APPENZELL: Appenzeller Gymirektor fällt seit Wochen aus

Ein tragisches Schicksal ist der Grund dafür, dass der Rektor des Gymnasiums St. Antonius seit zwei Monaten nicht mehr seiner Arbeit nachgehen kann. Er ist schwer erkrankt.

Roger Fuchs
Merken
Drucken
Teilen
Noch werden am Gymnasium in Appenzell keine Massnahmen hinsichtlich einer Rektor-Nachfolge ergriffen. Es dominiert die Hoffnung, dass alles gut kommt. (Bild: Roger Fuchs)

Noch werden am Gymnasium in Appenzell keine Massnahmen hinsichtlich einer Rektor-Nachfolge ergriffen. Es dominiert die Hoffnung, dass alles gut kommt. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Viel zu sagen gibt es gemäss dem Innerrhoder Landammann Roland Inauen zur aktuellen Situation am Gymnasium in Appenzell zwar nicht — doch er bestätigt den aktuellen Ausfall des Rektors Markus Urech-Pescatore. Der 56-Jährige wurde im vergangenen Jahr gewählt und hatte im August 2016 seine Stelle angetreten. Ein gutes Jahr später, Ende August dieses Jahres, musste er seine Arbeit niederlegen. Wie jetzt bekannt wird, ist Urech-Pescatore schwer erkrankt. Die Rede ist von Krebs. Er muss sich einer chemotherapeutischen Behandlung unter­ziehen. Nähere Details zum Gesundheitszustand will der Landammann und Erziehungsdirektor Inauen zurzeit nicht machen. Schüler und Eltern seien orientiert, an der Schule nehme alles seinen gewohnten Lauf. Die Leitungsaufgaben werden von den Prorektoren und vom Verwalter übernommen. Inauen: «Dennoch fehlt ein Chef natürlich, wenn dieser ausfällt.»

Nicht zum ersten Mal ohne Rektor

Wie alle Menschen in einem Krankheitsstand, so hat gemäss dem Landammann auch der betroffene Rektor die Hoffnung, dass alles gut kommt und er in den Dienst der Schule zurückkehren kann. Seitens der Schule werden im Moment keine Massnahmen in Richtung einer Nachfolge eingeleitet. «Wir warten jetzt einfach ab und hoffen mit Markus Urech», so Inauen. Das Ganze sei eine Situation, wie sie in jedem anderen Betrieb auch vorkommen könne. Mit diesem Satz ­deutet er gleichzeitig an, dass es schlichtweg höheres Schicksal ist, dass das Gymnasium zum wiederholten Mal innert kurzer Zeit ohne den Rektor dasteht. Von Sommer 15 bis Sommer 16 basierte die Schulleitung auf einer Interimslösung. Silvio Breitenmoser, Sekretär des Erziehungsdepartements und Leiter des Amts für Mittel- und Hochschulen, hatte dabei die Führung des Rektorats und der Schulleitung übernommen. Dies mit Erfolg. Natürlich gab es in der jetzt aktuellen Situation erneut Sitzungen mit Breitenmoser, sagt Roland Inauen, er sei aber nicht ­wieder in Leitungsfunktionen involviert.

Konzentration auf diverse Projekte

Inauen richtet den Blick nach vorne. Bei aller Tragik rund um den Gesundheitszustand des Rektors konzentriert man sich beim Gymnasium auf einen möglichst reibungslosen Schulbetrieb und auf Projekte, die sich aus der Schliessung des Internats ergeben, die per Ende Schuljahr 2019/20 erfolgen wird. Beispielsweise muss für die zum Internat gehörende Mensa eine Lösung gesucht werden. Diese soll, wie kommuniziert wurde, über die Schliessung hinaus weiter betrieben werden.