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Am Säntis wurde scharf geschossen

Gestern Mittwoch ist die grösste Militärübung in der Ostschweiz seit Jahren zu Ende gegangen: Die Volltruppenübung Trium der Schweizer Armee. Auch im Appenzellerland war viel Militär hör- und sichtbar.
Michael Ulmann
Ein Teil der Übungen fand im Appenzellerland statt – wie hier auf der Schwägalp. (Bilder: pd)

Ein Teil der Übungen fand im Appenzellerland statt – wie hier auf der Schwägalp. (Bilder: pd)

Michael Ulmann

michael.ulmann@appenzellerzeitung.ch

So manchem dürfte in den letzten drei Tagen das Donnern oder Grollen aufgefallen sein, das durch das Appenzellerland hallte. Grund dafür war nicht etwa ein Gewitter oder sonst ein Wetterphänomen, sondern schweres, gepanzertes, militärisches Gerät zu Land und in der Luft. Pan­zerhaubitzen und Panzerjäger auf den Strassen sowie F/A-18-Kampfjets in der Luft – die Mechanisierte Brigade 4 der Schweizer Armee führte von Montag bis gestern Mittag zwischen Bodensee und Säntis das erste Manöver mit schweren Mitteln seit dem Kalten Krieg durch. Codename: Übung Trium. Rund 2000 Soldaten der Aufklärungsbataillione 4 und 5 sowie die Artillerieabteilung 10 waren an der Übung beteiligt. Die Mehrheit der Soldaten stammte aus dem Mitteland, der Nordwestschweiz sowie aus dem Kanton Bern. Geübt wurde der sogenannte Kampf der verbundenen Waffen, also das Zusammenwirken verschiedener Kampfsysteme inklusive Luftwaffe. Dazu sagt der Chef Kommunikation der Mechanisierten Brigade 4, Oberstleutnant Georg Häsler: «Wir ziehen eine positive Bilanz. Unser Hauptziel ist erreicht: Wir konnten den Verteidigungsfall wie geplant im Massstab 1:1 überprüfen. Dabei haben wir festgestellt, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme funktioniert. Gleichzeitig haben wir auf allen Stufen viel gelernt. Denn letztlich geht es darum, dass wir als Teil des robusten Kerns der Armee bereit sind, im Ernstfall zu bestehen.»

Die Übungseinsätze fanden in der Region Seerücken im Kanton Thurgau, im Toggenburg, im Fürstenland und den Säntisalpen – konkret auf der Schwägalp – statt. Unterhalb vom Säntis führte die Artillerie Schiessübungen durch. «Und zwar mit scharfer Munition», ergänzt Georg Häsler. «Die Region zwischen Frauenfeld und den Säntisalpen eignet sich auch deshalb so gut für eine solche Übung, weil auf den Waffenplätzen Säntisalpen und Frauenfeld mit der Artillerie im sogenannten scharfen Schuss trainiert werden kann. Ausserdem herrschen in der genannten Region günstige Voraussetzungen, um die Verbände unter realistischen Bedingungen zu verschieben.»

Gemäss Häsler ist es nach aktuellem Kenntnisstand zu keinen nennenswerten Schäden gekommen. Hier und dort habe es zwar Landschäden gegeben, dort würden die Besitzer aber entschädigt werden.

Einige dürften sich zwar geärgert haben ab den Verkehrsbehinderungen durch die Armee. «Wir haben aber auch positive Rückmeldungen von der Bevölkerung erhalten», so Häsler.

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