Ansiedlung einer tibetischen Flüchtlingsgruppe

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

1. November: Wattwil. Ein Unfall, der verhältnismässig gut ablief, passierte dem Kondukteur Otto Walder, stationiert in Ebnat auf hiesigem Bahnhofe. Als derselbe mitten auf dem Geleise beschäftigt war, dienstliche Notizen niederzuschreiben, nahte sich ihm unbemerkt der Rapperswiler Zug. Glücklicherweise hatte derselbe bei seiner Einfahrt in die Station eine nur mässige Geschwindigkeit, so dass der Kondukteur Otto Walder nur etwas unsanft auf den Boden geworfen wurde. Der Maschinist brachte den Zug sofort zum Stehen. Der zu Tode Erschrockene konnte ohne grössere Schwierigkeiten unter der Maschine hervorkriechen ohne eigentliche äussere Verletzungen davonzutragen.

Wattwil. In einer Wirtschaft gerieten Burschen mit Italienern in Streit, wobei einer der letzteren das Messer zog und einem Gegner einen Stich in den Hals versetzte. Der Täter wurde verhaftet.

Vor 50 Jahren

31. Oktober: Unterwasser. In Nepal wurden 23 Tibeter vom Delegierten des internationalen Roten Kreuzes sorgfältig ausgelesen und haben die weite Reise gut überstanden. Die Gruppe wird zunächst in Unterwasser eine Anpassungs- und Erholungszeit durchmachen. Etwas Unterricht in der deutschen Sprache, die Einführung der Frauen in das Kochen und Haushalten mit schweizerischen Mitteln, eine beschränkte Tätigkeit der Männer bei Bauern und im Wald werden diesen Aufenthalt ausfüllen.

Vor 20 Jahren

30. Oktober: Lichtensteig. Das Chössi-Theater sucht noch immer Geld. Um den Umzug ins Erdgeschoss zu finanzieren, wollte der Chössi-Verein bei seinen Mitgliedern und Privaten 66 000 Franken sammeln. Es sind aber erst 38 000 Franken Anteilscheine gezeichnet worden. Der bereits mündlich gesprochene Beitrag des Kantons wird voraussichtlich in der Novembersession definitiv gesprochen. Der Regierungsrat wird dem Grossen Rat dann beantragen, in das Chössi-Theater 40 000 Franken aus dem Lotteriefonds zu investieren.

Vor 10 Jahren

3. November: Brunnadern. Alters- und Pflegeheim Brunnadern feierte das 30. Jahr seines Bestehens. Die Nachfrage nach Altersunterkünften war Ende der Sechzigerjahre sehr gross, sämtliche Häuser waren überfüllt. Eine regionale Lösung musste im Neckertal der Kosten und möglichen Subventionen wegen gesucht werden. Es «hagelte» lauter Absagen. Das Projekt umfasste ein Altersheim mit 21 Pensionärenbetten und eine Pflegeabteilung mit 36 Betten. Man rechnete mit Gesamtausgaben von 2,2 Mio. Franken.

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