APPENZELL: Und auf einmal ist die Sitter grün

Am Sonntag ist die Sitter grün eingefärbt worden, um die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bestimmen. Auch soll die Einfärbung helfen, künftige Gewässerverschmutzungen zu bewältigen. Ein Herisauer wird Augenzeuge der Aktion.

Roger Fuchs
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Für diverse Untersuchungen ist gestern in Weissbad grüner Farbstoff in die Sitter geschüttet worden. Dieses Bild entstand nahe von Appenzell. (Bild: Leserbild: Werner Lieberherr)

Für diverse Untersuchungen ist gestern in Weissbad grüner Farbstoff in die Sitter geschüttet worden. Dieses Bild entstand nahe von Appenzell. (Bild: Leserbild: Werner Lieberherr)

APPENZELL. Gestern kurz nach dem Mittag liefert Zeitungsleser Werner Lieberherr aus Herisau einen nicht alltäglichen Schnappschuss: Die Sitter mit komplett grünem Wasser. Gelungen ist Lieberherr die Aufnahme an der Weissbadstrasse in Appenzell. Verunsichert haben ihn die Vorkommnisse nicht, wie eine kurze Nachfrage zeigt. Werner Lieberherr weiss um die tags zuvor publizierte Meldung seitens der Umweltämter der Kantone Appenzell Innerrhoden und St. Gallen. Demnach wurde die Sitter gestern grün eingefärbt, um die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bestimmen. Diese wiederum soll wertvolle Informationen beispielsweise für Öl- oder Chemieunfälle liefern.

Der Farbstoff Uranin wurde in Weissbad ins Flusswasser gegeben. Für Badende und die Umwelt ist dieser gemäss Mitteilung harmlos, ebenso für die Trinkwasserversorgung. «Nach einer Viertelstunde war alles vorbei», sagt Werner Lieberherr.