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APPENZELL: Schuppel legt Blütenlese vor

Die Appenzeller Anthologie «Ich wäre überall und nirgends» zeigt einen Blick auf das literarische Schaffen beider Appenzell von 1900 bis zur Gegenwart. Am Freitag war die Buchvernissage in Teufen.
Jesko Calderara
Die Schauspieler Philipp Langenegger und Anna Blumer lesen ausgewählte Texte aus der Anthologie vor. (Bild: Erich Gmünder)

Die Schauspieler Philipp Langenegger und Anna Blumer lesen ausgewählte Texte aus der Anthologie vor. (Bild: Erich Gmünder)

APPENZELL. Nur schon die Zahlen zur Appenzeller Anthologie «Ich wäre überall und nirgends» sind beeindruckend: Über vier Jahre haben die sechs Herausgeber Rainer Stöckli, Peter Surber, Eva Bachmann, Heidi Eisenhut, Doris Ueberschlag und Peter Weber am 600seitigen Buch gearbeitet. Entstanden ist eine Blütenlese mit einem umfassenden Blick über das literarische Schaffen beider Appenzell von 1900 bis zur Gegenwart.

Einen ersten Eindruck der Anthologie erhielten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Buchvernissage am Freitagabend im Zeughaus Teufen. Die Schauspieler Philipp Langenegger und Anna Blumer lasen einzelne Texte vor. Das Gleiche tat der Innerrhoder Landammann Roland Inauen. Aus seiner Feder stammt eine Kolumne zum Thema Heuen. Für leise Töne an der Vernissage sorgten Peter Weber und Michel Mettler mit ihren Maultrommeln. Der Chor Wald unter Leitung von Jürg Surber präsentierte vertonte Gedichten von Ivo Ledergerber und Julius Ammann.

Texte von gegen 200 Autoren

Die Laudatio an der Buchvernissage hielt der Ausserrhoder Landammann Matthias Weishaupt. Die Herausgeber hätten beeindruckende Arbeit abgeliefert, ja gar ein Jahrhundertbuch herausgebracht. Als besonders positive Aspekte erwähnte Weishaupt die Gestaltung und Konzeption des Buchs sowie die Heranführung an die Texte. Anthologie sei eine anspruchsvolle Aufgabe, betonte der Laudator. «Es geht darum, aus einem riesigen Meer von Blüten einzelne auszulesen und sie zu einem Strauss zu binden.» Natürlich habe er sich zwischendurch bei der Lektüre gefragt, warum dieser Autor ausgewählt worden sei und ein anderer dafür nicht.

Die Initiative für eine Appenzeller Anthologie hatte die Ausserrhodische Kulturstiftung ergriffen. Deren Präsidentin Barbara Auer sagte: «Wir haben mit dem Vorhaben grossen Mut bewiesen.» Sie hätten lange nicht gewusst, was letztlich herauskomme.

Das Buch soll ein Bild des Appenzellerlands vermitteln, welches mehr als nur die gängigen Klischees umfasst. Dazu gehört der kritische Blick von aussen. Der Anthologie-Schuppel, wie Peter Surber sich und seine Mitherausgeber an der Vernissage bezeichnete, wählte insgesamt Beiträge von gegen 200 Autorinnen und Autoren aus. Vertreten in der im Appenzeller Verlag erschienen Anthologie sind beispielsweise Robert Walser, Hermann Hesse, Rebecca C. Schnyder und Richi Küttel. Auch einzelne Mundarttexte, unter anderem von Peter Eggenberger, finden sich darin. Der Band ist in zehn Kapitel gegliedert mit Titeln wie «Sprachen und Zungen», «Ankommen, abhauen, fremdgehen» oder «Würfe, Krämpfe, Rebellionen». Jedem Kapitel ist ein Zitat als Motto vorangestellt, und einer der Herausgeber führt jeweils ein. Einzelne Texte sind auf der Website Literaturland.ch aufgeschaltet.

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