APPENZELL: Eine Reise durch die Kunstgeschichte

Heute eröffnet im Kunstmuseum der zweite Teil der Doppelausstellung «Die Antwort ist das Unglück der Frage». Sie soll dem Reichtum der Kunst Rechnung tragen.

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Die Ausstellung wird in dieser Form zum ersten Mal gezeigt. (Bild: PAG)

Die Ausstellung wird in dieser Form zum ersten Mal gezeigt. (Bild: PAG)

«Wir versuchen die altbekannte Geschichte so zu erzählen, dass das Publikum etwas begreifen und lernen kann, ohne dass es lernen muss», sagt Roland Scotti. Der Museumskurator eröffnet heute im Kunstmuseum Appenzell die Ausstellung mit dem Namen «... das Unglück der Frage». Es ist der zweite Teil einer Doppelausstellung, welche dem 100- Jahr-Jubiläum des Mäzens Heinrich Gebert gewidmet ist. Beide Ausstellungsnamen zusammengefügt, ergeben die Erkenntnis: «Die Antwort ist ... das Unglück der Frage». «Kunst ist interpretierbar und Antworten schränken ein. Ich hoffe, dass die Besucher die Ausstellung verlassen und viele Fragen und Anregungen haben», so Scotti.

Gezeigt werden Bilder von 52 Künstlerinnen und Künstlern; teils sind diese weltbekannt, teils sind es weniger namhafte. Die Werke entstanden alle zwischen 1871 und 1977. «Die jetzige Ausstellung behandelt den Reichtum und die Vielschichtigkeit der Kunst», so Scotti. «Es ist eine Reise durch die Kunstgeschichte.» Einige Werke stammen aus der Sammlung von Heinrich Gebert, andere wurden später hinzugekauft. Es werden Werke gezeigt von Hans Arp über Othon Friesz und Gertrud von Metlen bis Gottfried Honegger und Beat Zoderer. Sie lassen Stilrichtungen wie den Spätimpressionismus, Symbolismus, die Konkrete Kunst, den Expressionismus, die Neoavantgarde oder den Postmodernen Individualismus lebendig werden.

Die Ausstellung ist ein Rundgang durch zehn Räume, wobei nicht nach Erstellungszeitpunkt oder Stilrichtung gegliedert wird. Vielmehr ist jeder Raum einer Thematik gewidmet. Schlagworte wie Mysterium, ­Rationalität, Intuition, Existenz oder Porträts definieren die Räume. Die Kunstwerke darin, schlagen die Brücken zwischen den Räumen.

Das Besondere: Die Ausstellung ist nur bei Tageslicht zugänglich. Dieses spielt, wie die Besucher bei einem Rundgang merken werden, eine grosse Rolle. «Das Licht umhüllt die Bilder und verändert sie», so Scotti.

Alessia Pagani

alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

Hinweis

Ausstellungseröffnung heute Samstag, 17 Uhr; 17.30 Uhr führt Kurator Roland Scotti in die Ausstellung ein.

Öffnungszeiten Kunstmuseum Appenzell: Di–Fr: 10–12 Uhr, 14–17 Uhr, Samstag/Sonntag: 11–17 Uhr.

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