André Guillebeau tritt zurück

VOLTIGE. Der Fanclub von Voltige Lütisburg feiert sein zehnjähriges Bestehen. Fritz Eggenberger löst André Guillebeau, der in verschiedenen Vereinsgremien verbleibt, als Präsident ab.

Urs Nobel
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Der zurücktretende Präsident André Guillebeau zeigt das Bild seines Nachfolgers, weil dieser an der HV nicht persönlich anwesend sein konnte. (Bild: Urs Nobel)

Der zurücktretende Präsident André Guillebeau zeigt das Bild seines Nachfolgers, weil dieser an der HV nicht persönlich anwesend sein konnte. (Bild: Urs Nobel)

Der Fanclub von Voltige Lütisburg setzt sich jedes Jahr zum Ziel, die Pensionskosten an ein Voltigepferd zu übernehmen und zusätzlich noch für einen Teil der Reisekosten für die Voltis an ausländische Turniere aufzukommen. Dafür benötigt er etwa 100 Mitglieder, die mindestens 100 Franken pro Jahr bezahlen. Und es bedarf nebst einem versierten Kassier (Christian Balschun) eines Präsidenten, der sich jedes Jahr dafür einsetzt, «natürliche» Abgänge zu ersetzen.

Wieder etwas aktiver werden

Natürliche Austritte entstehen meist bei Eltern von voltigierenden Kindern, die aufgehört und sich einer anderen Sportart zugewendet haben. Mütter, Väter, Onkels, Tanten und Grossmütter sowie Grossväter von neuen Kindern sind somit potenzielle neue Mitglieder. «Wir müssen uns wieder vermehrt darum bemühen, dass diese Personen zu uns in den Fanclub beitreten», forderte André Guillebeau die anwesenden Mitglieder an der Jubiläumshauptversammlung auf, diesbezüglich wieder etwas aktiver zu werden. «Als Teil unseres Fanclubs sind die neuen Mitglieder auch schneller in den Verein integriert und an Turnieren nicht alleine.»

Für neue Impulse sorgen

Guillebeau selber hat – wie er so nebenbei erwähnte – seine Möglichkeiten zur Neumitglieder-Werbung ausgeschöpft. Auch aus diesem Grund hat er seinen Rücktritt als Präsident bekanntgegeben. Ein neuer Mann – Fritz Eggenberger aus Flawil – soll versuchen, mit seinem eigenen Beziehungsnetz für neue Impulse zu sorgen und vor allem die Mitgliederwerbung voranzutreiben. Guillebeau wird dem Fanclub, vor allem aber dem Voltigeverein Lütisburg weiterhin in verschiedenen Chargen zur Seite stehen. In OKs für die vereinseigenen Turniere oder die Schweizer Meisterschaft, als Helfer an Delegiertenversammlungen und einiges mehr. Und er wird ebenso an den wichtigsten Wettkämpfen dabei sein und dort fotografieren. Seine Bilder von Voltige Lütisburg sind unterdessen nicht nur bei Schweizer Medien heiss begehrt, sondern in der ganzen Welt. Immerhin ist Voltige Lütisburg Weltmeister 2012.

In ihrem Rückblick auf das Jahr 2012 spricht die Haupttrainerin Monika Winkler überraschenderweise nicht vom besten Jahr des Vereins. «Dank dem WM-Titel war es zwar unser erfolgreichstes. Ein Jahr zuvor haben wir aber mehr Turniere gewonnen als im 2012.» Monika Winkler hatte aber auch die Erklärung für ihre Aussage: «Unsere beiden Oberfrauen (Anmerkung: die braucht es für die Dreierfiguren auf dem Pferd) sind vergangenes Jahr derart gewachsen und entsprechend schwerer geworden, so dass es fast unmöglich wurde, sie noch zu stemmen.

Im Aufbau für die WM 2014

Als wir im frühen Sommer glaubten, alles in den Griff zu bekommen, verzeichneten beide nochmals einen Wachstumsschub. Innerhalb nur eines Monats mussten wir mitten in der WM-Saison nochmals alles umstellen. Das war kein einfaches Unterfangen.»

Lütisburg 1 hat auf diese Saison drei neue Voltis ins Team zu integrieren. Dies benötigt etwas Zeit. Monika Winkler meint deshalb, dass das Jahr 2013 ein Aufbaujahr würde. «Wir wollen uns zwar für die Europameisterschaft qualifizieren, sehen diese Saison aber trotzdem als Aufbaujahr an.» Die Veränderungen im Team ändern jedoch nichts an einer intensiven Vorbereitung auf die Wettkampfsaison. An nationalen Turnieren müssen die Qualifikationspunkte für die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft gewonnen werden und für die Europameisterschaft bedarf es Spitzenplazierungen auf internationaler Ebene.

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