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APPENZELL: Caviezel verewigt sich mit Kunst am Bau

Der als Dorforiginal bekannte Kunstmaler Toni Caviezel bereichert mit seiner Kunst seit einigen Monaten den öffentlichen Raum. Bei einer neuen Überbauung sind mehrere Meter lange Bilder von ihm in eine Betonwand integriert worden.
Roger Fuchs
Toni Caviezel bei seiner Kunst am Bau im Quartier Blumenrainstrasse in Appenzell. (Bild: RF)

Toni Caviezel bei seiner Kunst am Bau im Quartier Blumenrainstrasse in Appenzell. (Bild: RF)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

«Kunst muss man gerne haben», sagt Toni Caviezel, in Appenzell auch als Caton bekannt. Dass er Kunst liebt, merkt man spätestens beim Besuch seines Ladens an der Hirschengasse 10. Der gelernte Drechsler scheint ein wahrer Tausendsassa zu sein. Er verkauft nicht nur Bauernmalereien, sondern restauriert auch Möbel, Puppenhäuser und Verkaufslädeli, macht Einrahmungen, Vergoldungen und baut Alphörner. Und seit einigen Monaten ist Toni Caviezel für immer präsent im öffentlichen Raum.

Bei der Überbauung «Im Paul» an der Blumenrainstrasse in Appenzell finden sich sechs 3,5 bis 4,5 Meter lange Bilder in einer Betonmauer. Caviezel spricht von Ölmalereien, deren Farben gespachtelt sind. Drei Bilder stellen eine Blumenwiese dar, drei weitere Berglandschaften im Appenzellerland. Von der Erarbeitung der Vorschläge bis zu den fertigen Bildern hatte er zwei Monate Zeit. Seit Juli vergangenen Jahres ist die von der Holzbaufirma Nägeli AG in Gais verantwortete Überbauung bewohnt. Toni Caviezel ist die Freude regelrecht anzumerken, dass er diesen Auftrag ausführen durfte. «Für einen Künstler ist es hervorragend, sich über Kunst am Bau für immer verewigen zu dürfen.» Auch helfe es, den eigenen Namen unters Volk zu bringen. Wobei Toni Caviezel längst kein Unbekannter mehr ist, was spätestens bei einem Marsch durchs Dorf auffällt. Überall grüssen ihn die Leute. Auffallend auch seine Direktheit. Caviezel sagt, was er denkt. Beispielsweise, dass er bis zu seinem Tod Kunst machen will. «Künstler dürfen nicht aufhören, Künstler zu sein, sonst macht man etwas falsch», so Caton. Letztlich bezeichnet er die Kunst sogar als ein Virus.

Eins steht fest: Die Appenzellerinnen und Appenzeller werden im öffentlichen Raum noch mehr Caton bekommen. Bereits fix sei ein nächstes Projekt bei der Rütistrasse oberhalb der Käserei Züger. Doch seine Kunst findet sich auch anderweitig — beispielsweise ganzjährig in einem Ausstellungsraum am Kronengarten 1 bei Fritz Gujer oder auch im Bürogebäude an der Rütistrasse 20. Und das kommende Wochenende wird er im Rahmen der Appenzeller Frühlingstage ausstellen; sowohl in der Zeughausgarage, als auch bei schönem Wetter direkt bei seinem Laden in der Hirschengasse. Zeigen will Toni Caviezel dabei nur die besten Werke. Munter erzählt das Dorforiginal denn auch, dass es genug Leute gibt, welche das Kunsthandwerk schätzten und bereit seien, dafür Geld auszugeben. Sein teuerstes Werk — ein Landsgemeinde-Ölbild, gespachtelt — habe einst eine Zürcherin für 25 000 Franken gekauft. Und noch etwas sollte man bei Caviezel wissen: Stressen lässt er sich nicht. «Um zu malen, muss man gut drauf sein», sagt er. So jedoch will er es schaffen, noch viele Herzen in und um Appenzell zu berühren.

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