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APPENZELL: Bezirkshauptmann tritt ab

Reto Inauen legt seine politischen Ämter im Frühjahr aus persönlichen Gründen nieder. Ebenso wird bekannt: Für das Säckelmeisteramt in der Regierung winken die grossen Favoriten ab – bis auf einen.
Roger Fuchs
Der Bezirk Appenzell braucht einen neuen Hauptmann. Spannend wird es auf diesem Platz auch an der Landsgemeinde. (Bilder: PD)

Der Bezirk Appenzell braucht einen neuen Hauptmann. Spannend wird es auf diesem Platz auch an der Landsgemeinde. (Bilder: PD)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeituntg.ch

Zehn Jahre im Grossen Rat von Innerrhoden und fünf Jahre im Bezirksrat von Appenzell, vier Jahre davon als Hauptmann – soweit die politische Karriere von Reto Inauen. Auf die kommende Bezirksgemeinde hin gibt er diese Ämter ab. Inauen begründet seine Demission mit der Tatsache, dass er zu hundert Prozent eine Bank führe; konkret die Raiffeisenbank Frauenfeld. Es sei eine Mehrbelastung, gleichzeitig die verschiedenen politischen Ämter auszuführen. Schliesslich kämen bei der Bank mit Blick in die Zukunft auch weitere Herausforderungen dazu. Was den Rücktrittstermin betrifft, so sei dieser günstig, sagt Reto Inauen. Dies, weil er nach zwei Jahren als regierender Hauptmann nun stillstehender geworden wäre. Nun könne eine andere Person diese Funktion wahrnehmen, sodass diese dann in zwei Jahren für den Schritt an die Spitze gerüstet sei.

Favoriten wollen nicht Säckelmeister werden

Das sich Loslösen von den politischen Ämtern bedeutet zugleich, dass Reto Inauen auch nicht als Nachfolger von Thomas Rechsteiner für das Amt als Säckelmeister in der Innerrhoder Standeskommission kandidieren wird. Nebst Inauen winkt zeitgleich der zweite, vor einigen Wochen in dieser Zeitung genannte, Favorit ab: Grossrat Jakob Signer, diplomierter Wirtschaftsprüfer, Steuerexperte und Betriebsökonom. Am Montagabend machte er im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum geplanten «Ambulanten Versorgungszentrum Plus» klar, dass er als Kritiker dieser Vorlage nie in die Situation kommen werde, diese entgegen seinem Willen vorwärtstreiben zu müssen. «Ich stehe an der Landsgemeinde nicht als Säckelmeister zur Verfügung», so Jakob Signer. Die berufliche Situation, aber auch die Familie und einige Hobbys würden keinen weiteren 30-Stunden-Job pro Woche zulassen. Dies könne man drehen und wenden, wie man wolle, es gehe nicht.

Ein Nein zum Säckelmeisteramt kommt auch von Daniel Brülisauer. Der vor zwei Jahren zum Schulpräsidenten von Appenzell gewählte Finanzcontroller beim Kanton will weiterhin seine Kräfte auf dieses Präsidium konzentrieren, wie er auf Anfrage sagt. Der ebenfalls schon ins Spiel gebrachte Bezirkshauptmann von Rüte, Bruno Huber, begründet seine Nichtkandidatur mit dem falschen Zeitpunkt. Er spricht von anderen privaten und beruflichen Projekten und vom Bau der Sportstätten Schaies, den er erst abschliessen wolle.

Nur Eberle hat noch nicht entschieden

Ein Mann aus dem augenfälligen Favoritenkreis will es sich noch bis Mitte nächster Woche überlegen: Ruedi Eberle aus Gonten. Er ist in Sachen Kandidaturen für die Standeskommission kein Unbekannter. Zweimal hat er es bereits versucht, angesichts der Tatsache, dass sich der Favoritenkreis derzeit massiv ausdünnt, könnte nun seine Stunde gekommen sein.

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