Anna Brändle Widmer (1923–2015)

Unsere liebe Mama, Grosi und Urgrosi wurde am 17. Mai 1923 im Rietholz, Dreien, geboren. Bei ihren Eltern und sieben Geschwistern erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit. Die acht Jahre Schulzeit besuchte Grosi in Dreien.

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Anna Brändle Widmer (Bild: pd)

Anna Brändle Widmer (Bild: pd)

Unsere liebe Mama, Grosi und Urgrosi wurde am 17. Mai 1923 im Rietholz, Dreien, geboren. Bei ihren Eltern und sieben Geschwistern erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit. Die acht Jahre Schulzeit besuchte Grosi in Dreien. Danach machte sie Heimarbeit, half auf dem Bauernhof mit, und in Häggenschwil war sie drei Jahre im Service. Im der Zwischenzeit lernte sie den Witwer Alois Brändle kennen und heiratete ihn im Oktober 1950. Mit zwei kleinen Kindern aus erster Ehe übernahm unsere Grosi gleich eine grosse Aufgabe, die sie mit voller Liebe erfüllte. Ihrem Mann Alois schenkte sie noch zwei Söhne und eine Tochter, so hatte sie mit fünf Kindern und dem Bauernhof am Haggen jede Menge Arbeit, nach der sie sicher manchmal abends todmüde ins Bett fiel. 1973 übernahm Sohn Alois den Bauernhof, da es für Grosi zu streng wurde, und sie übersiedelten in ein mehrstöckiges Zweifamilienhaus in die Kürze. Nach und nach gründeten ihre Kinder eigene Familien, von denen 15 Grosskinder und 19 Urgrosskinder entstammen. Gerne erzählte sie voller Stolz und Liebe von ihren Enkeln und Urenkeln und freute sich sehr, wenn sie auf Besuch kamen.

Auch reiste Grosi gerne mit ihrem Mann nach Einsiedeln und Iddaburg, auch die Bahnfahrten oder Busausflüge waren eine angenehme Abwechslung in ihrem Alltag. Als ihr Mann im November 1997 starb, wurde Grosi, wie sie immer sagte, einsam. Aber ihr christlicher Glaube gab Grosi viel Kraft und Mut. Sonntag für Sonntag und auch an Werktagen genoss sie die Kirchfeier mit schönen Liedern, denn Singen erfreute ihr Herz. Als Abwechslung zur Hausarbeit war ihr grösstes Hobby Stricken. Die ganze Familie schätzte ihre schönen Socken, Schals und Pullis. Mit Büchern konnte man ihr auch Freude machen, denn Lesen gehörte zum täglichen Ritual. Als Grosi im Mai 2012 mit Herzbeschwerden ins Spital kam und sie von da an betreut werden musste, entschloss sich ihre Tochter Anny, Mama zu sich nach Ganterschwil zu nehmen. Obwohl sie ihr Zuhause in Mosnang nur ungern verliess, erfreute sie sich am Humor von Berni und Silvan, und Grosi erholte sich gesundheitlich so gut, dass sie im Mai 2013 ihren 90. Geburtstag in der «Krone» feiern konnte. Liebevoll umsorgt von Anny und Bernhard, hat sie die letzten Monate mit mehr oder weniger Beschwerden in Ganterschwil verbringen dürfen.

Leider verschlechterte sich Grosis Zustand zunehmend, so dass für sie die beste Lösung das Altersheim Hofwis war. Trotz liebevoller Betreuung nahmen ihre Kräfte ab. In den 6 Wochen Aufenthalt erfreute sich Grosi an den vielen Besuchen von Freunden und Bekannten.

Mit schönen Erinnerungen, im Beisein von einigen Familienangehörigen, durfte sie friedlich einschlafen.

Leb wohl, Grosi und Mama