tiefbauamt ausgeführt und sind Anfang August gemäss Mitteilung rechtzeitig auf den Schulstart abgeschlossen worden. (kpar)

Hochwasserschutz: Innerrhoden mahnt Grundeigentümer an Unterhaltspflicht

Am Freitag, 19. August, führte die Sitter in Appenzell am Mittag rund 146 m3 Wasser pro Sekunde. Aufgrund der grossen Trockenheit der letzten Wochen konnte nur wenig Wasser versickern. Ein grosser Teil des Regenwassers wurde abflusswirksam, was zum Hochwasser in der Sitter führte. Ein solches Ereignis tritt statistisch gesehen einmal alle 30 Jahre ein. Das letzte Mal, dass die Sitter so viel Wasser führte, war am 22. Juli 1972 mit einem Abfluss von 143 m3 pro Sekunde, wie die Innerrhoder Ratskanzlei mitteilt.

Die hochgehende Sitter am 19. August.

Die hochgehende Sitter am 19. August. 

Bild: PD

Das Ereignis zeigt eindrücklich die Naturgewalt des Wassers, bei der sich erhebliche Mengen Geröll und Totholz in Bewegung setzen können. Für das Auffangen von Geröll sind im Kanton Appenzell Innerrhoden an verschiedenen Stellen Geschieberückhaltebecken platziert. Für das Auffangen von Totholz und damit zur Minimierung von möglichen Verklausungsgefahren bei Brücken und Engpässen sind sogenannte Schwemmholzrechen notwendig.

Nebst den baulichen Massnahmen an Gewässern zum Schutz vor Hochwasser ist aber auch ein sachgerechter Unterhalt der Gewässer ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes. Gemäss kantonalem Wasserbaugesetz obliegt die Bau- und Unterhaltspflicht an Gewässern den Anstösserinnen und Anstössern. Der Unterhalt umfasst insbesondere die Entfernung von Wildholz und Auflandungen, die Leerung von Geschiebesammlern und die Behebung von kleineren Schäden an den Verbauungsbauwerken. Zum Gewässerbau gehören alle über den Unterhalt hinausgehenden Arbeiten, insbesondere alle baulichen Massnahmen zur Sicherung der Sohle und der Ufer sowie für den Geschieberückhalt.

Mit einem sachgerechten Gewässerunterhalt durch die Anstösserinnen und Anstösser kann das Risiko von Schäden an Bauten, Anlagen und Kulturen infolge Hochwasser verringert werden, so die Ratskanzlei weiter. An die Kosten von Massnahmen des Gewässerunterhalts kann der Kanton einen Beitrag von bis zu 50% der beitragsberechtigten Kosten leisten. Ein entsprechendes Gesuch um einen Kantonsbeitrag ist beim Landesbauamt einzureichen. Bei Fragen steht Ahmed Abukar unter 071 788 92 16 und ahmed.abukar@bud.ai.ch zur Verfügung. (rk)

Schwellbrunn: Schulhaus-Erweiterungsbau soll Platzproblem lösen

Steigende Schülerzahlen in Schwellbrunn: Der Urnengang für den neuen Schulraum ist für November 2023 geplant.

Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat Schwellbrunn die Bevölkerung zum Thema Schulraumentwicklung und Schulraumbedarf orientiert. Schulpräsident Reto Roveda teilte gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei mit, dass die Schülerzahlen und damit auch die Anzahl Klassen bis ins Schuljahr 2026/2027 kontinuierlich ansteigen. Im Schuljahr 2026/2027 werden über alle Zyklen voraussichtlich 265 beschult. Dies sind fast 100 Schüler mehr als im Schuljahr 2012/2013. Die Zunahme der Schülerzahlen liege somit bei 30 Prozent. Im Schulhaus Sommertal wird der Bedarf an Schulräumen jährlich steigen. Es werden bereits Gruppenräume aufgelöst und neu als Schulzimmer genutzt. Die Bibliothek wird ab 2025/2026 als Klassenzimmer genutzt. Ein weiteres Zusammenrücken sei in den bestehenden Räumlichkeiten nicht möglich, heisst es im Communiqué.

Eine vom Gemeinderat gebildete Arbeitsgruppe, unter der Leitung von Gemeinderat Roland Danuser, hat sich in mehreren Sitzungen dieser Sachlage angenommen. Sämtliche gemeindeeigenen Liegenschaft wurden in die Lösungsfindung einbezogen. Eine nachhaltige Lösung konnte mit den bestehenden Rahmenbedingungen nicht gefunden werden. Unter anderem solle die Aula nicht umgenutzt werden, da sie unter anderem für den Musikunterricht, in den Themenwochen als «Schulzimmer» für den Zyklus 3, und für kurze Sport- und Bewegungsübungen benötigt werde. Bauliche Massnahmen für eine Umnutzung der Aula würden rund 200'000 Franken kosten, welche sinnvoller investiert werden könnten. Da der Raum der Bibliothek ab Sommer 2026 für die Lernlandschaft der Oberstufe benötigt wird, muss gemäss Mitteilung für die Bibliothek ein neuer Raum gefunden werden. Die Bibliothek sei stark in den Lehrplan 21 eingebunden, weshalb sie in der Nähe des Schulhauses bleiben müsse. Von der Arbeitsgruppe wurden weitere Möglichkeiten wie Containerlösung oder Schüler in umliegenden Gemeinden zu beschulen geprüft. Beide Optionen werden als nicht nachhaltig beurteilt. Aktuell besteht keine Gewährleistung, dass die Schüler in den umliegenden Gemeinden beschult werden könnten. Zudem könnten die finanziellen Mittel für die Beschulung nachhaltiger in eine längerfristige Lösung in Schwellbrunn investiert werden. 

So ist die Arbeitsgruppe laut Communiqué der Ansicht, dass ein Erweiterungsbau die richtige Lösung für die Zukunft ist. Vom Gemeinderat wurden die Kosten für ein Vorprojekt in der Höhe von 17700 Franken genehmigt. Im Frühling 2023 wird der Gemeinderat über das Projekt befinden und es voraussichtlich zur Abstimmung verabschieden. Die Abstimmung für den neuen Schulraum ist für November 2023 geplant. So kann im Frühling 2024 die Baueingabe erfolgen und im Herbst 2024 mit dem Bau begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von rund neun Monaten gerechnet. Damit würden die neuen Schulräumlichkeiten auf das Schuljahr 2025/2026 zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat teilt mit, dass über das weitere Vorgehen informiert, wenn neue Informationen vorliegen. (gk)

Eisenplatte kippte auf Bauarbeiter

Der Bauarbeiter wurde an der Hüfte schwer verletzt.

Der Bauarbeiter wurde an der Hüfte schwer verletzt.

Bild: kpai

Ein 45-Jähriger hat sich bei einem Arbeitsunfall auf einer Deponie in Enggenhütten schwer verletzt. Wie die Innerrhoder Kantonspolizei mitteilt, war am späten Mittwochvormittag der Bauarbeiter mit Maurerarbeiten beschäftigt. Aus noch nicht geklärten Gründen kippte eine zweimal drei Meter grosse Eisenplatte auf den Arbeiter und verletzte diesen im Hüftbereich schwer. Sofort wurden durch anwesende Arbeitskollegen die ersten Bergungsmassnahmen eingeleitet und die Rettung alarmiert. Im Einsatz standen der Rettungsdienst Appenzell, die Rega und die Feuerwehr Schlatt-Haslen. Zur Abklärung des Hergangs wurde auch ein SUVA-Sachverständiger aufgeboten. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Appenzell Innerrhoden werden die genaueren Umstände durch die Kantonspolizei abgeklärt. (kpai)

Monique Halter ist Weltmeisterin

Wieder jubelt Monique Halter – das Bild stammt von der EM.

Wieder jubelt Monique Halter – das Bild stammt von der EM.

Bild: pd/Swiss Cycling

U19-Fahrerin Monique Halter aus Herisau holte an den Weltmeisterschaften im französischen Les Gets Gold im Cross-Country-Bewerb. Die ehemalige Absolventin der Sportschule Appenzellerland war als Favoritin gestartet und dominierte das Rennen am Donnerstagnachmittag von Anfang an. Die 18-Jährige erhöhte ihren Abstand auf die Verfolgerinnen kontinuierlich. Halter brachte die 13,72 Kilometer lange Strecke in 59:37 hinter sich. Im Ziel hatte sie auf die Zweitplatzierte (ihre Teamkollegin Lea Huber) einen Vorsprung von 76 Sekunden. Dritte wurde die Polin Natalia Grzegorzewska. Gut 60 Fahrerinnen waren am Start. In diesem Jahr hatte Monique Halter bereits an den Europameisterschaften Gold im Cross-Country gewonnen. (pd)

Heftiger Auffahrunfall in Appenzell

Am Donnerstagvormittag fuhr ein 58-jähriger Autofahrer auf der Entlastungsstrasse vom Mettlenkreisel in Richtung Au-Kreuzung und beabsichtigte nach links zu einer Tankstelle abzubiegen. Dieses Manöver wurde von einem nachfolgenden 23-jährigen Autofahrer gemäss Medienmitteilung der Innerrhoder Kantonspolizei zu spät bemerkt. Es kam zu einer heftigen Auffahrkollision. Verletzt wurde niemand. Wegen auslaufender Flüssigkeit wurde auch der Pikettdienst vom Amt für Umwelt aufgeboten. (kpai)

Bei Abwahl: Drei Monatslöhne für Heidler Gemeindepräsident

Die im Heiden Entschädigungsreglement vorgesehene Wiederwahlversicherung für das Gemeindepräsidium kann mangels fehlender Versicherungslösungen nicht abgeschlossen werden. Das teilte die Gemeindekanzlei am Donnerstag mit. Da eine Nichtwiederwahl für die betroffene Person sehr kurzfristig ausfallen könne, habe der Gemeinderat die Verordnung zum Entschädigungsreglement um einen Passus ergänzt. Solange der Abschluss einer geeigneten Versicherung nicht möglich ist, soll nun beim Eintritt einer Nichtwiederwahl des Gemeindepräsidiums die Lohnzahlung ohne Spesenanteil drei Monate über den Amtsaustritt hinaus fortgesetzt werden. Eine dauerhafte Lösung werde bei der nächsten Überarbeitung des Entschädigungsreglements ausgearbeitet, so die Gemeindekanzlei. (gk)

Teufen gewinnt Derby gegen Appenzell

In der ersten Runde der 3. Liga kam es auf dem Landhaus gleich zu einem Derby. Am Dienstagabend traf der FC Teufen zu Hause auf den FC Appenzell. Die Teufner zeigten eine gute Reaktion auf die bittere Cup-Niederlage und gewannen die Partie mit 3:1.

Die Mannschaft von Michael Knechtle war nach einer schwierigen Vorbereitung und dem Ausscheiden in der ersten Runde des Cups gewillt, eine Reaktion zu zeigen. Erstmals seit Monaten konnte der Coach der Hausherren wieder aus dem Vollen schöpfen. Gleich 17 Spieler standen ihm zur Verfügung. Auch der FC Appenzell reiste gleich mit einem 18-Mann-Kader an und so konnte man sich auf eine intensive Partie einstellen.

Die Anfangsphase war dann aber relativ ereignislos. Die Zweikämpfe wurden zwar hart geführt, allerdings vor allem im Mittelfeld, weshalb es zu keinen nennenswerten Chancen kam. Allerdings sassen die Karten beim Schiedsrichter am Dienstagabend locker, weshalb bereits nach 30 Minuten zwei Spieler der Hausherren verwarnt wurden.

Bis zur Pause kamen beide Teams zwar zu einigen Halbchancen, hochkarätige Möglichkeiten fehlten allerdings auf beiden Seiten und so ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.

Nach dem Pausentee waren es die Hausherren, welche besser in die Partie kamen. In der 55. Minute belohnten sie sich mit dem Führungstreffer. Auf der rechten Seite führte Ehrbar den Ball bis zum Strafraum und spielte dann einen perfekt dosierten Ball auf den eingelaufenen Ramon Germann. Dieser hatte aus 7 Metern keine Probleme, den Ball im Tor unterzubringen. Das 1:0 für den FC Teufen.

Die Reaktion der Gäste liess nicht lange auf sich warten. In der 65. Minute hatte Michael Dörig aus 18 Metern die Chance, den Spielstand nach einem Freistoss wieder auszugleichen. Dörig wusste diese Möglichkeit zu nutzen und schlenzte den Ball herrlich über die Mauer in die Maschen. Nichts zu halten für den Schlussmann des FCT.

Doch auch das 1:1 hatte nicht lange Bestand. In der 69. Minute hatten auch die Teufner aus circa 20 Metern die Chance auf einen Freistosstreffer. Allerdings setzte Rohner den Ball in die Mauer. Der Abpraller landete jedoch bei Claudio Fässler, welcher das Leder aus 35 Metern perfekt traf. Der noch leicht abgefälschte Schuss landete unhaltbar im linken unteren Eck.

Nach der erneuten Führung für die Heimmannschaft rannten die Appenzeller an. Allerdings hatten sie Mühe, aus dem Spiel heraus zu Torchancen zu kommen. Die Teufner waren in ihrer Hälfte bissig, was den Gästen zahlreiche Standards bescherte. Doch auch diese brachten keine grosse Gefahr.

In der Schlussphase warfen die Innerrhoder noch einmal alles nach vorne, was allerdings nicht den gewünschten Ertrag brachte. In der 93. Minute antizipierte Claudio Fässler einen Pass aus der Abwehr und sprintete mit dem Ball in Richtung Grundlinie. Dort vernaschte er mit einer Körpertäuschung gleich zwei Spieler des FCA, welche sich in der Folge nur noch mit einem Foul zu helfen wussten. Den fälligen Penalty verwandelte Nico Weiler souverän und entschied die Partie damit endgültig. (cfä)

Zwei Sportgrössen in Gais

FCSG-Trainer Peter Zeidler

FCSG-Trainer Peter Zeidler

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Mit Simon Ehammer und Peter Zeidler nehmen zwei Sportgrössen am Programm der Jubiläumstage 750 Jahre Gais teil.

Am Eröffnungsabend vom Freitag, 2. September findet ein Willkommens-Apéro statt. Moderiert wird der Abend von Martin O. Der Abend hat noch einen weiteren Gast zu bieten, der kürzlich in München für Furore sorgte. Der in Gais wohnende Leichtathlet Simon Ehammer reist mit einer Silbermedaille im Zehnkampf von den Europameisterschaften an. Die Gemeinde Gais nutzt die Gelegenheit, ihn für seine grandiose Leistung zu ehren. Am Abend des Sports am Donnerstag, 8. September, ist schon lange ein Überraschungsgast angekündigt. Die organisierenden Vereine haben gemäss Medienmitteilung «die Katze aus dem Sack gelassen»: Der Trainer des FC St.Gallen, Peter Zeidler, wird vorbeischauen, Fragen beantworten und Autogramme geben. (pd)

Neue Leiterin für das Alters- und Pflegeheim Quisisana

Roberto Wolpert, der heutige Heimleiter Alters- und Pflegeheim Quisisana, wird sich Ende Oktober einer neuen beruflichen Herausforderung stellen. Mit Gabriela Kasper-Dudli wurde nun eine Nachfolge gefunden, wie die Gemeindekanzlei Heiden mitteilt.

Nach viereinhalb Jahren im Alters- und Pflegeheim Quisisana verlässt Roberto Wolpert Ende Oktober das Heim. Ab 24. Oktober wird Gabriela Kasper-Dudli (Jahrgang 1963), wohnhaft in St. Gallen, die Leitung des Alters- und Pflegeheims Quisisana übernehmen. Gabriela Kasper-Dudli hat laut Mitteilung langjährige Erfahrung in der Führung von Institutionen im Gesundheitsbereich und sich dadurch ein fundiertes und breites Fachwissen angeeignet. Sie sei bestens vertraut mit den Anforderungen an eine Institutionsleitung und kenne die politischen Abläufe. (gk)

Asphaltfräsmaschine und Bagger gerammt

In Oberegg fuhr eine Autolenkerin in eine Asphaltfräsmaschine und danach in einen Bagger. Die 44-Jährige verletzte sich und musste in Spitalpflege gebracht werden.

Wie die Innerrhoder Kantonspolizei mitteilte, fuhr am Mittwochvormittag eine 44-jährige Frau auf der St. Antonstrasse von Oberegg bergwärts in Richtung St. Anton. In einer Strassenbaustelle fuhr sie aus noch nicht bekannten Gründen in eine Asphaltfräsmaschine und rund 70 Meter weiter noch in einen Bagger, wo das Auto zum Stillstand kam. Keiner der dort arbeitenden Strassenbauer wurde verletzt. Die Autolenkerin verletzte sich und wurde mit der Ambulanz in Spitalpflege gebracht. Am Auto entstand beträchtlicher Sachschaden. An der Asphaltfräsmaschine und an der Baggerschaufel entstand geringer Sachschaden. Nebst den Rettungskräften waren auch eine Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden und eine Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden im Einsatz. (kpai)

Bushaltestelle Heinrichsbad in Herisau wird verschoben

Beim Alterszentrum Heinrichsbad in Herisau wird die Bushaltestelle laut einer Medienmitteilung behindertengerecht umgebaut. Eine hohe Haltekante und eine Fussgängerschutzinsel sollen allen Fahrgästen einen autonomen Ein- und Ausstieg und ein sicheres Queren der Kantonsstrasse ermöglichen. Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt und den Kredit von 215'000 Franken genehmigt.

Die Herisauer Bushaltestelle Heinrichsbad befindet sich an der Kasernenstrasse zwischen den Sportanlagen und dem Alterszentrum. Die Haltekante in Fahrtrichtung Winkeln in der Wendeschlaufe erfüllt die heutigen Anforderungen und bleibt unangetastet. Bei der Haltestelle in Fahrtrichtung Herisau-Zentrum fehlt ein niveaugleicher Einstieg nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes, welches allen Fahrgästen einen selbständigen Ein- und Ausstieg in den öffentlichen Verkehr ermöglichen soll.

Die Haltekante wird dazu rund 25 Meter in Richtung Zentrum verschoben und zur Fahrbahnhaltestelle mit einer Perronhöhe von 22 cm umgebaut. Das Überholen des haltenden Busses wird nicht unterbunden, denn der nachfolgende Strassenabschnitt ist übersichtlich. Das Buswartehaus wird gemäss separatem Projekt der Gemeinde Herisau neu platziert. Die heutige Bushaltebucht wird benötigt, damit die Aufweitung des Strassenquerschnitts für eine neue Fussgängerquerung mit einer Mittelinsel realisiert werden kann. Dadurch wird die Sicherheit der Fussgänger beim Queren der viel befahrenen Kantonsstrasse deutlich verbessert.

Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt und den Kredit genehmigt. Im Kostenvoranschlag sind Gesamtkosten von 215’000 Franken ausgewiesen, die sich Kanton und Gemeinde Herisau teilen. Die Planauflage ist erfolgt. Die Bauarbeiten sind beauftragt, starten im Oktober und sollen bis Anfang November abgeschlossen sein. Während den Bauarbeiten wird der Verkehr zeitweise mit einer Lichtsignalanlage einspurig geführt. (kk)

Neustart ist geglückt

629 Schützen und Schützinnen beteiligten sich am 91. Stoss-Schiessen

Festredner Adrian Amstutz

Festredner Adrian Amstutz

Bild: Fà

Solches Wetter wie am Samstagnachmitttag, welches einigen Schützen das gute Resultat vermieste, musste am 17. Juni 1405 geherrscht haben. Damals zog das Österreichische Heer siegesbewusst von Altstätten kommend Richtung Stoss. Was danach passierte, kennen wir alle. Die Appenzeller verpassten dem Gegner, wie bereits an der Vögelinsegg, eine brutale Niederlage. Deshalb wird jedes Jahr seit 1927 mit dem Historischen Schiessen dieser Schlacht erinnert. Aufmerksam folgen die Gäste den Ausführungen von Historiker Johannes Schläpfer, welcher die Geschichte über diese beiden Schlachten direkt am Denkmal beim Stoss ausführlich erläuterte.

Am Samstagmorgen, das Wetter war noch perfekt, schoss in der ersten Ablösung auch ein Schütze aus dem solothurnischen Günsberg. Er machte sich bereits um 01.30 Uhr in der Nacht mit dem ÖV auf den Weg um morgens um acht in Gais einzutreffen. Überwältigt von der traumhaften Aussicht liess er es sich an seinem 37. Geburtstag nicht nehmen, das erste Mal am Stossschiessen dabei zu sein. Ebenfalls weit angereist war der Gastredner, alt Nationalrat Adrian Amstutz. Lieber ehrlich und unbeliebt als unehrlich und beliebt sei er, betonte der Berner Gast in seiner kurzgehaltenen, aber prägnanten Rede. Er redete den Heimatlosen ins Gewissen, welche Bräuche und Traditionen mit allen Mitteln niederreissen wollen. Sich andern politischen Gebilden anbiedern und sogar Waffen und Munition in die Ukraine liefern möchten, während dem sie dem Schweizer Soldaten die Taschenmunition verbieten. Amstutz sprach den anwesenden aus dem Herzen. Der Applaus war ihm sicher. Nur die Lautstärke und die Länge des Applauses konnte so nicht einkalkuliert werden.

