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«Am Striichmusigtag z Urnäsch»

Appenzeller Musik gilt als fröhlich, melancholisch und «löpfig». Ihre Vielfältigkeit zeigten einmal mehr verschiedene Musikformationen und Jodlergruppen am Striichmusigtag in der Hinterländer Gemeinde.
Esther Ferrari
Die Original Streichmusik Edelweiss spielt auf. (Bild: Eshter Ferrari)

Die Original Streichmusik Edelweiss spielt auf. (Bild: Eshter Ferrari)

Bei Einheimischen, Heimweh-Appenzellern und Gästen aus allen Teilen der Schweiz ist der Urnäscher Striichmusigtag zu einem festen Begriff geworden. Viele der Besucher, Liebhaber der Appenzeller Musik, kommen jedes Jahr wieder. Dreizehn Musikgruppen spielten in verschiedenen Restaurants und Lokalitäten. Zwei davon waren Jungformationen und vier «Original Appenzeller Striichmusige». Über 800 Eintritte wurden verkauft. Das OK und die Helfer leisteten gute Arbeit.

Der erwartete Regen setzte zur Freude aller erst um 18 Uhr ein. Für einen sicheren Transport sorgten drei Shuttle-Busse, welche bis nach Mitternacht die Gäste trocken vom Dorf zur Schönau oder zum Rossfall und wieder zurückbrachten.

Auch verschiedene Jodelchörli zirkulierten und bereicherten die Darbietungen der verschiedenen Musikgruppen. Ob traditionelle, althergebrachte Stücke, ob neue moderne, solche mit Anlehnung an die Klassik, an Zigeunermusik, alles gab es zu hören. Die Stimmung in den Räumen wechselte von ausgelassen und fröhlich zu nachdenklich und andächtig.

Das Saienchörli erfreut die Zuhörer und Zuhörerinnen. (Bild: Esther Ferrari)

Das Saienchörli erfreut die Zuhörer und Zuhörerinnen. (Bild: Esther Ferrari)

Zäuerli, Rugguseli und Johle

Sehr beliebt ist auch der Aufenthalt im Brauchtumsmuseum und vor allem das Konzert jeweils am Nachmittag in der Kirche. Nie füllt sie sich leichter, als wenn Appenzeller Musik gespielt wird. Walter Alder gab beim Thema «Rond om de Säntis» einen Einblick in die Ursprünge der Appenzeller Musik und zeigte die kleinen Unterschiede zwischen den Bewohnern rund um den Säntis auf. Die Ausserrhoder nennen ihren melancholischen, wortlosen Jodel «Zäuerli», die Innerrhoder «Rugguseli». Die Toggenburger sagen zu ihrem Jodel ohne Worte «Johle».

Passend zum kleinen Unterschied und zur Zusammengehörigkeit spielte eine Streichmusikbesetzung mit Barbara Kamm, 1. Geige, Barbara Betschart, 2. Geige, Susanne Rempfler-Alder, Hackbrett, Maria Koch-Dobler, Cello, und Barbara Giger-Hauser, Bassgeige. Die fünf Frauen gehören normalerweise andern Formationen an. Eindrücklich waren auch die Stimmen der «Omsäger» aus Innerrhoden, die beiden Naturjodlerinnen aus dem Toggenburg sowie das Landjugendchörli aus Ausserrhoden.

Die «Frauestriichmusig» in Aktion. (Bild: Esther Ferrari)

Die «Frauestriichmusig» in Aktion. (Bild: Esther Ferrari)

Der Striichmusigtag begann am Samstagmittag mit den Jungmusikanten und endete gestern Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Urnäsch.

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