«AndersCHt» jetzt auf YouTube

HERISAU. Seit einigen Tagen steht der Jugendfilm «AndersCHt» für jedermann kostenlos auf der Internetplattform YouTube zur Verfügung. Die Macher des Streifens begründen den Schritt mit Sparmassnahmen.

Karin Erni
Drucken
Teilen
Schauspielerin Ombéline Becker im Film «AndersCHt». (Bild: pd)

Schauspielerin Ombéline Becker im Film «AndersCHt». (Bild: pd)

Die Herisauer Filmemacher Roman Ramsauer und Zane Liechti tingeln seit Monaten mit ihrem Spielfilm «AndersCHt» durch die Schulen der Schweiz. Ihr Anliegen: Jugendliche für das Thema Ausgrenzung des Andersartigen zu sensibilisieren. Anders zu sein, könne viele Ursachen haben, sagt Ramsauer. «Nationalität, Religion, sexuelle Orientierung, eine Behinderung oder eine Krankheit.» Ramsauer und Liechti wollen auf diese Weise mit möglichst vielen Jugendlichen direkt ins Gespräch kommen.

Kein Geld für Versand

Die Filmvorführungen in den Schulen kosten das Herisauer Nonprofitunternehmen Lydaa immer wieder Geld. Geld, das nicht mehr zur Verfügung steht, weil zurzeit Sponsoren fehlen. Nun haben sich die beiden Filmer aus Spargründen entschlossen, den Streifen auf der Internetplattform YouTube zu veröffentlichen. DVDs zu brennen und zu verschicken, koste leider auch Geld, sagt Roman Ramsauer. «Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Leute den Film sehen können.» Die Veröffentlichung im Internet habe noch weitere Vorteile, so Ramsauer. «Sie ermöglicht es den Lehrern, die Schüler den Film im Vorfeld zu Hause anschauen zu lassen. «Wenn der Stoff etwas abgesackt ist, lässt sich anschliessend in der Schule besser damit arbeiten.»

«Einiges gelernt»

Der Film ist bei YouTube unter dem Suchbegriff «Lydaa» zu finden. Er dauert 75 Minuten. Wer nicht so lange vor dem Computer sitzen mag und über ein neueres Fernsehgerät mit Internetanschluss verfügt, kann den Film auch bequem auf diesem anschauen.

Damit, dass ihr Werk nun öffentlich ist und sich damit kein Geld mehr verdienen lässt, haben sich die Filmemacher wohl oder übel abgefunden. Aber man habe einiges gelernt, sagt Ramsauer. «Beim nächsten Filmprojekt werden wir uns bereits im Vorfeld einen Vertrieb suchen, der uns finanziert.»

Aktuelle Nachrichten