Der andere alt Nationalrat und Präsident des Stoss-Schützenverbandes, Toni Brunner, führte ebenso eloquent durch die Stoss-Landsgemeinde. Die Traktandenliste wie Festsetzung von Mitgliederbeiträgen, Jahresrechnungen, Wahlen usw. wurde zügig abgearbeitet. Für Brunner war es die erste Versammlung die er leitete, obwohl er bereits seit zweieinhalb Jahren im Amt ist. Corona sei Dank, sagt er mit einem Schmunzeln. Brunner bedankte sich bei allen Helfern, Gästen und Sponsoren. Letztere wurden zuvor in einer Kopie des historischen Offizierszelt aus der Zellweger-Dynastie aus Trogen (Original hergestellt ca. 1745-1770) verpflegt.

Erstmals an einem Historischen Schiessen konnten sich nebst den Armee-Ordonanzwaffen über 300 und 50 m auch Sportgewehrschützen am Wettkampf beteiligen. Für den Sieger dieser Kategorie, die an die Schlacht bei Vögelinsegg erinnern soll, wurden extra geschnitzte Figuren vom Helden der Schlacht am Stoss, Ueli Rotach, hergestellt. Der erste Sieger dieser Kategorie kommt aus dem Tessin und heisst: Tomas Rovati aus Contone-Quartino mit 60 Punkten. Peter Hochreutener gewann die Bundesgabe Sturmgewehr 57-03, ebenfalls mit dem Punktemaximum. René Kaiser, Schützengesellschaft Buchs durfte die Ehrengabe Sturmgewehr 90 in Empfang nehmen. Bei den Pistolenschützen siegte Markus Bacharach, Schützengesellschaft der Stadt Zürich mit 113 Punkten. (629 Schützen und Schützinnen beteiligten sich am 91. Stoss-Schiessen. (Peter Fässler)

Personenwagen kollidiert mit Motorrad

Leichte Schürfungen hat sich am Dienstagnachmittag ein Motorradfahrer bei einer Kollision mit einem Personenwagen in Heiden zugezogen. Wie die Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilt, fuhr ein 20-jähriger Lenker kurz nach 16.45 Uhr mit seinem Personenwagen auf der Freihofstrasse in Richtung Werdstrasse und wollte dort nach links in diese einbiegen. Dabei übersah er einen von links auf der vortrittsberechtigten Hauptstrasse in Richtung Grub fahrenden Motorradfahrer und kollidierte in der Folge mit diesem. Der Lenker des Motorrades zog sich bei der Kollision Schürfungen zu. Er konnte noch auf der Unfallstelle von der Rettungssanität verarztet werden. An den Fahrzeugen entstand geringer Schaden. (kpar)

Teufen: 50'000 Franken für Onlineberichterstattung

Zwischen der Gemeinde und dem Verein Tüüfner Poscht besteht seit Jahren eine Leistungsvereinbarung betreffend die Printausgabe der «Tüüfner Poscht». Die entsprechenden Leistungen werden mit jährlich 140’000 Franken abgegolten. In den letzten Jahren ist der Stellenwert der Online-Berichterstattung wesentlich gestiegen. Die Online-Berichterstattung ist laut Mitteilung des Gemeinderats für den Verein einerseits sehr aufwendig und andererseits können in diesem Bereich weniger Einnahmen generiert werden. Die Online-Berichterstattung der «Tüüfner Poscht» stelle eine wesentliche Informationsplattform der Gemeinde dar, weshalb für diesen Bereich für das Jahr 2023 ebenfalls eine Leistungsvereinbarung im Umfang von 50’000 Franken abgeschlossen wurde. Die Leistungsvereinbarung stehe unter dem Vorbehalt der Budgetgenehmigung. Beide Leistungsvereinbarungen mit der «Tüüfner Poscht» werden im nächsten Jahr in Zusammenhang mit der Überarbeitung der Kommunikationsstrategie der Gemeinde gesamthaft geprüft. (gk)

Lutzenberg schliesst sich regionalem Grundbuchamt an

Das Grundbuchamt Lutzenberg schliesst sich per 1. September dem bestehenden regionalen Grundbuchamt der Gemeinden Heiden, Grub, Rehetobel, Wald und Wolfhalden an. Damit würden die Gemeinden ihre Zusammenarbeit und verbessern das Dienstleistungsangebot stärken. Das teilte die Gemeindekanzlei Lutzenberg am Dienstag mit. Die Gemeinden Heiden, Grub, Rehetobel, Wald und Wolfhalden führen bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein regionales Grundbuchamt in Heiden. Aufgrund personeller Wechsel im Grundbuchamt Walzenhausen-Lutzenberg-Reute hat der Gemeinderat Lutzenberg entschieden, die Zusammenarbeit mit dem bestehenden regionalen Grundbuchamt in Heiden zu suchen. Die Mitgliedsgemeinden haben diesem Anliegen zugestimmt. Die Zusammenarbeit beginnt ab 1. September 2022. «Dank des Schulterschlusses von mehreren Gemeinden im Grundbuchbereich können Synergien genutzt und die Kosten optimiert werden. Zusätzlich werden auch die personellen Stellvertretungen jederzeit gewährleistet, was der Bevölkerung zu Gute kommt», schreibt die Lutzenberger Gemeindekanzlei. Mit Bedauern nehmen die Räte von Reute und Walzenhausen den Austritt von Lutzenberg zur Kenntnis, wie es im Communiqué der Gemeindekanzlei Walzenhausen heisst. Weiterhin stünden der Bevölkerung von Reute und Walzenhausen am bisherigen Standort das bewährte Team mit dem langjährigen Grundbuchverwalter Reto Herzig und der Mitarbeiterin Erika Goertz zur Verfügung. Die Stellvertretung werde inskünftig durch die Gemeinde Heiden sichergestellt. (gk)

Riesen-Stuhl macht auf «Usegstuehlet» aufmerksam

Jetzt steht er wieder da, der riesengrosse Stuhl auf dem Obstmarkt, und macht seit einigen Tagen auf «Usegstuehlet» vom Samstag, 27. August, im Dorfzentrum von Herisau aufmerksam. Über 50 Gewerbetreibende, Privatpersonen und Organisationen beteiligen sich ab 14 Uhr und bis in den Abend hinein an «Usegstuehlet». Flanieren, Verweilen und Geniessen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung unter dem Motto «Vom Dorf für’s Dorf».

Der «Usegstuehlet»-Riesen-Stuhl steht seit einigen Tagen auf dem Obstmarkt.

Der «Usegstuehlet»-Riesen-Stuhl steht seit einigen Tagen auf dem Obstmarkt.

Bild: PD

Wie schon in früheren Jahren gibt es kein Verschiebedatum für «Usegstuehlet». Die Veranstalter sind gemäss Medienmitteilung Optimisten und hoffen auf einen warmen Sommertag und entsprechend viel Betrieb und eine gute Stimmung auf Gassen und Plätzen bis in den Abend hinein. Am bewährten Konzept von «Usegstuehlet» wird festgehalten. Musikalisches und Theatralisches werden ebenso geboten wie allerlei Kulinarisches und Tranksame. Auch attraktive Spiele und andere Aktivitäten für Kinder und Erwachsene laden zum Verweilen ein.

Unter dem Motto «Vom Dorf für‘s Dorf» will «Usegstuehlet» zu einem vergnüglichen Tag mit interessanten Begegnungen beitragen. Die unterschiedlichen Ideen der Mitmachenden sorgen dafür, dass eine unscheinbare Ecke oder ein kleines Plätzchen im Zentrum ganz unverhofft zum Treffpunkt mit südländischem Ambiente wird.

Start zum «Usegstuehlet» ist am Samstag, 27. August, um 14 Uhr im Anschluss an den Wochenmarkt. «Usegstuehlet»-Gebiet ist das engere Dorfzentrum: Bachstrasse mit der Verbindung via Sonnenhof zur Kasernenstrasse, Obstmarkt, Oberdorfstrasse, oberer Teil der Gossauerstrasse bis zum Platz sowie in der Windegg. Wegen «Usegstuehlet» sind im Dorfzentrum von Herisau zwischen 13.30 und 24 Uhr verschiedene Strassen für den Verkehr gesperrt oder nur erschwert passierbar. (www.usegstuehlet.ch) (pd)

3 Tagessiege und 26 Kränze geholt

Kürzlich wurde in Frutigen der zweite zur Schweizer Meisterschaft zählende Handmähwettkampf durchgeführt. Viele Ostschweizer nahmen die Reise auf sich, um sich zu messen. Trotz optimalem Wetter hatte das fast achtwöchige Gras so seine Tücken und war schon durch seine schiere Masse an Emdgras nicht ganz einfach zu bewältigen. Zum Schluss resultierten für die Ostschweiz drei Tagessiege durch Iris Aebli und der geteilte Tagessieg von Reto Fuchs und Armin Betschart sowie insgesamt 26 Eichenlaub-Kränze. Mit grosser Spannung darf man dem weiteren Verlauf der Meisterschaft entgegenblicken. Am Sonntag, 4. September, findet in Ingenbohl die Innerschweizer Meisterschaft statt.

Die kranzgekrönten Ostschweizer:
Kategorie Junge Knaben: 1. Johann jun. Matzenauer, Gonten; 2. Niklaus Mazenauer, Gonten; 3. Remo Fuchs, Gonten; 4. Adrian Schläpfer, Dicken; 6. Ueli Frick, Schachen b. Herisau
Kategorie Junge Damen: 2. Julia Gätzi, Appenzell; 3. Katja Fässler, Appenzell
Kategorie Jugend Herren: 2. Severin Gätzi, Appenzell; 3. Silvan Tobler, Herisau
Kategorie Damen 1: 1. Iris Aebli, Mogelsberg; 4. Marianne Frischknecht, Schönengrund
Kategorie Damen 2: 3. Sonja Gätzi, Appenzell; 4. Vreni Frick-Gmünder, Schwellbrun
Kategorie Herren 1: 2. Ueli Roth, Hemberg; 3. Adrian Inauen, Weissbad; 4. Markus Näf, Schönengrund; 5. Sepp Bösch, Nassen; 6. Tobias Tobler, Herisau; 7. Michael Tobler, Herisau
Kategorie Herren 2: 1. Reto Fuchs, Gonten und Armin Betschart; 3. Stefan Tobler, Schwellbrunn; 6. Johann Matzenauer, Appenzell; 7. Peter Gätzi, Appenzell
Kategorie Herren 3: 2. Jakob Köbi Frick-Gmünder, Schwellbrunn; 5. Sepp Koller, Appenzell

Anic Metzger gewinnt im Damendoppel

Beim ersten nationalen Juniorenturnier nach der kurzen Sommerpause bescherte Anic Metzger dem BC Trogen-Speicher und der Sportschule Appenzellerland gleich einen Sieg im Damendoppel U17. Zusätzlich drei Bronzemedaillen gab es, ebenfalls im Doppel,  für Julia Cecchinato/Vivien Schläpfer und Leander Züst bei U17, sowie Yara Ubieto in der Kat. U13.

Dass Anic Metzger mit ihrer Walliser Partnerin Gaelle Fux zusammen zu den stärksten U17 Doppelpaarungen zählt, hat sie schon mehrfach bewiesen. Beim traditionellen nationalen Juniorenturnier am vergangenen Wochenende in Altdorf reichte es, und dies notabene in ihrem ersten U17 Jahr, sogar für ganz zuoberst auf das Podest. Als eigentliche Revanche für die hauchdünne Finalniederlage Ende April in Arlesheim gewann das Duo diesmal im Finale gegen die an Nr. 1 gesetzten Noémie Brand/Jorina Jann (Yverdon/Uzwil) ihrerseits knapp in drei Sätzen und holte sich verdient die Goldmedaille. Im Einzel U17 verlor Anic Meztger im Viertelfinale gegen die spätere Siegerin Noémie Brand zweimal in der Verlängerung, ein Medaillenplatz lag in Reichweite. Mit Julia Cecchinato und Vivien Schläpfer stand ein zweites Doppelpaar des BC Trogen-Speicher auf dem Podest. Erst im Halbfinale mussten sie sich ihrer Clubkollegin geschlagen geben. Eher etwas überraschend verlor Leander Züst (zusammen mit Keishin Rimmer, Adliswil, an Nr. 1 gesetzt) bereits im Halbfinale. Zhi Lun Ong/Liano Panza (Zug/Uzwil) waren um eine Spur besser. Für die dritte Bronzemedaille war in der Jüngsten Kategorie U13, ebenfalls im Doppel, Yara Ubieto, verantwortlich. Zusammen mit Sara Krishna (Allschwil) spielte sie sich auf den dritten Platz.

Die erfreulich grosse Anzahl von 13 Juniorinnen und Junioren vom Appenzeller Badmintonverein qualifizierte sich für die Teilnahme an diesem nationalen Nachwuchsturnier. Und alle erreichten über die Gruppenspiele die KO Phase, mehrheitlich sogar das Viertelfinale. Lian Ubieto/Zeno Baldegger im Doppel U17, Vivien Schläpfer, Anic Metzger und Leander Züst im Einzel U17, Madita Züst/Melia Ubieto und Aron Stammler/Laurin Wyss im Doppel U15 beendeten das Turnier auf diesem 5. Schlussrang. Ein weiteres Vordringen auf einen Medaillenplatz blieb aber verwehrt. Der Start in die zweite Saisonhälfte 2022 ist mehrheitlich geglückt. (pd)

Eine Hundertschaft auf Entdeckungstour

An der WandelBar vom Samstag liessen sich Herisauerinnen und Herisauer in die Geheimnisse der oberen Gossauerstrasse einführen.

«Willkommen in der Welt der Hinterhöfe und verborgenen Wege», sagte der Historiker Thomas Fuchs am Samstagmorgen. Die Herisauer WandelBar und die Interessengemeinschaft «öseri Gass» hatten eingeladen: Der eine Stunde dauernde Spaziergang führte die rund 100 Personen vom Brunnen beim Denner bis zum Brunnen beim Coop – nicht auf dem direkten Weg, sondern auch auf Plätze und zu Rückseiten der Gebäude. «Manchmal sagen die mehr aus als die Vorderseiten», erklärte Fuchs. Er wies auf Namen und Jahreszahlen hin, auch auf geschichtliche Ereignisse lustiger und erstaunlicher Art. Manch Besucherin und Besucher entdeckte Überraschendes. Da sei er jeweils zum Kindergarten gegangen, erinnerte sich ein älterer Teilnehmer, als er den erst kürzlich wieder freigelegten Pfad bis zur Treppe beim Coop sah, der parallel zur Strasse verläuft.

Stefan Düsel dankte als Präsident der Interessengemeinschaft für die Zusammenarbeit mit der WandelBar und die Teilnahme am Anlass. «Wir haben hier an der Gossauerstrasse viele initiative Leute. Die IG freut sich darüber, dass wir uns weiter farbig, lebendig und multikulturell entwickeln.» Volkstümliche Klänge eröffneten und beendeten die Veranstaltung – vorgetragen von einem Teil der Streichmusik Edelweiss, der Düsel angehört. Während des Apéros waren die Interessierten eingeladen, im Atelier der Künstlerin Anne-Marie Hanhart spontan ein paar Pinselstriche auf einem Bild anzubringen – das Erinnerungswerk wurde der IG überreicht. (pd)

Seniorenwohnheim Brenden: Heimleiterin hat gekündigt

Silvia Lüthi hat ihre Stelle als Heim- und Pflegedienstleiterin im Seniorenwohnheim Brenden per 31. Oktober 2022 gekündigt. Das teilte der Gemeinderat Lutzenberg kürzlich mit. Lüthi hat 2009 im Seniorenwohnheim Brenden als Pflegedienstleiterin begonnen und 2011 zusätzlich die Heimleitung übernommen. Während vieler Jahre habe sie die Zukunft des Heims mitgestalten können, heisst es im Communiqué. «Für sie stand das Wohl der BewohnerInnen und Mitarbeitenden immer an höchster Stelle.» Während ihrer Anstellung habe sie Vollzeitjob und Familie unter einen Hut bekommen. Nun möchte sie sich an ihrer neuen Stelle weiterentwickeln sowie dank geregelterer Arbeitszeiten mehr Zeit für ihre Kinder haben. Zwischenzeitlich haben für die Nachfolgeregelung der Heimleitung bereits Gespräche stattgefunden, über welche in absehbarer Zeit genauer informiert werde. Die Stelle als Pflegedienstleitung werde in den nächsten Tagen ausgeschrieben. In der Mitteilung dankt der Gemeinderat Silvia Lüthi für ihr Engagement während der letzten 13 Jahre. (gk)

Walzenhausen holt wichtige Punkte

Walzenhausen fährt eine wichtige Vollrunde ein. Die Vorderländer Faustballer, die vor dem Spieltag am Tabellenende waren, erarbeiteten sich wichtige vier Punkte für den Verbleib in der Nationalliga B. Wichtig war ein guter Start in das Spiel gegen Dozwil, um Sicherheit zu gewinnen. Dies gelang den Appenzellern. Vor allem defensiv spielten sie eine starke Partie. Walzenhausen gab im ersten Satz die Führung nicht mehr aus der Hand und gewann mit 12:10. Gleiches Bild im zweiten Satz: defensiv Stark und offensiv mehrheitlich fehlerlos. Einzig der Service war noch zu wenig druckvoll. Dozwil spielte allerdings nicht fehlerlos und somit konnte Walzenhausen auch den zweiten Satz 11:9 gewinnen. Im letzten Satz wurden auch die Anspiele druckvoller. Gegen Ende des Satzes, mit einem respektablen Vorsprung, knickten die Appenzeller ein und vermochten es nicht, den Sack zu zumachen. Obwohl Dozwil noch einmal rankam, konnte Walzenhausen den Satz für sich entscheiden. Gegen RiWi begann der erste Satz denkbar schlecht. RiWi spielte druckvoll, Walzenhausen schaffte es nicht, diese Bälle zu entschärfen. Die Appenzeller rafften sich aber auf. Gegen Ende des Satzes kam dann der Ausgleich und Walzenhausen gewann mit 13:11. Da RiWi nicht gross variierte in seinen Angriffen, konnte sich Walzenhausen gut darauf einstellen. Gleichzeitig drehten die Appenzeller im Angriff weiter auf und hängten den Gegner gleich zu Beginn des Satzes ab. Diesen Vorsprung gaben die Vorderländer nicht mehr her und entschieden den zweiten Satz mit 11:8 für sich. Im letzten Satz zeigte sich Walzenhausen stärker. Im Angriff fand Lukas Züger fast in jedem Ballwechsel die Lücke in der gegnerischen Defensive. Auch der letzte Satz ging klar mit 11:5 an Walzenhausen. Nächstes Wochenende spielen die Vorderländer ihre letzte Meisterschaftsrunde in dieser Saison. Trotz der Vollrunde ist der Ligaerhalt noch nicht sicher. Gegen Dägerlen und Jona 2 braucht es nochmals Punkte. (lzü)

Erfolgreiches Duo aus Speicher

Gleich zwei Läuferinnen aus Speicher glänzten an der Schweizer Meisterschaft über die Mitteldistanz, die bei Corelles, oberhalb von Solothurn ausgetragen wurde. In der Kategorie der 60-Jährigen gewann Isabelle Hellmüller souverän. Nach ihrem zweiten SM-Titel in diesem Jahr führt sie damit auch die Jahresgesamtwertung unangefochten an. Ihre Schülerin, die sie an der Sportschule Appenzellerland betreut, konnte ebenfalls reüssieren. Nesa Schiller gewann in der Kategorie der 16-Jährigen die Bronzemedaille. Bei Posten acht lag sie sogar in Führung, büsste dann aber zu einem Posten fast eine Minute ein. Am Ende fehlten lediglich 20 Sekunden zum Sieg. (ew)

Verletzte nach Selbstunfall

Am Sonntag haben sich ein Motorradfahrer und die Mitfahrerin bei einem Selbstunfall verletzt. Wie die Innerrhoder Kantonspolizei mitteilt, fuhr ein 22-Jähriger auf der Sondereggstrasse talwärts in Richtung Berneck. In der engen Linkskurve bei der Sonderegg stürzte er mit dem Motorrad wegen eines Fahrfehlers. Dabei verletzten sich der Lenker und die gleichaltrige Mitfahrerin leicht. Beide wurden durch den Rettungsdienst in Spitalpflege gebracht. Im Einsatz war auch eine Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden und ein Notarzt. Zur Fahrzeugbergung wurde auch ein Mitarbeiter vom Bezirksbauamt Oberegg aufgeboten. (kpai)

Mitte AR stimmt Energiegesetz zu 

Die Mitte AR lehnt die Massentierhaltungsinitiative ab.

