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APPENZELL: Gegenstrategien zum Spitalneubau

Die Abstimmung an der Landsgemeinde zum Ambulanten Versorgungszentrum Plus dürfte knapp ausfallen. Die SP AI und eine lose Gruppe von Gegnern halten mit konkreten Massnahmen gegen das Projekt.
Roger Fuchs
Am 29. April muss das Landsgemeindevolk Farbe bekennen und sagen, was es vom Ambulanten Versorgungszentrum Plus hält. (Bild: Keystone/Thomas Delley)

Am 29. April muss das Landsgemeindevolk Farbe bekennen und sagen, was es vom Ambulanten Versorgungszentrum Plus hält. (Bild: Keystone/Thomas Delley)

Die Traktandenliste der Innerrhoder Landsgemeinde war schon länger. Und dennoch: Sowohl die Wahl des neuen Säckelmeisters als auch der Kredit zum geplanten Ambulanten Versorgungszentrum Plus (AVZ+) versprechen Spannung. Obschon Gewerbe, Bauern, CVP AI, SVP AI und Arbeitnehmer an ihren Landsgemeinde-Vorversammlungen die Ja-Parole zum «AVZ+» beschlossen haben, sei zu bedenken, dass es allenthalben auch einen stattlichen Anteil an Nein-Stimmen gab. Die Innerrhoder SP wie auch die FDP AI lehnen den 41-Millionen-Franken-Kredit ab. Unter anderem überzeugt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht.

Um den Kredit bachab schicken zu können, laufen derzeit konkrete Aktionen. Eine Gruppe loser Bürgerinnen und Bürger, zu der auch Grossratsmitglieder und Hausärzte gehören, wird noch vor der Landsgemeinde zu einer Medieninformation rufen. Grossrat Martin Breitenmoser bestätigt die aufgrund der Einladung angenommenen Vermutungen: Demnach ist für die Gruppierung das «AVZ+» zum heutigen Zeitpunkt nicht realistisch. Statt Spitalbetten braucht es aus deren Sicht Pflegebetten. Das Pflegezentrum sei bereits heute zu 97 Prozent belegt, sagt Martin Breitenmoser. Und die Demografie spreche eine klare Sprache. Des Weiteren weist Martin Breitenmoser darauf hin, dass es für operierte Patientinnen und Patienten ein Problem darstellt, wenn diese nach drei Tagen wieder entlassen werden. Folglich sei der Finger auf die Akut- und Übergangspflege zu legen. Der Pflegeausbau sei sodann in Verbindung mit einem ambulanten Versorgungszentrum inklusive angemessener Notfallversorgung zu planen.
Ein konkretes Projekt hat die Gruppierung nicht vorliegen. Doch sie plädiert angesichts der genannten Überlegungen für eine Rückweisung des Kreditantrags zum «AVZ+».

Eine Gegenstrategie zum geplanten Spitalprojekt verfolgt auch die Innerrhoder SP. Die Partei will zur Gründung einer «Versorgungsregion Säntis» im Gesundheitswesen beitragen und eine Initiative lancieren – und dies auch dann, wenn der Spitalkredit angenommen werden sollte. Bereits steht fest, dass die Initiative auf eine Ergänzung des Gesundheitsgesetzes zielt. Darin soll es gemäss Initiative heissen, dass der Kanton Appenzell Innerrhoden durch überregionale Kooperation zur Kostendämmung im Gesundheitswesen beitrage. Zu diesem Zweck soll sich der Kanton auf der Grundlage entsprechender Staatsverträge mit den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen zur Versorgungsregion Säntis zusammenschliessen. Wie SP-Präsident Martin Pfister auf Anfrage festhält, erhofft man sich durch eine solche Kooperation eine verbesserte Koordination, die Vermeidung von Überkapazitäten medizinischer Angebote und Einsparungen bei den Gesundheitskosten.

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