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APPENZELL: Vorsicht mit Billighypotheken

Die Raiffeisenbank stellt ihren Genossenschafterinnen und Genossenschaftern an der Generalversammlung den Jahresbericht 2016 vor. Trotz kleiner Prozentzahlen ist man zufrieden mit dem Resultat.
Jonas Manser
Marco Züger kann den teilnehmenden Genossenschafterinnen und Genossenschaftern über das Jahr 2016 Gutes berichten. (Bild: JM)

Marco Züger kann den teilnehmenden Genossenschafterinnen und Genossenschaftern über das Jahr 2016 Gutes berichten. (Bild: JM)

Jonas Manser

jonas.manser

@appenzellerzeitung.ch

Es herrscht gute Stimmung bei der diesjährigen Generalversammlung der Raiffeisenbank in der Aula Gringel in Appenzell. Nicht nur bei der Raiffeisenbank Appenzell, die auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken kann, sondern auch bei den 1057 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern. Mit traditionellen Klängen und Wein erwarten sie den Jahresbericht von Verwaltungsratspräsident Marco Züger. Der konnte erfreuliches mitteilen: Die Raiffeisenbank Appenzell konnte einen Zuwachs bei Hypothekarausleihen wie auch bei Kundengeldern verzeichnen. Mit einem Bruttogewinn von 3,76 Millionen Franken lag das Ergebnis 0,58 Prozent über dem Vorjahresresultat.

Die momentane Lage erklärt

Nach der Begrüssung, dem Bekanntgeben der Zahl der anwesenden Genossenschafter und Genossenschafterinnen und der neuen Mitarbeiter der Bank folgte der formelle Teil des Abends. Traktandenliste und Protokoll der letzten Generalversammlung wird einstimmig ohne Änderungen oder Ergänzungen angenommen. Den Einstieg in den Jahresbericht 2016 machte Marco Züger mit einer Übersicht der wirtschaftlichen Entwicklungen seit der Wirtschaftskrise in Amerika und deren Folgen für Europa und letztendlich für die Raiffeisenbank Appenzell. Obwohl sich die Lage in den letzten Jahren, unter anderem dank der Zinspolitik der Schweizer Nationalbank, wieder beruhigen konnte, warnt Züger vor der nächsten Krise: die hohen Staatsverschuldungen. Denn während die Staatseinnahmen als Folge der Krise sanken, stiegen die Ausgaben stetig an. Alleine in Amerika hätten sich die Staatsverschuldung in den letzten zehn Jahren um mehr als das Doppelte vergrössert. In Europa sehe das Bild nicht anders aus, trägt Züger vor.

Zinswende wird vorausgesagt

Tiefe Zinsen hätten aber auch Positives hervorgebracht. So hätten sich die Bautätigkeiten von Firmen und Privaten stark erhöht. So auch in der Schweiz, wo seit einigen Jahren pro Jahr über 50000 neue Wohneinheiten entstehen. Marco Züger warnt aber auch vor falschen Anreizen der momentan tiefen Zinssätzen. Bei einer Zinswende würden Immobilien wie auch Aktien deutlich an Wert verlieren. Sogenannte «Billighypotheken» wären mit Vorsicht zu geniessen.

Als Ausblick erwähnt der Verwaltungsratspräsident die positive Wirtschaftsentwicklung in Europa und der Schweiz. Diese würde es der Nationalbank erlauben, sich von den Negativzinsen abzuwenden. Trotzdem würden bereits namhafte Ökonomen von einer nächsten Blase sprechen. Die Tiefzinspolitik führe «nämlich zu Fehlallokationen in Aktien und Immobilien». Was die Zukunft der Raiffeisenbank betreffe, so würden sie sich allgemein mit der Digitalisierung befassen müssen. Auch bei der Raiffeisenbank sei der Trend «Weg vom Bankschalter, hin zur Elektronik» deutlich spürbar. Den Jahresbericht schliesst Züger, obwohl einige Stolpersteine auszumachen seien, mit optimistischem Blick in die Zukunft ab.

Das Jahr 2016 in Zahlen

Anschliessend stellt Johannes Holdener, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisen Appenzell, den Genossenschaftern und Genossenschafterinnen das Jahr 2016 in Zahlen vor. Die Mitgliederzahl der Raiffeisenbank wuchs um 145 auf gesamthaft 8796 Mitglieder an. Die Kundenausleihen stiegen bemerkbar auf 640,2 Millionen Franken an. Das sind 26,9 Millionen mehr als im Vorjahr. Auch die Kundengelder sind mit 647 Millionen Franken rund 16,8 Millionen höher als im vergangenen Jahr. Der Jahresgewinn im 2016 beträgt 943000 Franken und ist somit um 1,25 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Auch für das nächste Jahr stellen sich die bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrates der Raiffeisen Appenzell zur Wiederwahl auf und werden von den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern einstimmig wiedergewählt. Auch Marco Züger wird als Verwaltungsratspräsident wiedergewählt.

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