Die Mitte AR lehnt die Massentierhaltungsinitiative ab.

Bild: APZ Archiv

Die Mitglieder der Mitte Appenzell Ausserrhoden haben an ihrer Versammlung für die Abstimmung vom 25.September ihre Parolen gefasst. Das hat das Parteipräsidium kürzlich mitgeteilt. Einstimmig haben sich die Mitglieder der Mitte AR für die Änderung des kantonalen Energiegesetzes ausgesprochen. Es sei ein gut ausgewogener Kompromiss. Mit dem neuen Gesetz werde die Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferanten gefördert, das lokale Gewerbe und die Wirtschaft unterstützt und den Herausforderungen des Klimawandels entgegengewirkt.

Drei Viertel der Mitglieder lehnten die Massentierhaltungsinitiative ab. Die Tierhaltung in der Schweiz basiere bereits auf dem strengsten Tierschutzgesetz der Schweiz. Die Initiative ginge zu weit. Die Mitglieder befürworten zudem die AHV-Vorlagen. Es sei eine gerechte Lösung gefunden, bei der alle einen Beitrag leisten. Ziel sei, die Renten zu sichern und das Leistungsniveau der AHV zu erhalten. Auch die Angleichung des Renteneintrittsalters zwischen Frau und Mann sei überfällig. Die Mitglieder der Mitte AR sprachen sie ausserdem für die vorgeschlagene Reform der Verrechnungssteuer aus, da diese Firmen im internationalen Wettbewerb benachteiligen würde. (pd/ssd)

In der ursprünglichen Version dieses Text hatten wir fälschlicherweise geschrieben, dass die Mitte AR gegen die Änderung des Verrechnungssteuergesetzes ist. 

GLP Appenzellerland sagt Ja zu allen nationalen Vorlagen 

Kürzlich fand in der «Krone» in Trogen die erste Hauptversammlung der Appenzeller Grünliberalen statt. Die Mitglieder aus Innerrhoden und Ausserrhoden fassten gemäss einer Medienmitteilung die Ja-Parole für alle nationalen und kantonalen Abstimmungen am 25. September. Einstimmig sprachen sich die versammelten Mitglieder für das neue Energiegesetz in Appenzell Ausserrhoden aus. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht brauche es diese Gesetzesänderung nach Ansicht der GLP unbedingt. Damit werde das einheimische Gewerbe gefördert und das Gesetz trüge dazu bei, die Umwelt zu schützen. Co-Präsidentin Tina Grosjean sagte: «Klimafreundliches Heizen spart Geld und macht uns unabhängiger von ausländischen Energielieferanten. Das zeigt sich jetzt mehr denn je.»

Die Mitglieder sprachen sich weiter für sämtliche nationalen Vorlagen aus. Die AHV-Vorlagen wurden einstimmig angenommen. Sie waren sich einig, dass dieser Schritt unbedingt nötig sei, mit dem Hinweis, dass bei einer Annahme besonders die Frauen Vorarbeit leisten würden, um in der Gleichstellung vorwärtszumachen. Zur Massentierhaltungsinitiative wurde ins Feld geführt, dass es in den zwei Appenzeller Halbkantonen kaum Massentierhaltung gäbe. (pd/ssd)

Einbruch in ein Einfamilienhaus in Lutzenberg

In der Nacht auf Samstag ist es in Lutzenberg zu einem Einbruchdiebstahl in ein Einfamilienhaus gekommen. Das teilt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Sonntag mit. Die Täterschaft habe einen hohen Deliktsbetrag erbeutet. 

Während der Abwesenheit des Hausbesitzers verschaffte sich die unbekannte Täterschaft im Verlauf der Nacht gewaltsam Zutritt in das Einfamilienhaus. Dabei wurden sämtliche Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht. Mit Schmuck und Bargeld in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken verliess sie den Tatort wieder. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund tausend Franken. Zur Spurensicherung wurde der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei beigezogen. (kpar)

Mann randaliert in Herisauer Wohnung und wirft Gegenstände aus dem Fenster

Am Samstagmorgen ist es in Herisau zu einem grösseren Polizeieinsatz gekommen. Kurz vor 11 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, ein Mann würde in einer Wohnung an der Poststrasse randalieren und Gegenstände aus dem Fenster werfen. Durch aufgebotene Spezialisten konnte der 25-jährige Eritreer, welcher auch mit einem Messer gestikulierte, schliesslich verhaftet werden. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Verletzt wurde niemand. Während des Einsatzes wurde der Ort grossräumig abgesperrt und die Poststrasse war während 40 Minuten für den Verkehr nicht mehr befahrbar. (pd/elo)

Der Mann, ein 25-jähriger Asylbewerber aus Eritrea, wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Der Mann, ein 25-jähriger Asylbewerber aus Eritrea, wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Bild: Kantonspolizei Ausserrhoden
Während des Polizeieinsatzes war die Poststrasse in Herisau zirka 40 Minuten lang gesperrt.

Während des Polizeieinsatzes war die Poststrasse in Herisau zirka 40 Minuten lang gesperrt.

Bild: Kantonspolizei Ausserrhoden

Selbstunfall in Appenzell wegen Strassen- und Witterungsverhältnissen

In Appenzell ereignete sich gemäss Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden am Samstag kurz nach Mitternacht ein Verkehrsunfall, weil ein Autofahrer seine Fahrweise nicht den Strassen- und Witterungsverhältnissen angepasst hatte. Gemäss Polizei verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto, fuhr über die Gegenfahrbahn und kollidierte schliesslich mit der Scheiterbeige, welche neben der Fahrbahn auf der Wiese stand.

Das Fahrzeug des 24-Jährigen erlitt Totalschaden.

Das Fahrzeug des 24-Jährigen erlitt Totalschaden.

Bild: Kapo AI

Der 24-jährige Fahrer und seine 21-jährige Beifahrerin wurden nicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden und es musste durch den Abschleppdienst geborgen werden. (kapo/aye)

Feuerverbot im Kanton Appenzell Innerrhoden aufgehoben 

Dank der Regenschauer darf wieder in Waldesnähe und im Wald gebrätelt werden.

Dank der Regenschauer darf wieder in Waldesnähe und im Wald gebrätelt werden. 

Bild: Benjamin Manser

Im Kanton Appenzell Innerrhoden sind in den vergangenen Tagen erhebliche Regenmengen niedergegangen. Die Brandgefahr in den Wäldern hat dadurch nachgelassen. Wie die Ratskanzlei am Freitag in einer Mitteilung schreibt, hat die Standeskommission daher beschlossen, das bestehende Feuerverbot, das seit dem 29. Juli 2022 für den Wald und die Gebiete in Waldesnähe gilt, per sofort aufzuheben. 

Bei Beachtung der erforderlichen Vorsicht sei es damit wieder erlaubt, in Wäldern und in der Umgebung von Wäldern Feuer zu entfachen. Dennoch gelte weiterhin Vorsicht. «Die Bevölkerung wird gebeten, für das Bräteln die öffentlichen Feuerstellen zu benutzen. Es ist stets darauf zu achten, dass Feuerstellen gesichert sind und ein genügender Abstand zu Bäumen sowie Sträuchern besteht.» Zudem sollen Feuer erst verlassen werden, wenn sie vollständig gelöscht sind. Bei Wind soll man im Freien ganz auf das Entfachen von Feuern verzichten. (tal)

Frontalkollision zwischen Mietauto und Lastwagen

Am Freitagmittag fuhr ein 36-jähriger ausländischer Tourist in Appenzell mit einem Mietauto auf der Enggenhüttenstrasse vom Scheidweg her und wollte bei der Au-Kreuzung in Richtung Hundwil fahren. In der Au-Kreuzung fuhr er gemäss Medienmitteilung der Kantonspolizei auf der linken Seite an der Verkehrsinsel vorbei auf die Gegenfahrbahn. Gleichzeitig fuhr ein Lastwagen auf der Enggenhüttenstrasse in Richtung Mettlen entgegen. Es kam zu einer heftigen Frontalkollision, wobei sich glücklicherweise niemand verletzte. Am Mietauto entstand Totalschaden. (kpai)

Ersatzwahl für den vakanten Sitz im Gemeinderat Lutzenberg im November

Seit dem Rücktritt von Gemeinderat Alfred Lässer aufgrund Wegzug aus der Gemeinde besteht im Gemeinderat Lutzenberg eine Vakanz. Durch die Juni-Konstituierung konnten gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei seine Aufgaben ad interim auf die bestehenden Gemeinderäte verteilt werden. Die Ersatzwahl für den seit 1. Juni vakanten Sitz wird an der Abstimmung vom 27. November stattfinden. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner können sich laut Communiqué für Informationen gerne an die Gemeindekanzlei wenden. (gk)

Ausserrhoden hebt Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe auf

Dank des Regens ist die Brandgefahr nur noch mässig.

Dank des Regens ist die Brandgefahr nur noch mässig. 

Bild: CH Media

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Gefahr von Waldbränden stark vermindert. Das Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe wird in Appenzell Ausserrhoden deshalb aufgehoben. Wie Ausserrhoder Kantonskanzlei mitteilt, beurteile das Amt für Raum und Wald die momentane Brandgefahr im Wald generell nur noch als mässig.

Dennoch: Das Amt für Raum und Wald appelliert in der Mitteilung an die Selbstverantwortung der Bevölkerung und bittet um einen sorgsamen Umgang mit Feuer und Rauchwaren im Wald. «Das Benutzen der Feuerstellen und das Entfachen von Kleinfeuern im Wald und in Waldesnähe geschehen in eigener Verantwortung.» Das Feuer müsse ständig überwacht werden und dürfe nur in vollständig gelöschtem Zustand verlassen werden.

Laut Mitteilung gestattet die kantonale Waldgesetzgebung das Feuern im Wald und in Waldesnähe an bewilligten Feuerstellen, falls keine Waldbrandgefahr herrscht. Auch an anderen geeigneten Stellen im Wald dürfen kleine Feuer entfacht werden, sofern ein Abstand von mindestens vier Metern zum nächsten Baum eingehalten wird. (kk)

Kurt Ulmann zum Ehrenmitglied ernannt

Kurt Ulmann

Kurt Ulmann

Bild: PD

Kürzlich fanden das Jahresschiessen und die Jahrestagung des Schützenveteranen-Verbandes Appenzell Ausserrhoden unter der Organisation der Feldschützengesellschaft Heiden und des Pistolenschiessvereins Heiden statt. Am Freitagabend massen sich die Pistolenschützen im Präzisionsschiessen über 50m und im Schiessen in Serie über 25m im Schiessstand Witen, Goldach. Die Gewehrschützen absolvierten ihren Wettkampf über 300m im Schiessstand Büelen in Heiden am Samstagmorgen. Am Nachmittag fand die Jahrestagung im Kursaal Heiden statt musikalisch umrahmt durch die Familienkapelle «Echo vor der Schitterbiig». Der Präsident des SVV ARh, Louis Kälin, konnte fast 60 Veteraninnen und Veteranen und einige hochkarätige Gäste willkommen heissen, unter ihnen Nationalrat David Zuberbühler und Regierungsrat Hansruedi Reutegger, Gemeinde-Vizepräsident Hans-Peter Häderli sowie Delegierte umliegender Verbände und des Zentralvorstands der Schweizerischen Schützenveteranen. Nationalrat Zuberbühler liess es sich nicht nehmen, eine Ansprache zu halten und darin die Wichtigkeit einer kompromisslosen Neutralität der Schweiz hervorzuheben. Regierungsrat Reutegger richtete in seiner Rede den Appell an die Schützen, die Akzeptanz des Schiesssports durch strikte Einhaltung der Vorschriften im Umgang mit Munition und Sportgeräten zu erhöhen. Er meinte auch, dass die aktuell verworrene weltpolitische Sicherheitslage eher zu einer Verbesserung der Toleranz gegenüber den unvermeidlichen Emissionen des Schiessens führen könnte.

Die Traktanden der Jahrestagung konnten zügig abgehandelt werden. In seinem Jahresbericht liess der Präsident Louis Kälin die Höhepunkte des Verbandsjahres, die Organisation der DV des VSSV in Herisau aber auch das 75-jährige Jubiläum des eigenen Verbandes nochmals aufleben. Die Versammlung musste vom Ableben dreier Kameraden Kenntnis nehmen, sie gedachte ihrer in einer Schweigeminute. Vier Kameraden konnten zu Ehrenveteranen ernannt werden: Rolf Bürkler, Reute,   Kurt Meier, Reute, Walter Müller, Schwellbrunn sowie Bruno Niederer, Schwellbrunn. Der nach zehnjähriger Vorstandstätigkeit zurückgetretene Kurt Ulmann von Herisau wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Als Höhepunkt fand schliesslich das Absenden statt, wo im Jahresschiessen über 300m Werner Wick von der FSG Heiden das Höchstresultat erzielte, über 25m gewann Heinz Fleischmann vom PSV Teufen und bei den 50m-Schützen war Hansruedi Altherr, vom PSV Heiden, der Beste. Traditionsgemäss stiftete die Sicherheitsdirektion zwei Wappenscheiben, die von Widmer Daniel von der SG Herisau auf 300m und von Andreas Moser vom PSV Heiden auf 25m gewonnen wurden. Detaillierte Resultate sind auf der Homepage des SVV ARh www.veteranen-ar.ch aufgeschaltet. (pd)

Mit Baustellenabschrankung kollidiert

Am Donnerstag ist es in Urnäsch zu einem Verkehrsunfall mit einem Personenwagen gekommen. Wie die Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilt, fuhr eine 19-jährige Frau um 01.45 Uhr mit ihrem Auto von der Schwägalp in Richtung Urnäsch. In einer Linkskurve bei der Örtlichkeit Chliwald geriet die Autofahrerin mit ihrem Fahrzeug zu stark an den rechten Fahrbahnrand und kollidierte dort mit einer Baustellenabschrankung. Bei der Kollision verletzte sich die Frau leicht. Es entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken. (kpar)

Traditioneller Gottesdienst der FEG

Es ist zu einer Tradition geworden, dass in der Freien Evangelischen Gemeinde Gais (FEG) zum Sommerferienende ein besonderer Gottesdienst stattfindet. Für viele Kinder und Jugendliche stand der Start in die Schulzeit, der Übertritt in ein neues Schuljahr, oder auch der Beginn einer Ausbildung bevor. Zu diesem Schritt wurde allen der gute Segen Gottes mit auf den Weg gegeben. In seinem Einstieg erzählte Pastor Joachim Heina für Jung und Alt eine Bildergeschichte von einem jungen Adler. In ihrem Nest werden zwei Jungtiere vom Adlerpaar mit Nahrung grossgezogen und vorbereitet auf ein selbstständiges Leben. «Ihr seid Adler – ihr seid bestimmt zum Fliegen» trichtert der Adler seinen Jungen ein. Aber diese müssen ihre Bestimmung als Raubvogel erst erkennen. Einer von beiden macht dabei zuerst schmerzliche Erfahrungen auf Umwegen über einen Hühnerstall… Auch Eltern sollen ihren Kindern etwas zutrauen und loslassen - und sie ihre Erfahrungen in Schule und Leben (gut begleitet) machen lassen. In der Predigt ging es darum, dass wir Menschen zu uns selber stehen können und die eigene Identität, als Kinder Gottes, auch mutig leben dürfen. Als Christen sollen wir auch versuchen, dasjenige Leben zu sehen, das Gott für uns bestimmt hat. Auch Jesus lebte ein ‹queres Leben› auf der Erde und nahm damit oft auch Anstoss. Er konnte dies tun, weil er genau wusste, wer er als Sohn Gottes ist. Und er tat es und rüttelte damit die Welt auf, um die Menschen zu einer inneren Veränderung ihres Lebens zu bewegen. Den besonderen Zuspruch, in Form des Segens Gottes, durften die anwesenden Kinder und Jugendlichen anschliessend in vier Altersgruppen empfangen. Ein gemeinsames Mittagessen mit Dessertbuffet rundete den sonntäglichen Vormittag ab und wurde von den Besuchern nach längerer Pause sichtlich genossen. (Peter Kellenberger)

Beatrice Forster wird neue Direktorin des Hotel Heiden

Beatrice Forster

Beatrice Forster

Bild: PD

Der Verwaltungsrat des Hotel Heiden hat Beatrice Forster aus Frauenfeld als neue Direktorin, Gastgeberin und Vorsitzende der Geschäftsleitung gewählt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Beatrice Forster löst Erich Dasen ab, der das Hotel nach siebenjähriger Tätigkeit verlassen wird. Sie startet Mitte Oktober 2022.

In der Mitteilung zeigt sich VR-Präsident Köbi Frei erfreut: «Mit Beatrice Forster gewinnen wir eine sympathische Gastgeberin und Führungspersönlichkeit. Sie hat einen starken Bezug zu unserer Region und bringt fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how mit.»

Beatrice Forster hat während der letzten sechs Jahre das Seminarhotel Arenenberg geführt. Die neue Direktorin freut sich auf ihre Tätigkeit im Hotel Heiden: «Ich bin von ganzem Herzen Gastgeberin. Der Kontakt mit Gästen, Mitarbeitenden und Partnern bereichert meinen Arbeitsalltag. Gäste an einem schönen Ort zu begrüssen und für sie nachhaltige Erlebnisse zu schaffen, dafür brenne ich.»

Ursprünglich kommt Beatrice Forster gemäss Mitteilung aus dem Detailhandel, hat in diversen Funktionen strategische Aufgabenstellungen verantwortet und sich laufend weitergebildet. Sie verfügt über einen Executive MBA in General Management.

Die Geschäftsleitung wird mit der Wahl der neuen Direktorin ein rein weibliches Gremium. Mit Debora Brägger, Leiterin F&B und Vizedirektorin, und Hildegard Gätzi, Leiterin Administration und Room Division, seien zwei langjährige Persönlichkeiten an Bord. Seit Juni 2022 verstärkt Miriam Egli, Leiterin Marketing & Sales, die Geschäftsleitung. Weiter heisst es in der Mitteilung, dass mit der neuen Strategie und dem im Frühling 2022 erfolgten Umbau das Hotel Heiden ein neues Zeitalter eingeläutet habe. Dieses werde nun unter der Leitung von Beatrice Forster weiter ausgestaltet. (pd)

Das Hoch Schwellbrunns hält an

Mit einer 3:9-Führung trumpfte der Gast aus Rickenbach-Wilen zunächst gleich gross auf. Doch die Schwellbrunner Erstligisten erholten sich von diesem Fehlstart, legten eine Siegesserie hin und holten auf zum 10:10. Im entscheidenden Moment verloren sie jedoch erneut die Nerven und gaben den Satz ab. Für nächsten zwei Durchgänge erhöhten sie ihren Einsatz und reüssierten mit einem dominanten und konstanten Spiel auf allen Positionen. Erneut völlig neben den Schuhen standen sie dann im vierten Satz, den sie gleich mit 4:11 verloren. Nach dieser Achterbahnfahrt war es schlussendlich das Heimteam, welches im entscheidenden fünften Satz die Oberhand behielt. In einem Hitchcockfinale pokerten sich die Hinterländer dank ihrer Stabilität im entscheidenden Moment verdient zum «Full House» - dem 3:2 in Sätzen und somit zum Sieg.

Eine ähnliche Pattsituation bot sich im zweiten Spiel gegen Rebstein. Schwellbrunn drehte wieder den ersten Satz, behielt jedoch diesmal auch das bessere Ende für sich mit 12:10. Nachdem die Rebsteiner diesen kapitalen Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, brannten ihre Nerven durch und das Spielfeuer der Hinterländer lichterloh. Mit 11:5 und 11:7 holten sich die Gastgeber souverän ihren zweiten Heimsieg und rundeten damit einen durchs Band positiven Abend ab. Besonders in der Offensive holten sie den ganzen Abend lang gewiefte Optionen aus ihrem Repertoire.

Mit dieser Vollrunde grüsst das Team weiterhin vom zweiten Platz und positioniert sich vielversprechend vor der abschliessenden Runde im Kampf um die Medaillienränge. Der erste Platz ist nicht mehr zu erreichen, doch die Chancen auf das Treppchen zu steigen stehen hoch. (jfk)

Regierungsrat lehnt Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» ab

Der Ausserrhoder lehnt die Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» ab - dies ohne Gegenvorschlag, wie die Kantonskanzlei am Donnerstag mitgeteilt hat. 

