APPENZELL: Musik und gemütliche Stimmung

Trachten hier, Handorgeln oder Schwyzerörgeli da. Am Ländlerfest in Appenzell geht es bodenständig zu und her. Nicht aber rückständig, wie die Strategie des OK-Präsidenten zeigt. Jede einzelne Austragung soll ihre Besonderheiten bieten.

Bruno Eisenhut
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Gefüllt bis auf den letzten Platz: die Pfarrkirche St. Mauritius am Samstagnachmittag während des Jodlerkonzerts. (Bilder: Chiara Lardelli/bei)

Gefüllt bis auf den letzten Platz: die Pfarrkirche St. Mauritius am Samstagnachmittag während des Jodlerkonzerts. (Bilder: Chiara Lardelli/bei)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung.ch

Rund 50 Formationen prägten das Appenzeller Ländlerfest vom Freitag bis gestern Sonntag. Ob als Handorgelduo, als klassische Appenzeller Musikformation oder als Jodelchor, die Besucher hatten ihre wahre Freude am Dargebotenen. So war die Pfarrkirche am Samstagnachmittag während dem Jodlerkonzert bis auf den letzten Platz gefüllt, genauso wie das Kapuzinerkloster während dem Gedenkkonzert zu Ehren des Akkordeon- und Schwyzerörgelispielers Franz Schmidig.

Die Protagonisten des Jodlerkonzerts kamen aus weiten Teilen der Schweiz. Die Jodlergruppe Lötschberg aus dem Berner Oberland oder der Jodlerklub aus Unterwalden hatten eine lange Anreise, während der Schwarzbärenschuppel aus Urnäsch kam.

Öfters mal etwas Neues

Erstmals als alleiniger OK-Präsident wirkte der einheimische Michael Koller. Sein Bestreben sei es, jede Ausgabe des Ländlerfests mit verschiedenen Höhepunkten zu bereichern. So biete der Anlass auch den Stammgästen immer wieder Überraschungen. In diesem Jahr war das Gedenkkonzert im Kapuzinerkloster ein solches Novum. Auffallend waren auch die zusätzlichen Jodlerformationen, die sich nach dem Jodlerkonzert auf dem Festgelände aufhielten. «Diese machen das Fest auch für die Freunde des Gesangs attraktiv», so Koller.

Das Ländlerfest gehört mittlerweile fix zum Veranstaltungskalender von Appenzell. Am vergangenen Wochenende wurde bereits die 21. Ausgabe durchgeführt.