Appenzell Ausserrhoden
Von Appenzellerland bis Zipfelkappe: Gret Zellwegers kreiert ein Appenzeller Memory

Backseckel, Fidibus, Jok, Ledi, Quöllfrisch, Rollenweib und Schelli: Die Teufner Künstlerin Gret Zellweger hat ein Appenzeller Alphabet kreiert, das gleichzeitig auch ein Memory mit 32 Karten ist. Ihr ursprüngliches Appenzeller ABC ist im Zeughaus Teufen ausgestellt.

Margrith Widmer
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Es sei wie ein «Spiel im Spiel», sagt Gret Zellweger. Man könne auch versuchen, die dazugehörigen Begriffe zu erraten – was im Fall der Eier von glücklichen Hühnern, den Geissen, dem Hackbrett oder der Kuh nicht allzu schwierig ist. Zum Spiel gehört ein Blatt, auf dem die Bilder erklärt werden. Gret Zellweger erzählt:

«In der langweiligen Coronazeit habe ich diese Arbeit gemacht.»

Das Spiel ist durch und durch appenzellisch. Es war der Künstlerin wichtig, dass es durchwegs im Appenzellerland hergestellt wurde. Die quadratischen «Memory»-Karten wurden von der Appenzeller Druckerei, Herisau, produziert; von der Brugger Buchbinderei in Gais kommt die Verpackung.

Die Teufner Künstlerin Gret Zellweger.

Die Teufner Künstlerin Gret Zellweger.

Mareycke Frehner

Nachfrage ist gross

Die Idee war, die Buchstaben des Alphabets mit Appenzeller Begriffen zu illustrieren. Erst später tauchte die Idee auf, das Ganze könnte auch als Memory dienen. Ursprünglich waren es 20 mal 20 Zentimeter grosse Leinwände mit den Buchstabenbildern, wie sie im Zeughaus Teufen zu sehen sind.

Ein Memory aber umfasst 30 bis 35 Karten. «Ich fügte die Umlaute Ä, Ö und Ü und drei Cover-Bilder hinzu. So ergab es 32 Sujets», sagt Gret Zellweger. Die Karten werden in einer würfelförmigen Schachtel verpackt. Die Reaktionen auf das «Appenzeller Memory» waren bisher sehr erfreulich. «Eine Verkaufsstelle fragte schon nach wenigen Tagen nach Nachschub», freut sich Gret Zellweger.

Finanziert hat sie das Projekt grösstenteils selber; dazu kam eine Spende der Appenzeller Kantonalbank.

Das «Appenzeller Memory» ist in Gret Zellwegers Kunstwerkstatt in Teufen, in verschiedenen Museen, in ausgewählten Läden und online beim Verlagshaus Schwellbrunn erhältlich.

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