Ein überparteiliches Initiativkomitee hat Mitte Februar die kantonale Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» eingereicht. Sie verlangt mit einer entsprechenden Änderung der Kantonsverfassung, dass für Zusammenschlüsse von Gemeinden neben der Zustimmung der Stimmberechtigten des Kantons auch die Zustimmung der Stimmberechtigten jeder betroffenen Gemeinde erforderlich ist.

Im März 2021 hat der Regierungsrat den Entwurf für eine total revidierte Kantonsverfassung in die Vernehmlassung gegeben. Der Entwurf sieht eine Bestandesgarantie für Gemeinden vor, indem Bestandes- und Gebietsänderungen die Zustimmung der Stimmberechtigten jeder betroffenen Gemeinde bedürfen. Zudem hat der Kantonsrat anlässlich seiner Sitzung vom 21. Februar 2022 den Gegenvorschlag des Regierungsrates zur Volksinitiative «Starke Ausserrhoder Gemeinden» behandelt. Er hat dem Gegenvorschlag eine Eventualvorlage gegenübergestellt. Mit der Eventualvorlage wird ebenfalls für Bestandes- und Gebietsänderungen die Zustimmung der Stimmberechtigten jeder betroffenen Gemeinde vorgesehen. 

«Die Anliegen der eingereichten Initiative sind damit bereits in die laufende Verfassungsrevision wie auch in die laufende Diskussion um die Volksinitiative ‹Starke Ausserrhoder Gemeinden› eingebracht worden», heisst es in der Mitteilung. Die Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» bringt daher für die Regierung keine neuen Gesichtspunkte in die Diskussion um die Gemeindestrukturen ein. Sie belaste die ohnehin schon intensiv geführte Diskussion zu den verschiedenen Regelungsvorschlägen und die entsprechende Verfahrensführung unnötigerweise.

Im Unterschied sowohl zum neuen Verfassungsentwurf als auch zur Volksinitiative «Starke Ausserrhoder Gemeinden» wie auch zum Gegenvorschlag bzw. zur Eventualvorlage hält die neu eingereichte Initiative laut Communiqué an der Festschreibung der Namen der Gemeinden in der Kantonsverfassung fest. Der Verfassungsentwurf und die Eventualvorlage fördern selbstbestimmte Gemeindezusammenschlüsse.
Die Volksinitiative «Selbstbestimmte Gemeinden» hingegen erschwere solche durch die Namensnennung; so gesehen sei bereits der Titel der Initiative unzutreffend. Sie stehe den Bestrebungen der hängigen Vorlagen und Vorstösse, einen Zusammenschluss von Gemeinden zu begünstigen, diametral entgegen.

Aus diesen Gründen beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat, die Volksinitiative ohne Gegenvorschlag abzulehnen. (kk)

Zeugenaufruf nach Sturz mit E-Bike

Am Mittwochvormittag Uhr fuhr ein 78-jähriger Mann mit seinem
E-Bike von Gontenbad talwärts in Richtung Appenzell. Kurz vor der Liegenschaft Gelbhüsli stürzte er gemäss Mitteilung der Innerrhoder Kantonspolizei aus bisher unbekannten Gründen. Dabei zog sich der Fahrer unbestimmte Kopfverletzungen zu und musste durch den Rettungsdienst Appenzell in ein Zentrumsspital gebracht werden. Die Innerrhoder Kantonspolizei sucht nun Zeugen (Telefon 071 788 95 00). (kpai)

Am Stoss wird wieder geschossen

Die Pandemie hat auch den Schiessbetrieb 2020 und 2021 eingeschränkt. Am 20. und 21. August kann nun der Stoss-Schützenverband mit dem Neustart beginnen. «Es freut die Verantwortlichen umso mehr, die Schützen am diesjährigen Stoss-Schiessen willkommen zu heissen», heisst es in der Medienmitteilung. Mit dem offenen Gelände, das den Blick in den Alpstein auf der einen Seite und ins Rheintal bis hin zu den Österreicher Alpen auf der anderen Seite ermögliche, sei die Wettkampfstätte nicht nur historisch gesehen wertvoll. Der jedes Jahr von Hand aufgestellte Scheibenstock lasse die Schützen in «einer wirklich idyllischen Landschaft unter freiem Himmel» ihren Sport ausüben. Erstmals wird laut Mitteilung an einem Historischen Schiessen in der Schweiz ein separater Wettkampf für Standardgewehr-Schützen angeboten. Dies ist nur dank einer Sondergenehmigung des Bundes möglich.

Es ist dem Stoss-Schützenverband laut Communiqué ein Anliegen, dass den Gästen wie auch den Schützen, welche das Stoss-Schiessen besuchen, die Geschichte unserer Vorfahren wieder näher gebracht werden soll. Mit Professor Johannes Schläpfer sei es gelungen einen versierten Geschichtskenner zu engagieren, der mit seinem fundierten Wissen über die Appenzeller Freiheitskämpfe die Interessierten zu begeistern wisse.

Ein Höhepunkt wird im sogenannten «VIP-Zelt» stattfinden. In einem vom Schützenmuseum Appenzell Ausserhoden zur Verfügung gestellten Grenadierzelt, das an die Ausserrhoder Militärgeschichte des 18. Jahrhunderts erinnert, könne man - ein Stoss-PIN vorausgesetzt, sich bei kleinen Häppchen verköstigen und den Kontakt zu andern Gästen und Schützen suchen. Als Gastredner für die Stoss-Landsgemeinde vom Sonntag, 21. August konnte alt Nationalrat Adrian Amstutz (Sigriswil) verpflichtet werden. (pd)

Kälteerzeugung im Sportzentrum wird erneuert

Im Sportzentrum Herisau muss eine weitere Anlage erneuert werden, die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt ist. In der Kälteerzeugung für das Eisfeld gilt es gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei, zwei Motoren und den zweiten Verdichter zu ersetzen, nachdem bereits 2021 ein Verdichter ersetzt worden ist. Die Modernisierung erlaube jährliche Einsparungen von 85’000 Kilowattstunden Strom und rund 17’000 Franken.  Der Gemeinderat hat die Anschaffung der neuen Kälteerzeugung und -regulierung für 120’000 Franken bewilligt. Sie soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Covid-Impfpraxis Herisau zieht um

Ab Ende August werden die Covid-Impfungen in Herisau jeweils mittwochs im Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden angeboten. Die Impfpraxis am Spital Herisau wird abgebaut.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei mitteilt. verlegt der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (Svar) die Herisauer Corona-Impfpraxis ins Haus 7 am Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden (Krombach). Bisher konnten Impfwillige dieses Angebot am Spital Herisau nutzen. Grund für den Standortwechsel sei der vergrösserte Platzbedarf für den Impfprozess.

Ab Mittwoch, 31. August 2022, können Personen ab 12 Jahren jeweils wöchentlich mittwochs von 13 bis 16 Uhr einen Termin für die Covid-Impfung am neuen Ort wahrnehmen. Das Krombachareal ist mit dem Bus gut erreichbar, und es sind genügend Parkplätze vorhanden. Der Weg zur Impfpraxis ist signalisiert.

Appenzell Ausserrhoden führt mit den zwei Standorten Herisau und Heiden das Impfen innerkantonal fort. «So ist es möglich, auch einer möglichen grösseren Nachfrage im Herbst 2022 zu begegnen», hiesst es in der Mitteilung. Die Registrierung für Impftermine in Herisau (mittwochs) und Heiden (donnerstags alle zwei Wochen) erfolgt weiterhin über ar.wir-impfen.ch. Die Testzentren am Spital Herisau (SVAR) und in Heiden (Hirslanden) sind wie bis anhin in Betrieb und erfahren keine Anpassungen. (kk)

Bei Fragen zu Corona stehen der Ausserrhoder Bevölkerung die Website www.ar.ch/corona, die E-Mailadresse covid-infoline@ar.ch sowie die Telefonnummer +41 71 353 67 97 zur Verfügung.

Silvio Signer mit Anerkennungspreis geehrt

Kürzlich erhielt Silvio Signer den Anerkennungspreis der Stiftung Pro Innerrhoden. Die Preisübergabe durch den Stiftungsratspräsidenten Stefan Sutter fand im Rahmen der Appenzeller Filmnächte im Garten des Kapuzinerklosters Appenzell statt.

Der Preis wurde Silvio Signer in Würdigung und Anerkennung seiner grossen Verdienste für die Vermittlung der Kleinkunst im Kanton Appenzell Innerrhoden überreicht. Seit vielen Jahren engagiert sich Silvio Signer gemäss Medienmitteilung der Ratskanzlei in der Kulturgruppe Appenzell - rund 20 Jahre davon als Präsident. Er bildet mit seinem äusserst umsichtigen und professionellen Schaffen den Dreh- und Angelpunkt der Kulturgruppe. Auch als Programmleiter und -gestalter der A-Cappella-Tage leistet Silvio Signer von Beginn weg, das heisst ab 2004, einen wesentlichen Beitrag zum grossen Erfolg des Musikfestivals und damit für das kulturelle Leben im Kanton. (pd)

Floorball Heiden trifft auf NLA-Klub

Die Damenmannschaft von Floorball Heiden siegt in der ersten Cuprunde gegen Pfannenstiel Egg mit 3:2 nach Penaltyschiessen. Sie steht somit im 1/16-Final.

Nach einer verkorksten letzten Saison starteten die Vorderländerinnen bereits im Mai in die Saisonvorbereitung. In der ersten Cuprunde wartete mit dem UHC Pfannenstiel Egg ein erster Gradmesser. Die Favoritenrolle lag klar bei den Zürcherinnen.

Die Damen von Floorball Heiden starteten engagiert ins Spiel. In der 7. Spielminute eröffnete Jana  Hochreutener das Score. Bis zur ersten Drittelpause konnte dieser Vorsprung verwaltet werden. Nach der Pause waren es die Zürcherinnen, welche die Kadenz erhöhten. Der wurde in der 37. Minute mit dem Ausgleichstreffer belohnt.

Im letzten Drittel war eine Reaktion gefordert. Die Heidlerinnen starteten gut, mussten zuerst aber einen Dämpfer hinnehmen. Nach 90 Sekunden erzielten die Zürcherinnen ihren zweiten Treffer. Heiden liess sich nicht aus der Ruhe bringen. In der 59. Minute wurde der unermüdliche belohnt und Mirjam Breitenmoser erzielte den Ausgleich. Da bis zum Spielende keine weiteren Tore mehr fielen, musste die Verlängerung her. Als auch nach 10 Minuten keine Mannschaft das Golden-Goal zu erzielen vermochte, ging das Spiel ins Penaltyschiessen. Da auf Seiten der Zürcherinnen ebenfalls drei Schützinnen trafen, musste je eine Spielerin erneut zum Penalty antreten. Während die eingewechselte Torhüterin Reena Krishnaraja den gegnerischen Strafstoss bravourös parierte, übernahm Tonia Rechsteiner für Heiden die Verantwortung. Mit einem präzisen Schuss verwertete sie ihren zweiten Penalty. Nach mehreren Anläufen durfte die junge Grossfeld-Damenmannschaft von Floorball Heiden den ersten Cupsieg bejubeln. Als Belohnung wartet nun im 1/16-Final der NLA-Vertreter Wizards Bern Burgdorf. (pd)

FCA souverän weiter

In der Vorrunde des Schweizer Cups boten die 3. Liga-Fussballer des FC Appenzell eine abgeklärte Leistung und gewannen beim Fünftligisten Taminatal in Pfäfers 11:2.

Die Gäste gingen in der 3. Minute in Führung. Lars Manser bediente Kevin Streule, welcher aus 18 Meter zum 1:0 traf. In der 16. Minute lief Michael Büchler links durch und bediente Jonas Signer, welcher zum 2.0 traf. Nur 120 Sekunden später versenkte Kevin Streule einen Kopfball von Lars Manser zum 3:0. Nach einer Trinkpause war es nach einer knappen halben Stunde wiederum Kevin Streule, welcher ein Zuspiel von Lars Manser zum 4:0 versenkte. Für einen Moment liess die Konzentration bei den Gästen nach und die Einheimischen erzielten in der 34. Minute ihren ersten Treffer. Dies verlieh den Taminatalern Aufwind und so bekam der Innerrhoder Torhüter Mischa Enzler auch etwas Arbeit. Die Appenzeller fingen sich rasch wieder und in der 38. Minute hiess es auf Vorlage von Kevin Streule durch einen Kopfball von Jonas Signer 5:1. Wieder vier Minuten weiter durften die St.Galler nochmals jubeln, als sie auf 5:2 verkürzten. Mit einem Diagonalschuss aus gut 20 Meter fiel in der Nachspielzeit durch Lars Manser das 6:2

Nach drei Spieler-Wechseln fiel in der 47. Minute durch Kevin Streule der siebte Treffer für die Appenzeller. In der 51. Minute traf Lars Manser zum 8:2. In der 70. Minute fiel dann aber mit einer guten Einzelleistung von Luca Hörler das 9:2. Die letzten zwei Tore fielen durch Michael Büchler. Im Cup geht es für die Innerrhoder somit am Bettagsamstag weiter, während es in der Meisterschaft in einer Woche in Teufen losgeht. (mk)

Teufen scheidet in der ersten Cup-Runde aus

Der FC Teufen verliert im Cup gegen den FC Ebnat-Kappel und scheidet somit bereits in der ersten Runde aus. Nachdem die Partie nach 90 Minuten nicht entschieden war, zeigten die Viertligisten aus St. Gallen im Elfmeterschiessen die besseren Nerven und gewannen die Partie am Ende mit 7:6.

Wie schon in der letzten Saison hatten die Teufner im Vorfeld der Partie mit grossen Personalproblemen zu kämpfen. Neben verletzten und gesperrten Spielern waren auch viele noch in den Ferien. Dennoch wollte man sich gegen den Viertligisten FC Ebnat-Kappel keine Blösse geben und so starteten die Gäste druckvoll in die Partie. Bereits nach 9 Minuten ging der FC Teufen in Führung. Lukas Kern lancierte mit einem Pass in die Schnittstelle Vukcevic, welcher allein vor dem Torhüter eiskalt zum 0:1 einschob. Danach kamen die Hausherren immer besser ins Spiel und kontrollierten das Spielgeschehen. Nach 28 Minuten wurden sie für ihre Bemühungen erstmals belohnt. Bis zur Pause blieb es beim 1:1. Auch nach dem Pausentee waren die Hausherren die aktivere Mannschaft. Nur 8 Minuten nach Wiederanpfiff gingen sie dem Spielverlauf entsprechend in Führung. Allerdings hielt diese nicht lange an. Jano Bachmann stellte den Spielstand in der 55. Minute auf 2:2. In der Folge hatten beide Mannschaften die Chance, in Führung zu gehen. Allerdings gelang es keiner der beiden Teams und so folgte nach dem Schlusspfiff der zweiten Halbzeit das Elfmeterschiessen. Bereits der erste teufner Schütze scheiterte dabei am Torhüter und brachte die Gäste damit früh in Rücklage. Nachdem auch die Heimmannschaft einmal an Manser im Tor der Teufner scheiterte, blieb es spannend bis zum letzten Schützen. Der Schütze des FC Teufen scheiterte dabei daran, den Ball aufs Tor zu bringen. Da der Spieler des FC Ebnat-Kappel den Ball versenken konnte, gewannen die Hausherren die Partie am Ende mit 7:6. Sie stehen damit in der nächsten Runde des Cups. (cfä)

Nach Kollision Führerausweis abgenommen

In Heiden ist es am Montag zwischen zwei Autos zu einer Kollision gekommen. Der Unfallverursacher verliess den Unfallort, konnte aber gemäss Medienmitteilung durch die Polizeipatrouille ermittelt werden. 

Eine Autofahrerin meldete am Montagabend kurz nach 17.30 Uhr der Kantonalen Notrufzentrale in Herisau, dass es soeben mit einem vorausfahrenden Auto, welches auf einer Quartierstrasse rückwärts rollte, zur Kollision gekommen sei. Der Unfallverursacher verliess den Unfallort ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Die aufgebotene Polizeipatrouille konnte den 60-jährigen Autofahrer an seinem Wohnort antreffen. Dabei stellten die Polizisten beim verantwortlichen Lenker Alkoholsymptome fest, weshalb eine beweissichere Atemalkoholprobe angeordnet wurde. Der Führerausweise wurde dem Mann entzogen. Die am Unfall beteiligten Personen blieben unverletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden. (kpar)

Glace-Plausch im Almendsberg

Bei strahlendem Sonnenschein und hoch sommerlichen Temperaturen fand unlängst ein Glace-Plausch im Alterswohnheim Almendsberg statt. Die Vorfreude war unter den Bewohnenden und Mitarbeitenden bereits am Morgen zu spüren. Claudio Donati, von der Firma Gelati Donati in Altstätten, verwöhnte alle Bewohnenden, Gäste und Mitarbeitenden mit seinen Glace-Spezialitäten. (pd)

Gontner Seilzieherinnen sind Schweizer Meisterinnen

Am  Sonntag wurden in Waltenschwil AG die letzten Punkte für die Schweizer Meisterschaft in der Kategorie Frauen 520kg verteilt.

Die Damen des Seilziehclubs Gonten starteten souverän ins Turnier. Sie kämpften sich Zug um Zug durch die Vorrunde und konnten alle Begegnungen für sich entscheiden. Das Halbfinale mussten sie gegen die andere Ostschweizer Mannschaft aus Mosnang bestreiten. Die Gontner Damen hatten nur eines im Kopf, und zwar das Team vier Meter auf Ihre Seite zu ziehen. Das gelang. Gonten erreichte das Final gegen das Team aus Sins. Nach zwei harten Zügen konnten sich die Gontnerinnen unter der Leitung von Franz Fässler feiern lassen. Die Appenzellerinnen holten sich den Tagessieg und den Schweizer Meister-Titel 2022. Die Damen waren sichtlich stolz auf ihre Leistung. Der letzte Meistertitel in dieser Kategorie liegt vier Jahre zurück. Man hatte in diesen Jahren stark an der Nachwuchsförderung gearbeitet und konnte nun die jungen Athletinnen im Team integrieren. Franz Fässler hat die jungen Talente gekonnt gefördert und das ganze Team in dieser Saison zu spitzen Leistungen getrieben. In etlichen harten Trainings wurde der Grundstein für diesen Erfolg gelegt. 

Die Seilziehsaison 2022 erlebt ihren Höhepunkt Mitte September. Dieses Jahr trifft die Seilziehfamilie in Holland aufeinander. Hier werden in etlichen Kategorien die Weltmeister ausgemacht. Die Gontnerinnen werden die Nationalkader mit fünf Athletinnen unterstützen.  (pd)

Jubiläum Gais: Broschüre mit allen Programmpunkten

Die Jubiläumstage vom 2. bis 11. September 2022 in Gais rücken näher. Nun wird das vollständige Programm allen Interessierten zugänglich gemacht. In diesen Tagen flattert gemäss Medienmitteilung die 28 Seiten starke Programmbroschüre in alle Haushalte in Altstätten, Appenzell, Bühler, Teufen und Gais. Grosszügig bebildert und mit einem genauen Zeitplan gibt die Broschüre Auskunft. Tag für Tag werden alle Programmpunkte und -zeiten aufgelistet. Das vollständige Programm findet sich auch auf der Webseite www.begaistert.ch. (pd)

FC Heiden verliert 0:3

Im windigen Celerina geht der FC Heiden in Qualifikationsrunde des Schweizer Cups leer aus und verliert 0:3. Die Hausherren waren keinesfalls überlegen, bei zügigem Wind in der Summe aber effizienter.

