APPENZELL: Augen und Ohren offen halten

Fefi Sutter spricht an der Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Appenzell Innerrhoden von unangepassten gesetzlichen Rahmenbedingungen und Leerwohnungen.

Jonas Manser
Merken
Drucken
Teilen
Präsident Fefi Sutter informiert über den momentanen Wohnungs- und Immobilienmarkt. (Bild: JM)

Präsident Fefi Sutter informiert über den momentanen Wohnungs- und Immobilienmarkt. (Bild: JM)

Es ist ein erfreuliches Zeichen für den Hauseigentümerverband (HEV) Appenzell Innerrhoden, dass zu viele seiner Mitglieder an der Hauptversammlung teilnehmen möchten. «Wir haben noch Reserven», sagt Präsident Fefi Sutter. Um die Vereinskasse zu entlasten, beantragte der Vorstand, auf die nächste Hauptversammlung die Beiträge zu erhöhen. Diese würden dann auf das Rechnungsjahr 2019 wirksam werden. Vorläufig blieben die Mitgliederbeiträge noch gleich.

Die eigene Meinung soll eingebracht werden

Der Präsident begrüsst die Mitglieder und eröffnet die Versammlung: «Wir tun gut daran, Augen und Ohren offen zu halten», sagt Sutter hinsichtlich der gesetzlichen Bestimmungen aus Bern. Es sei wichtig, die gesetzlichen Eingriffe kritisch zu beobachten. Die neu entschiedenen Rahmenbedingungen seien nicht im Kanton Appenzell Innerrhoden entstanden. Sie seien undifferenziert und würden nicht auf die spezielle Besiedlungsform des Kantons eingehen, so Sutter. Es müsse ein Anliegen des HEV Appenzell Innerrhoden sein, zusammen mit dem HEV Schweiz Gegensteuer zu geben. Man habe die Gelegenheit, die eigene Zukunft mitzugestalten und die eigene Meinung kundzutun. Im Eiltempo wurde die Traktandenliste durchgearbeitet. Nach der einstimmigen Annahme des Protokolls folgte der Jahresbericht des Präsidenten. Sutter wies dabei vor allem auf den aussergewöhnlichen Wohnungs- und Immobilienmarkt im Kanton hin: Im Innerrhoden habe man den schweizweit höchsten Stand an leer stehenden Wohnungen. Ende 2016 seien zirka 100 Wohnungen ausgeschrieben gewesen. «So etwas hat es bisher noch nie gegeben», so Fefi Sutter. Man müsse lernen, mit dieser neuen Situation umgehen zu können. Der Wohnungsmarkt absorbiere pro Jahr um die 40 Wohnungen. «Wir sollten also nicht noch mehr auf Vorrat bauen», mahnt der Präsident.

Statuten an gelebte Praxis angepasst

Seit der Gründung des Hauseigentümerverbandes Appenzell Innerrhoden wurden die Statuen nie angepasst. Der Vorstand habe sich mit den Statuten befasst, welche unter der Leitung von Vizepräsident Markus Fässler an die heutigen Verhältnisse angepasst wurden. «Für den Verband ändert sich dadurch nichts», versichert Fässler. Es wurden vor allem veraltete Wortlaute angepasst oder Aussagen präziser formuliert. Neu wurde festgelegt, dass die Hauptversammlung nicht mehr im ersten Quartal stattfinden soll, sondern in der ersten Hälfte des Jahres. Auch würden neu, falls eine E-Mail Adresse vorhanden sei, die Einladungen an die Hauptversammlung elektronisch versendet.

Jonas Manser

jonas.manser

@appenzellerzeitung.ch