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APPENZELL: Sie macht ihre Gefühle zu Kunst

Gwendolyn Fässler ist in einem Künstlerhaushalt aufgewachsen. An den Frühlingstagen in Appenzell stellt sie zum ersten Mal ihre Bilder aus. Inspiration für ihre Werke findet die 21-Jährige in ihrem Innern.
Mathurin Blumer
«Meine Faszination ist der Foto-Realismus», sagt Gwendolyn Fässler. (Bild: mab)

«Meine Faszination ist der Foto-Realismus», sagt Gwendolyn Fässler. (Bild: mab)

APPENZELL. Die Frühlingstage in Appenzell sind auch eine Plattform für Kunsthandwerker und Künstler aus der Region. Mit dabei ist dieses Jahr die 21jährige Gwendolyn Fässler. «Es ist für mich das erste Mal, dass ich meine Bilder in einem solchen Rahmen ausstellen kann», verrät die junge Appenzellerin. Sie ist eine von über 30 Kunstschaffenden, die ihre Werke in Geschäften, Cafés sowie an Ständen im Freien ausstellen.

Nur die Malerei im Kopf

Aufgewachsen ist Gwendolyn Fässler im Dorfkern Appenzells als Tochter von Hampi Fässler, welcher das Sennenhandwerk-Geschäft an der Kaustrasse innehat. «Kunst war für mich bereits als Kind allgegenwärtig», erklärt sie. Besuche beim Appenzeller Maler Adalbert Fässler sowie im Hundertwasser-Haus brachten weitere Inspiration. Schon in jungen Jahren zeichnete sich die Malerei als spätere Leidenschaft ab: «Meine Mutter erzählte mir später, ich hätte immer nur malen und zeichnen wollen – nichts anderes», lacht sie. Nach ihrem Wechsel ans Gymnasium St. Antonius war jedoch erst mal Schluss mit ihrem Hobby. Im leistungsorientierten Schulalltag blieb nicht mehr viel Platz für kreatives Schaffen. Erst durch ihre Maturaarbeit, welche sie über die Kunstströmung Dadaismus verfasste, fand sie zur Leinwand zurück. Ihre Hingabe zur Malerei war letztlich auch ausschlaggebend für ihr Studium in Kunst und Vermittlung, welches sie an der Hochschule Luzern begann. Nach knapp eineinhalb Jahren hat sie diesen Weg jedoch abgebrochen: «Ich habe vieles gelernt in dieser Zeit, allerdings war es nicht das richtige für mich», erläutert sie. Nun möchte sie eine längere Pause einlegen, in welcher sie als Flight Attendant arbeiten wird. «Ich will meinen Horizont erweitern und etwas von der Welt sehen.» Die Malerei soll dabei aber nicht zu kurz kommen: «Ich werde immer mein Skizzenbuch dabei haben und während längerer Freizeiten meine Ideen verwirklichen», so die junge Künstlerin. Nach diesem Unterbruch möchte sie ein neues Kunststudium beginnen. «Mein Traum wäre ein Beruf in einem Museum, wo ich täglich mit Kunst zu tun habe, nebenbei aber noch selbst malen kann.»

Das Original als Vorbild

Was ihren eigenen Stil betrifft, so hat sie diesen nach eigener Aussage noch nicht wirklich gefunden. «Meine Faszination ist der Fotorealismus, denn ich zeichne sehr gerne Menschen und Gesichter.» Nebst diesen Motiven zeichnen Farbigkeit und Helligkeit ihre Bilder aus. Am liebsten benutzt sie Ölfarben, da diese viel Zeit in Anspruch nehmen und noch lange Anpassungen vorgenommen werden können. Ihre Kunst ist sehr perfektionistisch: «Ich höre nicht auf, bis es in meinen eigenen Augen perfekt ist.» Schliesslich ist es auch das Ziel des Fotorealismus, dass das gemalte Bild dem Original in keinem Detail nachsteht – das kann auch seine Zeit dauern. Inspiration findet die junge Künstlerin in ihren Emotionen: «Starke Gefühle lösen bei mir den Drang zu malen aus – sowohl positive als auch negative.»

Die Bilder von Gwendolyn Fässler sind während der Frühlingstage im Laimbacher-Showroom in der Hauptgasse in Appenzell zu sehen.

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