Appenzell Ausserrhoden
Trotz Corona über 8000 Besucher im Brauchtumsmuseum Urnäsch

Die Coronapandemie war auch für das Brauchtumsmuseum Urnäsch. Der Ertrag aus Eintritten, Führungen, Jodelkursen und Workshop ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 Prozent zurück. Dennoch verzeichnete es im Jahr 2020 8000 Besucherinnen und Besucher.

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Die aktuelle Sonderausstellung im Appenzeller Brauchtumsmuseum widmet sich schwergewichtig der Urnäscher Streichmusik.

Die aktuelle Sonderausstellung im Appenzeller Brauchtumsmuseum widmet sich schwergewichtig der Urnäscher Streichmusik.

Bild: Wälti Frick

Die Geschäfte der schriftlich durchgeführten Hauptversammlung des Brauchtumsmuseums stiessen trotz der besonderen Umstände auf Interesse. Insgesamt 231 Mitglieder nutzten gemäss Medienmitteilung die Möglichkeit, über die ordentlichen Traktanden zu entscheiden; an der Hauptversammlung mit Präsenz waren jeweils gegen 90 Mitglieder anwesend.

Sämtliche Traktanden genehmigt

Der Jahres- und Geschäftsbericht 2020 wurde ebenso einstimmig genehmigt wie die mit einem Einnahmenüberschuss von rund 2000 Franken abschliessende Jahresrechnung. Der Geschäftsführerin Monika Steingruber, der Finanzverantwortlichen Elisabeth Fontana und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Die Mitgliederbeiträge wurden auf der bisherigen Höhe belassen. Als Präsident wiedergewählt wurde Chläus Hörler. Bestätigt wurden die sich zur Wiederwahl stellenden Vorstandsmitglieder Doris Brunner, Jürg Bühler, Elisabeth Fontana und Hansfredi Nef.

Auf eine Ersatzwahl für die Ende Jahr aus dem Vorstand zurückgetretene Marlis Vernier wurde verzichtet. Bestätigt wurden auch die Revisoren Werner Bregenzer und Stefan Walser. Die Wiederwahl aller Personen erfolgte jeweils mit nur ganz vereinzelten Enthaltungen.

Finanzen trotz allem im Lot

Die coronabedingten Einschränkungen hatten auch Auswirkungen auf die Besucherzahlen und die Finanzen des Brauchtumsmuseums. Der Ertrag aus Eintritten, Führungen, Jodelkursen und Workshop ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 Prozent zurück. Der Warenertrag sowie der Ertrag aus dem Bistro sanken um 15 Prozent. Die Kosten für die Fassadenrenovation belaufen sich auf rund 100‘000 Franken; dank grosszügiger Spenden von Stiftungen hält sich die finanzielle Belastung für das Museum in vertretbarem Rahmen.

Die Besucherzahl von etwas mehr als 8000 Gästen ist in Anbetracht er bereits erwähnten Einschränkungen recht erfreulich. Dank der Ausfallentschädigung des Kantons, finanzieller Unterstützung von Kanton, Gemeinde, diverser Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen kann das Museum in finanzieller Hinsicht auf ein recht solides Geschäftsjahr 2020 zurückblicken. (pd)