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APPENZELL: Organisatoren des Clanx-Festivals: «Wir wollen nicht weiter wachsen»

Heute beginnt die 14. Ausgabe des Clanx-Festivals. OK-Präsident Remo Hollenstein erklärt, weshalb das Bier dieses Jahr teurer ist, es kein Becherdepot gibt und was die Gäste an diesem Wochenende erwartet.
Gianni Amstutz
Hunderte Besucher werden heute aufs idyllisch gelegene Festivalgelände des Clanx strömen. (Bild: Gianni Amstutz)

Hunderte Besucher werden heute aufs idyllisch gelegene Festivalgelände des Clanx strömen. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@appenzellerzeitung.ch

Wie bereits in den vergangenen Jahren, sind die 1200 Tickets für das Clanx-Festival auch in diesem Jahr restlos ausverkauft. Trotz dieses Erfolgs betont OK-Präsident Remo Hollenstein: «Wir wollen nicht weiterwachsen.» Rein vom Gelände her wäre dies zwar möglich, aber die Infrastruktur stiesse an ihre Grenzen, sagt er.

Zu Spitzenzeiten seien mit Gästen, Festivalbesuchern und Helfern rund 1700 Personen auf dem Gelände. Da komme es bereits zu Wartezeiten an den Getränkeständen, beim Restaurant oder den sanitären Anlagen. Die Wartezeiten bewegten sich mit der jetzigen Anzahl verkaufter Tickets in einem vertretbaren Ausmass. «Nur schon bei 100 Personen mehr würde die Infrastruktur aber an ihre Grenzen stossen, und ein Ausbau derselben würde aus finanzieller Sicht eine noch grössere Anzahl an Gästen erfordern.» Das ist nicht im Sinne der Organisatoren, die das Festival vor 14 Jahren mit der Idee eines kleinen, familiären Non-Profit-Open-Airs gegründet haben.

Bier wird teurer, um Zukunft des Clanx zu sichern

Was viele Open-Air-Gänger mit dem Clanx in Verbindung bringen, sind tiefe Preise. Diese mussten auf dieses Jahr jedoch leicht angehoben werden. So kostet ein Bier neu vier anstatt drei Franken. Das OK habe sich mit diesem Schritt schwergetan. Er sei jedoch unumgänglich gewesen, sagt Remo Hollenstein. «Im vergangenen Jahr waren wir ausverkauft, hatten tolles Wetter und schlossen trotzdem nur leicht im Plus ab.» Es wäre naiv, davon auszugehen, dass dies jedes Jahr der Fall sein werde. Deshalb müsse das OK in guten Jahren finanzielle Rücklagen tätigen. «Sonst stehen wir plötzlich vor einem Scherbenhaufen.»

Mit dem Entscheid, die Preise für die Konsumation leicht anzuheben, habe das OK eine gute Lösung gefunden, ist Hollenstein überzeugt und fügt an: «Mit vier Franken ist ein Bier am Clanx immer noch billiger als an vielen anderen Festivals.» Zudem sei es den Gästen freigestellt, eigene Getränke mitzunehmen, und das ohne Mengenbeschränkung. Viele würden jedoch ohnehin lieber ein kühles Bier an der Bar kaufen, als selbstmitgebrachte Getränke zu konsumieren.

Ausserdem erhebt man beim Clanx kein Depot für Zelte oder Becher. «Aus Gründen des Umweltschutzes nützt ein Depot nichts. Dabei geht es in erster ­Linie ums Geldmachen», ist der OK-Präsident überzeugt. Als Non-Profit-Festival verzichte man deshalb darauf. Das funktioniere gut. «Natürlich gibt es auch bei uns Abfall. Das ist nicht zu vermeiden.» Doch dank der zahlreichen Entsorgungsmöglichkeiten und der Gäste, die sich für ein sauberes Gelände einsetzen, halte sich die Verschmutzung in Grenzen.

Meist unbekannte Bands als Höhepunkt des Festivals

Grosse Headliner, wie sie an anderen Festivals zu finden sind, sucht man am Clanx vergeblich. Einerseits ist das dem Non-Profit-Gedanken geschuldet, hat aber auch mit der Ausrichtung des Open Airs zu tun. «Wir könnten einige Jahre Geld sparen, um einen grossen internationalen Act zu buchen, aber das würde unserer Philosophie widersprechen», sagt der OK-Präsident. «Unser Idee ist, dass alle etwas ­ zu einem gelungenen Festival beitragen sollen.» Das beginne bei den Gästen und Helfern und schliesse auch die Bands mit ein. «Da wäre es falsch, riesige Gagen zu bezahlen.» Höhepunkte des diesjährigen Line-ups möchte Remo Hollenstein keine hervorheben. «Meistens sind es unbekannte Bands, die mich überraschen.» Bei der Stilrichtung der Künstler verspricht er eine grosse Vielfalt. Schliesslich sei auch beim Publikum vom Baby bis zur Rentnerin alles dabei. «Genauso verschieden wie das Publikum sollen die Bands auf der Bühne sein.»

Neben der Musik lockt das Clanx seine Gäste mit speziellen Aktionen auf den Hügel oberhalb von Appenzell. Ob mit einer Seifenrutsche, kulinarischen Höhepunkten oder einer Tafel, an der alle 1200 Gäste zusammen essen: Immer wieder beleben neue Aktionen den Festivalalltag der Besucher. Auch in diesem Jahr werde es eine Überraschung geben. «Diese erwartet die Gäste bereits, bevor sie das Gelände betreten», verrät Hollenstein.

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