Die lange Anreise war den Vorderländern zu Beginn nicht anzumerken. Trotz zahlreicher Absenzen versuchten sie gleich zu Beginn, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und gefährlich zu werden, was Köberl (1.) und Fessler (3.) aber zu Beginn nur mässig gelang. Stattdessen brachten sich die Koru-Schützlinge selbst unnötig in die Bredouille. Mit zwei Fehlern im Spielaufbau ermöglichten sie den Hausherren innert acht Minuten eine Zwei-Tore-Führung, ohne dass diese viel dafür tun mussten. Ein grosszügiger Ertrag für die Gastgeber, denen zweimal einfache Abspielfehler seitens Heiden vorausgingen. Diese suchten den Anschlusstreffer, doch das Abschlussglück schien die Gäste an diesem Sonntag verlassen zu haben. Sowohl Fessler (29.), Widmer (64.) als auch Köberl (82.) vergaben teils beste Möglichkeiten, was die Hausherren letztlich mit dem dritten Treffer zum Schlussstand quittierten (83.). Heiden war keinesfalls die schlechtere Mannschaft, doch mit dem Toreschiessen wollte es an diesem Nachmittag einfach nicht klappen. Bezeichnend, dass auch die letzte Aktion nicht von Erfolg gekrönt war. Widmers Abschluss in den Schlussminuten war in der Ausführung zwar clever, am Ende wurde sein Lob-Ball vom durchgehend starken Winde verweht und verfehlte das Tor von FCC-Hüter Hartmann klar. Bleibt zu hoffen, dass die meteorologischen Voraussetzungen in der Meisterschaft besser sind - auch wenn an diesem Nachmittag beide Teams mit den gleichen Voraussetzungen zu kämpfen hatten. (lua)

Spital Herisau lädt die Bevölkerung ein

Am Samstag, 3. September, von 10 bis 16 Uhr, lädt der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (Svar) mit einem «Tag der offenen Tür» die Bevölkerung zum Besuch im Spital Herisau ein. Die Mitarbeitenden des Spitals geben Einblicke in ihren Spital-Alltag. An mehreren Stationen im Haus gibt es gemäss Medienmitteilung viel zu entdecken, zu erfahren und zu erleben. Die Besucherinnen und Besucher können einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Tätigkeitsfelder der Mitarbeitenden kennen lernen. Vorgestellt werden unter anderem die renovierten Räumlichkeiten der Gastroenterologie, in welchen eine qualitativ hochstehende medizinische Diagnostik ermöglicht wird. Als einer der grössten Arbeitgeber im Kanton, freuen sich die Fachspezialisten aus dem Personalmanagement des Svar zudem auf Gespräche mit potenziellen künftigen Mitarbeitenden.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Jung und Alt mit Verpflegungsmöglichkeiten und Auftritten von Musikerinnen und Musikern aus der Region runden den Anlass ab. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Svar empfiehlt die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr. Direkt beim Spital gibt es für den Tag der offenen Tür keine Parkplätze. Weitere Informationen sind unter www.svar.ch/veranstaltungen aufgeführt. (pd)

St.Galler Sportpreis: Ehrenpreis geht an Sandra Graf

Gold im Einzelzeitfahren mit dem Handbike an den Paralympics 2012 in London, Bronze im Marathon mit dem Rennrollstuhl an denselben Spielen. Eine weitere Bronzemedaille an den Paralympics 2008 in Peking. 10-mal WM-Silber, 10-mal WM-Bronze, zahlreiche Marathonsiege – darunter auch welche in Paris, London und Berlin.

Sandra Graf hat ihre erfolgreiche Karriere im vergangenen Jahr beendet.

Sandra Graf hat ihre erfolgreiche Karriere im vergangenen Jahr beendet.

Bild: Benjamin Manser (23. April 2019)

Die Gaiser Paracyclingsportlerin Sandra Graf hat in ihrer Karriere zahlreiche Erfolge gefeiert. Nun erhält sie den St.Galler Sportpreis 2022 in der Kategorie Ehrenpreis. Das hat das OK des St.Galler Sportpreises am heutigen Freitag bekanntgegeben.

Sandra Graf hat im vergangenen Jahr ihre Karriere beendet, nachdem sie sich über viele Jahre im internationalen Rollstuhlsport an der Weltspitze gehalten hatte. Graf hat die Schweiz an insgesamt sieben paralympischen Spielen – sowohl im Winter (im Skibob) als auch im Sommer vertreten. An den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro war sie gar Fahnenträgerin und führte die Schweizer Delegation an der Eröffnungsfeier an.

Der Preis wird seit 2012 vom Panathlon-Club St.Gallen, der IG Sport Stadt St.Gallen, der Dienststelle Sport der Stadt sowie Swiss Volunteers in drei Kategorien vergeben und ist mit je 3000 Franken dotiert. Die Verleihung findet am Montag, 5. September, um 18.30 Uhr im Pfalzkeller statt. Türöffnung ist um 18 Uhr. Das Online-Voting in den Kategorien Nachwuchssportlerin und Nachwuchssportler sowie Sportlerin und Sportler läuft noch bis am Montag, 22. August, und kann hier aufgerufen werden.

In der Kategorie Sportler steht Simon Ehammer aus Stein, Zehnkämpfer und WM-Bronzegewinner im Weitsprung, zur Wahl. (pd/arc)

Michael Schiess an Euro Floorball Tour in St.Gallen dabei

Michael Schiess im Bronzespiel der WM im Dezember 2021.

Michael Schiess im Bronzespiel der WM im Dezember 2021.

Bild: Fabian Trees / KEYSTONE

Drei Monate vor der Heim-WM hat der Schweizer Unihockey-Nationaltrainer David Jansson sein Aufgebot für die letzten Länderspiele vor dem grossen Highlight bekannt gegeben. Vom 2. bis 4. September misst sich die Schweiz an der Euro Floorball Tour (EFT) in St.Gallen gegen Schweden, Finnland und Tschechien. Nationaltrainer Jansson hat entschieden, welche 20 Feldspieler und zwei Goalies die WM-Hauptprobe im Athletik-Zentrum bestreiten dürfen. Mit dabei ist auch der Appenzeller Michael Schiess vom UHC Waldkirch-St. Gallen. Mehr Heimspiel geht nicht für den 25-Jährigen. (red)

Sachschaden bei Selbstunfall in Grub 

Der Töfffahrer war ohne Führerausweis unterwegs.

Der Töfffahrer war ohne Führerausweis unterwegs.

Bild: KPAR

Ein 31-jähriger Motorradlenker fuhr Am Donnerstag kurz nach 18.30 Uhr von der Dorfkreuzung in Grub AR kommend in Richtung Grub SG. Dabei verlor er im Bereich der Kirche die Herrschaft über sein Motorrad, kam über den rechten Fahrbahnrand und kollidierte dort unter anderem mit einem parkierten Personenwagen. Es entstand Schaden in der Höhe von einigen Tausend Franken. Der 31-Jährige wurde bei der Kontrolle als nicht fahrfähig beurteilt. Zudem lenkte er das Motorrad ohne den erforderlichen Führerausweis. Dieser war ihm bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgenommen worden. (kpar) 

Fahrerflucht nach Streifkollision: Die Stadtpolizei sucht Zeugen

An der Teufener Strasse ist es am Dienstagabend zu einer Streifkollision zwischen einem Auto und einem Bus gekommen. Wie der Mitteilung der St.Galler Stadtpolizei zu entnehmen ist, fuhr die Person am Steuer des Autos im Anschluss weiter, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand Sachschaden. Die Polizei sucht Zeugen.

Aufgrund der Kollision ist eine Scheibe des Busses zersplittert.

Aufgrund der Kollision ist eine Scheibe des Busses zersplittert.

Bild: PD

Ein Bus war kurz vor 18 Uhr in Richtung Riethüsli unterwegs als es auf Höhe der Bushaltestelle Ruhbergstrasse zur Kollision mit dem Auto, welches stadteinwärts fuhr, kam. Aufgrund der Kollision ist eine Scheibe des Busses zersplittert. Wer Angaben zum Auto oder dessen Lenker machen kann, soll sich unter der Telefonnummer 071 224 60 00 melden. Bereits bekannt ist, dass es sich beim gesuchten Fahrzeug um einen Mercedes mit einer Dachbox handelt. (stapo/arc)

Kantonspolizei bittet um Aufmerksamkeit zum Schulbeginn

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Viele Kinder machen sich nächsten Montag zum ersten Mal auf ihren Weg in den Kindergarten oder zur Schule.

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Viele Kinder machen sich nächsten Montag zum ersten Mal auf ihren Weg in den Kindergarten oder zur Schule.

Bild: kpar

Am Montag beginnt im Kanton Appenzell Ausserrhoden das neue Schuljahr. Viele Kinder machen sich nächsten Montag zum ersten Mal auf ihren Weg in den Kindergarten oder zur Schule. Kinder sind Lernende im Verkehr. Alle sind gefordert, ihren Schulanfang auf der Strasse sicher und unfallfrei zu machen: Fahrzeuglenkende, Eltern, die Kinder selbst, Lehrkräfte und die Polizei.

Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden bittet in einer Medienmitteilung vom Donnerstag Eltern und Verkehrsteilnehmende um ihre Mithilfe. Verkehrsteilnehmende werden um besondere Rücksicht und Vorsicht gegenüber unseren Jüngsten gebeten. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden wird zum Schulbeginn wie in den vergangenen Jahren ihre Präsenz erhöhen und gezielte Geschwindigkeitskontrollen auf Schulwegen durchführen.

Verhaltenstipps für mehr Sicherheit

Bei der Aktion «Stoppen für Schulkinder» bündeln fünf Organisationen ihre Kräfte, die für die Verkehrssicherheit von Schulkindern engagiert sind: Der Verkehrs-Club der Schweiz, Fussverkehr Schweiz, die Polizei, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz sowie der Fonds für Verkehrssicherheit. Die Aktion will dazu beitragen, dass Kinder ihren Schulweg selbstständig und sicher zurücklegen können. Weitere Information sind unter Schulweg.ch zu finden. (kpar)

Sicherheitstipps für Fahrzeuglenkende

  • Fahren Sie vorausschauend und langsam, wenn mit Kindern im Strassenraum gerechnet werden muss.
  • Halten Sie vollständig an, wenn ein Kind mit Vortritt die Strasse überqueren will.
  • Verzichten Sie auf Handzeichen, damit sich das Kind auf den übrigen Verkehr konzentrieren kann.
  • Geben Sie dem Kind die Zeit, die es braucht, und bleiben Sie so lange stehen, bis das Kind die Strasse überquert hat.

Sicherheitstipps für Eltern

  • Sicherer Schulweg: Wählen Sie für Ihr Kind den sichersten und nicht den kürzesten Schulweg.
  • Schulweg üben: Üben Sie den Schulweg mit Ihrem Kind und machen Sie auf Gefahrenstellen aufmerksam.
  • Sichtbare Kleidung: Kleiden Sie Ihr Kind gut sichtbar mit auffallenden Farben und reflektierenden Materialien.
  • Vorbild sein: Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie die Verkehrsregeln selbst einhalten und erklären.

Sicherheitstipps für Kinder

  • «Warte». Vor dem Überqueren der Strasse immer stehen bleiben. Der Randstein ist der Stoppstein.
  • «Luege». Auf beide Seiten schauen, ob ein Fahrzeug kommt.
  • «Lose». Gut hinhören. Manchmal hört man etwas, das man nicht sieht.
  • «Laufe». Erst gehen, wenn kein Fahrzeug kommt oder wenn die Räder stillstehen. Nie rennen und beim Überqueren weiterhin auf den Verkehr achten (Kontrollblick).

Rodwin Dionicios bleibt für Eishockey in Kanada

Der Herisauer Rodwin Dionicio bleibt nach den Testspielen gegen die Slowakei (3:2) und die USA (1:6) im Kader für die U-20-WM in Edmonton. Der 18-jährige Verteidiger absolviert somit seine ersten Titelkämpfe mit der ältesten Nachwuchsauswahl. Im Startspiel traf die Schweiz am Mittwochabend auf Schweden. Weitere Gruppengegner sind die USA, Deutschland und Österreich. Einen Absteiger gibt es nicht.

Lars Weibel, Director National Teams im Schweizer Verband, schreibt in einer Medienmitteilung: «Wir wollen junge Spieler im Hinblick auf die WM im Dezember einbauen, aber auch Spielern die Chance geben, die verpasste WM nachzuholen.» Dionicio von den Niagara Icedogs gehört zur ersten Gruppe, der ebenfalls aus Herisau stammende Dario Allenspach (EV Zug) zur zweiten. Es wird eine Herausforderung sein, zu diesem ungewohnten Zeitpunkt Leistung und Resultate zu liefern. «In der Vorbereitung hatten wir sechs Spiele, dies hilft», meldet Allenspach aus Kanada. Und wie schätzt er den anderen Herisauer, Rodwin Dionicio, ein? «Man sieht auch im Training: Er ist sehr talentiert, übernimmt Verantwortung mit dem Puck und probiert immer, einen guten ersten Pass zu spielen.» (pf)

Regiobus testet Einsatz von Elektrobus in Herisau

Dieser Elektrobus wird zwei Wochen lang in Herisau unterwegs sein.

Dieser Elektrobus wird zwei Wochen lang in Herisau unterwegs sein.

Bild: PD

Um eine exakte Grundlage für den Busbetrieb mit Elektrofahrzeugen zu gewinnen, steht ab Montag ein Testbus in Herisau im Einsatz. «MAN Truck & Bus Schweiz, respektive Engadin Bus stellen der Regiobus AG das Fahrzeug für zwei Wochen zur Verfügung», so Jonny Dörig, Leiter Technik bei der Regiobus AG. Der MAN Lion’s City 12 E bietet 33 Sitz-, 31 Steh- sowie 2 Rollstuhlplätze und verkehrt auf den Linien 171 bis 176 in Herisau und Schwellbrunn sowie den Linien 152 nach Gossau und 158 nach Engelburg, sowohl im Tages- wie auch im Abendbetrieb, wie die Regiobus AG in einer Medienmitteilung schreibt. «Das Fahrzeug kann bis zu 18 Stunden im Einsatz sein, bevor es im Depot in Herisau aufgeladen werden muss.» 

Die elektrische Antriebsoption wird im Fahrplanbetrieb auf verschiedenen Wagenläufen getestet. Das Depotladerfahrzeug braucht keine Infrastruktur auf der Strecke. Durch die lange Ladezeit müssten jedoch zusätzliche Fahrzeuge bereitstehen, um dieselbe Tagesfahrleistung zu erzielen wie Dieselbusse. Elektrobusse sind rund doppelt so teurer in der Beschaffung gegenüber Dieselbussen. Die definitive Beschaffung von Elektrobussen soll mit der Inbetriebnahme des neuen Betriebsgebäudes in Herisau abgestimmt werden. Die für Elektrobusse nötigen Infrastrukturen sind im Bauprojekt integriert. Wie sich die Verfügbarkeit der elektrischen Energie künftig gestaltet, wird von den Verantwortlichen der Regiobus AG sehr genau beobachtet und in die Überlegungen einbezogen.

Fahrradfahrer verletzt sich bei Kollision mit Lastwagen

An den beiden Fahrzeugen entstand Schaden in der Höhe von einigen Tausend Franken.

An den beiden Fahrzeugen entstand Schaden in der Höhe von einigen Tausend Franken.

Bild: kpar

Mittel- bis schwere Verletzungen hat sich am Dienstagmorgen in Waldstatt ein Radfahrer bei einer Kollision mit einem Lieferwagen zugezogen. Laut einer Mitteilung der Kantonspolizei fuhr ein 52-jähriger Lenker kurz vor 10 Uhr mit seinem Rennrad auf der Harschwendistrasse talwärts in Richtung Schönengrundstrasse. Als ihm in einer Rechtskurve ein Lieferwagen entgegenkam, wurde er überrascht und verlor die Herrschaft über sein Fahrrad. In der Folge kam er über die Fahrbahnmitte und prallte dort in die Fahrerseite des zwischenzeitlich stehenden Lieferwagens. Dabei zog sich der Radfahrer mittel- bis schwere Verletzungen zu und musste durch die Rettungssanität ins Spital überführt werden. An den Fahrzeugen entstand Schaden in der Höhe von einigen Tausend Franken. (kpar)

Motorradfahrer nach Selbstunfall leicht verletzt

Am Montag fuhr ein 64-jähriger Motorradlenker um 16.20 Uhr von Grub kommend auf der Heidenerstrasse abwärts in Richtung Rorschach. Ausgangs einer Linkskurve, der «Helvetiakurve», verbremste er gemäss einer Mitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei sich und kam zu Fall. Beim Sturz zog er sich leichte Verletzungen zu und musste mit der Ambulanz in Spital überführt werden. Am Motorrad entstand ein Sachschaden von zirka Tausend Franken. (kpar)

Berggottesdienst auf der Hohen Buche

Die Teufener Seelsorger laden am Sonntag, 14. August, um 11 Uhr, zum Berggottesdienst auf der Hohen Buche mit Blick auf den Alpstein. Zum Thema «Schöne Aussichten» machen sich Albert Wicki, Franziska Heigl und Stefan Staub Gedanken zum Leben und Glauben in diesen besonders herausfordernden Zeiten. Dass wir das Schöne und Gute trotz der vielen negativen Schlagzeilen nicht übersehen, ist ihr Anliegen.

Die BrassBand Trogen und die Säntis-Trychler werden die Feier musikalisch umrahmen. Im Anschluss sind alle zu Wurst vom Grill und zum Zusammensein in gemütlicher Runde im Gartenrestaurant der «Hohen Buche» eingeladen. Es besteht eine kostenfreie Busverbindung mit der Postauto AG von Lustmühle über Teufen–Bühler–Gais zur Hohen Buche und zurück. (pd)

Aldo Blaser schiesst UH Appenzell in den 1/16-Final des Schweizer Cups

Aldo Blaser schoss den UHA mit 4 Toren eine Runde weiter.

Aldo Blaser schoss den UHA mit 4 Toren eine Runde weiter.

Bild: Michael Inauen

Im Spiel vom Sonntag gegen das NLB Team der Red Devils aus Altendorf gelang der ersten Mannschaft des UH Appenzell eine kleine Sensation. Der UHA gewinnt mit 4:3 nach Verlängerung und steht nun im 1/16-Final des Schweizer Cups.

Im Gegensatz zum letzten Cupspiel gegen einen Viertligisten, war im Spiel gegen die Red Devils aus Altendorf die Ausgangslage eine ganz andere, wie der Verein in einer Mitteilung schreibt. Die Herren des UH Appenzell konnten zuhause antreten, mussten dafür gegen eine Mannschaft aus der Nationalliga B antreten. Somit wussten die Appenzeller, dass auf sie ein schweres Stück Arbeit zukommt. Gleichzeitig war die Vorbereitung auf das Spiel eher kurz, da die Hallen bis eine Woche zuvor noch geschlossen waren.

Man merkte beiden Mannschaften zu Beginn des Spiels an, dass sie mitten in der Saisonvorbereitung stecken, dadurch passierten immer wieder kleine Fehler. Diese aber etwa gleichmässig verteilt auf beiden Seiten. Kurz vor der Hälfte im ersten Drittel kam dann ein Doppelschlag der Gäste. Beide Treffer waren mit schönen Querpässen herausgespielt worden, womit den Hausherren klar war, was man verbessern musste. Als dann vier Minuten vor der ersten Pause ein Spieler der Altendorfer auf die Strafbank musste, bot sich die Chance für den Anschlusstreffer. Es dauerte auch nicht lange, bis der Treffer fiel. Aldo Blaser, welcher einen hervorragenden Tag hatte, konnte seinen ersten Treffer erzielen. Mit dem 1:2 Rückstand ging es in die Pause.

In der Pause war klar, dass man die Querpässe nun besser unterbinden musste. Man wollte nun unbedingt auf den Ausgleich drücken. Als aber ein Spieler der Innerrhoder kurz nach Wiederbeginn auf die Strafbank musste, war zuerst Verteidigen angesagt. Doch wie sagt man so schön: «Angriff ist die beste Verteidigung» und es gelang in Unterzahl das Tor zum 2:2 Ausgleich. Erneut hatte Aldo Blaser getroffen. Der UH Appenzell nahm nun immer mehr das Zepter in die Hand und konnte immer wieder gute Angriffe ausführen. Trotzdem gelang den Gästen das 2:3.

Im letzten Drittel waren nun die Innerrhoder klar spielbestimmend. Man wollte unbedingt den Ausgleich schaffen und im Cup eine Runde weiterkommen. Die zahlreich erschienenen Zuschauer mussten sich aber lange gedulden, bis der Ausgleich bejubelt werden konnte. Fünf Minuten vor Schluss war es soweit und erneut war es Aldo Blaser, der getroffen hatte. In den letzten fünf Minuten geschah dann nicht mehr viel, womit es in die Verlängerung ging. In dieser waren dann wieder die Appenzeller wacher und es gelang der goldene Treffer nach 2 Minuten in der Verlängerung. Einmal mehr durch Aldo Blaser.

Dank diesem Sieg steht der UH Appenzell nun im 1/16-Final des Schweizercups und trifft dort auf den Sieger des Spiels zwischen Chur Unihockey (NLA) und einem Zweitligisten.

Traditioneller Mountainbike-Ausflug zum Ferienabschluss

Der Schwellbrunner Mountainbike-Event findet dieses Jahr zum 23. Mal statt. (Bild von 2021)

Der Schwellbrunner Mountainbike-Event findet dieses Jahr zum 23. Mal statt. (Bild von 2021)

Bild: Karin Erni

Am Samstag, 13. August, wird Schwellbrunn bereits zum 23. Mal Ausgangspunkt für wunderschöne Mountainbike-Touren. Trotz Spannungsfeld zwischen Attraktivität und gesetzlichen Rahmenbedingungen sei es gemäss einer Medienmitteilung der örtlichen Männerriege erneut gelungen, drei abwechslungsreiche Routen entlang von breiten Feld- und Waldwegen oder verkehrsarmen Nebenstrassen auszuarbeiten.

