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APPENZELL: Seydel in Kirchengremium

Der Sekretär des Volkswirtschaftsdepartements AI gehört neu der Vorsteherschaft der evangelischen Kirche Appenzell an. Das Pfarrehepaar steht vor dem Abschied.
Rolf Rechsteiner
Pfarrer Andreas Schenk mit Daniela Frischknecht und ihrem Nachfolger Marco Seydel. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Pfarrer Andreas Schenk mit Daniela Frischknecht und ihrem Nachfolger Marco Seydel. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Präsident Martin Breitenmoser nahm an der Kirchbürgerversammlung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Appenzell in seinem Jahresrückblick Bezug auf den bevorstehenden Abschied der Pfarrersfamilie Schenk. Es stehe ein Abschied vor der Tür, der schmerze. Doch sei verständlich, dass Schenks die Möglichkeit, im heimatlichen Emmental einen Neustart zu wagen, beim Schopf gepackt haben. Martin Breitenmoser lobte, An-dreas und Irène Schenk hätten auch nach der Kündigung keinerlei Abstriche an ihrer Leistungsbereitschaft erkennen lassen, was Hochachtung verdiene. Am 25. Juni wird Abschied gefeiert.
Die Pfarrwahl-Kommission wird demnächst Michael Lotz als neuen Pfarrer vorstellen. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern im Vorschulalter. Zurzeit absolviert er ein Vikariat in Riehen BS. Die Zusage des Ehepaars liegt vor; die Wahl soll im Rahmen einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung baldmöglichst erfolgen.

Rechnung mit Plus statt Minus

Infolge Wegzugs aus Appenzell lag die Demission von Daniela Frischknecht aus der Kivo vor. An ihre Stelle tritt der Jurist Marco Seydel, der mit seiner Familie seit zwei Jahren in Appenzell wohnt. Seydel ist Sekretär des Innerrhoder Volkswirtschaftsdepartements. Die Jahresrechnung 2016, erstmals vorgestellt von Kassier Ruedi Huber, schloss bei einem Gesamtertrag von 529000 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 13000 Franken ab. Budgetiert war ein Rückschlag von 32000 Franken. Höhere Steuereingänge waren für die Besserstellung massgeblich. Das Budget 2017 sieht einen Rückschlag von 7000 Franken vor. Gerechnet wird mit einem Aufwand von 590000 Franken; für die Sanierung der Wohnräume im Pfarrhaus im Zuge des Pfarrerwechsels ist eine Auflösung von Rückstellungen im Umfang von 80000 Franken eingeplant. Der Steuerfuss von 10 Prozent wird beibehalten.

Pfarrer Andreas Schenk bat die Versammelten um Unterstützung für die Initiative, die er gemeinsam mit Pfarrer Lukas Hidber und fünfzehn weiteren Unterzeichnern eingereicht hat. Sie will erreichen, dass die Kirchgemeinden für Ausländer mit Niederlassungsbewilligung freiwillig das Stimm- und Wahlrecht einführen können. Von einem Obligatorium oder einer Ausweitung auch auf die Schulgemeinden habe man bewusst abgesehen, um die Vorlage nicht zu gefährden, führte er aus. Die Kirche sei eine öffentlich-rechtliche Körperschaft und unterstehe deshalb der Verfassung. Sie stehe aber in christlichem Geist allen Menschen offen, und es gebe Menschen ohne Schweizer Pass, die sich gerne engagieren und wichtige Brückenbauer seien in Sachen Integration. Wer gewillt sei, für die Gemeinschaft zu arbeiten, solle auch mitbestimmen können. Kurz vor diesem kurzen Statement war das revidierte Kirchgemeindereglement einstimmig gutgeheissen worden. Es sei eine «Zangengeburt» gewesen, stellte Martin Breitenmoser fest, auch und gerade weil die Kirchenverfassung der Landeskirche mit der Kantonsverfassung Innerrhodens in etlichen Punkten nicht übereinstimmt.

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