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APPENZELL: «Da wär's gsee»

Der hitzige Appenzeller Chor verabschiedete sich vergangenes Wochenende von der Bühne. Ein letztes Mal begeisterte der Chor das Publikum mit seinem Programm.
Noemi Oesch
Der hitzige Appenzeller Chor gab am vergangenen Wochenende seine letzten drei Konzerte. (Bilder: noe)

Der hitzige Appenzeller Chor gab am vergangenen Wochenende seine letzten drei Konzerte. (Bilder: noe)

Noemi Oesch

noemi.oesch@appenzellerchor.ch

Eine Ära geht zu Ende. Dieser Gedanke ging wohl einigen durch den Kopf, als sie vergangenes Wochenende vor der Aula Gringel auf den Einlass warteten. Zum letzten Mal traten die neun Sängerinnen und Sänger des hitzigen Appenzeller Chors gemeinsam auf der Bühne auf, danach ist Schluss. Als die Künstlerinnen und Künstler die ersten Töne eines Rugguusseli anstimmten, wurde es still im Saal. Doch bereits Minuten später begannen einige zu lachen, als der hitzige Appenzeller Chor mit disharmonischen Klängen ihre anfangs eingenommene Halbkreis-Formation veränderte.

Nach einem rund zwei stündigem Programm, in dem sich Appenzeller Traditionen mit Beatboxen, Rappen, akrobatischen Elementen und modischen Trends vermischen, sagte Reto Fässler: «Da wärs gsee». Während zwölf Jahren hat der hitzige Appenzeller Chor traditionelle Rugguusseli gesungen und diese meist etwas modernisiert.

Eine Achterbahn der Gefühle

«Der Entscheid aufzuhören, war ein Prozess», wie Séverine Holenstein nach dem Konzert betont. «So haben wir bereits Ende 2015 beschlossen, dass Ende Januar 2018 Schluss ist. Wir haben uns gesagt, dass wir trotzdem nochmals Vollgas geben und die Freude an der Musik teilen wollen. So entstand das zweite Programm ‹Joli-Zwo›». Grund für das Ende sind die immer häufiger werdenden Auftritte und die Prioritäten der Mitglieder, welche sich verschoben haben, seit sie als Teenager im Chor angefangen haben. «Selbstverständlich fällt der Abschied nicht leicht. Die letzten Konzerte sind eine Achterbahn der Gefühle», sagte Meinrad Koch, eines der Gründungsmitglieder. «Ich habe die letzten Momente auf der Bühne richtig aufgesaugt», so Raphael Holenstein. Über eines sind sich jedoch alle einig. Es sei schön, dann aufzuhören, wenn die Musik und die gemeinsamen Proben noch Spass machen. Aus den Augen werden sich die neun Freunde nicht verlieren. Obwohl jeder nun seine eigenen Wege gehen wird, sähen sie sich schon bald wieder. Sei dies an Abendessen oder auf anstehenden Hochzeiten. Die Frage, ob der hitzige Appenzeller Chor eines Tages für ein einmaliges Projekt zurückkehre würde, lassen die Hitzigen offen. Nun freuen sie sich auf neue Herausforderungen.

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