Während die längeren Touren «Challenge» (60km) und «Classic» (42km) hinunter ins weniger bekannte Fürstenland führen, stehe bei der Familienstrecke «Mini» (18km) der «Fuchsacker» im Mittelpunkt. Damit der Bikeausflug rundweg zum Erfolg werde, sorgen die Männerriegler auch für eine sorgfältige Beschilderung der Routen, Verpflegungsposten unterwegs, eine Pannenhilfe sowie eine gemütliche Festwirtschaft am Ziel. Der Start in Schwellbrunn ist zwischen 6:30 und 11 Uhr möglich. Weitere Informationen sind unter bike-event.ch zu finden. (pd)

Weniger Ausserrhoder Stellensuchende im Juli

In Appenzell Ausserrhoden waren Ende Juli 692 Personen auf Stellensuche. Gemäss einer Medienmitteilung der Kantonskanzlei sind das 31 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote, die nur die arbeitslosen Stellensuchenden berücksichtigt, liegt unverändert bei 1,2 Prozent. Neu sind 692 Personen beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) eingeschrieben.

Davon sind 349 ganz ohne Beschäftigung. Von den 343 nicht-arbeitslosen Stellensuchenden befinden sich 102 in der Kündigungsfrist. Weitere 182 Betroffene haben eine Aushilfs- oder Teilbeschäftigung, mit der sie einen Zwischenverdienst erzielen. Die übrigen 59 nicht-arbeitslosen Stellensuchenden sind in eine arbeitsmarktliche Massnahme eingebunden (Einsatzprogramm, Praktikum, Weiterbildungskurs oder ähnliches) oder stehen dem Arbeitsmarkt aus anderen Gründen nicht unmittelbar zur Verfügung.

1,3 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Von Arbeitslosigkeit betroffen sind 375 Männer und 317 Frauen. 287 Stellensuchende (Vormonat 297) sind über 50-jährig. 15,3 Prozent aller Betroffenen sind bereits länger als ein Jahr ohne feste Anstellung und fallen somit in die Kategorie der Langzeitarbeitslosen. In der Altersklasse der 15- bis 24-jährigen (Jugendarbeitslosigkeit) sind 68 Personen beim RAV gemeldet. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse liegt mit 1,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als die allgemeine Quote über alle Altersklassen.

Der Bedarf an Kurzarbeit ist weiterhin rückläufig. Per Monatsende verfügten lediglich noch zwei Betriebe mit 83 betroffenen Personen über eine aktive Bewilligung für Kurzarbeit. Im Vormonat waren es vier Betriebe mit 89 betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Im Juli haben die Personalberater und -beraterinnen im RAV Appenzell Ausserrhoden 441 Beratungsgespräche durchgeführt. Insgesamt konnten sich im Verlauf des Monats 111 Personen von der Arbeitsvermittlung abmelden, währenddessen sich auf der anderen Seite 80 Personen neu anmelden mussten. (kk)

Unbewilligte Demonstration in Herisau - Polizei war mit «grösserem Aufgebot» vor Ort

Wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden schriftlich mitteilt, ist es in Herisau zu einer unbewilligten Demonstration gekommen. Die Teilnehmenden hätten am Samstag gegen eine vermeintliche «WHO-Plandiktatur» demonstriert.

Die Demonstration in Herisau fand unbewilligt statt.

Die Demonstration in Herisau fand unbewilligt statt.

Bild: Kapo AR

Von vereinzelten Bürgern sind Hinweise an die Polizei eingegangen, dass es in Herisau möglicherweise zu einer unbewilligten Demonstration kommen könnte, so die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. Aufgrund der Hinweise sei ein grösseres Polizeiaufgebot veranlasst worden.

Die Einsatzkräfte stellten fest, dass insgesamt rund 140 Personen an der Demonstration teilgenommen haben. Durch Personenkontrollen wurden verschiedene Personalien erhoben. Der Schwerpunkt der polizeilichen Massnahmen richtete sich aufgrund der Verhältnismässigkeit auf den Dialog und dass der Verkehr nicht beeinträchtigt wurde, so die Polizei weiter. Gegen 15.30 Uhr habe sich die Demonstration friedlich aufgelöst. (kapo/red)

Glen Aggeler überbrachte Hedwig Angehrn ein Geburtstagsgeschenk

Jubilarin Hedwig Angehrn mit Gemeinderat Glen Aggeler.

Jubilarin Hedwig Angehrn mit Gemeinderat Glen Aggeler.

Bild: PD

Kürzlich konnte Hedwig Angehrn in Herisau ihren 101. Geburtstag feiern. Gemeinderat Glen Aggeler überbrachte ihr aus diesem Anlass die besten Wünsche des Gemeinderates und ein Geschenk, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Hedwig Angehrn zog in ihren Zwanzigern nach Herisau und blieb – abgesehen von wenigen Jahren im Ausland – bis heute hier wohnhaft. (gk)

Kreatives und kostenloses Street Workout für alle

Das Training des Vereins Street Workout ist für jedes Niveau sowie Jung und Alt gleichermassen geeignet.

Das Training des Vereins Street Workout ist für jedes Niveau sowie Jung und Alt gleichermassen geeignet.

Bild: PD

Stärker als jemals zuvor sind Outdoor-Sportangebote gefragt. Darum bietet der Verein Street Workout vom 7. August bis 25. September auf dem Street-Workout-Park in Appenzell wöchentlich kostenlose betreute Sporttrainings in Form von Open Classes an. Gemäss einer Medienmitteilung werden Street-Workout-Trainerinnen und -Trainerinnen jeweils sonntags zwischen 14 bis 16 Uhr auf dem Park bei der Sportanlage Schaies anwesend. Die freien Trainings sind für alle Teilnehmenden kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Geleitet werden die Open Classes durch ausgebildete Street-Workout-Trainerinnen und -Trainerinnen vom Verein Street Workout. Sie geben Tipps, wie man diese Parks optimal für ein effizientes und gesundes Krafttraining nutzt. Sie zeigen viele kreative Übungen inklusive sauberer Ausführung. Auch Tipps zum Erlernen von Street Workout spezifischen Spezialübungen werden weitergegeben.

Das offene Training ist für jedes Niveau sowie Jung und Alt gleichermassen geeignet. Eric Manser, Verantwortlicher für Training und Ausbildung, sagt: «Wir gehen auf die Bedürfnisse der Interessentinnen und Interessenten ein und möchten aufzeigen, dass das Training auf dem Park kein spezielles Vorwissen benötigt.» Neben geführten Workout-Einheiten in Gruppen, kann man auch einfach frei trainieren und sich spezifische Tipps abholen. Weitere Informationen finden sich unter street-workout.com.

62 erfolgreiche Lehrabschlüsse bei Coop Ostschweiz

In diesen Tagen endet die Lehrzeit von 62 Jugendlichen, die ihre Grundausbildung in der Coop-Verkaufsregion Ostschweiz absolviert haben. Neun der jungen Berufsleute konnten ihre Lehre mit einer Note von über 5,3 und damit mit Eidgenössischen Rang abschliessen. Gemäss einer Medienmitteilung von Coop von Donnerstag bestanden sie die Prüfung in einem der über 30 Berufe, die man schweizweit bei der Coop-Gruppe erlernen kann. Nebst dem Detailhandel gehören dazu unter anderem die Berufe Logistiker, Bäcker, Lebensmitteltechnologe oder Kaufmann/Kauffrau.

Die beste Coop-Lernende der Region St. Gallen/Appenzell ist Tina Lapcic mit der Note 5,4. Sie sei erfreut und fühle sich nach der Lehrabschlussprüfung als Detailhandelsfachfrau erleichtert. «Jetzt fängt das Leben richtig an», sagt die 19-jährige Wilerin. «Ich habe zwar viel gelernt, bin aber trotzdem auch etwas überrascht über das Ergebnis», sagt sie. Ihre Lehre hat sie im Wiler Stadtmarkt absolviert, wo sie auch in Zukunft arbeiten wird. (pd)

Ausserrhoden hilft gegen problematische Pflanzen im Garten

Obwohl er schön anzusehen ist, schadet er der einheimischen Vegetation: Der Sommerflieder ist ein sogenannter Neophyt.

Obwohl er schön anzusehen ist, schadet er der einheimischen Vegetation: Der Sommerflieder ist ein sogenannter Neophyt.

Bild: pd

Sie heissen Kirschlorbeer, Sommerflieder, Drüsiges Springkraut, Henry Geissblatt, Jungfernrebe, Schneebeere, Topinambur, Einjähriges Berufkraut oder Greiskraut und wachsen in der freien Natur, an Strassenrändern und in Gärten. Sie wirken harmlos und sind oftmals schön anzuschauen. Doch sie alle gehören zu den insgesamt 58 invasiven Neophyten, von denen knapp 20 im Appenzellerland vorkommen. Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die bei uns eingeführt wurden, sich rasant ausbreiten und dadurch Probleme mit sich bringen. So verdrängen sie beispielsweise einheimische Arten, verursachen Schäden an der Infrastruktur und können sogar die Gesundheit beeinträchtigen.

In Appenzell Ausserrhoden werde gemäss einer Medienmitteilung vom Donnerstag der Ausbreitung von invasiven Neophyten seit über zehn Jahren erfolgreich entgegengewirkt. Ein Bekämpfungsteam befreie Jahr für Jahr öffentliche Flächen von gebietsfremden Problempflanzen. Dabei sei der Kanton auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Denn Bekämpfung durch Privatpersonen und Gartenbesitzenden ist nötig, damit invasive Neophyten verschwinden. Dabei müsse beachtet werden, dass sich die Methoden zur erfolgreichen Bekämpfung von Pflanze zu Pflanze unterscheiden. Grundsätzlich gelte, die Pflanzen samt Wurzeln auszujäten und im Kehricht zu entsorgen.

Mitarbeitende der Fachstelle Pflanzenschutz des Amtes für Landwirtschaft Appenzell Ausserrhoden seien auf Nachfrage gerne bereit, Gärten auf invasive Neophyten abzusuchen und Alternativen zu empfehlen. Erreichbar sind sie telefonisch unter 071 353 67 64 oder per Mail unter landwirtschaft@ar.ch. Weitere Informationen finden sich online. (kk)

Marcel Schoch ist seit 30 Jahren für Hundwil tätig

Marcel Schoch feierte am 1. August sein 30-jähriges Dienstjubiläum bei der Gemeinde Hundwil. Dies teilt die Gemeindekanzlei in einer Medienmitteilung mit. 

Marcel Schoch arbeitet seit 30 Jahren für die Gemeinde Hundwil.

Marcel Schoch arbeitet seit 30 Jahren für die Gemeinde Hundwil.

Bild: PD

Von 1992 bis 2002 führte Schoch das Steueramt in Hundwil, bis dieses kantonal übernommen wurde. Danach übernahm er die Finanzverwaltung der Gemeinde Hundwil, welche zunehmend anspruchsvoller wird. Als Mitglied der Finanzkommission, welche 2012 neu ins Leben gerufen wurde, ist auch die Finanzplanung ein wichtiger Bestandteil geworden. Die Umstellung der Gemeindebuchhaltung auf HRM2 mit neuer Software dazu, stellten grosse Herausforderungen dar. Inzwischen wuchsen auch hier die Fachkompetenzen. 

Verschiedene Aufgaben ausgeführt 

Seit 1996 ist Schoch bfu-Sicherheitsbeauftragter und bearbeitet diese Anliegen und macht im Gemeindeblatt immer wieder auf Massnahmen zur Unfallverhütung und Sicherheit aufmerksam. Im Jahre 2003 schloss Marcel Schoch abgesehen davon die Gemeindefachschule erfolgreich ab. Die Einwohnerkontrolle wurde von Marcel Schoch von 2002 bis 2013 geführt, eh die Gemeindeverwaltung etwas umstrukturiert wurde. Ebenfalls in dieser Zeit führte er die AHV Zweigstelle und das Arbeitsamt. Als Stellvertreter des Gemeindeschreiberamtes ist Marcel Schoch seit 2006 auch Beglaubigungsperson auf der Gemeindeverwaltung Hundwil.

Auskünfte wie über Kontostände, Rechnungsverbuchungen erhalten die Mitglieder des Gemeinderates immer prompt und kompetent. Seitens der Rechnungsprüfung kommen immer wieder positive Rückmeldungen zu kompetenter, äusserst korrekter Rechnungsführung und Auskünften zu Finanzfragen. Die Phase der Erstellung des Voranschlags im September und des Jahresabschlusses Anfang Jahr sind immer wieder hektische und anforderungsreiche Zeiten auch für einen langjährigen Finanzverwalter. 30 Jahre sind eine sehr langjährige Treue zum Arbeitgeber Gemeinde Hundwil. Mit viel Fachkompetenz und allgemeinen Wissen zu Geschäften in einer Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde Hundwil bedankt sich in der Medienmitteilung ganz herzlich bei Marcel Schoch für die 30 Jahre in den Ämtern, sowie aktuell als äusserst kompetenten, zuverlässigen und umgänglichen Finanzverwalter. (gk)

Rumäne flüchtet nach Diebstahl in Neu St.Johann nach Urnäsch

Der Dieb brach in ein Motorgerätegeschäft in Neu St.Johann ein.

Der Dieb brach in ein Motorgerätegeschäft in Neu St.Johann ein.

Bild: KPSG

In der Nacht auf Mittwoch, kurz vor 3.30 Uhr, kam es zu einem Einbruch in ein Motorgerätegeschäft am Sonnenbühl in Neu St.Johann. Wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt, beobachtete eine aufmerksame Anwohnerin, wie ein Mann versuchte, die Eingangstür des Geschäfts aufzubrechen. Sie wählte umgehend den Polizeinotruf.

Inzwischen konnte sich die Täterschaft durch das Garagentor Zutritt zum Gebäude verschaffen. Im Innern stahl sie Baumaschinengeräte (Handwerkermaschinen) im Wert von über 1000 Franken. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Franken. Anschliessend flüchtete die Täterschaft mit einem Auto.

Die Kantonspolizei St.Gallen leitete umgehend eine Fahndung ein. In Urnäsch konnte der Tatverdächtige von der Kantonspolizei Appenzell angehalten und der Kantonspolizei St.Gallen übergeben werden. Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 45-jährigen Rumänen. Zudem stellte sich heraus, dass das Fluchtauto als gestohlen gemeldet ist. (kapo)

Interpellation zu Herisauer Gemeindeblatt eingereicht

SVP-Einwohnerrat Roman Hutter hat eine Interpellation bezüglich des Kommunikationskonzeptes der Gemeinde und zur geplanten Zusammenarbeit mit dem Gratismagazin «De Herisauer» eingereicht. Hintergrund: Die Gemeinde will das Bedürfnis nach einem eigenen Publikationsorgan erörtern und hat darum einem zweijährigen Pilotprojekt mit dem Magazin zugestimmt. Die Zusammenarbeit mit der Appenzeller Druckerei AG ist in einer Leistungsvereinbarung geregelt und sieht vier bis acht Seiten pro Ausgabe vor, welche die Gemeinde nach ihrem Gutdünken nutzen kann. 

Hutter möchte nun unter anderem wissen, warum soziale Medien innerhalb des Kommunikationskonzeptes nicht berücksichtigt werden, was geschieht, wenn «De Herisauer» während der Dauer der zwei Jahre plötzlich nicht mehr erscheinen wird und wie hoch die Totalkosten sein werden. (pd)

Auch in diesem Jahr nahmen die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag während der frühen Morgenstunden den Anfang auf dem Kronberg. Bereits um 4 Uhr beförderte die Bahn die ersten wartenden Gäste auf den Kronberg. Um 5 Uhr startete die musikalische Unterhaltung mit dem Alphorn-Trio 3G’s (Aurel Wyser, Daniel Fritsche und Arthur Nägeli) und der Jodlerin Antonia Manser auf dem Kronberg Gipfel.

Schwester Mirjam bei ihrer Anpsrache an der Bundesfeier auf dem Kronberg.

Schwester Mirjam bei ihrer Anpsrache an der Bundesfeier auf dem Kronberg.

Bild: PD

Der Verwaltungsratspräsident der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG, Thomas Bischofberger, übergab das Wort an Schwester Mirjam. Diese ging in ihrer Rede auf das aktuelle Weltgeschehen ein. Bei all unserem Tun sollen wir uns auf das Wesentliche besinnen: die Nächstenliebe. Die christliche Botschaft weist uns im Johannes Evangelium genau darauf hin, denn Jesus sage: «Liebt einander wie ich euch geliebt habe!». Gerade in diesen schwierigen Zeiten sei diese Nächstenliebe ein wichtiges Gut. Sie verweist dabei auf den grossen Beter, Niklaus von Flüe, der in einer schwierigen Situation die Schweiz mit dem Rat an den Stanser Pfarrer «Friede ist allweg in Gott! Friede verbindet – Unfriede zerstört!» vor einem Bürgerkrieg bewahrt habe. Sie ermahnte die Anwesenden, dass Friede ein kostbares Gut sei und dieser Friede bei uns selber anfange. So verwies sie auch auf den Bundesbrief von 1291, der mit den Worten «im Namen Gottes des Allmächtigen» beginnt. Denn im Namen Gottes bekämen wir die Kraft für ein gutes Miteinander und eine grosse Dankbarkeit in einem so schönen Land und in Frieden leben zu dürfen.

Gebet zum Abschluss

Schwester Mirjam geht in ihrer Rede weiter auf den Nationalfeiertag ein. Die Anwesenden seien zusammengekommen, um in diesem herrlichen Panorama die Schweiz zu feiern, Kraft zu tanken, die Natur zu geniessen, aber auch die Stille und die wunderbaren musikalischen Klänge. Wenn bald die Sonne aufgehe und ein neuer Tag erwache, sollen sie dankbar für diesen Tag sein und Sorge zu ihm tragen. «Wir haben eine wunderbare Heimat, darum können wir auch anderen Heimat geben», so ihr Aufruf. Bevor sie ihre Ansprache mit einem Gebet und einem guten Wunsch an alle Anwesenden beendete, sang sie mit ihnen gemeinsam «Grosser Gott wir loben dich». (pd)

Stein feiert am 1. August doppelt 

Aufmerksame Gäste in Stein.

Aufmerksame Gäste in Stein.

Bild: PD

Erstmals haben der Verkehrsverein Stein, die lokalen Landfrauen und die Kulturkommission der Gemeinde gemeinsam einen 1. August-Brunch organisiert. Da in den letzten Jahren die abendliche Feier beim Reservoir, verantwortet vom Verkehrsverein, aufgrund von Gewittern ins Wasser fiel, suchten die Verantwortlichen nach einer wetterunabhängigen Variante und entschieden sich, einen reichhaltigen Brunch anzubieten.

Der Zufall wollte es, dass auch Kurt und Alfred Meier im Landhausstübli in der Rämsen in Stein dieselbe Idee hatten. So fanden in der Hinterländer Gemeinde gemäss einer Medienmitteilung von der Kulturkommission Stein zwei 1. August-Brunches statt: einer im Dorfzentrum und einer in der Peripherie. Beide Anlässe durften sich über zahlreiche Gäste freuen. Während auf dem Hof der Brüder Meier die Kapelle Moosbänkli für Unterhaltung sorgte, hat die Kulturkommission für den Brunch im Dorf Andrea Richle, die Chefredaktorin vom «Appenzeller Volksfreund», und Regierungsrat Alfred Stricker für eine 1. August-Ansprache eingeladen. Die Jodlerin Antonia Manser sorgte für die musikalische Umrahmung.

Ein Zeichen für die vielstimmige Schweiz

Warum zwei 1. August-Reden? Als kleines symbolisches Zeichen, dass die Schweiz vielstimmig ist. Andrea Richle unterstrich in ihrem engagierten Votum die Kostbarkeit und Verletzlichkeit unserer Demokratie: «Demokratie kann ohne selbstständige Bürgerinnen und Bürger, unabhängige Gerichte, freie Medien und funktionierende Parlamente nicht existieren.» Wer nicht teilnimmt, sei es aus Zufriedenheit oder aus Frustration, gebe mutwillig die Möglichkeit der politischen Mitbeteiligung aus der Hand. Regierungsrat Alfred Stricker knüpfte daran an und wies daraufhin, was für ein Privileg es sei, in diesem Land frei reden zu können. Allerdings gehöre dann auch die Verantwortung für das Gesagte dazu.

