Am Volk vorbei

TEUFEN.

Drucken
Teilen

TEUFEN. Im Fall SSZ hatten die Teufener Stimmbürger nichts zu sagen, obwohl der Gemeinderat mit der Unterzeichnung des im Grundbuch eingetragenen, 100 Jahre dauernden Baurechts- und Darlehensvertrags und den daraus resultierenden jährlichen Leistungen an die Betriebskosten ein finanzielles Engagement von 3,2 bis 4,3 Millionen Franken eingegangen war.

Laut dem externen Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmens BDO über die verwaltungsinternen Abläufe im Fall SSZ hat der Gemeinderat Teufen bei seinen Beschlüssen zum SSZ Rechtsnormen, Ausstandsregeln und die Sorgfaltspflicht verletzt. Er überschritt seine Finanzkompetenzen massiv und entschied am Volk vorbei.

Nach der massiven Baukostenüberschreitung hofft das SSZ nach einer ersten Sanierung im Juni 2013 nun auf geordnete Bahnen. Inzwischen trainieren hier die Ostschweizer Polizeischule sowie die St. Galler Kantons- und Stadtpolizei.

Heinz Bolliger, Volketswil, hat als wesentlicher Kapitalgeber eine zweite Sanierung eingeleitet. Acht Kantonalverbände erheben an Schiessanlässen einen Solidaritätsobolus von 50 Rappen pro Schütze. Das bringt rund 70 000 Franken jährlich. Nötig sind 200 000 Franken. (mw)

Aktuelle Nachrichten