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APPENZELL: Kantonalbank im digitalen Wandel

Die Leitung der Appenzeller Kantonalbank hat gestern nicht nur das Jahresergebnis 2017 präsentiert, sondern auch aktuelle Herausforderungen kommuniziert. Vor allem die Digitalisierung gehört dazu.
Roger Fuchs
Das Leitungsteam der Appenzeller Kantonalbank mit Bankdirektor Ueli Manser (vorne links) und Bankratspräsident Roman Boutellier (vorne rechts). Die weiteren Bankleitungsmitglieder, Mitte: Alfred Inauen und Thomas Kast; hinten: Alexandra Koller und Hermann Inauen. (Bild: Roger Fuchs)

Das Leitungsteam der Appenzeller Kantonalbank mit Bankdirektor Ueli Manser (vorne links) und Bankratspräsident Roman Boutellier (vorne rechts). Die weiteren Bankleitungsmitglieder, Mitte: Alfred Inauen und Thomas Kast; hinten: Alexandra Koller und Hermann Inauen. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Grund zum Jammern gibt es bei der Appenzeller Kantonalbank angesichts des letztjährigen Ergebnisses nicht. Doch neue Entwicklungen fordern heraus: «Bis vor kurzem waren die Kantonalbanken keine Konkurrenten untereinander», sagte Roman Boutellier, Bankratspräsident der Appenzeller Kantonalbank, gestern gegenüber den Medien. Die Digitalisierung führe aber dazu, dass Kantonsgrenzen aufgeweicht würden. Boutellier veranschaulichte es an der Tatsache, dass heute Hypotheken auf dem Smartphone verglichen werden können. Demnach gilt es auch für die Appenzeller Kantonalbank, die Balance zu finden zwischen Investitionen in die Digitalisierung und daraus resultierendem Nutzen.

Gleich vier IT-Projekte konnten vergangenes Jahr umgesetzt werden: Nebst der Weiterentwicklung des Finanzassistenten wurden die neun Jahre alte Website und das Intranet der Zeit angepasst. Dabei hat man gemäss Ausführungen von Bankdirektor Ueli Manser auch einen Kundenchat integriert. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit eines Live-Supports eingerichtet, sodass der Kundenberater auf Wunsch des Kunden auf dessen Bildschirm zugreifen und ihm so aus der Ferne behilflich sein kann — beispielsweise bei der Handhabung des ebenfalls modernisierten E-Bankings. Im laufenden Jahr soll nun unter anderem der Online-Rechner erweitert werden und vor zwei Tagen wurde die sogenannte «Twint App» lanciert. «Wer diese installiert, kann mit dem Smartphone mobil an rund 50 000 Akzeptanzstellen bezahlen oder Geld von Smartphone zu Smartphone überweisen», informiert Ueli Manser.

Abgesehen von diesen Veränderungen bleibt das Bankenumfeld angesichts des Zinszerfalls schwierig. Doch der Bauboom und eine verbesserte Produktivität gehören zu den Stützen der Appenzeller Kantonalbank, wie bei Roman Bouttelier herauszuhören ist.

Konstanz bei Ausschüttung an den Kanton

Der letztjährige Geschäftsgang erlaubt eine weitere Stärkung des Eigenkapitals. Dieses steigt um 13,6 Millionen Franken auf 284 Millionen Franken. Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst bei einem Ertrag von knapp 41 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 12 Millionen Franken. Nebst der Zuweisung an die gesetzlichen Reserven fliessen vom Gewinn erneut 7,45 Millionen Franken in die Innerrhoder Staatskasse. Auf die Frage, ob man angesichts der guten Geschäftsgänge der letzten Jahre nicht etwas mehr an den Kanton überweisen könnte, verweist der Bankratspräsident auf die neue Eignerstrategie des Kantons. Darin heisse es, dass die Stabilität der Bank erste Priorität geniesse. Ueli Manser unterstützt die Haltung des Bankrats. Eine konstante Gewinnausschüttungspolitik sorge für Planbarkeit auf beiden Seiten.

Die Appenzeller Kantonalbank will weiterhin auf das Finanzierungs- und Anlagegeschäft fokussieren. Aktuell zählt man über 20 000 Kundinnen und Kunden — nebst Innerrhodern insbesondere solche aus den Kantonen Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau. Geschäftet wird nach dem Grundsatz, dass nur mit Menschen kooperiert wird, die man persönlich kennt. Bei Investitionen in Objekte will man diese vorgängig gesehen haben. Die Appenzeller Kantonalbank umfasst 84 Vollzeitstellen, davon 13 Lernende und Praktikanten.

Weiteres Zahlenmaterial zum letztjährigen Geschäftsgang findet sich in der heutigen «Appenzeller Zeitung» auf der Wirtschaftsseite 9.

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