Am Ball mit Ajeti und Zakaria: Gaiserinnen treffen Nati-Stars

Schülerinnen aus Gais durften am Montag die Fussballprofis Albian Ajeti und Denis Zakaria kennenlernen.

Yann Lengacher
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Fussballprofi Denis Zakaria geht in seiner neuen Rolle als Coach voll auf. (Bild: Yann Lengacher)

Fussballprofi Denis Zakaria geht in seiner neuen Rolle als Coach voll auf. (Bild: Yann Lengacher)

Einmal einen Schweizer Nationalspieler treffen – das würden wohl viele Kinder gerne erleben. Für einige Schülerinnen aus Gais geht dieser Wunsch am Montag in Erfüllung: Die Viert- und Fünftklässlerinnen dürfen in Wiedikon in der Nähe von Zürich die Bekanntschaft von Denis Zakaria und dem Ex-FCSG-Spieler Albian Ajeti machen.

Einladung dank originellem Torjubel

Zu dieser Ehre kommen die Gaiserinnen über einen Torjubel-Wettbewerb: Eine Jury hat den Torjubel, den die Mädchen am Finalturnier des Credit Suisse Cup gezeigt haben, für besonders originell befunden. Aus diesem Grund sind sie gemeinsam mit einem weiteren Fussballteam aus dem zürcherischen Meilen nach Wiedikon eingeladen worden, wo sie einen besonderen Tag erleben sollten.

Das Programm setzt sich am Montag aus zwei Hauptpunkten zusammen: Als erstes wurden die Mädchen unter der Leitung von Stefan Marini, Trainer der Schweizer U-17 Nationalmannschaft, trainiert. Den zweiten Programmpunkt bildeten zwei kurze Partien gegen das Team aus Meilen. Dabei stehen Ajeti und Zakaria je einmal bei jeder Mannschaft als Coach an der Seitenlinie.

Zakaria macht die Aufstellung

Bevor aber die Partien ausgetragen wurden, gibt Marini den Mädchen bei einigen Übungen den einen oder anderen fussballerischen Tipp mit auf dem Weg. Die Schülerinnen revanchieren sich, indem sie Marini beibringen, wie man Gais korrekt ausspricht: «Gääs», tönt es über den Kunstrasen.

Vor dem Mittag ist es dann soweit: Denis Zakaria und Albian Ajeti treffen nacheinander ein. Ein mitgereister Vater einer jungen Gaiserin begrüsst den Spieler von Gladbach sogleich: «Borussia Mönchengladbach, Deutscher Meister!», ruft er dem Mittelfeldspieler zu. Zakaria lacht daraufhin, ehe er sich in die Umkleidekabine begibt. Zakaria hat momentan auch sonst gut lachen: Diese Saison gehört er bei Borussia Mönchengladbach zum Stammpersonal und steht mit dem Verein an der Tabellenspitze der Bundesliga.

Nachdem die Nationalspieler den Platz betreten haben, laufen sie mit den Kindern nochmals ein. Manch eines ist da noch etwas scheu. Die Nervosität der jungen Spielerinnen legt sich jedoch mit der Zeit. In der ersten Partie werden die Gaiserinnen von Zakaria gecoacht. Vor dem Anpfiff legt der Gladbacher die Aufstellung fest. Er bezieht die Kinder mit ein und fragt sie, auf welcher Position sie denn spielen möchten. Der Genfer geht in seiner Rolle voll auf – trotz Sprachbarriere. 

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Die beiden Nati-Spieler Denis Zakaria (links) und Albian Ajeti (rechts).

Ajetis rustikale Taktik

Während den zwei Spielen sind die Nationalspieler voll engagiert. Zakaria motiviert sein Team und klatscht oft in die Hände. Albian Ajeti dagegen gibt seinen Spielern viele Ratschläge. Einmal fordert er den Videobeweis, weil er ein Foul gesehen haben will. Ganz ernst gemeint ist die Forderung natürlich nicht.

In Spiel zwei übernimmt Ajeti das Coachen der Gaiserinnen. Vor dem Spiel sagt er ihnen mit einem Augenzwinkern:

«Steht den anderen auch einmal auf die Füsse.»

Trotz Ajetis Taktik: Die Mädchen verlieren das zweite Spiel 0:2, nachdem sie schon die erste Partie 0:3 gegen das gemischte Team von Meilen verloren haben. Der Stürmer von West Ham United ist dennoch zufrieden mit den Gaiserinnen: «Sie haben im zweiten Spiel ein Tor weniger bekommen.»

Das Resultat steht an diesem Tag aber ohnehin nicht im Vordergrund. Gefallen hat es den Mädchen nämlich «uh mega». Und so dürfen sie schliesslich Autogramme und eine Erinnerung mit nach Hause nehmen.