Anerkennungspreis für Fondue-Kutschen

BÜTSCHWIL. Die Fondue-Kutschenfahrten der Familie Scherrer, die für den Agropreis 2015 nominiert waren, vermochten die Jury des wichtigsten Innovationspreises in der Landwirtschaft nicht vollends zu überzeugen.

Merken
Drucken
Teilen

BÜTSCHWIL. Die Fondue-Kutschenfahrten der Familie Scherrer, die für den Agropreis 2015 nominiert waren, vermochten die Jury des wichtigsten Innovationspreises in der Landwirtschaft nicht vollends zu überzeugen. Der mit 20 000 Franken dotierte Hauptpreis geht an eine Genfer Bauernfamilie, die den Anbau von Linsen zurück in die Schweiz gebracht hat.

Bundesrätliche Würdigung

Bei der Präsentation seines Projekts «Kutschenfahrt mit Fondueplausch» am vergangenen Donnerstag im Berner Kursaal hatte Sandro Scherrer vor über 1000 Anwesenden die Eckpunkte seiner Idee aufgezeigt: Mit den Fondue-Kutschenfahrten gelinge es, Touristen in die Gegend bringen und Wertschöpfung zu erzielen, und zum anderen müsste der Betrieb seine Pferde im Winter nun nicht mehr auswärts plazieren: «Die Fahrten haben sich zu einem zweiten Standbein unseres Familienbetriebs entwickelt.» Preisredner Bundesrat Johann Schneider-Ammann würdigte den Agropreis als wichtige Plattform: Die Landwirtschaft sei unternehmerisch und innovativ, betonte der Agrarminister. «Schlau sein heisst, das zu produzieren, was der Markt verlangt.» Der St. Galler CVP-Nationalrat Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, lobte die Vielfalt der Projekte: «Unsere Bauern zeigen, wie breit die Landwirtschaft aufgestellt ist. Ihre Projekte ermöglichen einen Nutzen für die Kunden und die Betriebe. Wir suchen Bauern, die mit ihrem Betrieb Erfolg haben.»

Ehre, dabei zu sein

Zwar reichte es der Bauernfamilie Scherrer nicht zum Hauptpreis, doch wird das Engagement mit 5000 Franken ausgezeichnet. Enttäuscht über das Abschneiden ist Sandro Scherrer nicht: «Wir haben das Toggenburg gut vertreten. Es war eine Ehre, als Nominierter nach Bern zu fahren.» (hed)