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Appenzell plant neues Spital

Das Spital Appenzell soll durch einen Neubau ersetzt werden. Dies ist der Plan der Innerrhoder Standeskommission, wie ein Bericht zeigt. Kostenpunkt: rund 40 bis 43 Millionen Franken.
Roger Fuchs
Geht es nach dem Willen der Standeskommission, soll hier ein neues Spital zu stehen kommen. (Bild: apz)

Geht es nach dem Willen der Standeskommission, soll hier ein neues Spital zu stehen kommen. (Bild: apz)

Das Innerrhoder Bau- und Umweltdepartement hat einen Projektwettbewerb für den Neubau eines Spitals ausgeschrieben. Zu stehen kommen könnte dieser im Bereich des heutigen Personalhauses. Auch der Einbezug des aktuellen Verwaltungsbaus ist eine Option. Für Polizei, Staatsanwaltschaft und weitere Ämter, die man künftig ebenfalls auf dem Spitalareal unterbringen will, wäre ein zusätzlicher Neubau denkbar; dies beispielsweise nach Abbruch des bestehenden Spitals. Zu finden sind all diese Informationen in einem bis gestern unveröffentlichten Bericht der Standeskommission.

Besagter Bericht gibt eine Übersicht über anstehende Projekte im Hochbau. Ein Kapitel befasst sich mit dem Spitalareal. Gemäss Bauherr Stefan Sutter wurden für Spital, Polizei und Staatsanwaltschaft verschiedene Kombinationen von Umbauten sowie Neubauten geprüft. Dabei zeigte sich: «Eine Sanierung käme zwar günstiger, sie wäre jedoch während der Umbauphase wie auch beim späteren Betrieb mit Nachteilen verbunden», so Sutter. Neue Nutzungen liessen sich nur schlecht in die heutige Struktur integrieren. Auch rechnet die Standeskommission bei einer Sanierung angesichts von Lärmbelästigungen mit einem hohen Patientenverlust. Neue Räume könnten hingegen flexibel und nachhaltig konzipiert und gewünschte Betriebsabläufe vollumfänglich umgesetzt werden.

Etliche weitere Projekte in der Pipeline

Das letzte Wort zu all diesen Plänen hat das Volk. 2018 soll der Landsgemeinde ein Baukredit für ein neues Spital vorgelegt werden, der Entscheid über einen Umbau oder allfälligen Neubau für Polizei und Staatsanwaltschaft kann nachgelagert gefällt werden. Der Kreditumfang für das Spital, welches seit der Umstrukturierung primär ein ambulantes Versorgungszentrum mit kleinem stationärem Angebot ist, liegt bei 40 bis 43 Millionen Franken. Das exakte Volumen lässt sich aufgrund offener Fragen noch nicht beantworten. Beispielsweise ist unklar, ob weitere Institutionen wie die Pro Senectute oder die Spitex an einer neuen gemeinsamen Lösung auf dem Spitalareal interessiert sind. Auch der Umfang und Bedarf an Mobiliar muss erst geklärt werden. Bauherr Stefan Sutter gibt sich auf jeden Fall überzeugt, dass sich der Kanton aufgrund des Eigenkapitals von 70 Millionen Franken ein solches Projekt leisten kann. Es dürfte in den nächsten Jahren aber kaum die einzige Bauinvestition bleiben. Erinnert sei unter anderem an ein mögliches neues Hallenbad. Zudem sind angesichts dringender Raumbedürfnisse bei der kantonalen Verwaltung Umnutzungen beim Kapuzinerkloster im Gespräch. Und auch für die Realisierung eines Neubaus am Standort des alten Coop hat die Standeskommission eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten lassen.

«Man wird priorisieren müssen», fasst Bauherr Stefan Sutter die Situation zusammen. Auch die Suche nach alternativen Finanzierungsformen könne ein Weg sein oder der Entscheid, das eine oder andere nicht umzusetzen.

Stefan Sutter Bauherr AI (Bild: PD)

Stefan Sutter Bauherr AI (Bild: PD)

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