Am Fusse der Churfirsten sömmern

Gestern morgen wurde das Vieh für die Alpfahrt bereitgemacht. Dank der guten Bedingungen in den vergangenen Wochen präsentieren sich saftig grüne Alpweiden. Wiederum haben viele die Alpfahrt auf Sellamatt vor Ort mitverfolgt.

Beatrice Bollhalder
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ALT ST. JOHANN–ALP SELLAMATT. Die Alpfahrt auf die Sellamatt ist immer auch ein Treffpunkt für Menschen, denen das Brauchtum am Herzen liegt. Dass aber in diesem Sommer an einem Donnerstag «Z'Alp gefahren» worden ist, brachte eine kleine Einbusse an Zuschauern. Wenn dieser Tag jeweils auf einen Samstag fällt, ist die Zuschauerzahl deutlich höher.

Wochentag nicht ideal

Auch die Anzahl der Bauern, die ganz traditionell «auffuhren», war in diesem Jahr kleiner. Auch dies hatte zum Teil mit dem Wochentag zu tun. Nicht allen, die die Bauern als Hilfssennen jeweils unterstützen, war es möglich, an diesem Tag der Arbeit fernzubleiben. Kinder sind dabei ausgenommen – im obersten Toggenburg wird es auch Nichtbauernkindern ermöglicht, an einem solchen traditionellen Anlass mitzumachen.

Hornlose Kühe

Alle jene, die es sich einrichten konnten, gestern morgen früh den Weg zum Ruestel unter die Wanderschuhe zu nehmen, haben es bestimmt nicht bereut. Denn allein schon die prächtige Morgenstimmung mit dem faszinierenden Sonnenaufgang belohnte für das frühe Aufstehen. Zudem war an diesem Morgen auf der Alp wieder einmal der Ruf eines Kuckucks zu hören. Ein in den letzten Jahren immer seltener zu hörender Ruf. Auch das Johlen der immer näher kommenden Bauern verzückte einige Frauen, die mit «schussbereiter» Kamera am Strassenrand bereitstanden. Einzig, dass viele Kühe heute ohne Hörner zu sehen sind, fanden diese schade.

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