Im Folgenden nahm Alfred Stricker das 50-Jahr-Jubiläum der internationalen Bodensee-Konferenz zum Anlass, um am Beispiel des Lebens- und Kulturraumes Bodensee über grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Nachbarschaft, gemeinsame Werthaltungen und Interessen nachzudenken und die Stärke, die sich daraus ergibt, zu würdigen. Er schloss mit dem träfen Sinnspruch: «Wer sich immer nur das zutraut, was er schon kann, wird nie erleben, was er kann, wenn er sich traut.» (pd)

Von links nach rechts: Marvin Lundgren (SG), Kristian Suntev (AI), Luca Charlier (FR), Dana Niederhäuser (ZH), Gion Caiquo (SO), Richard Salnikov (ZH), Chantal Bichsel (BE), Sinan Deveci (ZH).

Von links nach rechts: Marvin Lundgren (SG), Kristian Suntev (AI), Luca Charlier (FR), Dana Niederhäuser (ZH), Gion Caiquo (SO), Richard Salnikov (ZH), Chantal Bichsel (BE), Sinan Deveci (ZH).

Bild: pd

Die Schweiz nimmt zum ersten Mal an der Internationalen Linguistik-Olympiade teil - auch ein Inerrhoder war dabei

Vom 25. bis 29. Juli fand auf der britischen Isle of Man die 19. Internationale Linguistik-Olympiade für sprachbegeisterte Jugendliche statt. Unter den über 150 Teilnehmenden aus 36 Ländern waren zum ersten Mal auch acht Schweizer Mittelschülerinnen und Mittelschüler. Mit Kristian Suntev, Schüler am Gymnasium St. Antonius, nahm auch ein Innerrhoder teil. Die acht Lernenden hatten sich bei der allerersten Schweizer Linguistik-Olympiade im März gegen über 50 Teilnehmende durchgesetzt, wie die Wissenschaftsolympiade am Dienstag mitteilt.

Seit 2003 findet die Internationale Linguistik-Olympiade jährlich in einem anderen Land statt. Dass die Schweiz teilnahm, sei gemäss Medienmitteilung den engagierten Studierenden, Forschenden und Lehrenden zu verdanken, welche die Schweizer Linguistik-Olympiade ins Leben gerufen haben, um mehr Jugendliche für Sprachwissenschaften zu begeistern. Auch wenn es noch nicht für eine Medaille gereicht habe, sei der Einstieg der Schweiz ein voller Erfolg gewesen, schreibt die Wissenschaftsolympiade. Mehrere der acht jungen Talente wollen nächstes Jahr erneut an der Linguistik-Olympiade teilnehmen.

Texte in fremden Sprachen entschlüsseln

Der Wettbewerb bestand aus einer sechsstündigen Einzel- und einer vierstündigen Teamprüfung. Letztere bestand aus einer grossen Aufgabe: Die Teilnehmenden mussten einen Text auf Manchu übersetzen, eine fast ausgestorbene Sprache aus China. Es wurde nicht erwartet, dass die Teilnehmenden Manchu sprechen – oder irgendeine der anderen Sprachen, die in den Prüfungen vorkamen.

Bei der Linguistik-Olympiade gehe es gemäss Mitteilung nicht primär darum, besonders viele Sprachen zu beherrschen. Vielmehr brauchen die Jugendlichen logisches Denken, Kreativität und ein Verständnis für die Strukturen von Sprachen, damit sie auch dann Muster erkennen können, wenn sie mit unbekannten Schriften oder Vokabeln konfrontiert werden. Linguistin Jessica Brown von der Universität Lausanne hat die Schweizer Teams begleitet. Sie sagt: «Die Aufgaben zeigen, dass auch die Sprachen, die auf dem ersten Blick sehr schwierig aussehen, nicht so anders sind als die unseren.» Die Aufgaben zeigen die sprachliche Vielfalt der Welt.

Diese offenbarte sich den Teilnehmenden auch im Austausch mit den anderen Jugendlichen aus aller Welt. Neben den Prüfungen blieb genug Zeit, um zusammen die in der Irischen See gelegene Isle of Man zu erkunden, inklusive traditioneller Tänze und Jogging am Meer. Die Teilnehmerin Chantal Bichsel aus Thun sagt, die Linguistik-Olympiade habe ihr gezeigt, wie verschieden die Kulturen der Welt sind und wie stark sie die Menschen prägen. «Uns durch etwas, das uns alle fasziniert, verbunden zu sehen, hat mir sehr gut gefallen», sagt Bichsel. «Hier konnte man fast alle bisher gelernten Sprachen sprechen - mit Muttersprachlern», sagt die Zürcher Teilnehmerin Dana Niederhäuser. «Das Zusammensein mit dem Team hat auch sehr viel Spass gemacht, es hat sich wie eine richtige Familie angefühlt.» (pd/ssd)

Verkehrskontrolle der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

Am Freitag, 29. Juli, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Herisau eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Insgesamt unterzog die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden 58 Fahrzeuge einer genaueren Kontrolle, wie es in der Mitteilung heisst. Dabei unterstützen sie Experten des Strassenverkehrsamtes.

Bei der mehrstündigen Verkehrskontrolle lagen die Schwerpunkte auf der Überprüfung von technischen Abänderungen der Fahrzeuge und der Fahrfähigkeit. Bei der technischen Kontrolle wurden zehn Beanstandungsrapporte ausgestellt, zwei Fahrzeuge werden zur Nachprüfungen beim zuständigen Strassenverkehrsamt aufgeboten und ein Auto musste laut Kantonspolizei auf der Stelle ausser Verkehr genommen werden.

Bezüglich der Fahrfähigkeit fiel bei drei Personen der durchgeführte Atemalkoholtest positiv aus. Zudem war eine Fahrzeuglenkerin ohne die entsprechende Fahrerlaubnis unterwegs. Die Fahrzeuglenker werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. (kapo/sae)

Insgesamt 58 Fahrzeuge kontrollierte die Kantonspolizei in Herisau.

Insgesamt 58 Fahrzeuge kontrollierte die Kantonspolizei in Herisau.

Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

Töff und Auto krachen in Rehetobel zusammen

Am gestrigen Samstag ist es in Rehetobel zu einer Frontalkollision zwischen einem Töff und einem Auto gekommen. Mehrere Personen verletzten sich dabei.

Um 15 Uhr fuhr ein 21-jähriger Motorradlenker von Rehetobel abwärts in Richtung Speicherschwendi. Im Waldstück oberhalb der Örtlichkeit Zweibrücken fuhr er in einer Linkskurve auf der Gegenfahrbahn und es kam mit einem entgegenkommenden Personenwagen zu einer Frontalkollision.

Der Töfffahrer erlitt unbestimmten Verletzungen. Die Rettungsflugwacht flog in ins Spital. Die 41-jährige Autolenkerin und die 12-jährige Beifahrerin erlitten mittelschwere Verletzungen und wurden durch die Ambulanz in Spital überführt. Am Personenwagen entstand Totalschaden und am Motorrad ein Schaden von mehreren tausend Franken. (kapo/sae)

Durch die Kollision entstand am Auto ein Totalschafen.

Durch die Kollision entstand am Auto ein Totalschafen.

Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden

Herr über die Kanalisation

Am 1. August feiert Roger Schläpfer sein 25-Jahr-Jubiläum im Dienst der Gemeinde Herisau. Seit seiner Einstellung war er gemäss Mitteilung der Gemeindekanzlei in verschiedenen Funktionen in der Abteilung Tiefbau/Umweltschutz tätig, seit einigen Jahren als Fachbereichsleiter Siedlungsentwässerung. Als solcher stellt er den Transport der Abwässer sicher, «vom Wohnhaus bis zur ARA», wie Roger Schläpfer sein Gebiet umschreibt. Eine Hauptaufgabe ist dabei die etappenweise Umstellung von einer Mischabwasser- auf die Trennsystemkanalisation. Von 2007 bis 2018 war er ausserdem Kommandant der Feuerwehr Herisau.

Als Ur-Herisauer liege ihm das Dorf am Herzen, erklärt Roger Schläpfer seine Treue zur Gemeindeverwaltung. «Die Fachbereichsleitung Siedlungsentwässerung ist eine Wunschstelle. Ich kann in Herisau wohnen und arbeiten und etwas zum Umweltschutz und zur Hygiene beitragen.» (gk)

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs: Bundesrat Ueli Maurer referiert in Bühler

Am Freitag, 12. August, ist Bundesrat Ueli Maurer in Bühler (Gemeindesaal, 19 Uhr) zu Gast und referiert zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. In seinem Referat wird er gemäss Medienmitteilung unter anderem aufzeigen, wie betroffen die Schweiz von den Auseinandersetzungen ist. Regierungsrat Hansueli Reutegger gibt darüber Auskunft, wie sich der Kanton Appenzell Ausserrhoden vorbereitet und Diakon Stefan Staub berichtet von seinen Erfahrungen mit Schutzsuchenden.

Bundesrat Ueli Maurer.

Bundesrat Ueli Maurer. 

Peter Schneider / KEYSTONE

Im Anschluss an die drei Referate findet eine Podiumsdiskussion mit den drei Referenten und Ueli Frischknecht, Gemeindepräsident Schwellbrunn, statt. Bei dieser haben die Gäste die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten. Moderiert wird der Anlass vom ehemaligen TV-Journalisten Ralph Dietsche. Für die Organisation der Veranstaltung zeichnet sich die SVP Bühler zusammen mit der Kantonalpartei verantwortlich. (pd)

Gemeinderat Walzenhausen besucht Schiessstand Reute

Ganz auf den Spuren des erfolgreichen Schützen Emil Kellenberger besuchte der Gemeinderat Walzenhausen den Schiessstand Reute. Die Ratsmitglieder zeigten gemäss Mitteilung der Gemeindekanzlei allesamt Treffsicherheit. Nach der sportlichen Leistung liessen sich die Politikerinnen und Politiker von der Feldschützengesellschaft über die Geschichte, den Verein und den Betrieb informieren. Beim gemütlichen Abendessen in der Schützenstube wurde der Austausch bis zur späten Stunde gepflegt.

Die Schiessanlage in Walzenhausen wurde 2002 stillgelegt und der Scheibenstand in der Franzenweid 2003 teilsaniert. Die Schlusssanierung ist auf Mitte der 20er Jahre vorgesehen. Der ausgemusterte Schiessstand in der Ebni ist nach wie vor im Eigentum der Gemeinde und wartet auf eine neue Bestimmung. Mit einem einmaligen Betrag von rund einer Viertelmillion Franken hat sich die Gemeinde Walzenhausen damals bei der Gemeinde Reute eingekauft. Seit jeher steht die Anlage in Reute auch Walzenhausen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt zum Beispiel Aufgaben in der Jungschützenausbildung und dem Bundesprogramm. Jährlich unterstützt die Gemeinde Walzenhausen den Verein mit einem Geldbetrag. (gk)

Baustellen-WC in Herisau angezündet

Am Mittwoch, kurz vor 5 Uhr, meldete ein Passant, dass es im Bereich der Hölzlistrasse auf einem Baustellengelände brenne. Die aufgebotene Feuerwehr Herisau konnte die vorhandenen Brandreste löschen. Es stellte sich gemäss Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonspolizei heraus, dass ein mobiles WC mutwillig angezündet worden war. Zur Ermittlung der Umstände wurde der Kriminaltechnische Dienst und der Regionalpolizeiposten Herisau aufgeboten. Es entstand ein Schaden von rund 2500 Franken. (kpar)

Spenden ermöglichen 572 Augenoperationen

Die Einwohnerinnen und Einwohner in Innerrhoden und Ausserrhoden spendeten der CBM Christoffel Blindenmission im vergangenen Jahr gesamthaft 73’338 Franken an. Davon flossen gemäss Medienmitteilung 28’582 Franken in die Augenarbeit der CBM. Dieser Betrag entspricht 572 Grauen-Star-Operationen, die komplett und teilweise erblindeten Menschen in Armutsgebieten die Sehkraft zurückgebracht haben.

Der Graue Star ist laut Communiqué die global häufigste Ursache für Blindheit. Von den weltweit rund 43 Millionen blinden Menschen haben 17 Millionen Personen aufgrund des Grauen Stars ihre Sehkraft verloren. Diese Personen leben vor allem in den Armutsgebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse langsam ein, bis die betroffene Person schliesslich erblindet. Der Graue Star wäre korrigierbar: Die trübe Augenlinse kann entfernt und durch eine künstliche ersetzt werden, sodass die betroffene Person wieder klar sieht. Dieser Routineeingriff kostet in den CBM-Projektländern durchschnittlich nur rund 50 Franken. Für in Armut lebende Familien seien diese Kosten dennoch viel zu hoch. Im letzten Jahr ermöglichte die internationale CBM-Föderation 285’000 Graue-Star-Operationen. Insgesamt wurden im Jahr 2021 rund 3,1 Millionen Menschen augenmedizinisch untersucht und 1,4 Millionen behandelt. (pd)

Mattea Meyer in Heiden

Mattea Meyer , Nationalraetin und Co-Präsidentin SP.

Mattea Meyer , Nationalraetin und Co-Präsidentin SP.

Anthony Anex / KEYSTONE

Die Friedensglocke in Heiden ist eine von weltweit fünf Kopien jener Angelus-Glocke, die den Atomabwurf vom 9. August 1945 auf die japanische Stadt fast schadlos überstanden hatte. Die prachtvolle Glocke, ein Geschenk aus Nagasaki, traf im März 2010 in Heiden ein. Seither wird jedes Jahr am 9. August mit dem Läuten im Rahmen einer öffentlichen Feier der Katastrophe von Nagasaki gedacht – und ein Zeichen für das Verbot von Atomwaffen gesetzt. Für die diesjährige Gedenkrede konnte laut Medienmitteilung Mattea Meyer, Nationalrätin und Co-Präsidentin der SP Schweiz gewonnen werden.

Die diesjährige Gedenkfeier findet im Schatten des aktuellen Kriegsgeschehens statt. Sie findet an jenem Ort statt, an dem Henry Dunant bis zu seinem Tod am 30. Oktober 1910 gelebt hatte. Ausgehend vom Leben des IKRK-Initiators ermöglicht das Henry-Dunant-Museum die Auseinandersetzung mit Menschenrechten, mit dem Völkerrecht, mit Frieden und Demokratie. Darauf referiert denn auch die Gedenkrednerin und schlägt eine Brücke von der persönlichen Betroffenheit bis hin zur zivilgesellschaftlichen Verantwortung. (pd)

Fachliches Wissen im Inkontinenzmanagement erweitert

Fatma Atalay vom Familienbetrieb Praximedico AG, Bühler, zeigte dem Mitarbeitenden des Alterswohnheims Walzenhausen in einer Schulung auf, wie vielfältig das heutige Sortiment an Einlagen und Systemen ist, um inkontinente Bewohnende im Alltag zu unterstützen.

Fatma Atalay von Praximedico AG gab eine interessante Schulung zu Inkontinenzmaterialien im Alterswohnheim Walzenhausen, das gleich vor Ort von den Mitarbeiterinnen getestet wurde.

Fatma Atalay von Praximedico AG gab eine interessante Schulung zu Inkontinenzmaterialien im Alterswohnheim Walzenhausen, das gleich vor Ort von den Mitarbeiterinnen getestet wurde.

Die Produktemanagerin wusste, wovon sie sprach, als sie im Alterswohnheim Walzenhausen eine Weiterbildung betreffend Inkontinenzmaterial gab. Sie arbeitete jahrelang als diplomierte Pflegefachfrau HF. In Ihrem Vortrag ging es zuerst um die Definition von Kontinenz und Inkontinenz. Zu letzterem zählt jeder unwillkürliche Harnverlust, respektive Stuhlverlust. Betroffen sind fünf Prozent der Gesamtbevölkerung, wobei von einer Dunkelziffer von rund einer Million Betroffener ausgegangen wird. Denn oft wird der Arzt erst bei grossem Leidensdruck um Rat gefragt. Da die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt, zeigt auch die Zahl der Inkontinenzbetroffenen tendenziell aufwärts.

Mindestens ein Viertel der Arbeitszeit wird in der Langzeitpflege für die Inkontinenzbetreuung der Bewohnenden aufgewendet. Nach der Auffrischung der Kenntnisse über Fassungsvermögen der Blase, Formen und Schweregrad der Inkontinenz oder Flüssigkeitsbilanz ging es um den Aufbau der Einlagen und Systeme. Ein sehr guter Service des Mittelländer Familienunternehmens ist, dass Praximedico für Institutionen direkt mit der Krankenkasse abrechnet. Da für das Inkontinenzmaterial, je nach Inkontinenzgrad von der Krankenkasse pro Jahr ein Pauschalbetrag gesprochen wird, ist die richtige und professionelle Handhabung des Materials von grosser Wichtigkeit, weil sonst die Betroffenen die den Pauschalbeitrag übersteigenden Kosten selber tragen müssen.

Nach der Instruktion der professionellen Handhabung der verschiedenen Produkte mit Auswahlkriterien folgten Fallbeispiele aus dem Haus. Da Fatma Atalay das Alterswohnheim Walzenhausen bereits seit einiger Zeit begleitet, sind die Inkontinenzmaterialien jetzt schon bewohnerspezifisch aufgestellt. Wichtig ist das Beobachten, bewusst arbeiten und wahrnehmen von Veränderungen, um sofort auf ein geeigneteres Inkontinenzprodukt umstellen zu können. Mit Applaus wurde Fatma Atalay nach ihrer kompetenten Schulung verabschiedet. (iks)

Traditioneller Sennenball auf der Passhöhe Schwägalp

Unter den sennischen Veranstaltungen ist der Sennenball die feierlichste. Abgehalten wird er einmal im Jahr, dieses Jahr auf der Passhöhe. Er wurde am Montag, 25. Juli, mit einem feierlichen Einzug eröffnet. Voran schritten zwei schellenschüttende Sennen. Ihnen folgten paarweise zauernde Sennen mit ihren Mädchen in Tracht. Unter Begleitung der Familienkapelle Echo vom Säntis wurden die überlieferten Tänze, das Mölirad, ein Männertanz, und der Hierig, ein Liebestanz, aufgeführt. (L.N)

Lutz-Gedenktafel in neuem Glanz

1978 wurde an der Südfassade der evangelischen Kirche von Walzenhausen eine an Carl Lutz erinnernde Gedenktafel angebracht, die jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Lutz wuchs in Walzenhausen auf und wanderte nach einer kaufmännischen Lehre in St. Margrethen in die USA aus. Nach einem Studium trat er in den diplomatischen Dienst der Eidgenossenschaft. In den Kriegsjahren 1944 und 1945 war er in der ungarischen Hauptstadt Budapest stationiert, wo er die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die Nazis hautnah erlebte. Mit der Verteilung von Schweizer Schutzbriefen bewahrte er rund 60000 Menschen vor der Deportation ins Todeslager von Auschwitz. Carl Lutz gehört zu den grossen Schweizer Persönlichkeiten, und verdientermassen wurde er vom Gemeinderat von Walzenhausen 1963 zum Ehrenbürger ernannt. (pe)

Kuh büxt aus und spaziert durch Herisau

Am Montagmorgen hat sich ein Rindvieh selbstständig gemacht und spazierte durch Herisau. Erst ein grösseres Personen- und Polizeiaufgebot konnte das Tier stoppen.

Auf ihrer Flucht durchquerte die Kuh auch private Gärten.

Auf ihrer Flucht durchquerte die Kuh auch private Gärten. 

Bilder: KPAR

Ausgangspunkt der Flucht war Viehmarkt bei der Chälblihalle. Wie die Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilt, wehrte sich die Kuh beim Verladen in einen Anhänger und riss aus. Das Vieh lief der Schützenstrasse entlang Richtung St. Gallen, durch ein Wohnquartier in die Kreuzstrasse, von dort in die Buchenstrasse und über den Migroskreisel ins Steinrieselnquartier.

Danach setzte sie die Flucht fort über die Oberdorfstrasse, den Obstmarkt bis hin zur Bahnhofstrasse. Erst bei der katholischen Kirche an der Gossauerstrasse konnte das Rind so umstellt werden, dass sie vom Tierhalter mittels Viehtransportanhänger wieder in Sicherheit gebracht werden konnte. Die Kuh blieb unverletzt.

