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APPENZELL: Arbeitsplätze zum Mieten

Was in Städten bereits zum Alltag gehört, wird nun auch in Innerrhoden Realität: Ein sogenanntes Coworking-Space. Unternehmen und Freischaffende finden dabei Büroräume zum Mieten.
Roger Fuchs
Der Verein Frischloft mit Präsident Daniel Müller (vorne). Dahinter folgen Simon Fuchs, Thomas Fuchs, Christoph Frick, Marcel Hautle, Stefan Manser und Ralf Schindel. Das Coworking-Space findet sich im Haus mit den rosa Schindeln, dahinter die Appenzeller KB. (Bild: Roger Fuchs)

Der Verein Frischloft mit Präsident Daniel Müller (vorne). Dahinter folgen Simon Fuchs, Thomas Fuchs, Christoph Frick, Marcel Hautle, Stefan Manser und Ralf Schindel. Das Coworking-Space findet sich im Haus mit den rosa Schindeln, dahinter die Appenzeller KB. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Noch stehen nach einem Umbau das Erd- und Untergeschoss an der Bankgasse 4 direkt neben der Appenzeller Kantonalbank leer. Schon bald sollen hier aber flexibel buchbare Arbeitsplätze zu finden sein. Hinter dem Projekt steht der im Frühjahr letzten Jahres gegründete Verein Frischloft unter dem Präsidium von Daniel Müller.

Der Verein, dem eine Gruppe verschiedener Appenzeller Unternehmer angehört, hat sich zum Ziel gesetzt, die erwähnten Räume anderen Unternehmern oder auch Pendlern, Studenten und Feriengästen als Arbeitsort zugänglich zu machen. «Aufgrund einer Befragung bei 600 Firmen in den beiden Appenzeller Kantonen hat sich gezeigt, dass ein Bedarf an temporären Büroräumen ebenso vorhanden ist wie jener nach Inspirations- und Kreativraum», so Müller. Folglich würden in Appenzell 16 Einzelarbeitsplätze, ein professionell eingerichtetes Sitzungszimmer sowie ein Kreativraum für Workshops entstehen. Diese Räume sollen flexibel gebucht und genutzt werden können. Dauermieter sind nicht das Ziel. Schön wäre aber beispielsweise ein Grafiker, der zwei Tage in der Woche anwesend ist, ergänzt der Aktuar von Frischloft, Simon Fuchs. Er vertritt im Verein die Appenzeller Kantonalbank, welche Besitzerin der Liegenschaft ist.

Durchaus soll dieses Coworking-Space auch den Austausch unter Unternehmen fördern und dadurch neue Perspektiven öffnen. Ergänzend sind Veranstaltungen wie beispielsweise zu «Social Media» oder «Cyber Security» vorgesehen, an denen sich Interessierte informieren und vernetzen können. Beim Verein zeigt man sich überzeugt, dass das Projekt insbesondere auch bei Jungunternehmern auf offene Ohren stossen dürfte.

Verschiedenste Unterstützungen

Finanziell mitgetragen wird das Projekt von der Appenzeller Kantonalbank. Ebenso kann der Verein auf Mittel aus der Neuen Regionalpolitik (NRP) zählen. Konkret hat die Kantonalbank den Umbau der Räume finanziert. Auch ein Teil des nicht benötigten Bankmobiliars wird beigesteuert. Wie Bankdirektor Ueli Manser ausführt, wurde mit dem Verein ein dreijähriger Mietvertrag abgeschlossen, wobei die Mietzinsen im ersten Jahr erlassen werden. «Die Appenzeller Kantonalbank hat grosses Interesse daran, dass sich die regionale Wirtschaft entwickelt», begründet Manser das Engagement.

Das Startkapital des Vereins beträgt 25000 Franken. 18000 Franken davon sind Mittel aus der Neuen Regionalpolitik, wie Markus Walt, Leiter des Amts für Wirtschaft, festhält. Überdies steuere die öffentliche Hand im ersten Jahr weitere 12000 Franken an NRP-Mitteln bei, mit denen der Verein die Kosten für die Nutzung der Einzelarbeitsplätze tiefhalten könne. Für den Sitzungsraum hingegen dürfen keine NRP-Gelder abgezwackt werden, weil man sonst die Hotelbetriebe, die ebenfalls über solche Angebote verfügen, benachteiligen würde. Simon Fuchs sagt dazu, dass der Verein die Hotels als Partner für das Projekt gewinnen möchte.

Mitte April soll das Coworking-Space in Appenzell eröffnen. Einen Monat später ist ein Tag der offenen Tür geplant. Im Verein Frischloft sind nebst der Kantonalbank aktuell folgende Unternehmen vertreten: Appenzeller Bahnen, CTF Informatik GmbH, Creativeprint AG, Fahrschule Hautle, Prodartis AG, Klamedia AG, efach AG, Protavis AG.

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