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Lokalmatadoren in der Favoritenrolle am Appenzeller Kantonalen

Am Kantonalschwingfest in Wolfhalden steigen dieses Wochenende über 400 Jung- und 150 Aktivschwinger in die Hosen. Nach der guten Leistung am Nordostschweizerischen Teilverbandsfest ist der Appenzeller Mannschaft einiges zuzutrauen.
Thomas Mock
Nach der Niederlage im Schlussgang in Herisau steigt Michael Bless (oben) in Wolfhalden als einer der Favoriten ins Sägemehl. (Bild: Lorenz Reifler)

Nach der Niederlage im Schlussgang in Herisau steigt Michael Bless (oben) in Wolfhalden als einer der Favoriten ins Sägemehl. (Bild: Lorenz Reifler)

Seit zwei Jahren wird der Appenzeller kantonale Schwingertag der Jung- und Aktivschwinger jeweils am gleichen Wochenende durchgeführt. So wird Wolfhalden als diesjähriger Austragungsort am Wochenende fest in Schwinger Händen sein. Während die Jungmannschaft bereits am Samstag in die Hosen steigt, folgen die Aktivschwinger dann am Sonntag.

Mit dem Turnverein und Schwingklub Wolfhalden stehen unter der Leitung von OK-Präsident Daniel Lindner zwei Trägervereine in den letzten Vorbereitungen und stehen kurz vor dem Höhepunkt ihrer langen vorhergehenden Arbeit. Mit dem zweijährigen Braunviehstier «Vulkan» aus dem Stall von Marcel Schläpfer, ebenfalls ehemaliger Schwinger, wartet ein stattlicher Lebendpreis auf den diesjährigen Sieger. Auf die Aktivschwinger warten weitere Lebendpreise sowie ein beeindruckender Gabentempel.

Bereits am Samstag werden über 400 Buebe- und Jungschwinger erwartet, die sich im Kampf um die begehrten Zweige und die Kategoriensiege duellieren werden. Ein Besuch am Samstag lohnt sich, denn die Jungschwinger gestalten die Zukunft des Schwingsports bereits heute mit.

Appenzeller gegen Bösch

Vier der sieben gemeldeten Eidgenossen kommen aus den eigenen Reihen und werden entsprechend auch als Mitfavoriten auf den Tagessieg gehandelt. Dies scheint insbesondere nach der Schlussgangteilnahme von Michael Bless am eigenen Teilverbandsfest, dem dritten Schlussrang von Martin Hersche, sowie den Kranzgewinnen von Raphael Zwyssig und Marcel Kuster auch angemessen zu sein. Entsprechender Gegenwind wird voraussichtlich von den drei Gasteidgenossen her wehen. Allen voran von Daniel Bösch, dessen Leistungskurve in den vergangenen Wochen nach und nach gestiegen ist. Mit Tobias Krähenbühl und Mike Peng werden zwei weitere Eidgenossen im Einsatz stehen. Dominik Schmid verpasste nach einer bisher guten Saison den Kranzgewinn am eigenen Teilverbandsfest. Eine entsprechende Reaktion wird von ihm zu erwarten sein.

Titelverteidiger kann nicht antreten

Gleiches gilt auch für Urs Giger, Matthias Schläpfer, Roman Wittenwiler, Reto und Thomas Koch. Martin Roth wird erstmals mit dem Status eines Teilverbandskranzers am Wettkampf antreten. Eine Bestätigung seiner Leistung vom vergangenen Sonntag dürfte sein oberstes Ziel sein. Der Titelverteidiger und gebürtige Appenzeller Samuel Giger wird in Wolfhalden nicht am Start sein. Sofern er seine Schnittverletzung genügend auskurieren kann, wird er die Nordostschweizer Fahne am Innerschweizer Teilverbandsfest vertreten.

Erfreulicherweise bringen sich auch in dieser Saison wiederum etliche Nichtkranzer ins Gespräch um die begehrten Kränze. Insbesondere nach der tollen Mannschaftsleistung am vergangenen Wochenende in Herisau ist dies einigen Schwingern zuzutrauen.

Fuster und Keller könnten ersten Kranz gewinnen

Ein potenzieller Kandidat für den erstmaligen Gewinn eines Kranzes wäre der Urnäscher Andrin Poltera gewesen. Aufgrund seines Kranzgewinnes am Bündner Kantonalschwingfest in Arosa wird er aber nicht mehr um seinen ersten, sondern um seinen zweiten Kranzgewinn bemüht sein. Von den Nichtkranzern zeigte insbesondere Sepp Fuster bereits mehrere Male ausgezeichnete Leistungen. So war das angestrebte Eichenlaub bereits mehrere Male äusserst nah. Bis anhin wollte es aber noch nicht klappen.

Auch Werner Keller zeigte am NOS in Herisau eine ansprechende Leistung, die in Wolfhalden möglicherweise in einen Kranzgewinn umgemünzt werden könnte. Das Anschwingen ist sowohl am Samstag als auch am Sonntag auf 8 Uhr angesetzt.

Kurzinterview mit Daniel Lindner

Nur eine Woche nach dem Nordostschweizer Schwingfest (NOS), schwingen die Bösen dieses Wochenende am Appenzeller Kantonalschwingfest in Wolfhalden. Dafür, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen kann, sorgen OK-Präsident Daniel Lindner vom Turnverein Wolfhalden und sein Team. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Daniel Lindner, was ist für das Kantonalschwingfest bereits vorbereitet, was muss noch gemacht werden?

In den Vorbereitungen sind wir bereits relativ weit. Anfang Woche konnten wir die Tribüne und das Festzelt aufstellen. Gestern wurde das Sägemehl geliefert und verteilt. Nun fehlt nur noch die Ausstattung der Festwirtschaft, etwa die Lebensmittel. Danach sind wir bereit für das Schwingfest.

Daniel Lindner ist OK-Präsident des Appenzeller Kantonalschwingfests 2018. (Bild: PD)

Daniel Lindner ist OK-Präsident des Appenzeller Kantonalschwingfests 2018. (Bild: PD)

Letztes Wochenende fand das grosse NOS mit 8000 Besuchern statt. Denken Sie, dass das Kantonalschwingfest im Schatten dessen steht?

Ich kann das schlecht einschätzen. Natürlich wünscht man sich als OK-Präsident ein solch grosses Schwingfest wie das NOS nicht gerade eine Woche vor dem Kantonalen. Aber wir sind zuversichtlich. Das Wetter sollte zumindest gut sein und wir freuen uns alle sehr auf das Fest.

Wie viele Zuschauer erwarten Sie am diesjährigen Kantonalschwingfest?

2500 Gäste wären schön. Der Vorverkauf läuft gut und die Tribüne ist bereits ausverkauft.

Wer ist dieses Jahr ihr persönlicher Favorit?

Da ich selbst nicht aus dem Schwingsport, sondern aus dem Turnverein komme, ist es für mich schwierig, eine Prognose zu stellen. Einen persönlichen Favoriten habe ich deshalb nicht. Ich wünsche mir aber, dass jemand aus dem Schwingklub Wolfhalden oder aus dem Appenzellerland gewinnen kann. (mid)

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