APPENZELL: Liebeszauber für Cello und Gitarre

Am Freitagabend tritt das Duo Singer & Fischer in der Kunsthalle Ziegelhütte auf. Die beiden Musiker nehmen mit ihrem Programm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise.

Merken
Drucken
Teilen

Mit ihrer ungewöhnlichen Besetzung zeigen der Cellist Sébastien Singer und der Gitarrist André Fischer die faszinierenden Möglichkeiten der beiden Instrumente Cello und Gitarre als Duo. In einer Zeitreise von Bach über die Folklore des Flamenco bei De Falla bis hin zu den Tangos von Astor Piazzolla schaffen es die beiden Musiker mit ihren brillant gesetzten Arrangements, die Originale glatt vergessen zu machen. Das Konzert findet am Freitag, 5. Mai 2017, um 20 Uhr in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell statt.

Der Cellist Sébastien Singer muss in Appenzell nicht näher vorgestellt werden, ist er doch als langjähriges Mitglied des Schweizer Klaviertrios schon öfter hier aufgetreten. Schon seit seiner Studienzeit bildete er daneben mit dem Gitarristen André Fischer ein Duo. Die stetige Suche nach der optimalen klanglichen Verschmelzung ihrer zwei recht gegensätzlichen Instrumente und vielerlei Diskussionen über Gott und die Welt trugen nicht nur zu einem überaus harmonischen Zusammenspiel, sondern auch zu einer tiefgreifenden Freundschaft bei.

Da sie beide passionierte Kammermusiker sind, entschieden sie sich, sich nicht nur dem Originalrepertoire ihrer aussergewöhnlichen Formation zu widmen, sondern dieses Repertoire auch mit bemerkenswerten, teils noch nie dagewesenen Transkriptionen zu erweitern. So nehmen die beiden in ihrem Programm in Appenzell die Zuhörer mit auf eine Zeitreise, die mit einer Gambensonate von Bach beginnt, mit Schumanns Romanzen für Oboe und Klavier über die Romantik hinführt ins 20. Jahrhundert.

Vielseitiges Programm

Dort begegnen wir Claude Debussy und seiner Cellosonate, in der ein ironisch dargestellter Liebhaber seiner Angebeteten auf bizarre Weise ein Ständchen bringt. Das Finale nimmt dabei Elemente der spanischen Folklore auf und leitet damit über zur Suite «L’amour sorcier» (Der Liebeszauber) von Manuel de Falla, ein Porträt Andalusiens und seiner Zigeunersagen, durch und durch getränkt von der Folklore des Flamenco. Den Schluss bilden die beiden Tangos «Bordel 1900» und «Café 1930» aus «L’Histoire du Tango» von Astor Piazzolla.

2015 gab das Label Stradivarius die vom Duo aufgenommenen drei Gambensonaten von Bach heraus, welche von André Fischer transkribiert worden sind. Die Aufnahme wurde sowohl von Musikliebhabern als auch von der internationalen Presse mit Begeisterung aufgenommen. (pd)

Karten erhältlich in der Kunst­halle Ziegelhütte unter Telefon 071 788 18 60 oder info@kunsthalleziegelhuette.ch