Anschwingen in Schwingerstube

Für ein gediegenes Ambiente sorgt das Schwingerstübli im Hotel Sternen in Unterwasser. Am Freitag hat es seine Feuertaufe mit einem Hosenlupf erlebt, musikalisch umrahmt von der Kapelle Signer-Reichmuth.

Franz Steiner
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Tafeln und Geniessen: Nöldi Forrer, Roland Hofstetter, Urban Götte (v. l.) vor einer Auswahl von Gaben. (Bild: Franz Steiner)

Tafeln und Geniessen: Nöldi Forrer, Roland Hofstetter, Urban Götte (v. l.) vor einer Auswahl von Gaben. (Bild: Franz Steiner)

UNTERWASSER. Hotelier und Wirt Roland Hofstetter ist stolz auf seine neue Errungenschaft. Dort, wo früher die Jungen im Pub Parties feierten, ist ein weiteres Angebot entstanden, um die Gäste kulinarisch verwöhnen zu können. Einzig die Bartheke und die Stehtische erinnern noch an die Zeit, wo sich die Jungen trafen. «Das Nachtleben hat sich seit dem Rauchverbot verändert und es wird schwieriger, eine Bar zu führen. Die Umsätze sind zurückgegangen. Da Schwingen im Trend und das Medienecho grösser geworden ist, entschieden wir uns, dort eine Schwingerstube einzurichten», fasste Hofstetter beim Apéro zusammen. Zum Anschwingen machten sich der umtriebige Hotelier und der zweifache Eidgenosse Urban Götte bereit und sorgten für eine gelungene schwingerische Einlage. Kampfrichter Nöldi Forrer gab für Göttes Plattwurf eine glatte 10.00.

Mit Bildern und Gaben dekoriert

Doch Roland Hofstetter hat mit seinem Team ebenfalls die Höchstnote und eine Auszeichnung verdient. In vielen Arbeitsstunden ist in Eigenregie und unter Mithilfe von einheimischen Handwerkern ein wahres Bijou entstanden. Im mit Bildern von Markus Brunner alias Jummy aus Wildhaus und mit Gaben der erfolgreichen Schwinger Nöldi Forrer und Urban Götte «tapezierten» Schwingerstübli können hungrige Gäste hervorragend tafeln. Als Highlight auf dem Teller ist man bei «Nöldis 600-Gramm-Cordon-bleu XXL» genau richtig. Zu diesem Riesen-Cordon-bleu gibt's obendrein noch eine Überraschung, die an dieser Stelle nicht verraten wird. Hotelier Roland Hofstetter ist überzeugt, dass sich die Investition auszahlen wird.

Neben der Arvenstube und der Toggenburgerstube kann Roland Hofstetter mit der Schwingerstube eine weitere Lokalität in seinem Haus mit über 100 Betten anbieten. Durch diese Erweiterung im Angebot kann er die Säle im oberen Stock vermehrt für Seminare nutzen, wo sich bisher auch Gäste verwöhnen lassen konnten. So ist Roland Hofstetter nun für die Wünsche seiner Gäste um einiges flexibler.

Kraft für den «Hosenlupf»

Auch das Servicepersonal gibt sich in ihrem Outfit mit Edelweiss-Gilet betont urchig. Bei so viel Schwinger-Ambiente hat der Geniesser bestimmt «genug Schwung für den nächsten Hosenlupf im Sägemehl oder genug Kraft für den nächsten Tag im Pulverschnee», heisst es im Prospekt.