APPENZELL: Schwingfest 2020

Der Eidgenössische Schwingerverband feiert Jubiläum. Das besondere Schwingfest dazu wird in Innerrhoden durchgeführt.

Monika Egli
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In Marin-Epagnier trafen sich übers Wochenende die Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbands und gaben Appenzell als Austragungsort für das Jubiläumsfest den Zuschlag. (Bild: Rolf Eicher/EQ Images)

In Marin-Epagnier trafen sich übers Wochenende die Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbands und gaben Appenzell als Austragungsort für das Jubiläumsfest den Zuschlag. (Bild: Rolf Eicher/EQ Images)

Monika Egli

monika.egli@appenzellerzeitung.ch

«Die Freude ist riesig», sagte Sepp Breitenmoser gestern Sonntag, nachdem das Resultat feststand: Im vierten Wahlgang hatten 142 der 221 Abgeordneten an ihrer Versammlung in Marin-Epagnier für Appenzell gestimmt. Damit steht fest: Am 30. August 2020 wird in Appenzell, in der Bleiche, das Jubi­läumsschwingfest des Eidgenössischen Schwingerverbands durchgeführt; der Verband feiert dannzumal den 125. Geburtstag. Es werden rund 120 der besten Schwinger um Ehr und Kranz kämpfen, und Sepp Breitenmoser als Präsident des Bewerbungs-OK vermutet, dass bis zu 17000 Besucher zu erwarten sind.

Nebst Appenzell hatten sich auch Luzern, Bern und Neuenburg als Austragungsorte beworben. Die Favoritenrolle wurde eher den beiden Städten Luzern und Bern zugesprochen, alleine schon aus verkehrstechnischen Gründen. Der Nachteil, auch für den Bewerber Neuenburg: In diesen drei Orten wäre das Jubi­läumsschwingfest in Fussballstadien ausgetragen worden. In Appenzell hingegen ist man bereit, eigens für dieses Fest eine Schwingerarena zu bauen.

Emotionen und Fakten überzeugten

«Am meisten überrascht hat mich, dass wir Luzern so deutlich schlagen konnten», sagte Sepp Breitenmoser gestern am Telefon. Er geht davon aus, dass die Naturarena wesentlich zum Sieg verholfen hat. Und in der 15-minütigen Präsentation habe Appenzell auf Emotionen gesetzt: «Wir zeigten unter anderem einen tollen Film von Thomas Rickenmann.» Der Zuschlag sei aber wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass im Appenzellerland nie ein Eidgenössisches Schwingfest durchgeführt werden könne, denn das würde laut Sepp Breitenmoser alle Dimensionen sprengen. Es wurde bereits einmal evaluiert, ob sich die beiden Appenzell zusammen für ein Eidgenössisches bewerben sollten. «Wir müssten mit 250000 Besuchern umgehen, da wären wir chancenlos.»

Der nächste Schritt ist nun die Gründung eines OK. «Dieses Jahr gilt es, alles Nötige zu reservieren und zu bestellen.» Nächstes Jahr werde das OK dann richtig Fahrt aufnehmen. Erklärtes Ziel ist es, dem Jubiläumsfest des Eidgenössischen Schwingerverbands einen würdigen Rahmen zu geben. «Wir haben nicht vor, um das Schwingfest herum eine Chilbi aufzuziehen.»