Bei diesem nicht alltäglichen Einsatz waren laut Mitteilung mehrere Patrouillen der Kantonspolizei sowie auch Privatpersonen beteiligt. Über Personenschaden ist der Polizei nichts bekannt. Die Flucht der Kuh führte auch über mehrere private Grundstücke. Dabei entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. (kpar)

Projekt Alterszentrum in Gais kann gestartet werden

Nach einem einjährigen Stillstand infolge eines Beschwerdeverfahrens gegen die seinerzeitige Arbeitsvergabe, kann nun der Start des Architektur-Wettbewerbs für ein modernes Alterszentrum in Gais erfolgen. Gegen den erneuten Entscheid des Gemeinderates zur Arbeitsvergabe «Bauherrenberatung Wohnen im Alter» wurde gemäss Mitteilung das Rechtsmittel nicht ergriffen. Somit wird mit der Firma «hmb partners ag, Zürich» der Architektur-Wettbewerb nun aufgegleist. (gk)

Ausserrhoden gewinnt den Kantonewettkampf

Nach Abschluss des der 30. Ostschweizer Handmähmeisterschaft vom Sonntag trafen sich die Beteiligten in der Festwirtschaft beim Kreckelhof zur mit Spannung erwarteten Rangverkündigung. Musikalisch umrahmt wurde diese vom «Echo vom Rütiberg» während OK-Präsident Stefan Tobler die Rangverkündigung vornahm. Bei der Handmähmeisterschaft vom Sonntag verlief der Kantonewettkampf äusserst spannend. Bern, Innerrhoden und Ausserrhoden waren beim Mähen der 100-Meter-Bahn nur durch vier Sekunden getrennt. Nach Strafpunkten gewann Ausserrhoden vor Innerrhoden und Bern, gefolgt von Schwyz und St.Gallen Bei den Damen 1 setzte sich Iris Aebi, Mogelsberg durch. Bei den Damen 2 gewann Margrith Föhn, Rickenbach. Tagessieger wurde bei den Herren 1 Christian Föhn, Rickenbach, bei den Herren 2 Reto Koch, Gontenbad und bei den Herren 3 Köbi Frick, Schwellbrunn. Bei Gemütlichkeit klang die 30. Ostschweizer Handmähmeisterschaft aus. (gr)

Springereinsatz für Bauverwaltung Speicher

In der Bauverwaltung Speicher konnten Bearbeitungsfristen immer häufiger nicht eingehalten werden.

In der Bauverwaltung Speicher konnten Bearbeitungsfristen immer häufiger nicht eingehalten werden.

Bild: PD

Die Anzahl und die Komplexität der Baugesuchsverfahren haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Dies habe trotz grossen Anstrengungen zu einem Rückstand bei der Bearbeitung durch die Bauverwaltung Speicher geführt. Bearbeitungsfristen können immer häufiger nicht mehr eingehalten werden. Gemäss einer Mitteilung vom Freitag hat der Gemeinderat zur Entschärfung dieser Situation einen temporären Einsatz einer externen Fachperson bis Ende Jahr bewilligt und hierfür einen Nachtragskredit zu Lasten der laufenden Rechnung im Umfang von 77'200 Franken gesprochen. (gk)

Zwei Neue für den Bezirk Appenzell 

Thomas Koller

Thomas Koller

Bild: PD

Die Bezirksverwaltung Appenzell hat am Donnerstag die Wahl von zwei neuen Bezirksmitarbeitenden bekannt gegeben. Als neuer Mitarbeiter im Bezirksbauamt Appenzell hat der Bezirksrat Thomas Koller aus Appenzell gewählt. Koller arbeitete in den vergangenen Jahren bei der Firma Koch AG, Strassen- und Tiefbau, Kies & Beton, in Appenzell. Er tritt die Stelle am 1. August an.

Jana Winkler

Jana Winkler

Bild: PD

Als neue Mitarbeiterin in der Bezirksverwaltung Appenzell hat der Bezirksrat Jana Winkler aus Gais gewählt. Winkler hat ihre Ausbildung bei der Firma Kuk Electronic AG absolviert und ist seit 2015 in der Privatwirtschaft tätig. Sie wird Mitte November den Arbeitsbereich von Celine Schuler übernehmen, welche wiederum die Nachfolge von Isabella Schnyder in der Bauverwaltung antritt. Zudem bestätigt der Bezirksrat die Wahl von Bruno Koch zum Präsidenten der Baukommission Inneres Land Appenzell Innerrhoden. (bk)

Selbstunfall in Wolfhalden

Der Lenker blieb unverletzt, der Personenwagen war jedoch nicht mehr fahrbar.

Der Lenker blieb unverletzt, der Personenwagen war jedoch nicht mehr fahrbar.

Bild: kpar

Am Samstag ist es in Wolfhalden zu einem Selbstunfall gekommen. Das teilt die Kantonspolizei am Sonntag mit. Kurz vor 14.45 Uhr fuhr ein 69-jähriger Automobilist von Wolfhalden in Richtung Walzenhausen. Im Bereich Zelg, auf einem geraden Teilstück, kam er rechts von der Strasse ab und kollidierte mit einem Strassenkandelaber. Der Mann blieb beim Unfall unverletzt. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbar und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf einige tausend Franken. Für die Reparatur des Kandelabers wurde die Elektra Korporation Wolfhalden aufgeboten. (kpar)

Verstärkung für Betreibungs- und Konkursamt Appenzell Innerrhoden

Die Standeskommission hat den Stellenetat des Betreibungs- und Konkursamts Appenzell um eine Sachbearbeitungsstelle mit einem Pensum von 80 bis 100 Prozent aufgestockt. Das hat die Ratskanzlei kürzlich mitgeteilt. Die Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkurswesen habe bei den jährlichen Inspektionen des Konkursamts immer wieder eine zu lange Verfahrensdauer bei Konkursen und zu viele Pendenzen festgestellt.

Trotz Leistung von Überstunden in erheblichem Umfang und Beizug von Aushilfen konnte die Situation nicht verbessert werden, schreibt die Ratskanzlei. Zudem hätten beim Konkursamt komplexe Fälle mit internationalem Bezug oder mit Personen, die keiner schweizerischen Amtssprache mächtig sind, zugenommen. Die Standeskommission hat darum die personellen Ressourcen im Betreibungs- und Konkursamt Appenzell mit der Aufstockung verstärkt und die Ausschreibung der Sachbearbeitungsstelle mit einem Pensum von 80 bis 100 Prozent bewilligt. Damit soll in Zukunft ein normaler Betriebsablauf und die Überbrückung ferienbedingter Abwesenheiten ohne Zuzug von befristeten Aushilfen ermöglicht werden. (rk)

Güllefass auf steiler Wiese gekippt – Lenker unbestimmt verletzt

Am Donnerstag ging ein 72-jähriger Mann auf einer Alp in Gonten seiner landwirtschaftlichen Arbeit nach. Auf dem steilen Gelände überschlug sich das Güllefass. Wie es in der Meldung der Kantonspolizei Innerrhoden heisst, verletzte sich der Lenker beim Unfall unbestimmt.

Das Gefährt ist im steilen Gelände gekippt.

Das Gefährt ist im steilen Gelände gekippt.

Bild: Kapo AI

Die ausgerückte Rega flog denn Mann anschliessend in ein Zentrumsspital. Der genaue Unfallhergang wird durch die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden geklärt. (kapo/chs)

Speicher verzichtet auf Pilotprojekt

Der Gemeinderat Speicher hat von den Vorabklärungen zur Realisierung eines zwölfmonatigen Pilotprojekts zur Ergänzung zum öffentlichen Verkehr durch ein diversifiziertes Mobilitäts- Angebot im Nahbereich (erste und letzte Meile) Kenntnis genommen. Bis heute bestehen gemäss Medienmitteilung der Gemeindekanzlei in der Schweiz keine ähnlichen Konzepte, die Gemeinde Speicher würde hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Aus Sicht des Gemeinderats besteht jedoch aktuell in Speicher kein konkreter Bedarf für ein solches Projekt und auch das Kosten- Nutzenverhältnis rechtfertigt entsprechende Ausgaben nicht. Es wird stattdessen geprüft, ob das Thema im Rahmen der Umsetzung der «Energiestadt» weiter bearbeitet werden kann. (gk)

Frank Tuttlies wird Chefarzt und Departementsleiter Frauenklinik im Svar

Nach einem umfassenden Auswahlverfahren mit mehreren Kandidatinnen und Kandidaten hat der Verwaltungsrat des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden (Svar) Frank Tuttlies zum Chefarzt und Departementsleiter Frauenklinik gewählt. Der 57-jährige tritt gemäss Medienmitteilung sein Amt am 1. November an. Aufgewachsen in Süddeutschland, arbeitet Frank Tuttlies seit 1996 in Österreich. Er wechselt vom Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach (Land Salzburg), in welchem er seit 2018 Chefarzt der Frauenklinik ist, ins Appenzellerland. Zuvor war er 20 Jahre in verschiedenen leitenden Funktionen im Landeskrankenhaus Villach (Bundesland Kärnten) tätig. Der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bringt einen Erfahrungsschatz von über 10’000 Operationen aus dem gesamten Spektrum der Frauenheilkunde mit. Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen in der Endometriose-Chirurgie, bei endoskopischen Operationstechniken in der operativen Onkologie, in der onkoplastischen und kosmetischen Mammachirurgie sowie in der Psychoonkologie. Zusammen mit den Leitenden Ärztinnen Solveig Gross und Cécile Leimgruber und den Leitenden Ärzten Martin Schlipf und Ulrich Beurer ist das Kaderarztteam der Frauenklinik am Spital Herisau mit der Wahl von Chefarzt Tuttlies komplett. In der Findungskommission waren laut Communiqué nebst Mitglieder des Verwaltungsrates auch Svar-Kaderärzte, die Departementsleiterin Pflege des Spitals Herisau sowie ein niedergelassener Gynäkologe als Vertreter der Appenzellischen Ärztegesellschaft vertreten. «Die Wahl ist somit breit abgestützt und der Verwaltungsrat überzeugt, mit Dr. Tuttlies einen Chefarzt gewählt zu haben, welcher das bereits erfolgreiche Departement Frauenklinik stetig weiterentwickeln und weiterhin nachfragorientiert, zeitgemäss und erfolgreich ausrichten wird», heisst es in der Mitteilung. (pd)

Klangporträt von Marlene Dietrich in der Ziegelhütte

Sängerin Christina Jaccard, Pianist David Ruosch und Geiger Adam Taubitz huldigen am Freitag, 5. August, 20 Uhr, in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell der Hollywood-Diva. 

Angekündigt im Jahresprogramm der Ringofenkonzerte war für den 5.August  ein Abend unter dem Titel «La Chanson d’amour» mit dem Trio d’Anime. Weil der Pianist des Ensembles kürzlich tragisch verstorben ist, muss dieser Abend ausfallen. Das Klangportrait «Marlene… und sonst gar nichts» verspricht aber gemäss Medienmitteilung ein hochkarätiges Ersatzprogramm.

Die Sängerin Christina Jaccard hat sich vor allem in den Bereichen Soul, Blues, Jazz und Gospel einen Namen gemacht mit unwiderstehlichem Power und Charisma. Dabei ist sie musikalisch facettenreich geblieben und schafft sich immer wieder Raum für Ausflüge in andere Genres und für die Realisierung spannender Projekte. So wie in diesem Programm über Marlene Dietrich. Über ihre Verbundenheit zu dieser Ikone schreibt Christina Jaccard:  «Ich habe als junge Frau Marlene Dietrich in London live erlebt und es war unvergesslich - auch die Reaktion des älteren Publikums, die sich ihrer Ikone aus jungen Jahren nah fühlten wie eh und je, ihr wie einer vertrauten Freundin persönliche Dinge zuriefen. So etwas in dieser Art habe ich nie mehr erlebt. Es war einzigartig und herzerwärmend. So kühl diese Diva auf der Leinwand gewirkt haben mag - sie schien in ihrer Wesensart ein zugänglicher Mensch zu sein, die sich ihren Bewunderern auch mit einem Alltagsgesicht zeigen konnte.»

Als die deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich 1992 in Paris stirbt, heisst es in einem Nachruf: «Die Karriere der Hollywood-Göttin nimmt 1930 ihren Anfang als Schauspielerin in Berlin, wechselt in späteren Jahren in den Rang einer weltweit gefeierten Diseuse, bis ihr Leben 1992 nach jahrelanger Abkehr von der Öffentlichkeit eremetisch im eigens geschaffenen Exil in Paris endet. Diese von Narzissmus, Würde und Stolz getragene Entscheidung, ihr alterndes Antlitz vor der Aussenwelt zu verbergen, tut der immensen Bewunderung für ihr Talent und für ihren mutigen Kampf gegen die Nazi-Diktatur jedoch keinen Abbruch.»

Christina Jaccard ist unter anderem auch mit der Musik von Marlene aufgewachsen und war fasziniert von dieser Mischung aus Eleganz, Mythos und Antikriegs-Engagement. In dieser Hommage an Marlene Dietrich haben die drei Musiker die schönsten Songs ausgesucht und sie mit wenigen Instrumenten orchestral arrangiert. Es ist eine Ansammlung von epochalen Kompositionen und Texten. Und dies durch das Konzept von Armin Brunner grossartig verwoben mit der Erzählung eines bewegten Lebens. (pd)

Reservationen in der Kunsthalle Ziegelhütte unter Telefon 071 788 18 60, per Email info@kunsthalleziegelhuette.ch oder auf der Homepage h-gebertka.ch

Waldbrandgefahr in Innerrhoden

Aktuell besteht die Gefahrenstufe 3

Aktuell besteht die Gefahrenstufe 3

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Aktuell besteht im Kanton Appenzell Innerrhoden eine erhebliche Waldbrandgefahr. Sollte sich die Warmwetterperiode fortsetzten, ist es möglich, dass nächste Woche die Gefahrenstufe 4 «grosse Waldbrandgefahr» oder gar die Gefahrenstufe 5 «sehr grosse Waldbrandgefahr» erreicht wird. Das teilte die Ratskanzlei am Freitag mit. 

Gemäss Communiqué hat der Fachstab Trockenheit in Absprache mit den Kantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden die Waldbrandgefahr am 19. Juli auf Stufe 3 «erhebliche Waldbrandgefahr» angehoben. Die Bevölkerung wird gebeten: Grillfeuer nur in bestehenden Feuerstellen zu entfachen sowie Feuer immer zu beobachten und bei Funkenwurf sofort zu löschen.

Ob aufgrund der anhaltenden Wärmeperiode ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe oder gar ein absolutes Feuerverbot mit Blick auf den 1.August nötig wird, entscheidet gemäss Mitteilung die Standeskommission. (rk)

 Betonmauer Hüsli an der Haslenstrasse wird ersetzt

Betonmauer entlang der Haslenstrasse Höhe Hüsli, Blickrichtung Haslen

Betonmauer entlang der Haslenstrasse Höhe Hüsli, Blickrichtung Haslen

Bild: PD

Die Betonmauer entlang der Haslenstrasse auf Höhe der Örtlichkeit Hüsli ist in einem schadhaften Zustand. Sie wird deshalb gemäss Mitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei durch eine neue Mauer ersetzt. Das Landesbauamt startet am Montag, 8. August, mit den Bauarbeiten. Die Mauer verläuft entlang des talseitigen Strassenrandes auf der Kurvenaussenseite. Die Dimensionen der neuen Betonmauer entsprechen der bestehenden.

Bei der neuen Mauer handelt es sich um eine Winkelstützmauer aus Beton. Das Fundament der Mauer wird mittels Mikropfählen im Fels fundiert und mit Ankern gegen das Verschieben gesichert. Die Abmessungen und das Erscheinungsbild der neuen Mauer orientieren sich an der bestehenden Mauer. Die bestehenden Betonpfosten werden durch Leitpfosten ersetzt. Sie werden aussen an der Mauer angeschlagen.

Während der gesamten Bauzeit ist die Strasse grundsätzlich befahrbar. Innerhalb der Baustelle wird der Verkehr einspurig mit Lichtsignalanlage geführt. Es wird ein sicherer Bereich für den Fuss- und Veloverkehr während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Das Landesbauamt, die Bauleitung und die Bauunternehmung setzen alles daran, die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken. Die betroffene Anwohnerschaft sowie die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis gebeten.

Die Sanierungsarbeiten wurden im Einladungsverfahren ausgeschrieben. Die Bauunternehmung Koch AG, Strassen- & Tiefbau, Kies & Beton, hat den Zuschlag für die Ausführung erhalten. Die Wälli AG Ingenieure übernimmt die Bauleitung. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens betragen rund 500’000 Franken. (rk)

Spurrinnen eliminiert

Zwischen Heiden und Grub wies die Kantonsstrasse Oberflächenschäden und Spurrinnen auf. Mit grossflächigen Fräsarbeiten und dem Auftrag eines Kaltmikrobelags wurde die Strasse in diesen Tagen saniert. Das teilte die Kantonskanzlei am Donnerstag mit.

Zuerst wurden die Spurrinnen mit einer grossen Fräse eliminiert. Anschliessend wurde eine erste Schicht Kaltmikrobelag in Etappen von 400 Metern aufgebracht. Bereits nach 20 Minuten konnte der Verkehr wieder auf dieser Fläche zirkulieren. Anschliessend folgte die zweite Schicht und dann wurden Signalisation und Markierung angebracht.

Der Vorteil dieser Methode liegt gemäss Kanton in der kurzen Bauzeit. Innerhalb einer Arbeitswoche konnte die ganze Strecke von rund 1.7 km Länge instand gestellt werden. Mit Kosten von rund 250’000 Franken und wenig Behinderungen des Verkehrs sei die Kantonsstrasse zwischen den beiden Dörfern wieder für zehn Jahre gebrauchstauglich. (kk)

 Sommerfest im Bürgerheim Appenzell

Kürzlich erwarteten die Bewohnerinnen und Bewohner des Bürgerheims mit Freude ihre Gäste. Freude, weil das Sommerfest nur einmal im Jahr ist, Freude, weil es die letzten beiden Jahre nicht stattfinden durfte und nun endlich wieder, Freude, weil es nur bei gutem Wetter im Garten möglich ist und die Sonne vom Himmel lachte, und wie. Bewohner und Gäste machten es sich in den Schattenplätzen unter Bäumen und Sonnenschirmen gemütlich, an den festlich mit Blumen geschmückten Tischen. Feststimmung brachten auch die drei Musikanten in Tracht, Fred Koster, Thomas Sutter und Sepp Dobler. Auch ein Ad hoc-Chörli fand sich, und erfreute mit einem Ruggusseli.

Die Küche, ebenfalls draussen, wartete unter der Leitung von Guido Dähler mit breiter Salatvielfalt und Grilladen auf, sie durfte von rund 120 Verpflegten viel Ruhm entgegennehmen, bis zum: «… ond de Desser ischd s baa Maximum!» Die Atmosphäre des Bürgerheims tat rundum einfach nur gut. Man hat wieder erfahren dürfen, wie wertvoll und wohltuend Stunden mit den Liebsten sind. (pd)

Kündigung Fachstellenleitungen

Albert Kölbener, der Leiter der Innerrhoder Fachstelle Umweltschutz im Bau- und Umweltdepartement, hat seine Anstellung auf den 30. September 2022 gekündigt. Die freiwerdende Stelle wird gemäss Medienmitteilung zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Die Leiterin der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz, Lena Denk, hat ihre Stelle im Land- und Forstwirtschaftsdepartement auf den gleichen Zeitpunkt hin gekündigt. Auch diese Stelle wird ausgeschrieben. (rk)

Mitarbeitende der Gemeinde Bühler sparten 168 Kilogramm CO2 ein

An der Aktion «bike to work»  nahmen 15 Mitarbeitende aus den Bereichen Heim und Verwaltung der Gemeinde Bühler teil.

An der Aktion «bike to work»  nahmen 15 Mitarbeitende aus den Bereichen Heim und Verwaltung der Gemeinde Bühler teil. 

Bild: PD

Im Juni nahmen das erste Mal vier Teams aus den Bereichen Heim und Verwaltung der Gemeinde Bühler an der Challenge Bike to work teil. Während 30 Tagen legten die fünfzehn Teilnehmenden gemäss einer Medienmitteilung 1’166 Kilometer Arbeitsweg mit dem Velo, dem ÖV oder zu Fuss zurück. Bike to work ist eine schweizweite Aktion zur Gesundheitsförderung in Unternehmen. Jedes Jahr treten rund 80’000 Pendelnde in die Pedale und setzen das Velo und die eigene Muskelkraft auf ihrem Arbeitsweg ein. Gemäss der gesamtschweizerischen Auswertung wurden in Bühler 205 Velotagen rund 168 Kilogramm CO2 eingespart. Top 3 nach Kilometern sind: Corina Ramseier (Zivilstandsamt / Verwaltung) mit 253 zurückgelegten Kilometern, Torsten Frömmig (Heim) mit 165 Kilometern und Bettina Studer (Heim) mit 160 Kilometern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden nächstes Jahr wieder mitmachen, weil es Spass gemacht habe, heisst es in der Mitteilung. (gk)