An der Pfanne und in der Halfpipe

Fabian Meyer aus Brunnadern kann am 1. Juli voraussichtlich ebenfalls das erfolgreiche Ende seiner Lehrzeit feiern. Er hat im Alters- und Pflegeheim Wier in Ebnat-Kappel die dreijährige Ausbildung zum Koch absolviert und will 2014 in seinem Sport weitere Erfolge feiern.

Nadine Rydzyk
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EBNAT-KAPPEL. Neben seiner beruflichen Karriere verfolgte der angehende Jungkoch ein grosses sportliches Ziel: Der passionierte Freeskier möchte an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi teilnehmen. Dies bedeutet viel Training. Doch sowohl in seinem Lehrbetrieb als auch in der Berufsschule kam man ihm dafür entgegen.

«Seit der zweiten Sekundarschule wusste ich, dass ich Koch werden will», erzählt Fabian Meyer. Mehrere Schnupperpraktika, darunter auch in seinem späteren Lehrbetrieb, bestätigten ihn in diesem Entschluss. «Das APH Wier war für mich ein Wunschbetrieb, da sich die Arbeit hier, anders als in einem À-la-Carte-Restaurant, besser mit meinem Training vereinbaren liess», so Fabian Meyer. Im deutlich geregelteren Küchenablauf des APH war je nach Schicht spätestens um 18.30 Uhr Feierabend angesagt und Zeit für das Training.

Sport bringt auch Vorteile

Wie sein Lehrmeister Silvan Nef bestätigt, konnte man sich mehrheitlich sehr gut mit Silvans Trainingszeiten arrangieren. Er weiss auch um die Vorteile, die das sportliche Engagement mit sich bringt: «Wer Leistungssport macht hat gelernt, sich gut zu organisieren, hat einen vollwertigen Ausgleich zum Beruf und ist sehr konzentriert bei der Arbeit», konnte er an seinem Schützling beobachten. Alles Eigenschaften, die auch im Beruf des Kochs wichtig sind. So konnte er mit der Arbeit seines Auszubildenden sehr zufrieden sein und freut sich auch, dass ihm dieser noch eine gewisse Zeit erhalten bleibt. Ab 1. September wird Fabian Meyer mit einem 50-Prozent-Pensum vorerst seinem Lehrbetrieb treu bleiben. Doch sein Lehrmeister weiss auch: «Gerade in diesem Beruf ist es wichtig, noch andere Betriebe zu sehen und neue Impulse aufzunehmen.» Deshalb empfiehlt Silvan Nef auch den nicht nur sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand der Schweiz hinaus in ausländische Küchen. Diese Empfehlung will sich der junge Mann auch zu Herzen nehmen und plant, später auf jeden Fall in einem À-la-Carte-Restaurant Erfahrungen zu sammeln.

Unterstützung erhielt Fabian Meyer auch vom BWZ. «Mein Berufsschullehrer hat mir immer die Aufgaben ins Trainingslager geschickt, wenn ich nicht da sein konnte. So habe ich nichts vom Stoff verpasst», erklärt er. Mit einer guten Organisation und Ausnutzung der Zeit, beispielsweise auf den Zugfahrten zum Training in Laax oder Davos, hat er es geschafft, beides zu verbinden. Auch wenn es manchmal anstrengend war, Ausbildung und Sport miteinander zu vereinen, ist sich Fabian Meyer sicher: «Ich würde es wieder so machen, denn ich habe es genossen, beides zu haben.»

Aufs Training konzentrieren

Nun heisst es für den angehenden Koch, sich verstärkt auf das sportliche Training zu konzentrieren, um sich für die Winterspiele zu empfehlen. Derzeit fährt der junge Freeskier noch im C-Kader, also dem Challenge-Team von Swiss Freeski. Ab Dezember wird er dann den Kochlöffel zeitweise ganz aus der Hand legen und nur noch trainieren. Ganz? Nein, wahrscheinlich nicht. Denn Fabian Meyer kocht auch zu Hause gern und oft, wie er erzählt.

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