Appenzell Ausserrhoden
Ein Jubiläumsgeschenk für die Kanti Trogen: Schule wird behindertengerecht

Die Kantonsschule Trogen feiert in diesem ihr 200-Jahr-Jubiläum. Der Ausserrhoder Regierungsrat hat nun 450'000 Franken für den Einbau von Personen- und Treppenliften gesprochen.

Drucken
Teilen
Nicht alle Gebäude auf dem Areal der Kantonsschule Trogen sind hindernisfrei.

Nicht alle Gebäude auf dem Areal der Kantonsschule Trogen sind hindernisfrei.

Bild: PD

Eine der wichtigsten Bildungsinstitutionen in Appenzell Ausserrhoden feiert in diesem Jahr ein bedeutendes Jubiläum. Die Kantonsschule in Trogen wurde vor 200 Jahren gegründet. Entsprechend gross werden die Feierlichkeiten sein. Ein erstes Geschenk erhält sie nun von der Kantonsregierung. Die Kanti soll zum Jubiläum behindertengerecht werden. Das teilte die Ratskanzlei am Donnerstag mit.

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat beschlossen, das Rote- und das Alte Schulhaus an der Kantonsschule Trogen hindernisfrei zu erschliessen. Für den Ausbau mit Personen- und Treppenliften hat er rund 450'000 Franken gesprochen.

Gesetzliche Vorgaben erfüllen

Laut Mitteilung erfüllt der Regierungsrat damit die Vorgabe des Gesetzes zur Behindertengleichstellung. Dieses hat zum Ziel, dass Menschen mit einer Behinderung der Zugang zu einem Gebäude hindernisfrei ermöglicht wird. Bund und Kantone sind verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen, um Benachteiligungen zu verhindern oder zu beseitigen. Der Regierungsrat folgt dieser Verpflichtung, heisst es in der Mitteilung.

Das Rote- und das Alte Schulhaus der Kantonsschule Trogen wurden laut Communiqué in verschiedenen Bau- und Erweiterungsetappen erstellt. Die beiden Gebäude seien noch nicht hindernisfrei erschlossen. Diesen Mangel behebt der Ausserrhoder Regierungsrat mit dem Einbau von Treppenlift und Aufzug.

Nachholbedarf im öffentlichen Verkehr

Das Behindertengleichstellungsgesetz trat 2004 in Kraft. Dieses hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche, etwa auf den öffentlichen Verkehr. Und dort hat Ausserrhoden seine Aufgaben noch nicht erfüllt. Rund 60 Haltestellen im Kanton sind noch nicht behindertengerecht angepasst worden. Laut Gesetz müsste dies bis 2023 geschehen. Von Bundesseite drohen keine Sanktionen, allerdings können die Mängel durch Personen oder Organisationen eingeklagt werden. (red)