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"Nullpunkt erreicht": Zerwürfnis bei Innerrhoder CVP - der Präsident ist weg

Ruedi Angehrn ist als Präsident der Innerrhoder CVP wegen "zwischenmenschlicher Diskrepanzen" zurückgetreten. Zum Streit ist es wegen der Spitalvorlage gekommen. Interimspräsident Stefan Ledergerber glaubt derweil fest an eine Zukunft der Partei.
Roger Fuchs
Ruedi Angehrn ist als Präsident der Innerrhoder CVP abgetreten. (Bild: Roger Fuchs)

Ruedi Angehrn ist als Präsident der Innerrhoder CVP abgetreten. (Bild: Roger Fuchs)

"Es hat im Vorstand der CVP AI nicht mehr für alle gestimmt. Von daher habe ich damit gerechnet, dass es früher oder später zu Mutationen kommt", sagt Stefan Ledergerber. Der 25-Jährige ist seit Mitte Woche nicht mehr Vize-, sondern Interimspräsident der Partei.

An der Landsgemeinde-Vorversammlung der CVP AI hatte Ruedi Angehrn nach zweieinhalb Jahren das Präsidium mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Schilderung im Innerrhoder Volksfreund, wonach der Sinkflug der Partei einer der Gründe sei, weist er im persönlichen Gespräch zurück. Vielmehr sei es so, dass seine Freude an der Präsidiumsarbeit im Sinkflug gewesen sei und nun den Nullpunkt erreicht habe. "Innerhalb des Vorstandes gab es punkto Zielsetzungen und Umsetzung verschiedene Ansichten, und diese haben zu zwischenmenschlichen Diskrepanzen geführt", so Angehrn. Konkreter Stein des Anstosses in jüngerer Zeit war das in Appenzell geplante Ambulante Versorgungszentrum Plus (AVZ+) anstelle des Spitals. Angehrn ist Gegner dieser Projekts und sagt, nachdem er sich nun von den Fesseln der Partei gelöst hat, werde er sich bis zur Landsgemeinde hin für ein Nein engagieren.

Der CVP AI wünscht er, dass diese zur alten Stärke zurückfindet. Angesichts des Mitgliederschwundes von 170 auf 140 innerhalb der letzten drei Jahre kann gemäss Ruedi Angehrn von einer Krise gesprochen werden. Abgesehen vom Vorstand herrsche auch eine Überalterung im Mitgliederstamm. Angehrn erinnert daran, dass die Partei ursprünglich nicht aus einem Parteienbedürfnis heraus gegründet wurde, sondern vor dem Hintergrund, dass man 1986 als Kantonalpartei Arnold Koller für den Bundesrat portieren konnte.

Die Parteiensituation analysieren

Interimspräsident Stefan Ledergerber, mit dem es Angehrn notabene gut hatte, blickt trotz interner Vorkommnisse und Mitgliederschwund optimistisch in die Zukunft. Ansonsten würde er sich nicht engagieren, sagt er. Und zum "AVZ+" hält er fest: "Der Vorstand hat noch unter dem Präsidium von Ruedi Angehrn die Ja-Parole beschlossen". Bis zur Hauptversammlung im November soll nun die eigene Parteiensituation analysiert werden. Eines der Traktanden werde die Suche nach neuen Mitgliedern sein. Grundsätzlich hält Stefan Ledergerber fest, dass Freiwilligenarbeit in Parteien bei Jungen nicht mehr sonderlich gefragt sei. Zudem beobachtet er, dass man zwar zu einzelnen Fragen Stellung bezieht, aber sich nicht parteipolitisch binden will.

Ob sich Stefan Ledergerber an der HV als Präsident zur Verfügung stellt, bleibt offen. "Ich finde es ein spannendes Amt", sagt er. Als Jura-Student weile er aber fünf Tage pro Woche in Basel. Ergo bekomme er politisch nicht immer alles mit.

Stefan Ledergerber amtet bis zur Hauptversammlung im November als Interimspräsident der CVP AI.

Stefan Ledergerber amtet bis zur Hauptversammlung im November als Interimspräsident der CVP AI.

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