APPENZELL: Berufsmatura-Champions geehrt

Zum vierten Mal hat die Stiftung Wyon am Samstag Preisgelder an die besten Absolventen der Berufsmatura verteilt. Stiftungsratspräsident Carlo Schmid-Sutter wurde verabschiedet.

Roger Fuchs
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Die Geehrten, vorne v.l.: Nadine Dörig, Gonten; Karin Koller, Appenzell; Alexandra von Arx, Appenzell; Raphael Welter, Appenzell; Maurus Fritsche, Schlatt; Fabian Langenegger, Steinegg; Silvan Neff, Weissbad. Hinten: Festredner Roland Waibel, Stiftungsgründer Paul J. Wyser, demissionierender Präsident Carlo Schmid, Landammann Roland Inauen. (Bild: Roger Fuchs)

Die Geehrten, vorne v.l.: Nadine Dörig, Gonten; Karin Koller, Appenzell; Alexandra von Arx, Appenzell; Raphael Welter, Appenzell; Maurus Fritsche, Schlatt; Fabian Langenegger, Steinegg; Silvan Neff, Weissbad. Hinten: Festredner Roland Waibel, Stiftungsgründer Paul J. Wyser, demissionierender Präsident Carlo Schmid, Landammann Roland Inauen. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Seit seinem Abgang von der Politbühne im Jahr 2013 nach 29 Jahren in der Innerrhoder Standeskommission sind die öffentlichen Auftritte von alt Landammann Carlo Schmid-Sutter eher selten geworden. Doch am Samstag war wieder einer. Als Präsident der Stiftung Wyon durfte er zum vierten Mal junge Berufsleute auszeichnen, die sich auf dem zweiten Bildungsweg zusätzliche Qualifikationen angeeignet haben. Die Botschaft des Preises ist gemäss Schmid klar: Die Gesellschaft braucht nicht nur den gymnasialen und universitären Weg, sie braucht auch die berufliche Ausbildung und den Weg über die Fachhochschulen. Beides verdient gemäss Carlo Schmid gleiche Wertschätzung. Für den Stiftungsratspräsidenten war es das letzte Mal, dass er die Preise an die besten Absolventen der Berufsmatura überreichte. Per Ende Jahr hat er seinen Rücktritt als Präsident eingereicht. Stiftungsgründer und alt Säckelmeister Paul J. Wyser dankte dem Zurücktretenden für sein Engagement.

Mehr Geehrte als auch schon

Anders als in früheren Jahren konnten in diesem Jahr nicht fünf, sondern sieben Gewinnerinnen und Gewinner geehrt werden. Der Grund: Es gab zwei vierte und zwei fünfte Plätze. Als Sieger auf Rang 1 mit Bestnote 5,7 durfte sich Silvan Neff aus Weissbad feiern lassen. Der Polymechaniker EFZ machte die Lehre bei Huber und Suhner in Herisau. Sein Siegespreis sind 5000 Franken. Insgesamt wurde eine Preissumme von 16 000 Franken verteilt. Gegründet worden war die Stiftung Wyon im 2013 mit einem Stiftungskapital von 150000 Franken. Dieses Kapital sei bis heute nicht angetastet worden, weil die Wyon AG die Preissumme jedes Jahr einschiesse, wie der amtierende Landammann und Erziehungsdirektor Roland Inauen festhielt.

Der Arbeitsmarkt braucht «Esel»

Festredner an der diesjährigen Preisverleihung war Roland Waibel, Leiter des Instituts für Unternehmensführung an der Fachhochschule St. Gallen. Er motivierte die Anwesenden anhand zweier tierischer Charaktere, mehr Esel statt Pferd zu sein. Letztere würden sich gut machen auf Hochglanzbroschüren. Esel hingegen verfügten über viel mehr innere Qualitäten. In kritischen Situationen blieben diese auch mal standhaft und würden nicht einfach davonlaufen. Überdies würden sich Esel ihre eigenen Gedanken machen, während Pferde einfach der Masse hinterherrennen. Führe er Bewerbungsgespräche, so Waibel, suche er «Esel» statt «Pferde», also Leute mit Qualität und keine Schönschwätzer.

Musikalisch umrahmt wurde die diesjährige Feier von der Familienkapelle Gätzi-Wettstein, die am Schluss gar zu einer Zugabe aufgefordert wurde.