APPENZELL: Ein Lager mit musikalischem Höhepunkt

74 Kinder aus der Ostschweiz sind aktuell im Musicalcamp des Aargauer Vereins Adonia in der Jugendunterkunft in Appenzell. Innerhalb von sieben Tagen proben die 9- bis 14-Jährigen für zwei Aufführungen, die am Ende des Lagers gezeigt werden.

Stephanie Sonderegger
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Lea Stricker Adonia-Junior-Musicalcamp Lagerleiterin Appenzell (Bild: sso)

Lea Stricker Adonia-Junior-Musicalcamp Lagerleiterin Appenzell (Bild: sso)

APPENZELL. Bereits beim Betreten der Jugendunterkunft Appenzell ist er zu hören: der Chor des Adonia-Junior-Musicalcamps. Noch bis kommenden Samstag singen, tanzen und spielen 74 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren in dem Musicalcamp des Aargauer Vereins Adonia. Das Ziel der musikalischen Woche: zwei Aufführungen eines Musicals mit dem Namen «De Schatz im Acker» in Urnäsch und Altstätten.

Stück aus der Bibel

Lea Stricker ist die Leiterin des Musicalcamps in Appenzell. Mit ihrem 20köpfigen Team ist die 25jährige Appenzellerin für die Tagesplanungen innerhalb der sieben Lagertage zuständig. Seit fünf Jahren leitet sie das christliche Sommerlager, bei der ersten Durchführung in Appenzell war sie bereits mit dabei. «Ich war früher selber in den Camps. Als wir die Chance hatten, eines im Appenzellerland durchzuführen, habe ich mich als Leiterin bereit erklärt.» Doch nicht nur in Appenzell verbringen zahlreiche Kinder in diesen Wochen ihre Ferien. «Zurzeit laufen schweizweit fünf Lager parallel», so Stricker. Insgesamt 18 Sommercamps organisiert der Verein Adonia im Sommer. Alle mit dem gleichen Ziel: die Aufführung ihres eigenen Musicals. «De Schatz im Acker» ist ein religiöses Stück. «Es behandelt eine Passage aus der Bibel», sagt Lea Stricker. Ein Bauer finde einen Schatz auf seinem gepachteten Acker. Er verkaufe darauf sein Hab und Gut, um den Acker kaufen zu können. «Der Schatz ist mit dem Himmelsreich gleichgestellt», erklärt die Appenzellerin. Das Musical handle von Werten, die der Glaube einem fürs Leben mitgebe.

21 Buben im Lager

Doch nicht nur Kinder, die christlichen Glaubens sind, dürfen an den Camps teilnehmen. Es können alle mitmachen. «Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen wie in diesem Jahr», berichtet Lea Stricker. Es seien sogar 21 Buben unter den 74 Kindern. «Das hat mich besonders gefreut. Denn oft sind es weniger Buben.» Dem Team sei es besonders wichtig, dass durch das Proben für das Musical eine gute Stimmung und ein Zusammenhalt entstehe. «Natürlich ist es auch schön, dass wir Kinder im Glauben und in ihrer Persönlichkeit stärken können.» Doch wer denkt, im Lager werden nur christliche Lieder einstudiert, getanzt und geschauspielert, der täuscht sich. Im Adonia-Junior-Musicalcamp wird die Zeit auch genutzt, um zu spielen. So sind täglich zwei Sporteinheiten geplant, bei denen sich die Kinder austoben können. Am Freitag und Samstag ist dann aber Konzentration gefragt, wenn die Kleinen wie die Grossen auf der Bühne stehen.

Aufführungen: Freitag, 15.7, 19.30 Uhr, Sonnensaal, Altstätten; Samstag, 16.7, 14.30 Uhr, Mehrzweckgebäude Au, Urnäsch

Nicht nur der Gesang, sondern auch die Choreographie muss sitzen. (Bild: sso)

Nicht nur der Gesang, sondern auch die Choreographie muss sitzen. (Bild: sso)