An Gemeinderat, Einwohnerrat und Parteien Herisaus

Sport ist ein Positivum für Herisau – und soll es bleiben! An seiner letzten Sitzung entschied sich der Einwohnerrat mit einem Zufallsmehr gegen das Postulat «Revision der Sportstättenplanung».

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Sport ist ein Positivum für Herisau – und soll es bleiben! An seiner letzten Sitzung entschied sich der Einwohnerrat mit einem Zufallsmehr gegen das Postulat «Revision der Sportstättenplanung». Die Herisauer Sportvereine und ihre über 2500 aktiven Mitglieder sind enttäuscht über diese Rückweisung. Für die IG Sport als ihre Interessenvertretung ist der knapp negative Entscheid zwar höchst bedauerlich. Allerdings hat der Gemeinderat versichert, dass die Revision der Sportstättenplanung bereits geplant und terminiert ist. Laut Gemeinderat soll die Planung bis im Sommer 2015 aktualisiert sein. Dazu einige Bemerkungen:

1. Die IG Sport verlangt keine unnötigen oder untragbaren Investitionen und möchte die Hallenfrage nicht zu einem parteipolitischen Spielball werden lassen. Wir betrachten den Sport und die sportliche Infrastruktur als Stärke der Gemeinde im regionalen Umfeld und möchten diese Stärke mindestens erhalten – zum Wohl der Gemeinde und der Einwohner.

2. Die volkswirtschaftliche, soziale und die emotionale Bedeutung des Sports ist enorm. Das belegen die über 1100 Unterschriften für die Petition «Neue Dreifachsporthalle in Herisau» oder die Tatsache, dass über 90 Prozent aller Herisauer Oberstufenschüler Mitglied in mindestens einem Sportverein waren oder sind. Wir ersuchen die Gemeinde, der sportlichen Infrastruktur die entsprechende Aufmerksamkeit und Priorität zukommen zu lassen. Die Aktualisierung der Sportstättenplanung darf nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn Engpässe und Probleme drücken und vertreiben die Vereine in andere Gemeinden. Das Bedürfnis ist trotz Rückweisung des Postulates unbestritten und unverändert real.

3. Viele Herisauer engagieren sich in der Freizeit für den Sport. Der Wert ihrer Arbeit lässt sich nicht einfach beziffern, könnte aber sicher von der öffentlichen Hand nicht erbracht werden. Die Sportvereine leisten einen unersetzbaren Beitrag zur körperlichen und psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Sie helfen mit, Gesundheits- und Sozialausgaben zu senken bzw. zu vermeiden. Dutzende von Personen, Vereinsfunktionären, Trainerinnen arbeiten ehrenamtlich. Es lohnt sich, sie zu motivieren, ihre Verdienste anzuerkennen und ihnen die Arbeit mit der geeigneten Infrastruktur überhaupt zu ermöglichen.

4. Die aktuelle Sportstättenplanung ist veraltet, die damals vorgesehenen Aktionen wurden grösstenteils nicht umgesetzt. Eine Überarbeitung der Planung ist dringend, denn sie muss die Grundlage für sinnvolle und finanziell tragbare Investitionen sein. Angesichts der Hallenengpässe fordern wir den Gemeinderat auf, die Arbeit möglichst schnell an die Hand zu nehmen. Die IG Sport fühlt sich als Vertreterin der Vereine verantwortlich dafür, dass Herisau auch in Zukunft eine regionale sportliche Bedeutung hat.

Die Revision der Sportstättenplanung und die Suche nach optimalen – wenn nötig kreativen oder neuen – Lösungen bleiben auf der Traktandenliste. Wir nehmen den Gemeinderat beim Wort und werden uns erlauben, uns regelmässig nach dem Stand der Planungsarbeiten zu erkundigen. Wir, die IG Sport und ihre Mitglieder, sind bereit mitzuhelfen, wo wir können – sei es in der Beschaffung von Information oder bei der Bearbeitung oder Beurteilung von Lösungen.

IG Sport Region Herisau

Postfach 228, 9100 Herisau

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