Andy Büsser – Abschied vom Sägemehl

SCHWINGEN. Nach 23 Jahren Schwingsport beendet der Toggenburger Eidgenosse Andy Büsser seine Karriere.

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Andy Büsser (rechts), hier gegen Christian Stucki, beim Nordostschweizer Schwingfest im Mai im zürcherischen Wald. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Andy Büsser (rechts), hier gegen Christian Stucki, beim Nordostschweizer Schwingfest im Mai im zürcherischen Wald. (Bild: Beat Lanzendorfer)

SCHWINGEN. Nach 23 Jahren Schwingsport beendet der Toggenburger Eidgenosse Andy Büsser seine Karriere. Der 32jährige Flawiler Turnschwinger vom Schwingclub Uzwil begründet seinen Rücktritt mit der nicht mehr zu hundert Prozent vorhandenen Motivation, den immensen Zeitaufwand aufzubringen, um Leistungssport betreiben zu können. Er erkämpfte sich in seiner Karriere 78 Kränze und war eine wichtige Stütze im Nordostschweizer Schwingerverband.

Früh Erfolge gefeiert

Als Neunjähriger stand Andy erstmals im Uzwiler Schwingkeller. Zusammen mit seinem Bruder Erwin, später stiess Reto dazu, besuchte er regelmässig die Trainings und schon bald das erste Buebeschwinget in Wil auf dem Hofberg. Die Erfolge liessen nicht lange auf sich warten, er gewann eine Vielzahl an Buebeschwinget. Sein erstes Eichenlaub erschwang sich Andy Büsser als 17-Jähriger in Basadingen, am Schaffhauser Kantonalschwingfest. 2002 folgte der erste NOS-Kranz, 2003 der erste Bergkranz auf dem Brünig. Bis heute erkämpfte sich Andy Büsser alle Kantonalkränze der Nordostschweiz, alle Teilverbandskränze und alle Bergkränze im ESV.

Eidgenössische absolviert

Fünfmal, erstmals 2001 in Nyon, qualifizierte er sich für ein Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest. Bei der ersten Teilnahme als 18-Jähriger absolvierte er sechs Gänge. In Luzern beendete er den Wettkampf verletzungsbedingt am Sonntagmorgen vorzeitig.

In Aarau und Frauenfeld erkämpfte er sich den verdienten Kranz, den er zuletzt in Burgdorf um einen Viertelpunkt verpasste. Dazu kommen drei weitere Teilnahmen an eidgenössischen Anlässen, 2006 und 2011 am Unspunnenschwinget sowie 2008 am Kilchbergschwinget.

Könige besiegt

Daneben zählt er zu den wenigen Schwingern, die amtierende Schwingerkönige bezwingen konnten, nämlich Arnold Forrer am Schwarzseeschwinget 2007 und am Thurgauer Kantonalen 2009 sowie Matthias Sempach am Rheintal-Oberländischen 2015 in Oberriet. Am Schwingfest auf der Schwägalp – einem seiner Lieblingsschwingfeste – bestritt der zweifache Eidgenosse Andy Büsser seinen letzten Wettkampf. Zahlreiche Zuschauer, aber auch seine Kollegen im Nordostschweizer Schwingerverband werden ihn vermissen.

Als Vorstandsmitglied des Schwingclubs Uzwil sowie ebenfalls als OK-Mitglied für das St. Galler Kantonalschwingfest im kommenden Frühjahr bleibt auch er dem Schwingsport erhalten. Daneben weiss Andy Büsser die gewonnene Zeit als selbständiger Gartenbauunternehmer einzusetzen sowie mit seiner bald vierköpfigen Familie zu geniessen. (pd)