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APPENZELL: Nach Versteigerung wieder unter dem Hammer

Das Konkursamt will ein Wohnhaus zu Geld machen – nicht zum ersten Mal. Die Eigentümer-AG ist Konkurs gegangen. Bei der Auktion sollen über zwei Millionen Franken erzielt werden.
Alessia Pagani
Zum zweiten Mal hintereinander steht das Zehn-Zimmer-Wohnhaus unter dem Hammer. (Bild: PAG)

Zum zweiten Mal hintereinander steht das Zehn-Zimmer-Wohnhaus unter dem Hammer. (Bild: PAG)

APPENZELL. 2,2 Millionen Franken beträgt der stattliche Schätzungswert, für welchen demnächst in Appenzell eine Liegenschaft versteigert wird – nicht etwa ein altes und herrschaftliches Gebäude, sondern ein zumindest von aussen relativ unscheinbares Wohnhaus mit zehn Zimmern in einem Wohnquartier. Im Inserat des Betreibung- und Konkursamtes Appenzell Innerrhoden ist zu lesen, dass die Liegenschaft eine Gesamtfläche von 1260 Quadratmeter aufweist, die Gartenanlage umfasst 950 Quadratmeter, die Wohnfläche 502 Quadratmeter. Erbaut wurde das Gebäude 1980. Dies kommt in Innerrhoden nicht alle Tage vor.

Wie Johannes Wagner vom Innerrhoder Betreibungs- und Konkursamt sagt, wird das Haus bereits zum zweiten Mal in Folge versteigert. «Solche Versteigerungen ziehen auch immer Personen an, die glauben, ein Schnäppchen erhaschen zu können.» Diese seien sich über die Folgekosten vielleicht oft nicht im Klaren. «Eine solche Liegenschaft wie die jetzige an der Güetlistrasse ist mit hohen Unterhalts- und Nebenkosten verbunden. Man stelle sich beispielsweise nur mal vor, wie hoch die Heizkosten sind», so Wagner. Er kann sich an ein Haus an seinem Arbeitsort im Kanton St. Gallen erinnern, das gar viermal hintereinander zwangsversteigert wurde.

Alles wird zu Geld gemacht

Die Liegenschaft gehört der Firma Revitax – eine Wirtschaftsberatungs- und Treuhand AG. Die Aktiengesellschaft mit Sitz in Appenzell wurde 2007 gegründet. Als Verwaltungsratspräsident ist ein Mann aus Deutschland eingetragen. «Die AG ist am 3. Januar 2013 Konkurs gegangen», so Wagner. «Damit sind alle Forderungen der Gläubiger fällig geworden.»

Damit diese erfüllt werden können, wird nun «alles, das der AG gehört, zu Geld gemacht», sagt Wagner und nennt als Beispiel nebst dem Haus auch weitere Aktiven wie beispielsweise Autos. Ein Konkursverfahren ist eine sogenannte Generalexekution, das heisst, es werden alle Schulden fällig und das gesamte Vermögen zur Befriedigung aller Gläubiger beschlagnahmt. Gemäss einer amtlichen Schätzung aus dem Jahr 2004 hat die Liegenschaft einen Verkaufswert von rund 1,1 Millionen Franken. Der unabhängige Grundstückschätzer hat die Liegenschaft auf rund 2,2 Millionen Franken geschätzt. «Das heisst aber nicht, dass die Liegenschaft auch für diesen Preis geht, sondern ist viel mehr für die Interessenten ein Anhaltspunkt. Es gibt auch kein Mindestangebot, dieses liegt theoretisch bei einem Franken. Wir gehen aber davon aus, dass die Grundpfandgläubigerin ein Mindestangebot machen wird. Für wie viel die Liegenschaft schliesslich geht und ob alle Gläubiger befriedigt werden können, wissen wir erst nach der Versteigerung.» Die Steigerungsinteressenten haben gemäss Steigerungsbedingungen eine Sicherheit von 250 000 Franken zu leisten. Die Versteigerung geht am 28. November um 14 Uhr im kleinen Ratssaal in Appenzell über die Bühne. Möglichkeiten zur Besichtigung sind nach Voranmeldung beim Konkursamt am 4. November von 11 bis 14 Uhr und am 15. November von 14 bis 16 Uhr.

Alle Infos unter: www.ai.ch/versteigerung

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