Anwesen «Fernsicht» soll umgezont werden

HEIDEN. Die Freihof Immobilien AG plant, das Restaurant Fernsicht baulich zu erweitern. Da dies mit den Beschränkungen der bestehenden Zonen nicht möglich ist, heisst der Gemeinderat ein entsprechendes Umzonungsgesuch gut, wie er kürzlich mitgeteilt hat.

Merken
Drucken
Teilen

HEIDEN. Die Freihof Immobilien AG plant, das Restaurant Fernsicht baulich zu erweitern. Da dies mit den Beschränkungen der bestehenden Zonen nicht möglich ist, heisst der Gemeinderat ein entsprechendes Umzonungsgesuch gut, wie er kürzlich mitgeteilt hat.

Das war noch möglich

Das Grundstück mit dem Restaurant Fernsicht liegt teilweise in der Wohnzone W2b (Restaurant und Sitzplatz) und in der Grünzone GRiE (Gartenanlage und Clubhaus). Zusätzlich befindet es sich in der Ortsbildschutzzone von nationaler Bedeutung. Die Kommission Planung- und Baubewilligung hat im Rahmen der Bauermittlungsprüfung festgestellt, dass die Zonenkonformität – insbesondere des Clubhauses – nicht mehr gegeben sei. In der Grünzone sind Hochbauten grundsätzlich nicht zulässig. Aufgrund der Bestandesgarantie konnte das alte Gartenhaus 2012 jedoch trotzdem saniert werden.

Erweiterung geht nicht mehr

Die nun beabsichtigte Erweiterung fällt laut Mitteilung aber nicht mehr unter die Bestandesgarantie. Auch der Betrieb eines Restaurants in der reinen Wohnzone sei zwar möglich, aber eher untypisch. Aufgrund eines raumplanerischen Gutachtens hat die Freihof Immobilien AG deshalb ein Umzonungsgesuch gestellt, das vom Gemeinderat gutgeheissen wurde. Das gesamte Anwesen soll in die Wohn- und Gewerbezone WG3 umgezont werden. Sowohl die Ortsbildschutzzone als auch die Gartenanlage bleiben erhalten. Dies wird mit Verträgen zwischen Gemeinde und Bauherrschaft geregelt, zusätzlich auch, dass die maximal zulässige Ausbaustufe erreicht ist. Das heisst, dass keine spätere Erweiterung der Kubatur mehr zulässig sein wird.

Das Büro ERR Raumplaner AG von Herisau hat den Auftrag zur Erarbeitung des Teilzonenplanes Fernsicht erhalten. Es wird das ordentliche Änderungsverfahren durchgeführt. Die Gemeinde trägt wie üblich 25 Prozent der Planungskosten. (gk)